Nein, ich hatte ebenfalls keine Kopie gemacht. Einleitender Teil meines Posts war der Link auf die Bilder vom Eastern Cape (Ulwaluko-Ritual). Ich hoffe mal die zuständigen Zensoren der FR haben vorher wenigstens einen Blick drauf geworfen und nehmen die Bilder vorm geistigen Auge mit in die Kantine ...
Beiträge von Joeye
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Wenn ich das richtig sehe, sind bereits zwei kritische Kommentare "kassiert" worden. Einer davon war meiner.
Die FR ist eben wieder ganz die Alte ...
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Na, na, na lieber Weguer ... mich hast Du da aber nicht zitiert, gell?

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Sonja Vogel hat zwar mit ihrer Kolumne selbigen abgeschossen, insbesondere mit Äußerungen wie: "der Eingriff" - also die Beschneidung von nicht einwilligungsfähigen Jungen - sei "eine Sache des Geschmacks. Eine persönliche Entscheidung". Aber wo doch die TAZ immer so nett darum bittet, man möge ihr etwas für den "Qualitätsjournalismus" bezahlen, dachte ich mir, ich zahle mal etwas ... und zwar in Naturalien.
Frau Vogel hat von mir soeben das Buch von Prof. Franz an ihre Redaktionsadresse zugeschickt bekommen. Wo sie doch auch ein Herz für dicke Bücher hat und ihr die Welt der dauernden Verknappung nicht behagt, hat sie dann endlich mal richtige Informationen zur Hand, und zwar nicht zu knapp!
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... so titelte die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom Mittwoch, 13. Mai 2015 (S. 16, Wissen und heute online hier) und man erfährt weiter:
Zitat von SZGroßbritanniens Ärzteverbände wollen jetzt in einer gemeinsamen Aktion überflüssige Tests und
Therapien anprangern. Die Idee für die Initiative stammt aus den USA. Warum tut sich Deutschland so schwer damit?
Eine wunderbare Idee aus den USA, also. Gemeint ist die Choosing Wisely Kampagne, der sich schon 2013 auch die AAP angenommen hat.
Dreimal dürft ihr raten, welcher Sondermüll dort fehlt. Dem will natürlich wieder einmal niemand einen Entsorgungsschein ausstellen. Nicht die Politiker, und schon gar nicht die Ärzte.Wenigstens werden unsere besonderen Freunde, die Urologen, im Artikel auch abschließend erwähnt. Wenn auch mit einem anderen Mist als den, dem wir hier schon seit Jahren eine Abfuhr erteilen:
Zitat von SZAus Sicht von Norbert Schmacke haben sich die ärztlichen Fachgesellschaften in der Vergangenheit "nicht mit Ruhm bekleckert, wenn es um die Kunst ging, Nutzen und Risiken für Patienten sorgsam einzuschätzen. Es hat beispielsweise Jahrzehnte gedauert, bis die Urologen murrend zugestimmt haben, dass sich der PSA-Test nicht für das Screening auf Prostatakrebs eignet." Für Wolf-Dieter Ludwig hat der Aufruf gegen unnütze Medizin auch noch eine Komponente, die sich aus dem Lebenslauf und der Fähigkeit zur Selbstkritik zwangsläufig ableiten sollte: "Ab einem gewissen Alter muss man als Arzt doch auch zugeben, wie viel Blödsinn man macht und gemacht hat."
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Nett, vor allem dass man Brian Earps Argumentation an den Schluss gestellt hat.
Aber dennoch bleibt das Ganze an einer entscheidenden Stelle dann auch wieder stecken:
ZitatBut even the former Atlantic blogger Andrew Sullivan, one of the fiercest critics of what he calls MGM (male genital mutilation), makes a strong exception for religion [...]
Und Bilder des Ulwaluko-Rituals sowie einen Hinweis auf die fast 1'000 toten Jungen seit Mitte der 90er allein am Eastern Cape sucht man dort auch vergebens.
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Die allerbesten Wünsche zu Deinem Geburtstag auch von mir, lieber Pizarro!
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Tröste Dich, Weguer, es gibt Leute die sind noch später dran ...
Nachträglich die allerbesten Wünsche zu Deinem Geburtstag, lieber Guy! Bleib vor allem gesund ... und wer dich hackt, den hack zurück!
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Zitat
This may be a very good case.
... for what? Or for whom?
Ob sich durch solche Fälle wohl in den Köpfen von Eltern etwas ändern wird?
Oder denken sie weiterhin nur: Ich will einen "schönen" beschnittenen Penis bei meinem Sohn, nicht so einen krummen, schiefen Schnitt. Und wenn die Ärzte das verdammt noch mal so oft machen müssen, bis es mir gefällt!
Ja der "Konsument" hat ein Recht auf ein "fehlerfreies Produkt": Reparatur oder Preisnachlass sollten möglich sein; Umtausch oder Wandlung wird schwieriger ... -
Bislang mag man meinen Kommentar nicht veröffentlichen. Ob's am Link auf die bebilderte Seite liegt?
ZitatAlles anzeigen
Dem Unfug der Unvergleichbarkeit...
... ist entschieden entgegenzutreten.Allein am Eastern Cape in Südafrika sind seit 1995 ca. 1'000 Todesfälle von Jungen im Rahmen des dortigen Beschneidungsrituals (Ulwaluko) zu verzeichnen. Die Zahl der mehr oder weniger gravierenden Verstümmelungen dürfte weitaus höher liegen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Ulwaluko
http://www.ulwaluko.co.za/Photos.htmlWozu solche Bilder und Berichte nicht zuletzt dank Waris Diries Autobiographie bei der weiblichen Beschneidung geführt haben, wissen wir alle.
Wer ständig von Unvergleichbarkeit faselt und behauptet, bei der Jungenbeschneidung seien lediglich schlechte hygienische Bedingungen und niedrige medizinische Standards zu kritisieren, sollte zur Kenntnis nehmen, dass genau diese Umstände durchaus auch bei der weiblichen Beschneidung soweit "verbessert" werden können, dass "keine gravierenden Schäden" mehr eintreten.
Eine Reduktion von Klitorisvorhaut und inneren Labien, welche biologisch der männlichen Vorhaut analog sind, lässt sich durchaus auch bei Mädchen "sehr sauber" durchführen und erfreut sich überdies in Ostasien steigender Beliebtheit, gerade auch aus religiösen Gründen, wie dieser aktuelle Bericht vom Februar 2015 zeigt:
http://www.vice.com/en_uk/read/fem…lar-in-malaysia
Ethisch ist eine medizinisch nicht notwendige operative Genitalreduktion bei nicht einwilligungsfähigen Kindern jedoch IMMER strikt abzulehnen, denn sie stellt eine eklatante Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung dar. Mit der künstlich aufrecht erhaltenen Doppelmoral, Jungen- und Mädchenbeschneidungen seien nicht vergleichbar, und der Segregation in zwei getrennte Debatten befördern die Befürworter der Beschneidung von Jungen auch die der Mädchen.
Es wird Zeit, dass wir alle Kinder gleichermassen vor Übergriffen auf ihre Genitalien schützen: Mädchen, Jungen und Intersexuelle.
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Ich finde es gut und richtig, dass diese Leser-Reaktionen hier noch einmal für alle nachzulesen sind. Die Begründung der FR seinerzeit ist in der Tat ein (erneuter) Tiefpunkt im medialen Umgang der Presse mit dem Thema MGM.
Ich möchte allerdings auch daran erinnern, dass die FR die Kritik von Victor Schiering von MOGIS e.V. an der Ausstellung "Haut ab!" abgedruckt und im FR-Blog zwei Diskussionsseiten dazu eingerichtet hat:
http://www.frblog.de/traurige-allianzen/
http://www.frblog.de/rund-um-das-thema-beschneidung/Mein Eindruck ist, dass Offenheit, Ausgewogenheit und Seriosität im medialen Umgang mit dem Thema Genitalverstümmelung wohl mit Einzelpersonen steht und fällt. Entweder blocken sie jede Ausgewogenheit ab (s. Heribert Prantl für die SZ) oder sie setzen sich mit Nachruck dafür ein (s. Lutz Büge aka Bronski für die FR oder Markus C. Schulte von Drach für die SZ).
Leider scheinen mir Letztere noch deutlich in der Unterzahl. Dennoch macht die FR aber in meinen Augen eben nicht zuletzt durch ihren Blog wieder eines gut. Dafür bin ich Lutz Büge sehr dankbar!
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Hallo Decision,
danke, dass Du Deine sehr persönliche Erfahrung mit uns teilst und dabei auch sehr rücksichtsvoll vorgehst.
Ich bin selber negativ betroffener Mann (unnötige Verstümmelung mit 7 Jahren: radikale Zirkumzision, "low-tight", durch einen Urologen) und schwul, kenne also intakte wie genital-modifizierte Männer. Vor ein paar Jahren lernte ich einen deutlich jüngeren Mann kennen, der aus den USA nach Europa gezogen ist. Einen Änhänger der Body-Modification-Szene, was man ihm auch sofort ansah: Tattoos, weit gedehnte Ear-Lobes, Bridge-Piercing zwischen den Augen u.a.
Auch wenn oder vielleicht gerade WEIL er völlig anders ist als ich es bin, so fand ich ihn doch sehr sympathisch und bin dann einmal einem Link von seiner Homepage auf seine persönlichen Seiten beim Body-Modification-E-Zine (BME) gefolgt - damals waren diese noch nicht für die allgemeine Öffentlichkeit gesperrt. Ehrlich gesagt: Ich war geschockt! Seitdem weiss ich nicht nur, was ein Prinz-Albert Piercing (PA), ein Ampalang und Apadravya sind, sondern auch was eine Meatotomie und eine Full-Subincision ist. (Hat man letztere, braucht es übrigens nur noch einen Half-Apadravya!
)Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, habe ich begonnen Bücher zu lesen, um die Psychologie hinter der Sehnsucht nach - in diesem Fall ja extremer, also "heavy" - Body-Modification zu verstehen.
Das Ganze passierte ca. 2 Jahre vor der Beschneidungsdebatte in Deutschland. Es war einer jener Momente, wo das ansonsten verdrängte Thema in mir hochkam: Ich wünschte mir zeitlebens, ich wäre intakt. Er hat seinen Körper auf extreme Weise verändert. Die Gemeinsamkeit zwischen uns war aber: der Wunsch nach sexueller Selbstbestimmung! Da er in Amerika geboren und aufgwachsen ist, nehme ich an, dass man ihm diese zu Beginn seines Lebens auch verwehrt hat. Er hat das Ganze dann aber als junger Erwachsener freiwillig weitergetrieben: Erst PA, dann Apadravya, dann Meatotomie bis hin zur Full-Subincision und Half-Apadravya.Ich habe mich nie mit ihm darüber unterhalten, was seine Motivation dahinter ist. Dazu waren wir nicht eng genug befreundet. Nach allem was ich aber durch Studium der Literatur weiss, ist es KEINESWEGS ein krankhaftes Bedürfnis, seinen Körper zu zerstören, sondern der Wunsch nach Individualität. Dass die Harnröhre überdies für manche (nicht alle) Männer sexuell stimulierbar ist, genau wie Du es in Deinem Beitrag schilderst, habe ich auch erfahren. Manche verwenden sogar urologisches Sounding-Besteck für diese Art der Stimulation, was nicht ganz risikolos ist (Infektions- und Verletzungsgefahr).
Für mich ist das zwar alles nichts, aber ich weiss und respektiere, dass dies für manche Männer ein Weg ist, neue Stimulierbarkeit zu erreichen, zumal dann wenn ihnen Vorhaut und Frenulum genommen wurden. Alles das, was Erwachsene freiwillig, wohlüberlegt und informiert mit ihrem Körper tun (ohne zerstörerische Absicht), ist für mich in Ordnung. Ich nenne das dann auch nicht Verstümmelung. Meinen Bekannten habe ich auch ansonsten als sehr gesundheitsbewusst erlebt: er legt viel Wert auf gute Ernährung, Krafttraining, kein Alkohol, keine Drogen.
Wir sollten gemeinsam dafür kämpfen, dass Zwangsbeschneidung minderjähriger Kinder geächtet wird. Was Erwachsene hingegen für sich entscheiden - ohne Zwang durch die Gesellschaft oder ihr Umfeld - ist zu respektieren.
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Erledigt.
ZitatSehr geehrter Herr Dr. Bühmann,
mit Interesse habe ich in der Online-Ausgabe der Welt von Ihrer Idee gelesen, eine urologische Sprechstunde für Jungen einzurichten.
http://www.welt.de/gesundheit/art…uer-Jungen.htmlIn diesem Zusammenhang habe ich auf Welt Online sowie im Forum für von Genitalbeschneidung betroffenen Jungen und Männern den untenstehenden Kommentar gepostet.
Ich lade Sie herzlich ein, gemeinsam mit anderen Betroffenen die unnötig hohe Zahl von Vorhautamputationen in Deutschland sowie das problematische Verhältnis der Urologen zu negativ von Beschneidung Betroffenen zu erörtern.
https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page…d&threadID=5152Mit bestem Dank für Ihre Aufmerksamkeit und
freundlichen Grüßen aus der Schweiz nach Sylt -
Ich weiss nicht, ob's veröffentlicht wurde ... mal sehe ich den Kommentar mal nicht
ZitatDie KiGGS Studie hat gezeigt, dass in D 11% aller Jungen nicht mit intakten Genitalien das Erwachsenenalter erreichen. Diese sehr hohe Zahl an Vorhautamputationen ist NICHT mit einem Migrationshintergrund und auch nicht mit medizinischer Notwendigkeit zu erklären. Letztere ist nach realistischeren Schätzungen höchstens bei 1-2% aller Jungen gegeben, was auch ein internationaler Vergleich mit nordischen Ländern wie Finnland oder Schweden nahelegt. Es muss wohl davon ausgegangen werden, dass in D Urologen entweder nicht hinreichende Kenntnisse über die natürliche Entwicklung der Vorhaut besitzen und nach wie vor mit veralteten "Deadline-Theorien" arbeiten. Z.B. nach Gairdner: "Bis zum Schulalter muss die Vorhaut zurückziehbar sein.", was Unsinn ist, da die Entwicklung bis in die Pubertät hinein andauert. Oder aber sie etikettieren Beschneidungen auf bloßen Wunsch der Eltern als "medizinisch indiziert" um (s. den Artikel "Guter Schnitt" von Brigitta vom Lehn in der FAZ).
Als negativ von Beschneidung Betroffener erwarte ich zunächst einmal, dass sich die Urologen ein Beispiel an Ihren Kollegen, den Kinder- und Jugendärzten, nehmen, die mittlerweile sehr kritisch und zurückhaltend gegenüber Zirkumzisionen im Kindesalter sind (s. BvKJ und seine Stellungnahmen zum Thema). Ich erwarte außerdem mehr Fortbildungen zu diesem Themenkomplex. Wie viele Urologen waren beispielsweise beim ersten Symposium zur Genitalen Autonomie am 6. Mai 2014 an der Uni Köln? Warum diskreditieren Urologen immer noch viel zu oft die nicht invasiven (Salben und Dehnungen) oder minimal-invasiven Therapien (Triple Inzision) als ineffektiv, obwohl das Gegenteil zutrifft? Vielleicht weil sie nicht genug Geld damit verdienen, oder sie sie nicht beherrschen? Es kann nicht oft genug betont werden: Vorhautamputationen sind KEINE Heilbehandlung, sondern stehen vielmehr für ein Versagen einer erfolgreichen Heilbehandlung im doppelten Wortsinne: Den Jungen versagen Urologen zu oft eine ihre genitale Intaktheit bewahrende First-Line-Therapie und greifen ohne Umschweife sofort zum eigentlich LETZTEN Mittel, bei dem nicht nur ca. 50% der gesamten Penishaut entfernt werden, sondern mit innerem Vorhautblatt, Frenulum und Ridged Band auch hoch-erogene Strukturen, die zudem für eine beiden Partnern beim GV angenehme Mechanik essentiell sind.
Nicht zuletzt erwarte ich auch, dass negativ Betroffene, die einem Urologen gegenüber von Problemen mit ihrer unnötigen Beschneidung im Kindesalter berichten, ernst genommen werden und nicht immer wieder zu hören bekommen, es sei doch alles bestens.
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Wir sind fast alle als Kinder ohne Notwendigkeit beschnitten worden, das ist ein grosser Unterschied zu Deiner Situation. Du konntest selbstbestimmt entscheiden und so soll es ja auch sein.
Noch heute erreichen allerdings 11% aller Jungen in Deutschland nicht mit intakten Genitalien das Erwachsenenalter (KiGGS Studie). Diese Zahl ist eklatant hoch und weder mit Migration noch medizinischer Notwendigkeit zu erklären. Es gibt Schätzungen, die eine wirkliche medizinische Notwendigkeit nur bei 1-2% sehen, andere sogar unter 1%.
Wofür wir uns hier einsetzen ist sehr einfach zu verstehen: sexuelle Sebstbestimmung und genitale Autonomie! Die Beschneidungszahlen von Kindern in Deutschland müssen runter.
Übrigens: Ich vermute mal, dass Du von dieser Praxis hier sprichst. Sie verlinken nach wie vor beim Thema Neugeborenenbeschneidung auf eine Seite für Zirkumzisionsfetischisten mit sehr unangenehmer Bildsprache. Das hat mit Selbstbestimmung dann rein gar nichts mehr zu tun.
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irgendwann werden sie sich entschuldigen müssen
... dafür dass sie schon wieder mehrheitlich Kindergenitalien für die Befriedigung von Bedürfnissen Erwachsener freigegeben haben.
Entschuldigung! Natürlich nur Kinderpenisse, diesmal keine Kindervaginas ... das ist dann wohl Grüner Fortschritt! -
Liebe Maria, auch von mir die allerbesten Wünsche für Dein neues Lebensjahr, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für Dein Engagement!
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Meinen herzlichen Dank an MOGIS und auch an Dich Önder für Eure Stellungnahmen zum Migrationsbericht!
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Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoğuz (SPD, im Folgenden "die Beauftragte" genannt) hat gestern den neuesten Migrationsbericht vorgelegt. Es war nicht anders zu erwarten: Auch hier wird der "Beschneidung von Jungen" (im Folgenden von mir "Genitalverstümmelung" genannt) ein ganzes Kapitel gewidmet, nämlich "2.4 Religions- und konfessionsübergreifende Entwicklungen", S.284-287. Das Kapitel schließt mit den Worten:
Zitat von Aydan ÖzoğuzDie Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit. Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.
Die Beauftragte möge sich doch bitte unter anderem folgende Fragen stellen:
- Wie kann es sein, dass der Gesellschaft - die der Genitalverstümmelung von Jungen überwiegend ablehnend gegenübersteht - diese Menschenrechtsverletzung als im Elternrecht gesicherte, valable Option für alle (!) Jungen aus beliebigen (!) Gründen angedient werden musste, damit sich Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland zugehörig fühlen? Ist das, das und das also der so wichtige Wunsch, der allen Eltern, die ihn hegen, "ohne Wenn und Aber" [Zitat Seehofer] erfüllt werden muss, damit sie sich bei uns wohlfühlen? Kann es nicht vielmehr sein, dass mit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 die nicht strikt medizinisch begründete Genitalverstümmelung in Deutschland der Vergangenheit angehört hätte, weil es wohl kaum ein Lobbyverband der "Mütter gegen Keime unter männlichen Vorhäuten" oder der "von Arbeitslosigkeit bedrohten Kinderurologen" geschafft hätte, ein solches Gesetz durchzudrücken?
- Was ist das für eine Rechtssicherheit, wenn nunmehr selbst die beschneidungsfreundlichen Juristen des diesjährigen Juristentages feststellen, dass die neue Norm erst "einer verfassungskonformen Auslegung dahingehend bedarf, dass die Vorschrift nur einen auf ein ernsthaftes religiöses Selbstverständnis gestützten Eingriff rechtfertigt" und "kulturell tradierte Sitten hierfür nicht ausreichen"?
- Was ist das für eine Rechtssicherheit, die mutmaßlich auf einer grundgesetzwidrigen Norm basiert?
- Und wo ist eigentlich die kritische Diskussion innerhalb der beschneidenden Gemeinschaften, die laut der für Beschneidung lobbyierenden Verbandsvertreter der einzig richtige Ort für eine Hinterfragung dieser archaischen Praxis sein sollte?
Auf diese Fragen hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort, Frau Özoğuz!
- Wie kann es sein, dass der Gesellschaft - die der Genitalverstümmelung von Jungen überwiegend ablehnend gegenübersteht - diese Menschenrechtsverletzung als im Elternrecht gesicherte, valable Option für alle (!) Jungen aus beliebigen (!) Gründen angedient werden musste, damit sich Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland zugehörig fühlen? Ist das, das und das also der so wichtige Wunsch, der allen Eltern, die ihn hegen, "ohne Wenn und Aber" [Zitat Seehofer] erfüllt werden muss, damit sie sich bei uns wohlfühlen? Kann es nicht vielmehr sein, dass mit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 die nicht strikt medizinisch begründete Genitalverstümmelung in Deutschland der Vergangenheit angehört hätte, weil es wohl kaum ein Lobbyverband der "Mütter gegen Keime unter männlichen Vorhäuten" oder der "von Arbeitslosigkeit bedrohten Kinderurologen" geschafft hätte, ein solches Gesetz durchzudrücken?