ich möchte meinem Vorstellungsthread nochwas hinzufügen.
1980. Ich war sechs+dreiviertel Jahre alt.
Ich hab mir das nicht ausgesucht, ich hatte es nicht gewollt, ich würde es heut nicht wollen und niemandem antun können.
Aber es geht mir nicht schlecht damit.
Ich bin mir sicher, dass mir niemand was übles antun wollte.
Es war Stand der ärztlichen Kunst und die Besorgnis meiner Eltern.
Das schreibe ich ausdrücklich als Replik auf einige Äußerungen hier im Forum in den letzten Tagen.
Ich darf anzweifeln, aber kann nicht wissen, ob das mit Stand von heute als notwendig gegolten hätte.
Vermutlich würden zumindest einsichtige Ärzte (die die aktuellen Behandlungsrichtlinien kennen) zu ein paar Jahren abwarten raten. Ob sich bis dahin eine Besserung hätte einstellen können, weiß ich nicht. Die Vorhaut war zu dem Zeitpunkt eine unverrückbare Einheit mit der Eichel, welche ich also gar nicht kannte.
Ich war stets ein schüchternes Kind, auch vor der OP.
Ob die einen Einfluss auf meine Entwicklung hatte, kann ich nicht wissen.
Ich kann nur sagen, dass ich niemals, nicht im Kindes- noch Erwachsenenalter irgendeine Zurückweisung oder Andersbehandlung auf Grund des Beschnittenseins erfahren habe.
Einzig ist da einige Lebenserfahrung, wo ich sehe, dass manches ohne Vorhaut anders abläuft als bei Männern 'mit'...
▪Manches hab ich als Jugendlicher nie verstanden. z.B. wie andere Masturbation beschrieben haben.
▪Der Anblick eines nichtbeschnittenen bleibt für mich ungewohnt und bereitet mir Ekel. Aber ich steh halt nicht auf Penisse anderer Männer und bekomm sie nicht so oft zu sehen.
▪Es gab mir zu denken, dass ich bei meinen ersten partnerschaftlich-sexuellen Erlebnissen nicht viele Sinneseindücke mir dem Penis sammeln konnte. Aber da sind mir zunächst andere absurde Erklärungen begegnet, bevor ich auf die Spur mit dem fehlenden Stück Vorhaut kam.
Dabei hab ich es wohl noch gut erwischt. Da existieren im erigierten Zustand noch so ca. 4 cm von dem, was wohl mal innere Vorhaut war, vom Fenulum noch so zwei hörnchenförmige Hautreste.
Eichel und verbleibe Reste der Vorhaut haben mit Urea30%-Behandlung an Sensibilität durchaus zugenommen.
Ich kann die Behandlung nicht weiterführen, weil ich mich schon zu sehr vom Zu-spät-Kommer zum Schnellficker entwickelt habe.
Daher kann ich nur allen hier leidenden raten, das ebenfalls zu versuchen.
Ich muss bei allen hier im Forum um Entschuldigung bitten, denen es nicht wirklich gut damit geht.
Aber ich find es echt Scheiße, verbittert gegen die halbe Welt zu wettern, sich in Verschwörungserzählungen zu ergehen. Eltern Ärzten, Politik Lust am Verstümmeln vorzuwerfen, von Lügen und Propaganda zu reden. Parteienvertreter und Medien in diesem Jargon anzuprangern... - damit macht man sich echt keine Freunde.
Da würde ich zunächst mal davon ausgehen: die wissens nicht besser. Aufklärungsarbeit von Seiten Betroffener geht da echt anders.
In einem Forum, wo das von mir kritisierte an der Tagesordnung ist, fühle ich mich extrem unwohl.