Beiträge von cheesy mogul

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    Ich kann nicht mit jemandem diskutieren, der mir sagt, dass sich das 20 Jahre später negativ auf die Sexualität auswirkt. Dagegen spricht auch schon die große Anzahl der Kinder von den vielen sehr religiösen Menschen.

    Ein höchst entlarvender Satz, der zeigt dass von Orthodoxen Sexualität einzig und allein als Fortpflanzungakt wahrgenommen wird.

    Das war schon immer das perfide an der Beschneidung: Die Fortpflanzung bleibt gewährleistet und auch der Fortpflanzungstrieb wird nicht angetastet, damit der Schäfchennachwuchs gesichert bleibt.
    "Nur" die lustbetonte, emotionale und verbindende Komponente der Sexualität wird ganz bewusst amputiert oder eingeschränkt.

    Wo kämen wir hin, wenn die Leute ihre Dosis Spiritualität statt am Sabbath in der Synagoge oder am Sonntagmorgen in der Kirche lieber zu Hause mit ihren Partnern z.B. in Form von tantrischem Sex o.ä. holen würden.
    Man stelle sich vor, die emotionale Bindung zum irdische Partner könnte dabei plötzlich sogar diejenige zum göttlichen Wesen der reingeborenen Religion übertrumpfen...
    Wer ständig von multiplen "petites morts" heimgesucht wird, für den verliert womöglich sogar der richtige Tod seinen Schrecken. Solchen Leuten kann man ja nicht mal mehr mit der Hölle Angst einjagen und damit Macht über sie ausüben. ;)

    Sex (vor allem guter) ist gefährliche Konkurrenz für die monotheistischen Religionen und muss darum um jeden Preis dämonisiert oder wenn das nicht hilft, sogar mit dem Messer entschärft werden.

    Zitat

    Wie hoch die Schutzwirkung der Beschneidung für schwule Männer genau ist, ist nicht bekannt. Bei heterosexuellen Männern halbiert sich das Risiko; bei schwulem Sex ist die Schutzwirkung eher kleiner.

    Doktor Gay gibt Auskunft: Was hat Mann von einer Beschneidung?

    Zum Glück sind die Forumskommentare 10x intelligenter als die Ergüsse dieses sogennaten Dr. Gay, der notabene bei der Aids-Hilfe Schweiz angestellt ist...

    Diese Organisation wird von mir nie mehr auch nur einen roten Rappen kriegen!

    Poah! Das ist wirklich ein schonungslos deftiges, wenn man seinen kulturelen Hintergrund betrachtet aber auch extrem mutiges Statement welches dieser verzweifelte junge Mann abgibt.
    Doppelt verheerend, wenn in einer frauenfeindlichen Religion/Kultur die MGM diesen Hass noch derart verstärkt.

    Meiner Meinung nach ist die Beschneidung nur in zwei Dingen wirklich erfolgreich:
    1. Die Sexualität negativ verändern (wobei die männliche natürlich noch viel stärker betroffen ist als die weibliche)
    2. Einen massiven Keil zwischen die Geschlechter treiben (sowohl auf physisch-sexueller, wie auch auf emotionaler und gesellschaftlicher Ebene)

    Der Mann bräuchte wirklich dringend kompetente, professionelle Hilfe um dieses gravierende Trauma verarbeiten zu lernen.
    Was er in seinem beschneidungseifrigen Kulturkreis leider wohl kaum finden wird...

    Jeder der noch zu behaupten wagt, MGM sein im Vergleich zu FGM relativ harmlos, sollte man dazu verdonnern sich dieses Video reinzuziehen!

    Es sind einige Religionsvertreter gewesen, die mit hanebüchenen Theorien über den rationalen "wirklichen" Hintersinn der Beschneidung, den Gott schon immer gewusst hat, uns Dummerchen aber erst heute aufgeht, aufgetreten sind. Das sind sämtlichst Rationalisierungen, die uns die Rituale als schon immer "vernünftig" schmackhaft machen wollen. Unsere Vorfahren hatten mit Sicherheit aber eine andere "Vernunft" als wir.

    Der Anthropologe Leonard Glick vertritt in "Marked in Your Flesh: Circumcision from Ancient Judea to Modern America" , seinem umfassenden geschichtlichen Abriss über die Beschneidung, die gleiche Theorie.

    Es war ziemlich unglückliches Timing, dass ausgerechnet als gegen Ende des 19 Jh. in Deutschland eine Reformjudenbewegung begann das Ritual ernsthaft in Frage zu stellen, gleichzeitig in den angelsächsischen Ländern, geprägt von sex-feindlichem viktorianischem Denken, die Mediziner plötzlich scharenweise auf den Beschneidungs-Zug sprangen.
    Noch 100 Jahre vorher hatten die Britischen Christen eine völlig ablehnende Haltung gegenüber diesem damals rein jüdischen Ritual.

    Erst diese medizinische Rationalisierung verhalf der Genitalmutilation zu einer breiten Akzeptanz in UK, USA, Commonwealth Staaten.
    Im Gegensatz zu den heutigen Beschneidungsfans hatten die Juden vorher den Eingriff nämlich immer als schmerzhaftes Opfer und eine Art Brandzeichen verstanden, welches man als Preis für die Zugehörigkeit zum Stamm der Juden seinem Gott erbringen musste. Je stärker die Christen den Brauch verurteilten, umso sturer hielten die Juden übrigens daran fest.
    Manches ändert sich nie... ;)

    Und heute wo die medizinische Vernunft langsam wieder Oberhand kriegt, wird das alte Stammeszeichen-Argument einfach wieder aus der Mottenkiste geholt. Allerdings werden unterdessen die Nachteile der Vorhautopferung geflissentlich verschwiegen. Religiöse Opfergaben sind heute nicht mehr so populär und die Information über deren Nachteile, würde bei sekulären, Sex-postiven, modernen Juden wohl weniger gut ankommen...

    Die Tante ist ja schliesslich Psychologin. Da ist auch nichts anderes zu erwarten, als dass sie Sandros Problem in ihr Fachgebiet ansiedeln möchte.

    Läuft umgekehrt bei psychosomatischen Leiden doch genauso. Versucht mal einem Schulmediziner klar zu machen, dass z.B. bei einem Dauerschwindel neben körperlichen auch psychische Ursachen im Spiel sein könnten.

    Unseren "Blick" kann man sowieso nicht ernst nehmen, der bewegt sich auf ähnlich tiefem Niveau wie eure "Bild".

    Da wäre Sandro bei einem jüngeren einheimischen Urologen, der mit grösster Wahrscheinlichkeit selber Vorhautbesitzer ist, tatsächlich viel besser bedient. Hier in der Schweiz schnippseln die meisten jungen, aufgeklärten und Sex-positiv eingestellten Ärzte zum Glück nicht mehr gerne ohne triftigen medizinischen Grund an Vorhäuten herum.

    Die allermeisten Schweizer Frauen dürften ausserdem kaum je einem beschnittenen Penis begegnen und sind sich daher der sexuellen Problematik in der Regel gar nicht bewusst.
    Mein Ex-Freund ist der einzige christlich-evangelisch aufgewachsene Schweizer Mann den ich kenne, welcher nicht aus medizinischen Gründen, sondern aus purer Idiotie der Eltern im amerikanischen Stil beschnitten wurde.

    Ohne diese Augen öffnende Beziehung, wäre ich wahrscheinlich jetzt auch nicht hier und genauso ignorant wie Frau Fux...

    Leinwandbilder mit dem netten Brauchtum als Motiv:
    http://www.amazon.de/Canvas-Michael…ds=circumcision

    Oder wie wär's mit hübschen Mousematten:
    http://www.amazon.de/Circumcision-Liber-Chronicarum-Natürliche-Gummimatten/dp/B007HSZ5V2/ref=sr_1_12?ie=UTF8&qid=1371237987&sr=8-12&keywords=circumcision
    http://www.amazon.de/Jewish-circumcision-Natürliche-Gummimatten-Qualität/dp/B0058GNIU0/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1371237987&sr=8-11&keywords=circumcision

    21.Jh Technology meets tiefstes Mittelalter:
    http://www.amazon.de/Circumcision-Liber-Chronicarum-iPad-Abdeckung-Schutzhülle/dp/B009P3LPNO/ref=sr_1_13?ie=UTF8&qid=1371237987&sr=8-13&keywords=circumcision

    Ich wusste gar nicht dass Jackson Pollock ein Werk mit dem Tirtel "Circumcision" gemalt hat.
    Allerdings dürfte dieses Gemälde wohl eher als Beschneidungskritik zu verstehen sein...
    http://www.amazon.de/Canvas-Jackson…ds=circumcision

    Zur akkustischen Untermalung ein MP3 Hit aus Senegal:
    http://www.amazon.de/Pre-Circumcisi…ds=circumcision

    Für den perfekten Circumfetischisten-Haushalt fehlt da eigentlich nur noch die Mogen Clamp Replica zum Gurken schälen…
    Aber vielleicht werden wir ja bei Amazon.com fündig.

    Kinderbeschneidungs Trainingspuppe:
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    Plastibell Beschneidungswerkzeug für Do it Yourselfer:
    http://www.amazon.com/Briggs-PlastiB…ds=circumcision

    Oder das Scherenset für Hobby-Mohels:
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    Natürlich darf auch der berüchtigte Folterschragen nicht fehlen:
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    Auf der einen Seite benötigt man selbst für stärkere Kopfwehtabletten ein ärztliches Rezept, solche Operationsgeräte zur Verstümmelung von Babies sind jedoch uneingeschränkt erhältlich...

    Wenn jemand Kinder aus religiösen Gründen verfolgt und verstümmelt ist er damit noch lange kein religiös Verfolgter, sondern bestenfalls ein religiöser Verfolger!

    Wer die genitale Integrität seiner unmündigen Kinder nicht respektiert oder gar zerstört, hat mit seiner Tat jeglichen Respekt vor dieser Art von "Religiosität" verwirkt. Wie seine Religion auch immer heisst und ob sie in der Minder- oder Mehrheit steht, ist dabei völlig irrelevant.

    Exakt deshalb. Andernfalls würde man 1,5 Milliarden Muslime, 15 Millionen Juden weltweit und mehrere hundert Millionen Amerikaner auf dieselbe Stufe wie weibliche Genitalverstümmler stellen. Trau' Dich das mal. :huh:

    Womit wir beim eigentlichen Hauptgrund wären, wieso die MGM damals in den 90er Jahren nicht die selbe verdiente juristische und gesellschaftliche Ächtung erfuhr wie die FGM...
    Vor der eigenen Haustüre aufwischen ist immer schwieriger als bei einer fremden Kultur, die man sehr einfach als rückständig abtun kann.

    Die Antisemitismus-Keule wird unterdessen derart oft geschwungen, dass diese billige Allzweckwaffe richtiggehend stumpf und abgedroschen ist und (zumindest ausserhalb Deutschlands) gar nicht mehr weh tut...

    Ausserdem wüten auf der Welt 10-100x mehr muslimische und amerikanische Beschneider als jüdische. Und deren Verstösse gegen das Menschenrecht verurteilen und bekämpfen Beschneidungsgegner ja mit der genau gleichen Vehemenz.
    Dieser exklusivistische Anspruch auf Antisemitismus-Opfertum im Zusammenhang mit der Beschneidungsproblematik ist daher nicht nur masslos übertrieben, sondern geradezu anmassend.