Zitat
Ich kann nicht mit jemandem diskutieren, der mir sagt, dass sich das 20 Jahre später negativ auf die Sexualität auswirkt. Dagegen spricht auch schon die große Anzahl der Kinder von den vielen sehr religiösen Menschen.
Ein höchst entlarvender Satz, der zeigt dass von Orthodoxen Sexualität einzig und allein als Fortpflanzungakt wahrgenommen wird.
Das war schon immer das perfide an der Beschneidung: Die Fortpflanzung bleibt gewährleistet und auch der Fortpflanzungstrieb wird nicht angetastet, damit der Schäfchennachwuchs gesichert bleibt.
"Nur" die lustbetonte, emotionale und verbindende Komponente der Sexualität wird ganz bewusst amputiert oder eingeschränkt.
Wo kämen wir hin, wenn die Leute ihre Dosis Spiritualität statt am Sabbath in der Synagoge oder am Sonntagmorgen in der Kirche lieber zu Hause mit ihren Partnern z.B. in Form von tantrischem Sex o.ä. holen würden.
Man stelle sich vor, die emotionale Bindung zum irdische Partner könnte dabei plötzlich sogar diejenige zum göttlichen Wesen der reingeborenen Religion übertrumpfen...
Wer ständig von multiplen "petites morts" heimgesucht wird, für den verliert womöglich sogar der richtige Tod seinen Schrecken. Solchen Leuten kann man ja nicht mal mehr mit der Hölle Angst einjagen und damit Macht über sie ausüben. ![]()
Sex (vor allem guter) ist gefährliche Konkurrenz für die monotheistischen Religionen und muss darum um jeden Preis dämonisiert oder wenn das nicht hilft, sogar mit dem Messer entschärft werden.