Dad Buch ist längst geschrieben und es ist sehr gut geworden. Und deinen Einwand kann ich nicht ganz nachvollziehen. Darf man über Brustkrebs schreiben, ohne davon betroffen zu sein? Darf man über Gewalt gegen Kinder schreiben, ohne von seinen Eltern verprügelt worden zu sein? Lies das Buch erstmal und dann kannst du immer noch Kritik äußern.
Beiträge von R2D2
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Ich bin immer wieder erstaunt, wie Feministinnen (oder sollte ich ein großes Binnen-I verwenden?) um jeden Buchstaben bei der Gleichberechtigung kämpfen, um dann über derart eklatante Ungeleichbehandlungen wie §1631d BGB einfach hinwegzugehen. Platzt denen eigentlich nicht der Kopf, angesichts der Tatsache, dass das alles nicht vorne und hinten zusammenpasst? Wenn es das falsche Geschlecht und dann noch eine Religion betrifft, die man unter keinen Umständen kritisieren mag, ist Gleichberechtigung plötzlich völlig egal. Sie erzählen den ganzen Tag von Nicht-binären Identitäten und Geschlecht als angelerntes Kontinuum, um sodann bei der Genitalverstümmelung wieder sauber in Männlein und Weiblein zu differenziren. Und wäre §226a StGB für Jungen und §1631d BGB für Mädchen sie würden einen #Aufschrei machen. Es ist ein Faszinosum, dass denen das alles plötzlich völlig egal ist, wenn sie für eine Minderheit eintreten und damit belegen können, dass sie zu den Guten gehören.
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Dialektik vom Feinsten. Erst offener Eingang: "alles schwierig, nicht leicht zu beantworten", dann aber natürlich am Ende eine leichte Antwort geben. Wer wollte da noch die genannten Argumente auf Validität überprüfen? Ist ja auch schwierig. Die Redakteurin jedenfalls nicht.
https://twitter.com/jerzy_freitag/status/1225807131833720837
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In der Tat Bullshit, der unserem Anliegen mehr schaden als nutzen kann. Diese Studie belegt allenfalls Relationen und keine Kausalität. Dass homosexuelle Männer rein aus ästhetisch, sexuellen Gründen sich häufiger beschneiden lassen und dementsprechend beschnitten sind, ist ja nun kein Geheimnis. Aber die haben vermutlich auch häufiger einen Prinz Albert und niemand käme auf die Idee, einen Prinz Albert als Ursache für Homosexualität zu sehen.
Darüber hinaus ist Homosexualität keine Krankheit und das Argument, daß du hier anführst, impliziert, daß Homosexualität etwas negatives sei, denn ansonsten würde man ja sagen, 'dann lass Beschneidung doch zu Homosexualität führen. So what.'
Und das ärgert mich gerade schon ein wenig, denn für Homophobie ist hier kein Platz. Nicht der geringste.
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Da unterhalten sich Frauen darüber, welche Körperverletzung man an Jungen begehen darf. Bei umgekehrten Geschlechtern würde man das sexistische Kackscheisse nennen.
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Dass man die Genitalien von Kindern nicht anrührt, wenn es keine medizinische Indikation gibt, ist eigentlich gar nicht so kompliziert.
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Es ging politisch auch nie um das Elternrecht. Das Elternrecht war immer nur eine Brechstange, mit der man die Erlaubnis zur Verstümmelung durch die Tür kriegen wollte, weil von Anfang an klar war, dass die Religionsfreiheit das nicht trägt. Und auch beim Elternrecht ist völlig offensichtlich, dass hier das Recht biegt, denn alle anderen auch geringfügigeren Operationen ohne Indikation sind natürlich nicht vom Elternrecht gedeckt.
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Das unsere Politiker eine gewisse Affinität für Hirntote haben, würden hingegen nur böswillige Zungen behaupten.
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Zumal gesunde Organe jemandem der sie wirklich braucht zu spenden noch eine andere Qualität hat, als sie im Müll zu entsorgen.
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Prantl ist Selbstbestimmung auf einmal auch ganz wichtig: https://www.sueddeutsche.de/politik/organs…blick-1.4753791
Und Künast erst: https://twitter.com/RenateKuenast/status/1216409437423927298
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Es ist immer wieder interessant zu beabachten, wie eigentlich kluge Menschen ihre Prinzipien, die sie ganz allgemein und universell als richtig erkannt haben, über Bord werfen, sobald es um die Beschneidung geht.
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Hier mit Kommentarmöglichkeit
https://www.rbb24.de/panorama/beitr…ing-berlin.html
Edit: Seite wurde vom rbb entfernt, ist aber noch im Web-Archive:
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Men aren’t allowed to complain about being mutilated
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Und Happy Chanukka natürlich auch.
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Das werden religiöse Führer niemals tun. Eine Revolution von oben hat es in der Religion noch nie gegeben, denn die Macht und Bedeutung, die sich Menschen verschaffen, indem sie Rabbiner, Priester, Imam, Bischof oder was auch immer werden, speist sich aus der Autorität der Tradition. In der Religion wird nie sachlich rational argumentiert und das bessere Argument gewinnt, sondern 'so steht es geschrieben' und haben wir schon immer so gemacht steht zuvorderst. Veränderung kam immer von unten und kein Funktionär wird ohne Not und Druck von unten irgendwas ändern wollen. Zu groß ist das Risiko als Nestbeschmutzer seine Privilegien und seine Bedeutung zu verlieren. Man schaue sich z. B. Drewermann an.
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Gut finde ich das Aufzeigen der Scheinheiligkeit, mit der der z. B. muslimische Beschneidung oft als mindestens problematisch akzeptiert wird. Nur die die eigene Handlung, da ist das eben ganz was anderes. Umgekehrt bei Muslimen ja auch zu beobachten, die Beschneidung befürworten, aber doch bitte nicht wie bei den Juden. Das ist scheinheilig und bigott.
Womit ich ein Problem habe, ist, ein evtl. Urteil des BVerfG zugunsten von §1631d BGB zu akzeptieren,weil es allzuoffensichtlich wäre, dass dieses Urteil nicht sachlich zu begründen wäre und alleinig aus politischer Opportunität erfolgt, mit allen Kollateralschäden für Menschen- und Kinderrechte.
Vielleicht sollte ich auch damit drohen, auszuwandern, wenn das BVerfG eines Tages so entscheiden sollte.
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Offener Brief von Herzberg an Knobloch