Hallo zusammen,
hallo TanquishaBay
Gerne wollte ich nachfragen ob Du oder auch die anderen Betroffenen eine Lösung gefunden habt?
Ich M, 23, habe exakt das selbe Problem.
Wurde aufgrund einer Vorhautverengung (Phimose) beschnitten. Nach dem Abheilen der ersten Zirkumzision verging ca. 6 Monate, bis die ersten Risse ca. 1.5-2 cm hinter der eigentlichen Operationsnarbe auftraten. Immer nach dem Geschlechtsverkehr (egal ob mit oder ohne Kondom). Später bildete sich durch die Vernarbung der Risse ein immer engerer Ring, fast wie bei der Vorhautverengung, einfach unterhalb der Eichel. Im schlaffen Zustand kein Problem, später Riss die Haut nur schon wegen der Erektion selbst auf (Blutpenis).
Zuerst bekam ich noch eine Art Gerbstoff verschrieben (Tannosynt oder so) um die Haut belastbarer zu machen. Der Urologe sagte aber selbst, dass er sich keinen grossen Erfolg verspreche. Da die Risse trotzdem immer häufiger auftraten und auch weil ich ein Ödem an der Narbe selbst hatte (was für mich nicht so wichtig war, da dies nur optisch unschön war), wurde 1 Jahr später erneut ein OP Termin angesetzt.
Meine Bedenken wären auch schon, dass das Problem auch nach dieser OP auftreten würde und sich das Problem nur verschieben wird. Der Urologe meinte, dass sei unmöglich etc.
Die 2. Zirkumzision wurde nach einer Terminverschienung vom Nachfolger des inzwischen pensionierten Urologen ausgeführt.
Die OP Narbe verheilte dieses mal ohne jegliche Komplikationen (keine Ödeme) und war optisch sehr gelungen.
Leider traten bereits wenige Wochen nach Abheilung und vorsichtiger Aufnahme der Bettaktivitäten erneut die Risse auf. Erst wieder nur sehr fein und nach längerem Sex. Dann immer je häufiger und nicht mehr nur rechts von oben gesehen, sondern als Ring um den ganzen Penis.
Aus Angst verzichtete ich mehrheitlich auf Sex und hielt es jeweils so kurz wie möglich.
Also vereinbarte ich einen Termin.
Der operierende Urologe meinte, die Haut müsse wieder eben durch Belastung etc. daran gewöhnt werden und härte von selbst ab. Später verschrieb er mir eine Creme welche die Haut elastisch mache. Nichts gebracht. Der Urologe war jeweils leider fast eingeschnappt, da ich mit der Situation nicht zufrieden war. Er meinte immer nur, die OP Narbe sei so super gelungen und das Ergebnis einfach perfekt. Er verstand einfach nicht, dass ich mit der Narbe selbst und seiner OP ja sehr zufrieden war, aber mein Problem ca. 2 cm hinter der Narbe Richtung Schaft bestand.
In meiner Verzweiflung suchte ich eine Urologin aus einer anderen Praxis auf. Sie sah das Problem und nahm es wenigsten ernst. Überwies mich aber an einen Hautarzt, der bereits solche Fälle gehabt haben sollte.
Der Hautarzt sah sich dies an und hatte tatsächlich einen Patienten mit ähnlichem Problem, konnte ihm aber auch nicht weiterhelfen und wusste nicht, was mit dem Patienten weiter passierte. Er verschrieb mir die gleichen Cremes die bei besagtem Patienten auch schon nicht halfen und meinte, er erhoffe sich nicht viel, es sei aber ein Versuch wert und er versuche abzuklären, was mit dem Patienten weiter lief und ob er eine Lösung gefunden hatte.
Als ich an den Folgetermin / Nachkontrolle kam, war der Arzt leider nicht mehr da und eine andere Hautärztin in der Praxis, die mich sprachlich leider kaum verstand, hörte sich meine Geschichte 30 Sekunden lang an und sagte, sie hatte die Lösung. Mir wurde eine Art Vaseline verschrieben (rezeptfreies Produkt) und ich wurde ohne Nachkontrolltermin wieder nach Hause geschickt, denn sie war vom Produkt absolut überzeugt.
Die Creme wende ich bis heute an, leider hat sie nicht annähernd den gewünschten Erfolg gebracht.
Inzwischen kommt es nach 30 Sekunden Verkehr umgehend zu schmerzhaften und brennenden Rissen, so dass ich eigentlich komplett auf Sex verzichte. Ich verzweifle immer mehr und für die Beziehung ist es eine enorme Belastung.
Auf die Erkrankung lichen sclerolus wurde die Haut getestet.
Hat irgendwer, der das selbe Problem hatte, eine "Heilung" oder Lösung gefunden? Bin für jeden Hinweis dankbar.
Vielen Dank & Gruss