Beiträge von Mirelle09

    Ich danke euch allen wirklich sehr. Ich bin froh den Weg hierher gefunden zu haben. Ich möchte einfach gar nicht über die Vorhaut meines Sohnes entscheiden (müssen). Schon gar nicht so lange er keine Probleme damit hat. Er befindet sich erst am Anfang der Pupertät, die Vorhaut lässt sich nur minimal bewegen, aber es tut ihm nichts weh, keine Rötung, keine Entzündung und keine Schmerzen wenn der Penis mal einen anderen Zustand einnimmt.

    Wir haben ein gutes, offenes Verhältnis zueinander und ich glaube er ist etwas erleichtert, dass ich den Termin absagen werde. Er hatte bis jetzt gar keine eigene Meinung dazu, denn wenn alle sagen dass es gemacht werden muss, dann wird's wohl so sein ....

    Eigentlich hätte es schon bis hierher gar nicht kommen dürfen. Aber nun ja, zwei Ärzte sind der Meinung, dass man was machen muss.... Da glaubt man das eben erstmal.

    Über die Methoden hat der Arzt nicht viel gesprochen. In der Infobroschüre sind 3 Methoden aufgezeigt, eine davon (Erweiterungsplastik ?) hat er noch vor Ort direkt durchgestrichen und gesagt dass man das nicht macht. Bei den anderen beiden Methoden hat er kurz das Risiko anschließender Beschwerden dazugekritzelt und das war's. Per Telefon sollte ich dann entscheiden welche Methode wir wählen wollen.

    Das O.P Zentrum in dem es hätte stattfinden sollen, hat vor kurzem wohl geschlossen und der Arzt selbst baut gerade neu. Bis dahin pendelt er zwischen einer Klinik und seiner Praxis. Die Beschneidung sollte jedoch in der Praxis stattfinden.... Irgendwie war das der letzte Tropfen der gefehlt hat um mich wach zu rütteln. Es wurde alles so verharmlost und ein Gespräch mit dem Narkosearzt wird es wegen Corona nur telefonisch geben. Alles irgendwie nicht so richtig zufrieden stellend.

    Meine Entscheidung steht fest, den Termin sage ich ab. Mein Sohn weiß, dass er jederzeit das Thema ansprechen kann wenn es Probleme gibt und ich bin mir sicher dass er das, wenn notwendig auch tun wird.

    Jetzt muss ich das noch seinem Papa verklickern, der ist nämlich der Meinung dass es nicht schadet die Vorhaut entfernen zu lassen.... Bin auf seine Reaktion gespannt.

    Ich danke euch.

    Hallo zusammen, ich brauche dringend euren Rat. Mein Sohn wird im Mai 13.

    Schon vor bestimmt 5 Jahren oder gar länger, hat der Kinderarzt wegen Vorhautverengung, uns zum Chirurgen überwiesenen. Dort hat man uns eine Salbe für ein paar Wochen als Versuch mitgegeben. Mäßiger Erfolg aber nur in der Zeit der Behandlung.
    Ich will diese Beschneidung eigentlich gerne vermeiden aber man glaubt den Ärzten ja irgendwie und laut denen ist es unbedingt notwendig. Ich habe es weitere Jahre hinausgeschoben.

    Nun hatten wir ein weiteres Gespräch in der Praxis (ich wollte einfach sicher gehen, nichts wichtiges zu versäumen) und der Termin für die Beschneidung steht nun fest.

    Ich fühle mich jedoch nicht gut damit. Mein Sohn hat keinerlei Beschwerden. Klar, er kann die Vorhaut nicht zurückziehen aber im Moment hat er damit keine Probleme. Der Termin rückt näher und ich habe ständig die Aussage des Chirurgen im Kopf: meistens hängen ja die Mütter mehr an der Vorhaut ihrer Söhne als diese selbst.

    Ich lebe vom Vater meines Kindes getrennt, er selbst ist beschnitten und fördert das ganze eigentlich. Ist doch kein Problem, kann man mit Leben, hat man keine Probleme damit etc. Mir ist aber nicht wohl dabei.

    Mein Sohn verlässt sich irgendwie auf mich.

    Was meint ihr dazu ? Gibt es eine Chance die Vorhaut zu erhalten und wo finde ich einen vorhautfreundlichen Arzt ?

    Vielen Dank euch allen.

    Mirelle