Beiträge von Staphylok

    Noch mehr Falschinformationen von Plan Deutschland:

    Quelle

    Was soll dieser Quatsch mit "nur ein bestimmter Teil der Haut" und "ein Organ (die Klitoris)". Kann denen mal jemand ein Anatomiebuch zukommen lassen? Bei der weiblichen Beschneidung wird ebenfalls nicht das gesamte Organ entfernt, sondern "nur" ein winziger Teil davon (die Glans clitoridis).
    Der Rest der Schwachsinnsargumente müsste ja mittlerweile bekannt und widerlegt worden sein.

    Gute Doku - keine Frage.
    Was ich jedoch sehr schade finde ist, dass die Doku nicht zusätzlich auf Youtube veröffentlicht wurde. Wahrscheinlich wegen der Altersbeschränkung?! Die Doku über die weibliche Genitalbeschneidung, die fast zeitgleich erschien, wurde hingegen auf Youtube hochgeladen. Sie hat aber auch keine Altersbeschränkung.
    Eine Veröffentlichung auf Youtube würde die Reichweite sicherlich nochmal sehr deutlich erhöhen.

    Als Mediziner und (jetzt ehemaliges) Mitglied des deutschen Ethikrates spricht in einem Video über die Prinzipien ethischen Handelns in der Medizin:

    Es gibt vier Prinzipien in der Medizin was Ethik betrifft. [...] Die sind schon von vielen Jahren festgelegt worden:

    Das eine ist Autonomie. Das heißt der Patient bestimmt letztendlich selber, was er möchte und was er nicht möchte. Nicht der Arzt, sondern der Patient.

    Das zweite ist die Fürsorge. Wir haben eine Fürsorgepflicht für den Patienten.

    Das dritte und hier wird es jetzt gerade bei Covid-19 Patienten zumindest in Deutschland noch nicht, aber im Ausland sehr kritisch ist, was die Gerechtigkeit betrifft. Das heißt Gerechtigkeit, Behandlung und ähnliches.

    Und natürlich, sofern es überhaupt geht, sogenannte Schadensvermeidung. Das heißt wir sollten im Grunde genommen nicht, seien es Medikamente oder ähnliches einsetzen, durch den wir den Patienten schwerer Schädigen können, als er eigentlich vorher war.


    Dass Herr Latasch selbst im Rahmen der Beschneidungsdebatte aktiv gegen diese Grundsätze vorgegangen ist, lässt sich ja hier nachlesen.
    Es ist für mich unbegreiflich, dass so eine Person, die derartige Heuchelei und Doppelmoral praktiziert, Mitglied des Ethikrates war.

    Dann gib mir bitte unbedingt die Adresse des Krankenhauses, daß es geschafft hat Dir die Prostata zu entfernen ohne die Erektionsfähigkeit lahmzulegen (da kannte ich bisher nur anderslautende Berichte und ich rechne damit, daß meine mittelfristig auch raus muss).

    Wenn es bei dir ebenfalls um eine benigne Prostatahyperplasie geht, kann ich dich größtenteils beruhigen: Das derzeitige Standardverfahren zur Behandlung ("TUR-P") geht laut Studien in maximal 10% der Fällen mit einer erektilen Dysfunktion einher. Mit Holmium-Laser (HoLEP) wahrscheinlich noch seltener. HoLEP ist auch eine sehr gute Wahl, es ist gerade dabei sich zum Goldstandard zu entwickeln. Wahrscheinlich ist es dies noch nicht, weil das Verfahren verhältnismäßig schwer zu erlernen ist.
    Eventuell beziehen sich die "anderslautenden Berichte" auf die radikale Prostatektomie, die im Rahmen eines Prostatakrebs durchgeführt wird? Da wird deutlich mehr entfernt, entsprechend ist das Risiko der erektilen Dysfunktion höher (etwa 50 - 70%).


    Hab schon oft gehört dass man Antidepressiva meiden soll, da man dann Sex / Sb usw an den Nagel hängen kann.. schlimm dass dieses Medikament bei nahezu alle Psychischen problemen zum einsatz kommt (Depression zb)

    Das kann ich so nicht stehen lassen. Die am häufigsten verordneten Antidepressiva (SSRIs) gehen etwa in weniger als 10% mit sexuellen Funktionsstörungen einher, was auch nicht heißt, dass man Sex und Sb dann an den Nagel hängen kann. Bei (v.a. schweren) Depressionen deshalb Antidepressiva abzulehnen, halte ich für grob fahrlässig. Zu bedenken ist auch, dass eine Depression selbst häufig mit Libidoverlust einher geht. Es gibt zudem auch Antidepressiva, die sich nicht auf die Sexualität auswirken (z.B. NaSSA).

    So, aber nun genug off-topic ;)

    Hallo Madoka,

    plötzliche "echte" Verkleinerungen des Penis, wie Du sie schilderst sind, sind extrem selten.
    Es gibt Zustände, bei denen der Penis nach der Beschneidung kleiner erscheint. Eine sehr seltene Komplikation der Beschneidung ist z.B. das Entstehen eines buried/hidden/concealed/vergrabenen Penis. Hierbei zieht sich der Penis allerdings "nur" in den Bauchraum zurück.
    Ein echte Verkleinerung des Penis, die verhältnismäßig schnell voranschreitet, kann bspw. als Folge einer traumatischen Nervenschädigung auftreten. Allerdings geht dies fast immer mit starken Symptomen wie Schmerzen einher, sodass dies ebenfalls nahezu ausgeschlossen ist.
    Am häufigsten treten Penisverkleinerungen im Rahmen von hormonellen Störungen auf. Kardiovaskuläre Erkrankungen können ebenfalls eine "echte" Penisverkleinerung bewirken. Allerdings ist dies ein langer Prozess, der keineswegs plötzlich eintritt, so wie du es schilderst. Eine genaue Ursachenabklärung ist bei solchen Krankheiten häufig ziemlich aufwändig und beinhaltet neben einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung auch viel apparative Diagnostik.
    Eine genaue Ermittlung der Ursache ist daher über ein Internetforum oder das selbst googeln schier unmöglich. Ich kann dir daher nur dazu raten einen Urologen aufzusuchen, der dich mit deinen Sorgen ernst nimmt.
    Eine eventuelle Behandlung der Penisverkleinerung ist auch erst nach Finden der Ursache effektiv möglich.

    Viele Grüße

    Soll man lachen oder weinen? Eine Jungenentrechterin setzt sich für Kinderrechte ein!
    Bestimmt meint sie MÄDCHENrechte.


    Dass sie als selbsternannte Feministin "seit Jahren" gegen die weibliche Beschneidung kämpft hat sie explizit geschrieben:


    Dabei hat sie sich aktiv für die männliche Beschneidung eingesetzt.

    Gleichzeitig verurteilt sie als Leiterin des "Kinderministeriums" (so nennt sich das Ministerium selbst) Sexismus aufs Schärfste:

    Sexismus ist ein strukturelles Problem – und das schließt den politischen Betrieb mit ein. Es ist wichtig, dass wir darüber offen sprechen. Es muss außerdem eine klare Ächtung der Täter geben. Und wir brauchen entsprechende Präventionsstrukturen.


    Sie fordert also quasi dazu auf, dass man sie selbst klar ächtet. :P

    Lisa Paus (Grüne) ist seit kurzem Leiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
    Vor ein paar Tagen nimmt sie als "Kinderministerin" (so wird sie vom Ministerium betitelt) den Kindertag zum Anlass alle Kinder zu beglückwünschen und sagt:

    Die Zeit ist wirklich reif, die Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich zu verankern. Dafür setze ich mich ein.

    Bereits 2019 war ihr dieses Anliegen sehr wichtig (zumindest inszeniert sie es so ;) ) :

    Es gibt Fortschritte durch 30 Jahre UN-#Kinderrechtskonvention. Internat. bei Kindersterblichkeit etwa. Andererseits gibt es selbst in einem so reichen Land wie Deutschland arme Kinder. Kindergrundsicherung und #Kinderrechte ins Grundgesetz würden helfen


    Passend dazu hält sie ein Schild hoch mit der Aufschrift "#STARK für Kinderrechte".


    Tja, hätte sie diese Einstellung nur 2012 schon gehabt:

    Danke Sokrates für diesen Hinweis!

    Habe die entsprechende Stelle im Podcast angehört. Die Sache wird ja immer schlimmer!
    Anstatt auf die berechtige Kritik der "richtig vielen Männer mit richtig viel Zeit" einzugehen, bedinden sich die Autorinnen weiter auf Kreuzzug gegen die Vorhaut.
    So wird wieder behauptet, aus medizinischer Sicht gäbe es Gründe die Vorhaut zu entfernen ("kleiner Eingriff"), wie etwa die Prävention von HPV Übertragungen. Die Vorhaut wird von den Podcasterinnen dann dafür verantwortlich gemacht, dass weltweit Gebärmutterhalskrebs so "ein riesen Thema" ist und in Indien und Afrika so viele Frauen daran sterben. Deshalb kommen sie beim Thema Beschneidung zur Prävention von HPV zu der Feststellung:

    Deswegen lohnt sich schon darüber nachzudenken, wie wir also unsere Gesundheit als Gesellschaft erhöhen und das könnte ein Aspekt davon sein.

    Ist dieser Mandy Mangler eigentlich komplett entgangen, dass es gegen HPV eine wirksame Impfung (sowohl für Mädchen als auch Jungen) gibt? Zudem verweise ich auf Vorsorgeuntersuchungen, Verzicht auf Rauchen und Promiskuität, Genitahygiene etc. als wirksame Präventionsmaßnahmen gegen Gebärmutterhalskrebs. Ich zitiere hier die Leitlinien:

    Sie [Präventive Maßnahmen] sind auch nur dann sinnvoll, wenn es keine weniger invasive Methode gibt, dasselbe Ziel zu erreichen.

    Zudem:

    Die Inzidenz und Prävalenz sexuell übertragbarer Krankheiten kann durch eine Zirkumzision nicht wesentlich beeinflusst werden (van Howe 2013, Nayan 2021). [...] Die HPV-Prävention bzw. die Prävention von Gebärmutterhalskrebs erfolgen durch Impfung (Epidemiologisches Bulletin 34/2019). Daher kommt dem unzutreffenden Argument, der Weitergabe sexuell übertragbarer Krankheiten durch eine Beschneidung vorbeugen zu können, auch bei der Behandlung einer Phimose keine indikationsrelevante Bedeutung zu.

    Schon beim Gyncast über "weibliche Genitalverstümmelung" hat etwa Steffen Wasmund einer Autorinnen die Leitlinien zugeschickt. Trotzdem werden diese nach wie vor mit Füßen getreten.


    Am schlimmsten ist jedoch folgende Aussage eine der Podcasterinnen (Mangler?):

    Wenn man keine Vorhaut hat, dann hat man auch weniger sexuell Übertragbare Krankheiten oder Infektionen. Z.B. weniger HIV, weniger Pilze, weniger Bakterien und weniger HPV. Damit erniedrigt man sein eigenes Erkrankungsrisiko.

    Viellecht sollten wir Frau Mangler mal die Mastektomie (Entfernung der Brüste) als Präventionsmaßnahme gegen Brustkrebs, Mastodynie, Abszesse, Mastopathie etc. verkaufen. Ist schließlich genauso absurd.

    Eine der drei Autorinnen des entsprechenden Gyncast, Frau Prof. Dr. Mandy Mangler (Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe), wurde nun mit dem "Berliner Frauenpreis" ausgezeichnet.
    Hier mal einige ausgewählte Zitate zur Preisverleihung von Presse und Preisverleiher:

    Mit Dr. Mandy Mangler zeichnen wir eine Frau mit dem Berliner Frauenpreis aus, die sich in der Medizin für Gleichstellung einsetzt – sei es in Bezug auf Führungsmodelle, Nachwuchs- und Expertinnenförderung oder bei der Vermittlung von medizinischem Wissen mithilfe ihres Podcasts.

    Mit ihrem Podcast "Gyncast" klärt sie offen über weibliche Körperlichkeit und Sexualität auf und leistet damit eine wichtigen Beitrag zur #Gleichstellung in der Medizin.

    Ihre Mission: alte, patriarchale Strukturen zu entstauben und sich für mehr Gleichberechtigung einzusetzen.

    [...] besser sei es, etwas Konstruktives daraus zu machen und denjenigen "eine Stimme zu geben, die keine Stimme haben" (PD Dr. Mandy Mangler).

    Was die Gynäkologin motiviert? Mandy Mangler ist es wichtig, dass ihre Kinder, egal ob Söhne oder Töchter, eines Tages auf gerechtere Strukturen treffen – und genau deswegen müsse man Menschen das Thema jetzt angehen. „Das bin ich den nachfolgenden Generationen schuldig.

    Alles, was ich mir im Leben einer Frau angucke, ist ungerecht.


    Mit der diskutierten Folge des Gyncast hat sie ja nicht gerade zu den oben genannten Faktoren beigetragen.
    Weiß jemand, welche der drei Autorinnen im Podcast die Falschaussagen, verdrehten Fakten und die Verhamlosung über die Beschneidung verbreitet? Ich kann leider die Stimmen nicht den einzelnen Personen zuordnen.

    Interessant allein schon der Titel: Laut den Erfahrungen des Autors "[...] korrespondiert die Wunschvorstellung oft nicht mit der Realität".
    Sagt jemand, der -glaubt man seinen Bewertungen- massenhaft medizinisch nicht indizierte Beschneidungen bei Jungen durchführt. Was haben denn bspw. Säuglinge für Wunschvorstellungen zu ihrer Beschneidung? Achso, in diesem Fall zählt ja gar nicht der Wunsch der Betroffenen, sondern der von anderen Personen.

    Nachtrag:

    Ich bin noch auf dieses interessante Video gestoßen:

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    Ab 17:34 Min sagt Ursula von der Leyen:

    "Any kind of violence against women and children is a crime. We must call it a crime. And it should be punished as such."

    Dem stimme ich zu. Hätte sie diese Ansicht doch nur 2012 schon gehabt.


    Einige Sekunden später spricht sie im Zusammenhang mit Hasskriminalität dann nur noch davon, "women and girls" schützen zu wollen.


    Ab 23:49 Min sagt Ursula von der Leyen dann:

    "[...] and sometimes, I am amazed that we even have to talk about such self-evident things in this year of 2021. That we still have to stress the point that all across Europe people must have the same equal rights and equal opportunities. Regardless of whom they love, where they do come from, regardless of how old they are and the faith they hold [...]"

    Hier Stimme ich auch zu: Ich bin auch erstaunt darüber, dass wir heutzutage noch über so selbstverständliche Sachen wie die gleichen Rechte für alle reden müssen. Und sie, Frau von der Leyen, haben aktiv dazu beigetragen, dass nicht alle Menschen die gleichen Rechte besitzen!


    Ich ziehe ein Fazit: Ursula von der Leyen möchte, dass alle Menschen gleich behandelt werden, aber manche eben gleicher.

    Zum Weltfrauentag 2022 hat Ursula von der Leyen (CDU, Präsidentin der Europäischen Kommission) dieses doch sehr denkwürdige Statement verfasst:

    Women should be protected the same way across the EU.This is why we propose to criminalise rape based on the lack of consent, female genital mutilation and several forms of cyber violence in all EU countries.This is a major step towards justice, equality and freedom for all.

    Soso, sie sieht eine EU-weite Kriminalisierung von weiblicher Genitalverstümmelung als einen wesentlichen Schritt für die "Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit für alle" an. Ihr muss wohl einfach entgangen sein, dass bisher noch kein EU-Land die männliche Genitalverstümmelung in Form der Vorhautamputation kriminalisiert.

    Generell findet sie Gewalt an Frauen offensichtlich gar nicht gut, was ein ebenfalls zum Weltfrauentag 2022 veröffentlichte Tweet zeigt:

    I want Europe to be at the side of women. I want a society where violence against women is prevented, condemned, and prosecuted. Today, we table the rules to halt violence against women – from protection and safe reporting to effective prosecution. Online and offline.

    Mit Gewaltanwendung gegen Männern sieht sie es scheinbar nicht so eng. So hat sie doch mit ihrer Zustimmung zu §1631d BGB nicht gerade dazu beigetragen, dass Gewalt gegen Männer "verhindert, verurteilt und strafrechlich verfolgt" (wie sie es für Gewalt gegen Frauen will) wird. Gleichheit also.


    Recherchiert man einige Augenblicke so kommt es in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2020 noch wirrer und dicker:

    Präsidentin Ursula von der Leyen stellt mit ihrer Agenda für Europa die Prävention von geschlechtsbezogener Gewalt und den Schutz der Opfer in den Mittelpunkt der EU-Gleichheitspolitik. Die geplante Strategie der Europäischen Union für die Gleichstellung von Frauen und Männern umfasst die Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen, so auch der weiblichen Genitalverstümmelung.

    Aha, für Ursula von der Leyen ist also die "Prävention von geschlechtsbezogener Gewalt und der Schutz der Opfer" der Mittelpunkt einer "Gleichheitspolitik". Konkret meint sie dabei aber nur die "geschlechtsbezogene Gewalt" gegen Frauen und stimmt gleichzeitg für "geschlechtsbezogene Gewalt" gegen Männer. Verkauft wird das dann als "Gleichstellung von Frauen und Männern". Ich denke die Wörter "wirr" und "absurd" sind für eine solche Ansichten noch Euphemismen.

    In Sachen Doppelmoral hat Ursula von der Leyen die Latte hiermit wohl ins Unermessliche gesetzt.

    Beängstigend ist auch der Fakt, dass diese Frau 2020 vom Time-Magazine zu eine der 100 einflussreichsten Personen der Welt ernannt wurde.

    Entlarvend auch die Reaktion eine der Autorinnen auf die Kritik:

    Wenn du eine #gyncast-Folge über den Horror weiblicher Genitalverstümmelung machst, und jetzt melden sich richtig viele Männer mit richtig viel Zeit, die sagen: Beschneidung von Penissen ist aber auch schlimm. Vielleicht sogar schlimmer

    Ob sie den Aktivisten gegen die weibliche Genitalverstümmelung auch vorhalten würde, dass sie Frauen "mit richtig viel Zeit" sind?