Beiträge von Berkon

    Zitat von Unglücklich

    Wie meinst du das genau?

    Die Ärztin wird so etwas bei Buben sicherlich nicht das erste Mal gemacht haben, und bestimmt gewusst haben, das es (zu mindestens meistens) dann zu einer notwendigen Beschneidung kommen musste.

    Aber: wie alt warst Du denn da, weil Deine Mutter war ja anscheinend nicht dabei, wenn Du es ihr erst anschließend erzählen konntest ? Warst Du denn damals alleine bei dieser Ärztin ?

    Zitat von Unglücklich

    Irgendwie habe ich dann aber bei der SB die Hoden immer mal wieder mit einbezogen.<br style="background-color: rgb(252, 253, 254);">Heute ist es so, dass ich die Hoden regelrecht mit Stimulieren muss (denn dadurch Intensiviere ich die Plateau Phase + Orgasmus)<br style="background-color: rgb(252, 253, 254);">Das war vorher nicht der Fall..<br style="background-color: rgb(252, 253, 254);"><br style="background-color: rgb(252, 253, 254);">Probiere mal aus 1 Monat Abstinent zu Leben

    Der Vorschlag mit der Abstinenz ist nichts für mich; wir haben regelmäßig Verkehr.

    Und die Hoden spielen dabei auch eine wichtige Rolle, ähnlich wie Du es beschreibst.

    Zitat von Unglücklich

    Bei mir wurde die Beschneidung ja in der Kindheit vorgenommen (wegen Verengung, und durch eine Gewaltsame Manipulation einer dümmlichen Ärztin)

    Bei mir scheient der Kinderchirurg allerdings gewusst zu haben dass innere VH + Frenulum Sensibel für Sexualität ist.
    Habe mit meiner Mutter darüber geredet, wie das ablief.
    Sie meinte folgendes:

    Der Arzt fragte ob alles weg soll oder nochwas drann bleiben soll.
    Meine Mutter meinte dann, das sie davon keine Ahnung hat was besser ist.
    Daraufhin der Arzt: Wenn wir alles weg machen ist es Hygienischer, allerdings ist es besser wenn wir noch was drann lassen.
    Darauf hin meine Mutter: dann noch was drann lassen.

    Also eine Ärztin, die ein Problem am Penis eines Buben verursacht und zur Beschneidung überweist. Wirklich nur Dummheit ?

    Du hast immerhin Glück mit deinem Chirurgen gehabt, dass er Deine Mutter gefragt hatte.

    Und vor allem danke Deiner Mutter, dass sie so entschieden hat !

    Meine Kinderärztin hat vorsorglichzur Beschneidung überwiesen, nur wegen einer Entzündung – meine Vorhaut ging einwandfrei zurück.

    Meine Mutter hatte mal von einer anderen Mutter gehört, dass diese Ärztin ihr gegenüber das Beispiel der USA gebracht hatte, dort wäre alle Buben beschnitten, also könne das doch nicht schlecht sein, und damit erkläre ich mir ihren Ansporn, Buben auch ohne medizinischen Grund beschneiden zu lassen.

    Und meine Mutter wurde damals nicht vor die Wahl gestellt, sondern der Urologe hat entschieden, dass alles ab kommt.

    Und sicherlich sind da auch einige Nerven, vor allem am Frenulum, zerstört worden.

    Finde es grundsätzlich schlimm, das einfach über den Penis des Kindes entschieden wird.
    Aus meiner Sicht steht es keinem Elternteil zu!

    Vielmehr sollte dieser Eingriff erst ab ca. 16 Jahren erlaubt werden.
    Denn dann kann der Junge(Mann) selber entscheiden.

    Leider gibt es aber inzwischen ein Betreiben der Gesetzgebenden,die Wahl des eigenen Geschlechts den Jugendlichen ab 14 Jahrenfreizustellen (das ist meiner Meinung nach ein deutlich zu niedrigesAlter).

    So können diese jungen Menschen ihren aktuellen Gefühlennachgeben und sollen dann ihr Geschlecht ohne Zustimmung der Elternerst hormonell und dann auch körperlichmittels geschlechtsangleichendenmedizinischen Maßnahmen anpassenlassen können – mit all den lebenslangen Folgen.

    Und ohne Aussicht auf Umkehr.

    Hier soll also demnächst der junge Mensch also ausschließlichselber entscheiden können.

    Daher fände ich es nur folgerichtig, dass dieses Recht dann auchgenerell für den Eingriff in das Intimleben gelten müsste, dasheißt, dass auch eine Beschneidung, sowohl des männlichen aber auchdes weiblichen Jugendlichen, alleine und ausschließlich von diesemselber getroffen werden dürfte und auch toleriert werden müsste...

    Oder mache ich da einen Gedankenfehler ?

    Zitat von Unglücklich

    Vlt hat sich ja das Gefühl bei dir auf die Eichel verlagert? ähnliches habe ich schon von jemanden gehört der sich erst später das Frenulum abtragen ließ.

    Das kann ich leider nicht beantworten, das wurde bei mir ja in einer einzigen Sitzung „erledigt“, und nicht nacheinander.

    Meine Eichel ist auch nur dann empfindlich, wenn sie mit entsprechendem Druck manipuliert wird, und dann natürlich beim nachfolgenden Verkehr.
    Wäre sie ohne dieses Bedingungen permanent empfindlich, dann würde ich kaum den Tag in der Unterwäsche überstehen.

    Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass der Urologe mein Frenulum herausgetrennt hat, und nicht nur (oberflächlich) abgetragen hat – sonst könnte ich mir nicht erklären, warum es an dieser Stelle bei einer Berührung zu keinerlei sexuellem Gefühl kommt.

    Genau das beklage ich auch, dass es nämlich keinerlei Beschränkungen gibt, die bei einer vielleicht wirklich notwendigen Beschneidung verhindern, dass eine derart sensible Stelle wie das Frenulum beschädigt oder gar vernichtet wird – und gerade ein Urologe müsste das doch wissen!

    Und dass er es macht, begründet er dann damit, dass er die Haut hinter der Eichel straffen wollte, um ein kosmetisch schönes Ergebnis zu erzielen – das kann doch nicht wahr sein !? Zurück blieb mir eine lebenslange Gefühlsbehinderung - einfach krass !

    Meine empfindlichen Stellen sind der schmale Rest der inneren Vorhaut (oben etwa 3mm, unten etwa 5mm breit), und danach die Eichel, und da auch eher die Unterseite beidseitig des ehemaligen Frenulums; da wo das Frenulum mal war, fühlt es sich an wie an der normalen Schafthaut, und dort ist auch eine weiße Narbe zu sehen, die von der Harnröhrenmündung zur Beschneidungsnarbe verläuft: wie gesagt, an dieser Narbe erzeugt Berührung keinerlei Gefühle.

    Mit dieser verbliebenen „Ausstattung“ und eingeschaltetem Kopfkino funktioniert fast jede Art von Verkehr (außer Fellatio) in der Regel gut, außer an schwachen Tagen, wo die Konzentration schwierig ist oder ich abgelenkt bin.

    Ich kannte und kenne es auch nicht anders. Im „Originalzustand“, wie er einem von Natur aus gegeben ist, hatte ich nie das Vergnügen, da er mir vor der Pubertät genommen wurde. Dafür hatte sich eine emsige Kinderärztin eingesetzt, die meiner Mutter meine Beschneidung ohne echten Anlass aufgedrängt hatte: ich hatte nur eine Entzündung, und nie eine Verengung, und die Vorhaut ging gut zurück.

    Meine Mutter wollte zuerst, wie sie meiner Partnerin später mal mitteilte, damit noch warten.

    Aber die Ärztin warnte, dass es in oder nach der Pubertät viel schwieriger würde, so etwas „in Ordnung“ zu bringen, weil es für die Buben dann peinlich würde und weil sie dann schon erste Erfahrungen hätten und sich dann umstellen müssten – andererseits versicherte sie ihr, dass es keinerlei Auswirkungen auf die Sexualität hätte – irgendwie völlig widersprüchlich.

    Ich konnte mich an diese Details nicht mehr erinnern, wahrscheinlich weil ich das damals noch nicht verstand.

    Das mit der Babysocke ist übrigens eine interessante Idee, mal sehen, ob ich das teste...

    Zitat von Ungluecklich

    Frenulum hab ich noch (keine Ahnung ob da auch rumgeschnitten wurde, jedoch ist es noch vorhanden)

    Dann hast Du zu mindestens damit mehr Glück als ich - wenn Du dort keine Narbe siehst und diese Stelle noch sehr empfindlich ist, dann wurde sie nicht zerstört; bei mir ist dort eine Narbe und alles mehr oder weniger taub.
    Und da würde ich auch keinen Arzt mehr mit dem Skalpell dran lassen, am Schluss nehmen Sie Dir das doch noch weg....

    Die Öffnung ist möglicherweise ein ehemaliges Loch, in der eine Hautnaht war, da wächst wahrscheinlich nichts mehr zu.
    An Deiner Stelle würde ich aufhören, mich verrückt zu machen, das bringt Dir gar nichts.
    Und operieren lassen musst Du dich erst recht nicht mehr.
    Die ganz seltenen Schmerzen können Reizungen der zurückgebliebenen Nervenenden des Frenulum sein, was bei Dir anscheinend auch heraus geschnitten wurde. Da könntest Du herausfinden, unter welchen Bedingungen die auftauchen, vielleicht. ist die Haut da besonders trocken und Du müsstest cremen oder oder oder ..
    Wie geschrieben: schau nicht zu genau hin und konzentriere Dich auf schöne Dinge im Leben, dann geht es Dir bestimmt besser.
    Alles Gute!

    So wie das aussieht, ist das recht straff gemacht worden. Die innere Haut scheint wirklich komplett weg.

    Nachdem die Fäden noch drin sind, wird die Naht kaum abschwellen, und die Wulst noch nicht verschwinden.

    Da musst Du einfach warten, kann vielleicht sogar Wochen dauern, wichtig ist, dass es kontinuierlich besser wird.

    Du kannst höchsten noch mal mit dem Arzt reden, ob er die Fäden nicht schon vor dem raus fallen entfernen kann, damit nicht diese blöden Nahtlöcher zurückbleiben.

    Dass sich die Haut über die Eichel schiebt, liegt sicherlich an der noch vorhandenen Wulst aufgrund der Nähte, die wird aber sicherlich abschwellen, und es liegt wahrscheinlich an der Bauchdecke, die das ganze über den Penis schiebt.

    Dadurch hast Du immerhin noch einen gewissen Schutz, was die Desensibilisierung bremst, und nachdem bei Dir das gesamt sensible Gewebe (außer der Eichel, die ist aber bei weitem nicht so sensibel wie innere Haut und Frenulum) entfernt wurde, solltest Du zu mindestens da drüber froh sein.

    Natürlich solltest Du noch mal mit dem Arzt reden, warum er das so radikal gemacht hat, ich verstehe sowieso nicht, wieso bei diesen möglicherweise wirklichen notwendigen Eingriffen nicht die innere Haut und das Frenulum (welches man bei Bedarf auch operativ verlängern kann und nicht gleich raus schneiden muss ) geschont wird; wird interessant, wie er das erklärt, wahrscheinlich mit kosmetischen Gründen; und warum wollte er dir vorher nicht sagen, wie er das macht und was er alles wegtrimmt ?

    Aber was weg, ist leider weg. Ich kann mir nicht vorstellen, was man da noch machen können wird.

    Mach Dich nicht verrückt - sowas hatte ich auch vor ein paar Monaten unter der Schafthaut, ein dicker weißer Knoten, über Wochen, wollte damit schon zum Hautarzt gehen, da ließ es sich plötzlich einfach rausdrücken - war wohl nur ein Pickel, wodurch auch immer. Das kann bei Dir vermutlich ein Rückbleibsel eines Durchstichlochs einer Naht Deiner Beschneidung sein, womit möglicherweise die Schnittstellen Deines herausgeschnittenen Frenulums genäht waren. Sei doch froh , dass es draußen ist.

    Hallo,
    dazu kann man alleine anhand deiner Beschreibung nicht einfach was sagen, daher die Frage, ob die Nähte schon raus sind, weil mit Nähten schwillt die Nahtstelle kaum ab; so wie ich das verstehe, liegt die Naht direkt hinter der Eichel, da das innere Blatt komplett abgetrennt zu sein scheint; diese Wulst lässt sich auch in der ersten Zeit sicherlich nicht glatt ziehen.

    Eigentlich bist du noch in der Frühphase der Verheilung, ich glaube du musst einfach noch Geduld haben; da werden die in der Notaufnahme auch nichts machen, außer du hast eine Entzündung oder Blutungen; die Nahtstelle braucht dann auch weitere Zeit, um sich zu glätten, das kann Wochen dauern, je nachdem wie man veranlagt ist.

    Schade, dass du eine relativ radikale Variante bekommen hast, wo praktisch alles sensible innere Gewebe und Frenum weg ist, das mit dem loose ist auf jeden Fall besser wie straff, auch wenn die Schafthaut lange nicht so empfindsam ist, und mit dem burried penis (ich dachte bisher, dass man das eigentlich so nennt, wenn zu viel Haut entfernt wurde und der Penis in die Bauchdecke rein gezogen wird) hast du doch immer noch eine Teil Vorhaut, wodurch die Eichel doch zu mindestens bis zur Hälfte geschützt ist, oder ? Und wenn die Nahtstelle irgendwann mal abgeschwollen und geglättet ist, geht die Vorhaut möglicherweise noch weiter über die Eichel, damit bliebe diese wenigstens in ihrer Empfindlichkeit erhalten. Insofern doch Glück gehabt.

    Ich wäre froh, man hätte bei mir so viel Haut stehen lassen.

    Mit einer 10% Urea Creme wird sich die Haut eher nicht häuten – das muss auch nicht das Ziel sein, sondern die weitestmögliche Resensibilisierung;
    diese bewirkt das Urea in der Creme, welches die Hornhaut auflösen und damit reduzieren soll, wodurch die Eichelhaut wieder dünner werden wird.

    Möglicherweise kann man mit einer stärkeren Dosierung des Urea, zum Beispiel auf 30% oder mehr, eine Stärkung dieses Effekts, vielleicht sogar bis hin zur Häutung erreichen, aber das sollte man vorsichtig sein, da die Eichelhaut dann auch einen Ausschlag bekommen kann, oder sogar bei Belastung leicht zum Bluten neigen kann; auf jeden Fall immer erst vorsichtig ausprobieren.

    Die Folie bewirkt einfach nur, dass die Creme nicht von den Textilien aufgesaugt wird und nicht mehr wirkt, sondern ausreichend lange einwirken kann, kann man durchaus mal 3 Stunden oder länger drauf lassen, und dann die Prozedur neu beginnen, wie gesagt, selber austesten, was wie wirkt. Möglicherweise musst Du die Folie mit einem Klebeband fixieren, dass sie nicht wegrutscht.

    Gleichzeitig sollte man aber auch die Reibbelastung auf der Eichel durch Textilien reduzieren oder durch einen Schutz unterbinden, wozu es verschiedene Möglichkeiten gibt, schaue dazu hier im Forum nach.

    Bei der Gelegenheit könnte man §226a StGB dann auch entsorgen, weil ich der Meinung bin, eine Frau hat das gleiche Recht sich genital "umrüsten" zu lassen, wie jeder Mann auch (ich bin ja ein Verfechter der Gleichheit vor dem Gesetz...)

    Der §226a wurde doch tatsächlich 2013 nach der Opferung der körperlichen Integrität von Jungen beschlossen, und mit §5 StGB werden sogar seit 2016 Ferienbeschneidungen an Mädchen im Ausland verfolgt – einfach unfassbar, wie ungleich hier Kinderrechte behandelt werden....Da ist im Strafgesetzbuch wirklich alles getan worden, um Mädchen und Frauen zu schützen; dazu findet sich auf: kinderschutz-niedersachsen.de:
    „Verstümmelung weiblicher Genitalien (§ 226a StGB)Am28. September 2013 ist ein Gesetz in Kraft getreten, das dieVerstümmelung der Genitalien von Frauen und Mädchen verhindernsoll. Dazu wurde u.a. ein eigenständiger Straftatbestand in dasStrafgesetzbuch eingeführt (§226a StGB).Vorgesehen ist eine Freiheitsstrafe von einem bis zu fünfzehn Jahre.Bis dahin wurde die Verstümmelung weiblicher Genitalien lediglichals schwere Körperverletzung mit einer Haft von maximal zehn Jahrengeahndet.
    [i]WeiblicheGenitalverstümmelung ist nach deutschem Recht auch im Auslandstrafbar (§5 StGB, Abs. 9a[/i][i]).Um Verstöße im Ausland zu erschweren, hat die Bundesregierung imDezember 2016 auf Initiative des Bundes­familien­ministeriumseine Änderung des Passgesetzes beschlossen. Wer mit Mädchen oderFrauen ins Ausland reisen will, um dort eine Genitalverstümmelungvornehmen zu lassen, dem droht künftig der Entzug des Passes. DieMaßnahme dient der Verhinderung sogenannter "Ferienbeschneidungen".Hierfür reisen in Deutschland lebende Familien in den Ferien in ihreHerkunftsländer, um dort an den Mädchen eineGenital­ver­stümme­lung durchführen zu lassen.[/i]
    Hintergrund
    DieVerstümmelung der Genitalien von Frauen und Mädchen insbesonderedurch die traditionelle oder rituelle Beschneidung ist einschwerwiegender Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Obwohldie Genital­ver­stümme­lung vor allem in LändernAfrikas, aber auch in einzelnen Ländern Asiens praktiziert wird,besteht auch in Deutschland Handlungsbedarf.

    Eineneue Erhebung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, vorgestelltEnde Juni 2020, zeigt: In Deutschland ist die Zahl weiblicherGenitalverstümmelung (englisch: female genital mutilation, kurz:FGM) seit 2017 stark angestiegen. Schätzungsweise sind zwischen2.785 und 14.752 Mädchen, die in Deutschland leben, von weiblicherGenitalverstümmelung bedroht. Im Vergleich zu den im Februar 2017veröffentlichten Zahlen ist das ein Anstieg von bis zu 160 Prozent.Mädchen aus den Herkunftsländern Somalia, Eritrea, Ägypten,Nigeria und Irak sind besonders bedroht.“


    Insofernmüsste also auch noch der §5 Abs.9a „entsorgt“ werden. Aber wie ? Vielleicht kannman dazu eine Petition im Bundestag einbringen, die medial gut vorbereitet werden müsste, um die nötige Empörung und Aufmerksamkeit zu erzeugen, undin der gleichen Petition müsste die alternative Ausweitung des§226a und des §5 auf Jungen verlangt werden, damit dieseUngleichheit einmal offenkundig wird - jetzt müsste sich nur nochjemand finden, der diese Petition einbringt und in der Lage ist, dieabsehbare Empörungswelle zu ertragen...
    Ich befürchte, dass das zu mindestens jemand mit Erfahrung und finanziellem und persönlichem Rückgrat sein müsste - also dann eher doch wohl eine illusorischeIdee.

    Zu den „Regeln der ärztlichen Kunst“ gehört natürlich eine ausreichende Betäubung vor dem Eingriff, um Schmerzen während des Eingriffs zu verhindern, und nicht nur zu mildern
    Die Abgeordneten des Bundestags hatten sich damals vor der Abstimmung zum §163 über die Schmerzbehandlung informiert. Dazu waren Experten aufgetreten, unter anderem einer des jüdischen Krankenhauses in Berlin, der berichtete, dass von 2003 bis 2012 insgesamt 385 Beschneidungen an Säuglingen innerhalb der ersten Lebenstage vorgenommen wurden und dazu am Penis lokal mit der Creme Emla betäubt wurde.
    Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Lokalanästhesie mit Emla zuverlässig wirke, wenn sie auch nicht mit der Vollnarkose vergleichbar sei. Dazu gehört, dass die Kinder sofort zu Schreien aufhörten, wenn sie wieder im Arm der Mutter waren, außerdem rasches Trinken und spontanes Urinieren – augenscheinlich Zeichen für Entspannung.
    Diese Stellungnahme war für die Mehrheit im Rechtsausschuss und letztlich im Bundestag offenbar überzeugend. Die Beschneidung von Neugeborenen, so ihr Eindruck, lässt sich nach den ärztlichen Regeln der Kunst vornehmen - inklusive einer ausreichenden Anästhesie. Allerdings gab es damals auch Zweifel, unter anderem von einer Ärztin, die auf den Beipackzettel von Emla hinwies, der bald danach geändert wurde und heute diesbezüglich doch recht eindeutig ist; da steht:
    „Die Wirksamkeit der Creme bei der Blutentnahme an der Ferse von Neugeborenen oder hinsichtlich der Gewährleistung einer hinreichenden Analgesie bei einer Zirkumzision konnte in klinischen Studien nicht bestätigt werden.“
    Nach Wiki gibt es allerdings einen markanten Unterschied zwischen Analgesie und Anästhesie. Bei der Anästhesie wird das komplette Empfinden unterdrückt, wohingegen bei der Analgesie zum Beispiel die Druckempfindlichkeit vorhanden bleibt: das heißt doch, dass mit Emla noch nicht einmal die Druckempfindlichkeit ausreichend unterbunden wird, geschweige denn die Schmerzempfindlichkeit !
    Und weiter findet sich auf dem Beipackzettel:
    „Aufgrund unzureichender Daten zur Wirkstoffaufnahme sollte die Creme bei Kindern (unter 12 Jahren) nicht auf der genitalen Haut (z. B. Penis) und der genitalen Schleimhaut (z. B. in der Scheide) angewendet werden“.
    Ich meine, dass damit der Einsatz bei einer Beschneidung gar nicht mehr erlaubt ist; mich würde nur interessieren, was in dem jüdischen Krankenhaus inzwischen verwendet wird, leider finde ich darüber nichts. Und ob und was bei entsprechenden Beschneidungen außerhalb der Krankenhäuser verwendet wird, ist ebenfalls fragwürdig.
    Mal ganz abgesehen davon kann ich mich noch sehr gut an meine eigene Beschneidung erinnern, wo ich zwar lokal betäubt war, aber trotzdem Schmerzen empfand, als mir das Vorhautbändchen herausgeschnitten wurde! Der Arzt meinte damals nur, das ginge gleich vorbei, und dass er nicht mehr Anästhetikum spritzen kann und sich immer mal wieder Kinder darüber beklagen, und die Arzthelferin tröstete mich, dass sei doch in ein paar Tagen vergessen, aber Schmerzen vergisst man nicht!
    Ich möchte nicht wissen, wie schmerzhaft das ist, wenn nur mit Emla betäubt wird, und das auch nur auf der Außenseite des Penis, und nicht einmal unter der Vorhaut und auf der Eichel, wie es bei Säuglingen ja gar nicht anders geht, weil die Haut noch verklebt ist.
    Es ist glaube ich unstrittig, dass ein Säugling mindestens genauso Schmerzen empfindet wie ein Erwachsener. Selbst in USA werben die Kliniken inzwischen bei Neugeborenen - Beschneidungen, bei denen den Säuglingen zu mindestens nicht das Bändchen herausgetrennt wird, und auch nicht genäht wird, mit
    einer Lokalanästhesie, nachdem dort zuvor jahrzehntelang ganz ohne Betäubung oder mit Emla beschnitten wurde, einfach nur grausam! ;(
    Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter und Befürworterinnen zu §163 reagierten, wenn man ihnen ihre Beschneidung mit eine Emla - Creme als Schmerzmittel anbietet - auf die Ausreden wäre ich gespannt.

    Das mit der Untersuchung auf Manipulation der Genitalien ist ein wirklich guter Ansatz; dann müssten die Ärzte diesbezüglich ihre Schweigepflicht aufgeben (gilt diese nicht sogar bei Mord?) und die entsprechende Berufsordnung ändern, und selbst Amtsärzte unterliegen der Verschwiegenheitspflicht; da befürchte ich, dass dies so schnell nicht stattfinden wird; zumal die auch noch an Beschneidungen verdienen, oder schlimmer, wie meine Kinderärztin damals, diese für Jungen offensichtlich grundsätzlich für sinnvoll erachten und Eltern diese empfehlen.

    Und wenn man sich die Seite der Bundesärztekammer ansieht: dort ist bislang vor allem die weibliche Beschneidung thematisiert; doch es findet sich immerhin eine „Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“ vom 16.10.2012: leider auch hier keine Ablehnung der Prozedur oder eine Einschränkung, und schon gar keine Vorgaben zur Schonung bei vielleicht wirklich notwendigem Anlass.
    Es wird ziemlich allgemein von den „Regeln der ärztlichen Kunst“ geschrieben, und dass diese durch Nicht-Ärzte eben nicht erfüllt werden, und dass deswegen nur Ärzte das machen dürften – eigentlich schon fast eher wieder eine Werbeschrift für die Beschneidung.

    Also bleibt wohl nur der Weg über Aufklärung, so wie sie hier im Forum ausgiebig stattfindet.

    Am besten beides, weil beides war einmal Schleimhaut war und nun ausgetrocknet und verhornt ist - aber erst vorsichtig ausprobieren mit geringer Menge, es kann Hautreaktionen geben, auch je nach der Trägercreme, in die das Urea eingemischt wurde; zum Einwirken lassen am besten Frischhaltefolie drum wickeln, für einige Stunden; und danach sollte auch ein Schutz drüber, damit es nicht wieder an der Unterwäsche reibt und nicht wieder verhornt; Angaben unter Ausschluss jeglicher Gewähr. Viel Erfolg.

    Und sogar Tiere sind besser geschützt: für Hunde gibt es seit langem ein Koupierverbot für Ohren und Schwanz, und auch ein Ausstellungsverbot für koupierte Tiere; daraus ist dann zwar ein Koupiertourismus ins Ausland entstanden, weil einführen darf man die Tiere ja noch; die Österreicher sind da schon weiter, da darf man auch je nach Alter des Hundes nicht einmal mehr koupierte Tiere einführen.

    So einen Beschneidungstourismus mit männlichen Kindern ins Ausland gab es vor 2012 angeblich auch, bis das Gesetz kam; ich frage mich nur, ob mittlerweile nicht sogar ein solcher Tourismus andersherum, nämlich nach Deutschland hinein stattfindet ? Zur Beschneidung reisen vermutlich nur noch entsprechend traditionelle Menschen mit ihren Mädchen ins Ausland, weil es dafür hierzulande richtigerweise keine „Angebote“ mehr gibt.

    Absolute Zustimmung zu Deiner Forderung nach überfälligen Gesetzesanpassung zu den Eingriffen an minderjährigen Kindern, nur wie lässt sich so etwas mit Aussicht auf Erfolg auf den Weg bringen ?

    Ich glaube inzwischen auch nicht mehr, dass es in der aktuellen Zusammensetzung des Parlaments irgendeine Möglichkeit geben wird, weder zur Abschaffung des ganzen Paragraphen noch zu einer Zusatzregelung.
    Damals war nur eine einzige Partei mehrheitlich dagegen, und die ist heute nur noch mit etwa der Hälfte an Abgeordneten vertreten; der andere Weg über das EU – Parlament ist mindestens ebenso fraglich, weil dieses Parlament letztlich ein Spiegelbild des deutschen ist.