soweit ich das verstanden habe empfiehlt die WHO lediglich die beschneidung von männern in der subsahararegion in der die HIV-raten im zweistelligen prozentbereich liegen in der hoffnung eine bevölkerung damit zu retten. abgesehen von dieser maßnahme in diesem großen maßstab ist doch das hauptproblem, daß diese aussage für einzelfälle und für andere startvorraussetzungen umgemünzt wird.
Ist in etwa das gleiche mit dem BMI, aussagekraft für eine einzelperson ist gleich 0, a.schwarzenegger dürfte auch einen ziemlich "ungesunden" BMI gehabt haben, für einen bevölkerungsdurchschnitt kann man präventivmaßnahmen ableiten.
Beiträge von ventus
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versuchts doch mal beim Asta
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Meiner Auffassung nach kann ein Mensch erst dann Jude, Moslem, Christ oder was auch immer werden wenn er in der Lage ist eine eigene und freie und unabhängige Willensbildung zu entfalten. Bei (Klein-)Kindern dürfte das keineswegs der Fall sein. Zuvor kann er nur in einer Glaubensrichtung unterrichtet werden nach preferenz der Eltern.
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... glorifizieren der selbstbefriedigung... wie das schon klingt. in meinem fall geht es darum ja gar nicht mal, es geht mir darum daß ich nicht in der lage bin bei einem normalen koitus zum orgasmus zu kommen. die einzige für mich in aussicht stehende möglichkeit ein kind zu zeugen wäre mein sperma von meinem bauch oder dem gesicht meiner partnerin in einer spritze aufzuziehen um dann anschließend eine insemination durchzuführen. Leider habe ich bis heute keine frau gefunden, die die gleiche art von romantik bevorzugt.
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dumm gefragt: wieso ist das schwer?
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Danke Maria, Lichen war mir bekannt. Die Frage war eigentlich ein bischen rhetorisch gemeint, da medizinisch indiziert leider meiner eigenen Erfahrung nach ein soweit dehnbarer begriff ist, daß alleine das vorhanden sein einer vorhaut schon als indikation zu reichen scheint. Und wenn der Arzt es als solche dokumentiert hat scheint man ihm auch glauben zu schenken, nur wie beweißt man das gegenteil, wenn es entfernt wurde?
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Noch ein nachtrag zur masturbation: Da meine haut wirklich straff bei einer erektion war habe ich mir quasi jedesmal wenn ich die haut über den eichelrand bringen wollte die skrotalhaut so hochgezogen, daß meine hoden in die leistenkanäle abgetaucht sind, wo ich sie jedes mal danach mit dem finger wieder runterschubsen musste. soll das so sein???
In der Zwischenzeit habe ich Abi, Segel und Motorsportfluglizenzen gemacht, war beim Bund, hab eine Ausbildung zum Fachinformatiker und ein Studium zum Dipl-Ing. Elektro- und Informationstechnik gemacht und eine Anstellung gefunden, meinen 32sten Geburtstag gefeiert und und war immer noch Single und bin mit einer Bekannten in die Skiurlaub gefahren ohne Hintergedanken.
Aufgrund ihrer Initiative kamm es dann zu meinem ersten mal sex. alleine beim eindringen hat es sich angefühlt als würde ich ihr irgendwie die ganze haut nach hinten ziehen. der sex selbst gestalltete sich dann fast wie vermutet, über ein erregungsniveau bin ich nicht gekommen, vorher musste ich wegen herzkasper aufhören und meine eichel wurde von dem ganzen gescheuere regelrecht taub, so in etwa wie das kraulen des arms, das ist 10 minuten angenehm, danach wirds unangenehm. das ganze konnte ich dann nochmal ausführlicher mit einer 2ten frau ausprobieren mit der ich ein wenig öfter sex hatte, aber jedesmal mit dem bekannten ergebis. Irgendwo hatte ich mal eine schöne analogie gelesen: es hat den reiz einer turnübung am reck, genauso empfinde ich es auch. der reiz am sex ist bei mir verloren gegangen, die handübung ist da zielführender gewesen.
Summa sumarum:
aufgrund all dieser negativen erfahrungen habe ich angenfangen mich genauer damit auseinander zu setzen warum ich diese probleme habe und bin letztlich bei der beschneidung angekommen, die mir allen spaß und die sexualität vergrämt hat. überdies habe ich mich dermaßen in die problematik hineingesteigert, daß ich heute auch nicht mal mehr errektionen bekomme warum auch immer. 3 urologen sind einfach nur der meinung daß ich zu jung für impotenz oder erektile dysfunktion wäre und eine beschneidung ganz toll wäre. selbst levtria hat nicht geholfen. In der folge konnte ich 3 wochen nicht mehr als 2 stunden die nacht schlafen und habe mich 3 monate in die psychatrie begeben, in der ich nach diagnoseschlüssel: polymorphe psychose ohne anzeichen einer schizophrenie behandelt wurde und nun in einer beruflichen wiedereingliederung stecke. aktuell komme ich abends mit medis nicht ins bett, morgens wegen überhang nicht raus und den rest des tages hab ich einen ruhepuls in einer höhe, der mich nur darauf hoffen lässt, daß der infarkt möglichst bald kommt.*Fine*/Ende
Bevor ich vergesse es zu erwähnen: Eine weitere Folge all dessen wird sein, daß ich vom partnermarkt runter bin, keine 2 kleinen akademikerkinder zeugen werde wie ich es mir mal vorgestellt habe und meine eltern nicht zu großeltern machen werde, wie sie es sich mal vorgestellt haben, und das alles gabs für nur 400?DM und ne Unterschrift. Mein Verhältnis zu meinen Eltern ist dadurch ein sehr gestörtes, mein letztes Geburtstagsgeschenk an meine Mutter war ein Bilderrahmen mit einer Kopie der Einverständniserklärung von damals.
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"Punkt 4. Die Weisheit hinter der Beschneidung: Männer können sich unmöglich von Urin komplett reinhalten..."
Ich lass das mal so stehen, sonst muss ich die Unterhose-Fusel-Sammelquelle-Nummer wieder auspacken
wie schlimm muss es erst im inneren seiner blase aussehen oder lebt der mann mit einem katheter? -
...was ist bitte medizinisch notwendig...? zu meiner zeit hieß das in etwa: vor der einschulung muss die vorhaut vollständig zurückziehbar sein, beim leisesten verdacht, daß dies nicht ganz einfach möglich ist muss aus medizinischen gründen amputiert werden...
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Abgesehen von einer sehr ausgeprägten Genierlichkeit fällt mir eigentlich nichts besonderes zu der Zeit vor meiner sexuellen Reife ein.
An erste nächtlichenPollutionen oder die erste bewußte Wahrnehmung von Erektionen habe ich keine Erinnerungen mehr. Versuche ich mich zurückzuerinnern, so würde ich sagen, daß ich so etwa mit 10 Jahren in der 4ten Klasse mit sexuell motivierten Handlungen anfing. Und solange ich mich erinnern kann, hatte ich eigentlich immer und andauernd einen dancing joe in der Hose, ständiger Wechsel von nicht erigiert zu erigiert und sofort, unabhängig davon ob ich erregt war oder nicht. Alleine der Gedanke die Hose herunterzuziehen hat für Erektionen gesorgt und es mir im grunde unmöglich gemacht mich zu zeigen/fk-kultur zu betreiben. Der Widerspruch dazu ist, daß ich lange Zeit überhaupt nicht wußte was man nun mit einer Erektion machen kann. Ich erinnere mich daß wir in der 5ten Klasse Kabelfernsehn bekamen und ich eines Nachts einen "schmuddelfilm" schaute und mich während der ganzen Zeit ca 1 Stunde stimulierte und nicht außer Preejakulat kam obwohl ich bis zum zerplatzen gespannt war. In der 6ten Klasse gabs wieder eine turnusmäßige Aufklärungswoche wo uns unserer Klassenlehrer erkläre, wie Jungs und Mädchen Selbstbefriedigung durchführen. Die Erklärung war sinngemäß für Jungen: Durch das Hoch und Runterbewegen der Vorhaut oder durch eine kreisend massierende Bewegung der Vorhaut auf Eichelkranzhöhe. Ich wurde nachdenklich und verwirrt und fragte mich wie das denn überhaupt gehen soll. Bei Erektion war die Haut dermaßen Straff bei mir daß es schon fast wehtat, an das Bewegen irgendwecher Haut hatte ich bisher nicht gedacht, am Abend dieses Tages hatte ich es aber mal für 10-15 minuten ausprobiert und im grunde passierte wieder.... nichts.
So ging das noch eine ganze Weile, in der ich alles mögliche und unmögliche machte, aber überhaupt nicht wußte wohin ich mit meiner Erregtheit sollte und ich ziemlich frustriert über den gedanken war, daß sex wirklich nur so ein unvollendetes erregungsgefühl sein soll. Etwa 4 Monate vor meinem 14ten Geburtstag hatte ich den gedanken, daß man einfach nur alles so realistisch wie möglich gestallten müsste damit es klappt, was immer es auch sein mochte was ich bisher irgendwie vermisst habe. Realistisch hieß in dem Fall eine Sofarolle mit schaumstoff und einem Reißverschluss. Ich hatte zwar noch ein Taschentuch unter den Reißverschluß gelegt, welches aber unbemerkt sich aus seiner vor dem metall schützenden position verschob. nach etwa 15 minuten hatte ich meinen ersten orgasmus erreicht der mich total vom hocker gehauen hat, erst weil es ein so schönes gefühl war und dann, weil meine ganze penisoberseite blutig und durchgescheuert war. Eine nicht wirklich schöne Erinnerung an das erste mal wie ich finde.
Es sollte dann noch etwa einem Monat dauern, bis ich dann ein zweites mal ohne hilfsmittel hinbekommen habe, da ich ja nun die zielrichtung kannte, aber einfach noch nicht ausdauernd genug mit dem arm war und es erst "trainieren" musste um nicht vorher mit schmerzendem bi/trizeps abbrechen zu müssen. Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, daß es etwas leichtes und einfaches sein müsste, und irgendwie stellte sich dann über lange zeit die frage, wie das dann überhaupt mit einer frau klappen soll und wie sich das im unterschied anfühlen würde, bis zur beantwortung würde aber noch viel zeit vergehen. da ich sowieso irgendwie schon mit meiner sexualität auf kriegsfuß stand, andauernde und unkontrollierbare errektionen hatte bis in die späten 20er hatte ich auch irgendwie hemmungen frauen gegenüber, hatte ein vermindertes interesse weil es mir zu kompliziert erschien, beziehungsweise konnte mir eigentlich erst dann etwas vorstellen, wenn ein besonderes vertrauensverhältnis bestand, welches von weiblicher seite dann immer damit quitiert wurde, daß man zwar zu einem super freund aber nicht zum sexualpartner gereicht. -
...why can't sexuality just be a normal part of life... *thumbs up*
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Beschneidung, was wurde
wirklich gemacht:Im den Rückbrief an meinen Hausarzt stand, daß eine Zirkumzision vorgenommen wurde und es wurden Kamillenbäder und die Verwendung von Bepanthen empfolen, der unter den "Vorhautrest" gebracht werden soll. Im Operationsbericht selbst steht, daß ich nach Vorhautsaumerhaltender Methode nach Schloffer operiert wurde nachdem die Diagnose hier sogar schon eine Narbenphimose gewesen sein soll. Alleine an dieser Stelle habe ich nach entsprechenden Recherchen schon einige Widersprüche, die ich kurz erklären möchte.
Aus meiner eigenen Erinnerung weiß ich, daß ich allerbestenfalls eine leichte, aber nicht behandlungsbedürftige Phimose gehabt haben kann. Die Operationsmethode nach Schloffer ist eine plastische Methode, die sich höchstens bei leichten Phimosen anbietet, aber ungeeignet ist, Narbenphimosen zu behandeln. Die Aussage, daß "ein Vorhautrest" mit Creme zu behandeln sei deutet nun wiederum stark darauf hin, daß etwas entfernt wurde, was bei Schloffer nicht der Fall sein dürfte, denn hier wird Gewebe "nur" zertrennt und anders wieder zusammengenäht.
Was wirklich gemacht wurde ist warscheinlich eine Mischung aus allem. Das Ende des Präputiums bis in Höhe des Frenulums wurde entfernt. Weiters wurde eine Frenulotomie vorgenommen und der Rest der Vorhautlänge im schlofferschen Stil bearbeitet um mehr "weite" bei der Vorhaut zu erreichen.
Anmerkung: Den plastischen Eingriffen gemein ist, daß es sich meißt um diagonale Schnitte handelt, die dann längs oder quer vernäht werden. Nach Pythagoras gewinnt man 0,44 Einheiten Umfang in dem man eine Einheit länge opfert.
Die Durchtrennung des Frenulums auf ganzer länge wurde, wie man immer noch an den Narben sehen kann, durch zwei mal schräg angehaltenes Skalpel begonnen und hinterläßt auf der Eichel zwei schrägsitzende tiefe Einschnitte, hautlappenähnlich anhängend. Mit dem Ende der senkrechten Frenulumnarbe beginnt dann die radiale Narbe ringsum, die ventral etwa 2,5 und dorsal etwa 2 cm inneres Blatt übrig lässt.
Nach der Operation:
Ich erinnere mich, daß wir in einem Mehrbettzimmer wieder zu uns gekommen sind, die Betten von mir und meinem Freund zusammengeschoben, auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes lag ein Junge mit einem Gibsarm den ich bemerkte.
Die Eltern meines Freundes und meine Mutter standen an den Fußenden.
Als ich das erste mal mir meinen Penis anschaute bin ich innerlich kurz kreidebleich geworden, überall hingen die Nahtfäden und aus Neugier fragte ich meinen Freund wie denn "seiner" aussieht. In dem moment wurde mir schamhaft klar, daß uns vielleicht der Junge in dem anderen Bett sehen könnte und ich bedeckte mich wieder und beschäftigte mich mit anderen Dingen. Bis zur Entlassung mussten wir beide nocheinmal zur kontrolle Wasserlassen, was bei mir sofort, bei meinem Freund erst Stunden später funktionierte und mich ziemlich nervte, weil ich nach Hause wollte.Die verordnete Ruhe zuhause war mit mir nicht durchzuhalten. Am gleichen Tag sprang ich noch in meinem Bett herum und meine Mutter war in voller Sorge, daß die Nähte wieder aufplatzen könnten (Die Naht am Frenulum muss sich tatsächlich wieder gelockert haben, weil die Vernarbung hier nun mandelförmig aussieht). Weiters erinnere ich mich noch daran daß ich an einigen Tagen einen Rock tragen musste, und ich Kamillenbäder in unserem BD nehmen musste. Schmerzen hatte ich keine, mein Freund jedoch bekam von meiner Mutter das Schmerzmittel, welches eigentlich für mich gedacht war, er war einige Tage ziemlich ausgeknockt. Andererseits hatte ich auch als Kind glühende Kohlen angefasst und im Anschluß danach am Klettergerüst geturnt, ich war wohl wirklich sehr schmerzunempfindlich.
Bewußt habe ich mich fortan nicht mehr mit dem Thema auseinander gesetzt, unterbewußt wirkte es wohl aber schon, was da geschehen war. Nun, dadurch daß mein Freund eben auch beschnitten war, musste ich mich wohl auch erstmal nicht mehr zumindest in seiner Gegenwart schämen. In der Umkleide beim Sport z.B. war das dann aber was anderes, auch genierte ich mich deshalb weil ich das Nacktsein immer mit den unangenehmen Dingen die mit meinem Penis gemacht wurden zusammenbrachte.
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Zu einer Beschneidungsgeschichte gehört vermutlich auch immer eine Lebensgeschichte, daher befürchte ich schon jetzt vor dem Schreiben, daß mein Text etwas länger wird. Ich werde versuchen jeden Tag einen weiteren Abschnitt hinzuzufügen, bis ich meine Geschichte erzählt habe. Einige stellen wirken vlt etwas abschweifend, aber sie werden an anderer Stelle wieder relevant.
Mein Name ist Tobias, ich wurde am 30.4.1978 in der Nähe von Hannover geboren und bin das einzige Kind meiner Eltern, nachdem meine Mutter mehrere Fehlgeburten vor mir hatte. Möglich wurde ich erst durch den medizinischen Eingriff einer Cerclage und durch das wochenlange Liegen meiner Mutter unter Valiumeinfluß. Insofern kann ich behaupten, daß ich ein absolutes Wunschkind meiner Eltern war, musste aber auch die Erwartungen meiner Eltern an mich alleine aushalten.
Als Kind war ich sehr lebensfroh, manchmal sehr trotzig, und meistens sehr kreativ und nicht auf den Kopf gefallen. Mein Interesse für Technisches war schon sehr früh ausgeprägt: im Kindergarten konnte ich ohne
Probleme ein Bügeleisen auseinandernehmen und die darin verbauten Elemente mit Funktion benennen, den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom erklären und noch vor meiner Einschulung ganzzahlig alle Grundrechenarten bis 1000 im Kopf durchführen. Eine weitere meiner Grundeigenschaften war, daß ich immer nach vorne gerichtet war, Sachen die 2 Minuten zurücklagen haben mich schon meisstens nicht mehr interessiert. Im Kindergarten hatte ich zum Sohn unserer Nachbarn Kontakt geknüpft, er war ein halbes Jahr jünger als ich und war etwas kontaktscheu in dem Alter, weshalb er in meine Kindergartengruppe gewechselt wurde und wir waren bis etwa Ende der fünften Klasse beste Freunde und haben den Großteil des Tages miteinander verbracht.Mit fünf Jahren wurde ich aufgrund von "verdächtigen Herzgeräuschen", welche mein Hausarzt bemerkt haben will, an der Medizinischen Hochschule in Hannover gründlich untersucht. Im Abschlußbericht an meinen Hausarzt steht unter anderem, daß meine Genitalien normal ausgeprägt sind, rechts eine Tendenz zum Pendelhoden noch vorliege und eine leichte Phimose wurde angeblich festgestellt. Was das mit Herztönen zu tun hat bleibt mir bis heute ein Rätsel.
Bis zur Einschulung war ich dann auch Dauergast beim Arzt, weil ich mich häufig beim Toben verletzte, weil ich häufig unter Erkältungskrankheiten und Mandelentzündungen "litt" (nach meinem Dafürhalten für das Alter vollkommen normal) und für mein Alter zu leicht war, familiärbedingt muss man aber sagen, daß dies normal für mich ist und ich Zeit meines Lebens ein Leichtgewicht geblieben bin. Aus diesen Gründen hat man mich dann auch ein Jahr zurückgestellt von der Schule und ich sollte mit meinem Kindergartenfreund im folgenden Jahr zusammen eingeschult werden.
Baden und Duschen: Ich kann mich daran erinnern, daß meine Mutter beim Baden mir die Vorhaut nach hinten gestreift hat und mich "da unten" sauber gemacht hat, was mir aber immer unangenehm war und ich deshalb nicht hinschaute oder quängelte es nicht zu tun. Der Grund warum ich selbst lange Zeit trotz meiner eigentlich vorhandenen Neugierde dies nicht selbst tat, war eine abstruse, dem Alter aber angemessene Angstvorstellung: Im Keller leben Monster, die Rolltreppe verschluckt einen, wenn man nicht mit einem großen Schritt über die Schwelle springt und die Eichel kullert wie eine Erbse weg, wenn man die Vorhaut ganz zurückzieht. Noch in der Zeit vor der Beschneidung erinnere ich mich aber an eine Szene, bei der ich in meinem Bad stand, die Vorhaut zurückgezogen hatte und kleine Bröckchen von Smegma entfernt habe. Diese Erinnerung ist für mich ein wichtiger Beleg dafür, daß ich kein behandlungsbedürftiges Leiden hatte.
Weder eine phsyiologische noch eine patologische Phimose lag vor, die Vorhaut war zurückstreifbar, ich hatte keine Probleme beim Wasserlassen und ich hatte auch keine Harnwegsinfekte je gehabt.Etwa ein viertel Jahr vor der Einschulung standen dann die Reihenuntersuchtungen für die Einschulung im Dorfgemeinschaftshaus des Ortes an. Ich erinnere mich an nicht viel mehr, als daß wir ein Haus malen sollten, und ich mich
darüber lustig machte, daß mein Freund den Schornstein schief auf das Haus malte. Die Amtsärztin hatte meinen Eltern mit auf den Weg gegeben, wegen der Phimose bei einem Arzt vorstellig zu werden. Dies war dann unser Dorfarzt, der auch Kinderarzt ist. Er überstellte mich mit der Diagnose: "Phimose (Zirkumzision)" an die Kinderklinik an der Bult. Daß Zirkumzision in der Diagnosezeile steht, empfinde ich schon als Hohn."Zufälligerweise" stand die gleiche Diagnose bei meinem Freund an und so wurden wir beide am gleichen Tag nacheinander zwei Monate vor unserer Einschulung, es war Mitte Juni, vom selben Arzt in der Kinderklinik behandelt.
Mein Vater fuhr mich, meinen Freund und unsere Mütter am Morgen hin und sein Vater holte uns am Nachmittag wieder ab. Auf der Hinfahrt hätte mich meine Mutter wohl darüber informiert, was gemacht werden soll, daran habe ich aber keine Erinnerung, vermutlich auch deshalb weil es oberhalb meiner Vorstellungskraft lag, was die Bedeutung einer Beschneidung ist und es mir nicht plastisch genug nahegebracht wurde, noch konnte ich mir vorstellen, daß es Menschen geben könnte, die mir etwas Schlechtes wollen würden.Aus Gesprächen mit meiner Mutter weiß ich, daß die dortige Aufklärung über den Eingriff mit wenigen kurzen Sätzen abgehandelt wurde: "Das muss gemacht werden...", "Da wird nur ein ganz klitzekleines bischen Haut..." und "Das ist später mal ganz toll beim Sex!" waren die Worte, die in dem Gespräch gefallen sind. Woher erdreißtet sich ein Arzt zu einer solchen Aussage, daß ich das später einmal toll finden werde beim Sex, wo ich selbst noch nichtmal in einem Alter war, in dem mich das interessiert hätte? Darf man das nicht selbst entscheiden? Wie falsch dieser Arzt doch nur liegen wird und wie sehr ich darunter leiden werde wird erst die Zeit zeigen.
Meinem Naturell entsprechend war ich fasziniert in dem Krankenhaus von der ganzen Technik und hatte von dem Grund, warum ich dort war, keinen Schimmer. Ich erinnere mich noch wie mir die Nakosemaske aufgesetzt wird und ich ausprobieren wollte wie lange ich es schaffe nicht einzuschlafen...Nach ungefähr 5 Sekunden war ich Anästhesiert.
Zuvor ist meine Mutter eigenen Angaben zufolge noch dem Narkosearzt hinterhergelaufen und hat ihm zugerufen, daß sie doch bitte nur daß absolut notwendigste machen sollen... Meiner Mutter war dann wohl aufeinmal doch nicht mehr so ganz wohl bei der Sache. Sie selbst ist davon ausgegangen, daß da nur ein bischen geschnippelt werden müsse, weil meine Vorhaut zu eng wäre, mein Vater sagte, er war davon ausgegangen daß mein Bändchen zu kurz wäre. Was genau gemacht werden würde, davon hatten beide keinen Schimmer. Und zur weiteren Beruhigung meiner Eltern war ich ja nicht der einzige, bei dem es gemacht werden sollte, sondern bei meinem besten Freund ebenso, und seine Eltern waren ja aus gleichen Gründen beruhigt, daß es bei mir gemacht werden würde. -
Ein Diakon hat mir mal auf diese uralte Kinderfrage, ob Gott einen Stein erschaffen könne, der zu schwer ist, als daß er diesen selbst hochheben könne, damit geantwortet, daß ihm die Frage zu antropomorph sei. Kann man drehen und wenden wie man will, um ausreden sind die nie verlegen.
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Auch bei mir war meine Mutter diejenige, die es entschieden hat auf Anraten der Ärzte. Ihre entscheidung darüber daß ich keine Vorhaut haben soll mündet in meiner entscheidung, daß sie keine Enkel haben wird.
*zynismus an* ich finde es sehr hygienisch, keine kleinkinder in der wohnung zu haben *zynismus aus* -
Etwas was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe ist folgendes:
Der Gesetzgeber hat doch jugendlichen unter 14 jahren den Besuch eines Bräunungsstudios verboten, selbst mit einverständnis der eltern soll dies nicht möglich sein, um die teenager vor hautschädigungen und sich selbst zu schützen. Im Grunde liegt doch hier auch, wenn man das mal sehr haarspalterisch betrachtet, eine körper(haut)verletzung vor, und deren vermeidung kann nicht durch entsprechende willens,absichts oder einverständniserklärungen übergangen werden kann. wie geht das eigentlich zusammen? Das bräunungsstudio würde ich dann doch eher im bagatellbereich sehen, so wie das ausreißen von haaren, wohingegen in der realität eine zirkumzision scheinbar harmloser dargestellt wird als ein leichter sonnenbrand. -
@PöserPürger: Ich glaube so leicht kann man sich das nicht machen. Stichwort transgenerationales Trauma. Als Beispiel fällt mir dazu spontan gerade mal ein, daß es z.B. bis zur letzten Fußball WM in Deutschland sehr verpönt war, die nationale Flagge zu zeigen. Erst seit diesem Großereignis kann zumindest bei sportlichen Ereignissen wieder Nationalfarben getragen oder Flagge gezeigt werden ohne daß die Fans sofort in die rechte Ecke geschoben werden. Nationalflaggen, und sie zu zeigen, sind in nahezu jedem anderen Land der welt ein Ausdruck von zugehörigkeit, möglicherweise patriotismus. das ist bei uns schon ein ganzen stück weit anders.
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Ist vlt ein bisch off-topic, aber bezüglich Aufklärung über Beschneidung... In Film und Fernsehn ist mir ehrlich gesagt kein Film bewußt bekannt, bei dem in einem Nebenhandlungsstrang Beschneidung vorkommt oder Thema ist, oder wo die Darsteller nur drüber reden oder whatever... Dabei wurden doch sonst sämtliche ehemaligen Tabuthemen schon komplett aufgegriffen und sensationslustig verarbeitet. Einen medialen Anstoß darüber nachzudenken, oder zumindest sich überhaupt darüber bewußt zu werden, daß es sowas wie Zirkumzision gibt, gab es außer der Debatte letztes Jahr mit folgenden Diskussionsrunden doch gar nicht. Über Prostatabeschwerden hat bestimmt schon gefühlt jede Gesundheitssendereihe berichtet...
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Eigentlich widerspricht sich auch das nicht... Minimalinvasive Operationstechniken erfordern eine erhöhte Qualifikation und Kompetenz des Operateurs, dauern ggf länger und die Liegezeiten sind kürzer. Das sind doch alles Kriterien, die betriebswirtschaftlich gesehen einen höheren Preis des Eingriffs und geringere Kosten in der Nachversorgung rechtfertigen. Für sich haben Kliniken doch, ich kenne leider den genauen Grund nicht genau, vermutlich aber finanzielle, ein Interesse daran, die Patienten so früh wie nur möglich wieder nach Hause zu bringen.
Bei Phimose wäre bei einem 5 Minuten Gespräch + Salbe natürlich nur ein Patientenquartalsbetrag drin...daher wird dann da so viel wie möglich gemacht um einen anderen Preis zu rechtfertigen scheint mir. -
Ohne einen Blinddarm kann man sicherlich auch gut leben, seine Funktion wird dem Artikel nach ja auch nur dann deutlich wenn es zu Problemen kommen sollte, die von der Funktion des Blinddarms abgefedert werden sollten. Mit Blick auf eine Funktionswichtigkeit eines Blinddarms sieht man dieses Organ vlt aus einem anderen Blickwinkel, der allerdings nichts an der operativen Praxis ändern wird, da dieses Organ ja auch nur dann angetastet und entfernt wird, wenn es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommt, also ein Durchbruch droht und im Notfall gerechtfertigt ist um das Leben zu retten. "Nur mal so" wird eine schwere Operation nicht vorgenommen, das wäre zu gefährlich, und man versucht sicherlich einen gereizten Blinddarm ersteinmal anders zu behandeln.
Eine Übertragung dieser Praxis in Bezug auf das Präputium würde sicherlich schon zu einem Rückgang von "medizinisch indizierten" Zirkumzisionen führen, und konservative Heilmethoden eher angewandt, sofern eine echte medizinische Indikation dazu besteht. Es mag auch bestimmt echte medizinische Indikationen geben, wenn auch selten (nektrotische Haut, möglicherweise andere Gründe) bei denen es indiziert ist Vorhautteile zu entfernen.
Nur braucht man sich bei der Vorhaut als Arzt sicher nicht so viele Gedanken machen wie beim Blinddarm, da man ja nicht erst einen Zugang schaffen muss um das Gewebe zu entfernen und die Zircumzision ungleich einfacher ist.Worum es mir bei dem Geschriebenen im Artikel geht ist, daß ein übliches Argument ist, daß Vorhaut und Blinddarm ja beide vergleichbar ohne Funktion bzw nutzlos wären, und wenn ein Mensch ohne Blinddarm gut lebt, dann ist das nichts anderes für den anderen als mit der Zirkumzision zu leben, oder es wird auch oft verglichen mit Ohrläpchenamputation (oder dem ausreißen von Haaren) als vorsätzliche Körperverletzung, aber eben ohne Funktionsverluste. Ja, das sind alles Körperverletzungen, aber zu werten sind sie doch sehr unterschiedlich. Meine Ohrläppchen haben sicher einen ästetischen Wert, der funktionelle Wert ist mir nicht bekannt, und ist für mich jetzt auch erstmal als jemand der keine Probleme mit seinen Ohrläpchen hat nicht wichtig. Eine Organentfernung als Körperverletzung im interesse des Patienten als akut lebenserhaltende Maßnahme ist zu befürworten.
Aber ein klitzekleines Stückchen unangetastete Haut und ein kleines Darmhautsäckchen sind eben mehr, als es der darwinistischen Vereinfachung nach zu sein scheint oder bekannt ist und sollten eben gleichsam auch nur unter dem Gesichtspunkt echter! und nicht konstruierter präventiver medizinischer Notwendigkeit angetastet werden.