Beiträge von ventus

    Lena wird morgen am 1.10.2013 auf DR2 zu sehen sein:

    "Watch
    DR2 Tomorrow Tuesday at 12 noon. 8: 30, which is debating I the
    historic announcement from the Nordic børneomsbudsmænd and medical
    experts: Children must be protected against circumcision, which is a
    breach of fundamental rights."

    Also die Kette "chronische Hautveränderung durch Überdehnung" zu "...durch Veränderungen kann eine bösartige Erkrankung entstehen" ist für mich nicht verständlich und halte ich erstmal für Angstmacherei. Informiere Dich bitte darüber was genau das für Veränderungen sind, und kläre die Ursachen ab. Welche Erkrankung soll daraus entstehen können? Nicht jede Hautveränderung hat Krankheitswert. Und die Aussage, daß bösartige Erkrankungen folgen könnten ist erstmal so dermaßen Pauschal, daß damit sogar jeder Nichtmediziner richtig liegt... und kann heißt nicht daß es muss! Bevor ich einen solchen Schritt zur Beschneidung wagen würde (ich persönlich würde es nicht), würde ich mich umfassend informieren, und nötigenfalls wenn es nur kosmetisch ist bzw die Schmerzen erträglich sind würde ich erstmal abwarten oder gar nichts unternehmen. Abklären ist aber dennoch wichtig.

    "Die versprochene Rechtssicherheit ist von der Rechtswirklichkeit eingeholt worden." Diesen Satz finde ich ziemlich bedenklich vom Autor. Es impliziert die Ansicht oder legt sie zumindest nahe, daß dieses Urteil nicht mit 1631d vereinbar sei, oder zumindest in der Gedanken widerspricht, welchen der Autor diesbezüglich hat. Gerade hier wird deutlich, daß 1631d kein Freibrief sein kann, wie er oftmals verstanden wurde. Es ist schön zu sehen, daß auch die Grenzen eines Gesetzes gesehen werden.

    Mir fällt weiterhin ein Hang dieses Autors auf, der da schreibt: "Der klassische Journalist steht für eine Zeitdiagnostik mit dem Rasiermesser. Überflüssiges und Unwahres wird abgeschnitten." Mit Messern und abschneiden hat er es wohl...

    http://www.ksta.de/politik/pro-di…6,12516740.html

    Kommentar einer mir bekannten Person hierzu: "She would probably be satisfied with a removable foreskin that she could take off only when they were going to Kenya". Ich finde, daß es das trifft. Das Kindeswohl bei einer Beschneidung würde nur in der Zeit des Kenianischen Besuchs und Gegenbesuchs "gefördert" sein. Ich frag mich immer was das für eine Verwandtschaft sein muss, die zuerst in die Hose kleiner Jungen schaut...

    Deine Frage an uns lautete:


    Zitat:"Bei der Beschneidung von Mädchen handelt es sich..eindeutig um
    Körperverletzung und Menschenrechtsverletzung." Objektiv gilt dies
    genauso für Jungen und wird nachträglich durch religiöse Ansichten
    geschlechtsabhängig legitimiert. Dies ist GGwidrig. Habt ihr keinen Mut
    zur Veränderung?


    Lieber
    Tobias, das Thema Beschneidung ist nicht einfach. Auch bei uns wurde und
    wird die Beschneidung von Kindern kontrovers diskutiert. Als der
    Deutsche Bundestag im Dezember 2012 nach intensiver Beratung über das
    Gesetz zur Beschneidung beraten hat, haben wir diese Gewissensfrage
    allen Abgeorndeten der GRÜNEN Fraktion frei gestellt. Das Gesetz sieht
    vor, eine medizinisch fachgerecht durchgeführte Beschneidung weiter
    zuzulassen, wenn das Kindeswohl dem nicht entgegensteht. Von den
    Abgeordneten der grünen Bundestagsfraktion stimmten 34 für das Gesetz,
    16 dagegen und 15 haben sich enthalten. Wir haben immer für eine
    verantwortungsbewusste und sensible Abwägung der Grundrechte geworben.
    Zur Frage, ob Eltern eine solche Entscheidung für ihre
    religionsunmündigen Kinder treffen dürfen, gab und gibt es bei den
    Grünen unterschiedliche Auffassungen. Das vom Bundestag beschlossene
    Gesetz bejaht diese Frage. Viele Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    wollten über Änderungsanträge Verbesserungen beim Gesetzentwurf der
    Bundesregierung erreichen. Gefordert wurde zum Beispiel, das Recht des
    Kindes, den Eingriff abzulehnen, ausdrücklich auch im Gesetz zu
    verankern. Dafür gab es im Parlament keine Mehrheit. Eine Reihe
    Abgeordneter (unter diesen viele aus der grünen Bundestagsfraktion)
    hatte einen alternativen Gesetzentwurf eingebracht, der hinsichtlich des
    Rechts auf körperliche Unversehrtheit, des Kindeswohls, der elterlichen
    Fürsorge, der Religionsfreiheit und des Selbstbestimmungsrechts des
    Kindes zu einer anderen Abwägung kam, und deshalb vorsah, dass Eltern
    eine Beschneidung ohne medizinische Indikation erst veranlassen können,
    wenn ihr Sohn mit 14 Jahren die Religionsmündigkeit erreicht hat und in
    den Eingriff einwilligt. Die UnterzeichnerInnen dieses Antrages sahen
    zumeist einen Widerspruch zwischen dem Recht auf gewaltfreie Erziehung
    und der vom Sorgerecht künftig erfassten Möglichkeit der Eltern, in die
    Beschneidung einzuwilligen. Dieser Gesetzentwurf fand im Bundestag keine
    Mehrheit. Viele Grüße Dein 3TW-Team

    Hi, erstmal vorweg ne ziemlich abstruse entdeckung im analogen zur religiösen legitimation des einen und zur ablehnung des anderen...:

    Frage: Liebe Grüne,
    werdet Ihr Euch im Fall einer Regierungsbeteiligung für die Herabsetzung
    des Heiratsalters für Mädchen (ich denke, neun als Mindestalter wäre
    OK) einsetzen? Werdet Ihr Euch somit für eine Beendigung der Diskriminierung von
    Muslimen einsetzen? Viel Erfolg bei der Wahl! - Abu ..." - Abu Iblis

    Antwort: Hallo Abu Iblis,
    einfache Antwort: NEIN! Wir denken auch nicht, dass wir damit jemanden
    diskriminieren. Gerade in den letzen Wochen ist ein junges Mädchen in
    einem muslimischen Land nach der Hochzeitsnacht gestorben, die mit acht
    Jahren verheiratet wurde... Ein sehr trauriges Kapitel, Viele Grüße das 3 Tage Wach Team

    Ich habe gerade auch eine eigene Frage gestellt, nach beantwortung werde ich sie posten.

    Die Studie gibt es unter: http://wiredspace.wits.ac.za/bitstream/hand….pdf?sequence=2
    Deckblatt: "Master‘s Degree Research Report Submitted to the Faculty of Humanities, in Partial Fulfilment of the Requirements for the MA Degree in Demography and Population Studies." Es handelt sich also lediglich um eine Masterarbeit ...

    Falls sich jemand mal die Mühe machen mag "I would also like to thank Hewlett Foundation and MRC/Wits Rural Public Health and Health Transitions Research Unit (Agincourt) for their financial assistance" und die (un)abhängigkeit zu prüfen.

    "after 17 months, 20 men had contracted HIV in the circumcised group and
    49 in the control group. The trial was halted on ethical grounds. The
    results of the trial were published in November 2005"

    Ich hab mir gerade mal den Spaß gemacht, die Ergebnisse der Studie von Auvert zu extrapolieren.
    Gibt es am Anfang der Studie nach 17 Monaten noch eine Differenz von 60% in der Ansteckungsquote, welches einem delta von 28,4 Personen entspricht, so sinkt dieses delta nach 30 Jahren mit ca 15 Personen um 50%, d.h. auf 30 Jahre bezogen ist der Ansteckungsreduktionsquotient nur noch bei 30%.

    Auf ein westliches Leben mit 70 aktiven Jahren liegt er bei 15%,.
    Diese Ergebnisse wohlgemerkt unter Bedingungen wie sie in den Hochrisikogebieten im südlichen Afrika sind. Wenn man hier einmal die Differenz der Prävalenz zwischen Swasiland(26,10) und Deutschland(0,10) anlegt, so ist der Ansteckungsreduktionsquotient von 30% um den Faktor 261 irrelevanter und liegt dann bei 0,0011.
    Das bringt mich auf 87000 Beschneidungen um ein Leben in Deutschland zu retten damit alle auf Kondome verzichten können.

    Beeindruckend die Umdeutung der päpstlichen Worte, er habe das gar nicht so gemeint, er rede nur weltlich:
    Wenn ein deutscher Papst in Deutschland auf Deutsch vor Deutschen redet, dann meint er natürlich Nicaragua, das ist ja naheliegend... :)

    Erinnert mich immer wieder an Pipi Langstrumpf: Ich mach mir die Welt, wiediewiediewie sie mir gefällt.