Posts by ChrismM3

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Ich hatte selbst in dem Alter, in dem dein Sohn ist, eine komplette Verengung, die eigentlich schon beschnitten werden sollte. Meine Eltern haben sich statt dessen aber dafür entschieden, es zunächst auf konservativem Wege zu versuchen. Die Dehnbehandlung war langwierig, aber hat sich gelohnt. Am Ende war die OP kein Thema mehr. Heute bin ich sehr froh darüber. Sicherlich gibt es Fälle, in denen nur noch eine Beschneidung hilft. Nach deiner Beschreibung zu urteilen scheint das hier aber nicht so zu sein. Dass die erste Salbenbehandlung keinen Erfolg gebracht hat, muss nichts heißen, zumal wenn sie schon länger zurückliegt. Solange dein Sohn keine Beschwerden hat, spricht auch nichts dagegen, es mit einer Dehntherapie (oder einer anderen konservativen Methode) zumindest zu versuchen. Zeit hat er allemal, und er kann die Situation auch nicht verschlimmern, solange er vorsichtig ist und die Haut nicht zu stark dehnt.

    Hallo Gizmo,

    vom Alter her würde ich meinen, dass dein Sohn noch Zeit hat. Bei mir war bis ca. 13/14 die Vorhaut komplett verengt. Die Haut hat sich kein Stück bewegen lassen. Ich habe es ohne Hilfsmittel nur durch Dehnen mit Salbe geschafft, die Verengung zu beseitigen. Die Ärztin war bei mir auch eher skeptisch, meinte aber, wir sollten es auf jeden Fall probieren. Zum Glück hat es am Ende geklappt, auch wenn es eine ziemlich langwierige Prozedur war. Mit Phimocure habe ich leider keine Erfahrung, aber vielleicht kann dein Sohn damit ja das Dehnen zumindest etwas unterstützen.

    Ich wollte mich mal wieder melden. Es geht immer noch sehr langsam vorwärts. Inzwischen kann er die Vorhaut weit zurückziehen, das sah schon komplett aus - im unerigierten Zustand, was ja nun noch lange nicht reichen wird. Aber egal. Der Arzt sagte damals: er kann es ja kaum ein Drittel zurückziehen. Es hat sich definitiv verbessert, immer mit der Sitzbadewanne, jeden Abend. Pausen beim Cortison gemacht und zwischendurch immer mal Weleda Öl genommen. In den Weihnachtsferien soll er sich nun mehr Zeit nehmen und wir werden wieder die Cortisonsalbe benutzen. Die Ringe sind nach wie vor keine Option.
    Aber er hat ja Zeit, es wird ganz langsam besser.

    Viele Grüße
    schöne Adventstage

    Das zeigt wieder einmal, dass sich Geduld lohnt. Weiterhin alles Gute für deinen Sohn!

    Die Kinderärztin die es bei der U angesprochen und zum Chirurgen überwiesen hat, war wohl eine alte Dorfkinderärztin die mittleweile in Rente ist... unser damaliger Kinderarzt ist ja auch schon Ende 50 und
    Dr.Deindl war über 60 ... ich glaub das ist manchmal echt "Altersstarrsinn": haben wir schon immer so gemacht, hat sich noch nie jemand beschwert, auf meine letzten Jahre mach ich das jetz tauch nicht mehr anders
    oder ist es wirklcih unwissen???

    Ich frag mich gerade vorallem bei den Kinderärzten die das dann zu der Zeit untersuchen, sind die noch nicht stutzig geworfden das die Phimose seit 2018 aus dem U-Heft verschwunden ist??? Woher bekommen
    die solche Infos zur neuen Leitlinie z.b?? weiß das jemand? kriegen die das automatisdch mitgeteilt oder müssen die sich selbst weiterbilden?? also gezielt danach suchen und sich einlesen?? wie läuft das???

    Jeder Arzt ist berufsrechtlich verpflichtet, sich fortzubilden. Laufend, ein Berufsleben lang. Über neue Erkenntnisse der Wissenschaft wird natürlich berichtet, in Fachzeitschriften, Büchern und auf Kongressen. Dass ein Arzt eine bestimmte Information zur Kenntnis nimmt, ist damit aber noch nicht gesagt und kann wohl auch kaum sichergestellt werden, solange er sich nicht selbst darum bemüht. Ich denke auch nicht, dass das eine Frage des Alters ist, sondern eher der Motivation und des Berufsethos des einzelnen Arztes. Eigentlich müsste jeder Arzt schon aus wissenschaftlichem Interesse stets auf der Höhe seines Fachs sein. Wer das nicht ist, ist in meinen Augen auch kein guter Arzt.

    Ich denke der Vater meinte, wenn es schon sein muss, dann lieber im Kindesalter wo man es vielleicht nicht so bewusst wahr nimmt und weil in der Pubertät ja auch schon selbstbefriedigung statt findet... könnte ich mir vorstellen das dies das Argument war??? Ich weiß es auch nicht..

    Selbst mein Mann und meine Eltern sagen immer: wenn es sein musste, dann doch lieber mit 6 als irgendwann später in der Pubertät wo er dann vorher/ nachher kennt etc. ... aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass seh ich nicht (mehr) so.... ich finde es besser wenn man es in einem Alter machen lässt wo der Junge konkret mit entscheiden kann was und wie es gemacht wird!! Es ist sein Körper, sein Penis und er sollte die chance haben hier mit entscheiden zu können! vorallem wenn sie selbst dadurch einen Leidensdruck verspüren (was ja die wenigsten Kinder tun die operiert werden weil es ja nur wegen der Verengung gemacht wird die meistens Beschwerdefrei ist)
    weil es Schmerzen beim onanieren macht oder sich nicht reinigen lässt und entzündet etc. , dann verstehen sie auch die "Not" dahinter da was zu machen, sei es cremen, dehnen oder dann eben eine sparsame OP. Aber so hat man dem Jungen wenigsten die chance gegeben das ganze mit zu entscheiden und ihm auch dei Tragweite bewusst zu machen!
    Ich finde es im Nachhinein viel schlimmer, dass mein Sohn keinerlei Mitsprache hatte was da mit ihm gemacht wird!!!
    Vorallem weil es ja ein Thema/Eingriff ist wo es jetzt nicht um Leben und Tod geht und man schnell entscheiden muss zu operieren, man kann sich hier in den meisten Fällen über Jahre Zeit lassen in Ruhe zu überlegen wie man vorgeht und den Jungen mit einbeziehen!!
    Aber leider wollen viele Chirurgen und auch manchmal die eltern eine "schnelle und einfache " - Lösung für das Problem ....

    Ja, eben! Wenn der Vater schlechte Erinnerungen daran hatte, müsste doch die primäre Überlegung sein, dass man alles versucht, um den Eingriff zu vermeiden. Und selbst wenn der Eingriff unvermeidbar sein sollte (was in diesem Fall nicht belegt ist), ist es doch immer noch sinnvoller, den Betroffenen selbst entscheiden zu lassen. Abgesehen davon sehe ich auch keinen Grund, warum der Eingriff und seine Folgen weniger schlimm sein sollen, wenn der Betroffene jünger ist. Das Schmerzempfinden dürfte doch das gleiche sein.

    Ihr Mann ist wohl selbst in der Pubertät beschnitten und hat die OP etc. in schlechter Erinnerung
    und meinte er tut dem Jungen einen Gefallen wenn es im Kindesalter gemacht wird.
    Sie selbst war skeptisch , hat sich aber von den Ärzten und ihrem Mann überzeugen lassen.

    Was ist denn das bitte für eine Argumentation? Weil man selbst den Eingriff in schlechter Erinnerung hat, will man seinem Kind einen Gefallen tun und es auch operieren lassen? Das soll mal einer verstehen...

    Es tut mir ebenfalls sehr leid für deinen Sohn und dich. Einen kompetenteren Rat als den, den du schon eingeholt hast, wird dir hier aber vermutlich niemand geben können. Eine Phimose lässt sich zwar auch in hartnäckigen Fällen häufig ohne Operation beheben, wie ich selbst aus eigener Anschauung bestätigen kann. Das ist aber leider keine Garantie dafür, dass es in jedem Fall klappt.

    Berichte der Bild-Zeitung kann man nur unter Vorbehalt kommentieren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese Leute lügen "wie gedruckt".

    Wenn ich richtig orientiert bin, bedeutet das, dass diese Strafe nur bei einer Wiederholungstat zu zahlen ist. Also eigentlich - keine Strafe.

    Geldstrafen auf Bewährung gibt es eigentlich gar nicht. Also scheint bei der Berichterstattung irgendwas nicht zu stimmen.

    Hallo Urolüge!

    Vielen Dank für die Begrüßung.
    Mein Sohn ist bereits 16.
    Er hatte niemals irgendwelche Beschwerden, keine Entzündungen, nichts.
    ...

    Ich hab jetzt die PDF mit den Leitlinien gesehen - da steht ja drin, 2 Wochen eincremen, danach bei Wärme dehnen. Und wenn es ein Jahr oder länger dauert - wir haben doch überhaupt keine Eile, wenn keine Beschwerden da sind

    Ich bin Euch so dankbar für die vielen Informationen. Und es tut mir so Leid, dass einige so schlimme Erfahrungen gemacht haben, zumal man das nicht rückgängig machen kann.

    Viele Grüße
    Tara

    Hallo Tara,

    das führt jetzt etwas von dem ursprünglichen Thema weg, aber ich wollte deinen Beitrag nicht unkommentiert lassen. Ich würde es an deiner/eurer Stelle unbedingt mit Dehnen und mit Salbe, vielleicht auch mit Öl versuchen. Wenn dein Sohn keine Beschwerden hat, gibt es überhaupt keinen Grund, etwas zu überstürzen. Ich war in einem ähnlichen Alter wie dein Sohn (ein bisschen jünger) und hatte eine komplette Verengung. Es ging gar nichts. Trotzdem haben meine Eltern gesagt, dass die Operation das letzte ist, was in Frage kommt. Es war ein langwieriger Prozess, aber mit viel Dehnen und auch ärztlicher Begleitung hat sich am Ende der gewünschte Erfolg eingestellt. Heute bin ich überglücklich und allen "Beteiligten" sehr dankbar, dass sie so umsichtig und auch geduldig waren. Also Daumen hoch für deine Sichtweise und ganz viel Erfolg für die nächsten Schritte!

    Ich habe auch den Eindruck, dass das eine Phimose ist. Bei mir sah das ganz ähnlich aus (teilweise noch heftiger, ich war aber auch noch etwas jünger als du). Durch eine Dehntherapie hat sich das vollständig beheben lassen. Wenn du nicht gerade Wert auf eine Operation legst, würde ich es an deiner Stelle auf jeden Fall mit Dehnen versuchen. Operieren lassen kannst du dich immer noch, falls das Dehnen nichts hilft.