darum erschließt es sich mir auch absolut nicht ,dass es wirklich Mütter geben soll, die ihre Söhne aus dem eigenen Vorlieben und dem Hygiene Aspekt beschneiden lassen wollen... das ist doch krankhaft.. wie gesagt, was soll am natürlichen Körper unhygenisch sein!??
Zum einen die Sozialisation, gerade die amerikanische Gesellschaft kennt seit Jahrzehnten zum Thema Sex nur Extreme.
Als Beispiele:
Beschneidung als Prophylaxe gegen Masturbation <=> größter Exporteur von Pornos weltweit
Beschneidung als Hygiene/Gesundheitsmaßnahme <=> größte Übertragungsrate von Geschlechtskrankheiten in der westlichen Welt, generell höherer Ablehnung gegenüber Kondomen.
Verbot von Sexarbeit <=> riesiger unkontrollierter Schwarzmarkt für Prostitution.
Man könnte das jetzt endlos weiterführen, Fakt ist die USA diese Extreme mit vielen Ländern aus dem afrikanischen/arabischen Bereich teilen.
Deswegen finden man in diesen Gesellschaften viele Parallelen, ein großer Teil der amerikanischen Frauen lehnen unbeschnittene ab, kann man in arabischen Kulturkreisen ähnlich beobachten (kein echter Mann).
Hintergrund ist immer eine religiös vorgeschriebene Prüderie (USA, naher/mittlerer Osten) oder ein Opferkult dessen Jungen sich unterwerfen müssen um ihre "Männlichkeit" unter Beweis zu stellen (Afrika, Naturvölker).
Das lockert sich zwar in der Gegenwart ein wenig, aber diese negativen kulturellen Meme wieder aufzubrechen braucht sehr viel Zeit.
Zum anderen ist es wie häufig erwähnt die Unaufgeklärtheit über die männliche Beschneidung und die diskriminierende Rhetorik.
Die meisten haben sich nie mit dem Thema beschäftigen müssen/können oder haben eine über ihr subjektives Empfinden voreingenommene Meinung darüber.
Unbeschnitten (das Wort ist schon falsch) oder beschnitten werden wie 2 Varianten angesehen, das eine ist so das andere halt so, und wem was besser gefällt bleibt relativ und des subjektiven Urteils dritten überlassen.
Der objektive Konsens darüber wird dabei völlig ignoriert (Die eigentliche Wahrheit stellt einen zu starken Kontrast zur Debatte dar, wie viele Eltern/Ärzte müssten einsehen das ihr Handeln falsch war und Menschen darüber ihr Leben lang drunter leiden? Dann lieber doch die sanfte Lüge/Verdrängung), weswegen es in den Debatten darüber nie über das bloße Austauschen von Meinungen hinaus ging, obwohl der Großteil der Bevölkerung instinktiv weiß, wenn man sie fragt, das es falsch ist.