Hallo Restorer,
Danke für deine Meinung dazu.
Es ist nicht auszuschließen, dass die Desensibilisierung zu einem gewissen Anteil durch zu hartes "Zupacken" verstärkt wird. Trotzdem muss man sich zuerst einmal Fragen, warum denn überhaupt Beschnittene stärker "zupacken" wollen/müssen: Der Grund liegt eben in der Desensibilisierung als Folge der Beschneidung - weil es sonst nicht ausreichend befriedigend ist. Ursprung des Problems ist daher die Beschneidung.
Was die von mir genannten Studien betrifft, die sich von den Pro-Beschneidungs-Studien darin unterscheiden, dass sie i. d. R. wissenschaftlich belastbar sind, zeigt sich darin deutlich, dass eben dieses Desensibilisierungsproblem statistsisch signifikant ein Problem Beschnittener Männer ist - auch wenn in manchen Fällen auch bei intakten Männern durch zu hartes Zupacken ein Sensibilitätsverlus entstehen kann. Dass das Abschneiden von sensiblem Vorhautgewebe und das Freilegen und Verhornen der Eichel unweigerlich zu einer Desensibilisierung führen muss, erscheint mir unzweifelhaft richtig - siehe Sorrells.
Worin der Weg jedes Einzelnen besteht, mit seiner Beschneidung umzugehen, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich sehe die Lösung für mich in schlichtweg der Akzeptanz, dass eben Sexualität für mich nicht mehr sehr befriedigend sein wird. (Ja, das ist hart, vor allem wenn man erst im mittleren Lebensalter ist.) Aber ich denke, man kann es schaffen damit klarzukommen.
Und außerden, werde ich durch Restoring und Pflege der Eichel und des Vorhautrestes versuchen, zu retten, was eben noch zu retten ist.