@Dagmar Rehak Wien
Ich sehe Deinen letzten Post sehr kritisch, auch weil Du darin in meinen Augen mehrfach unzulässig pauschalisierst.
Kannst Du diese Behauptung belegen? Gibt es eine Quelle hierfür? Ich sehe hier eine gefährliche Verharmlosung einer schweren Straftat, die ich hier nicht so einfach stehen lassen möchte.
Ich weiß nicht, ob Dir bewusst ist, auf welch dünnem Eis Du Dich argumentativ bewegst.
Die detaillierteren Berichte besagen das. Man muss nur nachlesen. Es gibt auch (unscharfe) Videos auf youtube. Und ich war selbst bei einem Übergriff auf drei ca. zehnjährige Mädchen dabei; der aber von der Reiseleiterin abgewehrt wurde.
Ich halte das übrigens nicht für eine Verharmlosung. Was soll daran harmlos sein, wenn 20, 30, 40 Männer von einer Sekunde auf die andere beschließen, eine Frau zu betatschen und auszuziehen? Manchmal bringen sie sie sogar um, schmeißen sie aus dem Fenster oder sowas.
Diese Aussage ist viel zu pauschal. Ja, viele Betroffene haben mit Gefühlseinbußen zu kämpfen, manche mit sehr schweren. Das muss aber nicht für alle gelten, doch genau das sagt Dein Satz aus.Versetz Dich bitte mal in die Lage eines betroffenen Mannes, der hier mitliest. Sätze wie diese können kränken, verletzen, brüskieren. Männer, die ohnehin schon unter ihrer Verstümmelung leiden, könnten das obendrein auch noch als geringschätzige Abwertung sehen. Und diejenigen, die bisher ihre "Beschneidung" noch nicht hinterfragt haben, weil sie bislang noch keine Probleme spürten, dürften sich nach so einem Satz eher verärgert abwenden.
Dieser Thread ist sicher wichtig, über die möglichen Folgen vor allem kindlicher "Beschneidung" auf die Empathiefähigkeit des Betroffenen muss man sprechen. Aber es bedarf dabei sehr viel Fingerspitzengefühl.
Ich bitte deshalb, sehr überlegt zu schreiben und immer daran zu denken, wie Aussagen wirken.
Ich sehe das definitiv nicht als Abwertung, sondern könnte mir genauso gut vorstellen, dass ein solcherart Benachteiligter sich denkt, ja stimmt.
Mir gefällt das verlinkte Papier ganz und gar nicht.
Mit Vergewaltigungsstatistiken wird leider viel Schindluder getrieben.
Da gehen so viel Faktoren ein, betrachtet man nun eine nebulöse "Dunkelziffer", die Zahl der Anzeigen, die Zahl der Verurteilungen, berücksichtigt man die sehr unterschiedlichen Rechtslagen in unterschiedlichen Länder.
Vor allem: man muss zwischen einer Korrelation und einer Kausalität unterscheiden!Einfach die Zahl der Vergewaltigungen in den USA und Frankreich zu vergleichen, ohne zu "randomisieren" und die rechtliche Situation mit einfliessen zu lassen, das ist lächerlich. In den USA wird z.B. Kindesmissbrauch z.T. als "Vergewaltigung" gezählt, und Kindesmissbrauch kann u.U. auch Sex mit einer/ einem 17-Jährigen sein, was in F schlicht gar nichts ist.
Dem stimme ich zu.
Was aber nicht heisst, das Masturbation nicht stattfindet! Im Gegenteil, es gibt Hinweise darauf, dass vorhautlose Männer häufiger masturbieren.
Warum sollte eine Vergewaltigung weniger "laborious" sein? Und warum sollte sich die Desensibilisierung bei der Vergewaltigung nicht negativ auswirken?
Die jungen Türken in Wien haben die Neigung, mehrmals hintereinander Geschlechtsverkehr zu haben, also werden sie wahrscheinlich auch öfter masturbieren. Meine Theorie ist, dass sie nach einem Orgasmus noch nicht befriedigt sind, weil der eben zu kurz und unergiebig ist.
Ich denke auch, dass eine Vergewaltigung zu "laborious" ist, wenn mann keine Vorhaut hat und entspechend wenig Kontrolle über den Vorgang hat - jetzt einmal rein technisch gesprochen, aus der Sicht des Vergewaltigers.
Hä? Die MGM erfolgt fast immer aus dem Grund, dass der Vater vorhautlos ist, bzw. die Vorväter. Da würde es mehr Sinn machen sich an Männern in irgendeiner Form zu rächen.
Männer unterscheiden im Allgemeinen nach der Ödipus-Phase sehr zwischen ihrer Mutter (der unantastbaren Madonna) und "den Frauen", also den Objekten der Begierde.
Warum sollten sie sich also an einer ganz anderen Kategorie rächen?
Ein Kind erwartet, dass es von seiner Mutter beschützt wird. Wenn sie das nicht macht, hat sie es betrogen.
Und wenn ein Mann sich kulturbedingt von einer unverschleierten oder sommerbedingt knapp bekleideten (Mini-Rock, Dekolleté) Frau sexuell provoziert fühlt - dann hat das nichts mit seinem Genitalzustand zu tun, da werden Dinge zusammengerührt, die differenziert werden müssen.
Er fühlt sich nicht sexuell provoziert, sondern NUR provoziert. Eine sexy Frau erinnert ihn nämlich daran, dass er nicht so kann, wie er will, und das macht ihn ganz tief drin sehr wütend.
Es gibt genug gute Argumente gegen MGM (und es gibt keine rationalen dafür), da braucht man nicht auf fragwürdige Interpretaionen von fragwürdigen Statistiken zurückgreifen (wo dann natürlich der Vorwurf des Antisemitismus und der Islamfeindlichkeit kommt).
Ich stimme mit Michel auch nicht immer überein, aber überlegt sich schon was. Dieses Papier dürfte er ziemlich wütend geschrieben haben.