Beiträge von uninformiert

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Der erste Schock für Ihn ist soweit vorüber, für mich aber noch lange nicht. Natürlich nehme ich seine Sorgen, Ängste und Gedanken ernst. Hilfreich für meinen kleinen Sohn ist die Tatsache, dass bei mir durch eine Paraphimose in der Pubertät die Vorhaut so geschädigt worden ist, dass sie nur noch zu einem viertel oder so, die Eichel bedeckt. Ich werde ihm aber sicherlich nichts von einem verbessertem Penis einreden.

    ...als Jugendlicher kann er selber mit etwas Zeit und Mühe seine Vorhaut teilweise wiederherstellen....

    Lieber wäre mir gewesen mit etwas Zeit und Creme es in den Griff zu bekommen, als mit ganz viel Zeit und dehnen. Nicht falsch verstehen, die Ergebnisse sehen beachtlich aus, auch soll wohl eine gewisse Sensitivität wieder herstellbar sein, aber es wird ja sensorisch nicht mehr so wie das Original. Hoffnung macht es mir aber schon, dass die Vorhaut zu teilen wieder herstellbar ist. Jetzt muss ich nur nach der Wundverheilung gucken, wie groß der angerichtete Schaden ist.

    Ich würde hier mal vielleicht mal den Arzt selber bei der zuständigen Ärztekammer melden und ihm mal die aktuelle Leitlinie, die ich angefügt habe, um die Ohren hauen.


    Diese Leitlinie habe ich gelesen und fand es umso erschreckender, dass sie vollkommen ignoriert wurde und auf meine Hinweise hin, mit diesen oben aufgeführten fadenscheinigen Ausreden bezgl. Vernarbung und zu kurzer Vorhaut reagiert worden ist. Vor allem ist der Arzt relativ jung. Was mich nun noch stutziger macht ist die Tatsache, dass er wohl jeden Freitag OPs durchführt. Der Gedanke mit der Ärztekammer ist uns ebenfalls gekommen. Bringt es denn eurer Erfahrung nach etwas? Selbe fadenscheinigen Ausreden kann er ja auch dort anführen.

    Auf jeden Fall wird auch der Kinderarzt von mir diese Leitlinie bekommen. Müssen sich Ärzte nicht diesbezüglich fortbilden? Ich kann als Ingenieur doch auch keine neue DIN EN ISO ignorieren, weil ich die alte DIN-Normen damals im Studium gesehen habe.

    Hallo Zusammen,

    ich habe einen Sohn (4 Jahre alt) welcher eine Phimose hatte und ballonierte. Die Vorhautöffnung war stecknadelkopfgroß. Er hatte nie Probleme beim Wasserlassen. Wir haben von unserem Kinderarzt eine Cortisonhaltige Creme bekommen, mit dem Hinweis immer ein wenig vorne auf die Vorhaut aufzutragen. Gebessert hatte sich nicht viel was sicherlich auch an der falschen Applikation lag. Niemand sagte uns, dass wir dabei die Vorhaut zu dehnen haben-

    Wir waren bei zwei Ärzten und beide teilten uns mit, dass eine OP erforderlich sei. Nun wurde mein Sohn beschnitten und wir machen uns sehr große Vorwürfe weil wir erst im Nachgang erfahren haben, dass eine solche OP in 90% der Fälle unnötig ist. Er war sehr traurig über den Verlust seiner Vorhaut und schämt sich nun auch ein wenig. Zudem fand er es schön, dass sein Penis ballonierte. Den behandelnden Urologen auf die radikale Entfernung als Ultima Ratio angesprochen meinte dieser, dass es nicht anders möglich war, weil die Vorhaut zu kurz gewesen sei. Auf die Möglichkeit einer weiteren Cortisonbehandlung hat er eine Vernarbung angeführt und gemeint, dass eine weitere Behandlung da nicht zielführend gewesen wäre. Ich habe nun die Vermutung, dass unser Sohn absolut unnötigerweise beschnitten wurde. Ich könnte mich schwarz ärgern mich nicht im Vorfeld besser informiert zu haben und fühle mich sehr schuldig nicht stärker mich im Vorfeld informiert zu haben. Nun sind mir die Leitlinien der DGKCH von 2017 bekannt. Fraglich ist, ob es den Ärzten bekannt ist. Ich war extra bei einem weiteren Arzt, um eine zweite Meinung zu bekommen.

    Könnt ihr mir Ratschläge geben? Wie kann ich es für meinen Sohn erträglicher gestalten? Was kann ich bezüglich der Uninformiertheit der Ärzte tun? Wie kann ich zukünftig solche Fehlentscheidungen vermeiden?

    Beste Grüße,