Beiträge von Peterchen

    Moin ihr.

    Zum Thema Lichen Sclerosus kann ich auch was sagen. Ich habe seit 1,5 Jahren Probleme und Horror damit.
    Wurde diese Woche beschnitten, um das Problem langfristig zu lösen. Ob und wie das gelungen ist, wird man dann wohl in ein paar Monaten sehen. Kann ich ja noch was zu sagen später.

    Schlechter als gar kein Sex — oder Dates mit Frauen, wo eindeutig Anziehung herrscht, ich mich aber aus Angst vor Schmerzen nicht traue, weit genug zu gehen und dann wegen meiner mixed Signals an sie eben gar nichts draus wird — kann ich es mir aber auch gerade nicht vorstellen. :|

    Zum Lichen:
    Pilz kann ich ausschließen, das hatte mein Hausarzt beim ersten Schub auch gedacht, aber Behandlung hat auf Antimykotika nicht angesprochen.
    Ein Dermatologe hat mir dann Lichen Sclerosus diagnostiziert und ein starke Kortison-Salbe verschrieben. Damit ist das pilzartige aussehen der Haut und die krasse Verengung — ich konnte kaum noch pinkeln — verschwunden. Zurück blieb eine leichte Verengung, die sich mit etwas Gefühl noch zurückschieben ließ.

    Die besten Ergebnisse zur Stabilisierung der Situation hatte ich mit Kortisonsalbe über Nacht und tagsüber Deumavan erzielt. Die entzündlich aussehende Rötung meiner Vorhaut ist damit meist zurück gegangen. Was blieb war die leichte Verengung an einer Stelle der Vorhaut, die Rötung kommt aber sofort bei erster sexueller Aktivität zurück.

    Das habe ich mir ein paar Monate so angesehen, es war ein ständiges auf und ab, mal richtig schrecklich, mal war's ziemlich gut … aber diese scheiß Rötung kam immer wieder.
    Nach diesem ewigen Hin und Her und natürlich Informieren zu Behandlungsmöglichkeiten — Heilung unwahrscheinlich — habe ich mich mit dem Thema Vorhautbeschneidung auseinandergesetzt und erste Urologen in Berlin gesucht, die diese auch selbst (ambulant) ausführen.

    Drei Urologen weiter: Horror. Die haben davon noch nie gehört und gucken mich alle dumm an. Der letzte will mich wegen der leichten Verengung dann trotzdem beschneiden — aber ich denke was soll ich mit einer Behandlung, wenn der Arzt nicht mal die Diagnose versteht?! Ich breche das Vorhaben erstmal wieder ab.

    Ein paar Monate und Corona später bin ich so genervt und frustriert, dass ich nochmal einen neuen Urologen suche und habe wohl Glück gehabt:
    Hier wird verstanden warum ich da bin, die Diagnose bestätigt und man weiß auch um die — sehr beschränkten — Behandlungsmöglichkeiten: Beschneidung.

    Ich war die zwei Tage davor wirklich ziemlich traurig, war mega kurz davor abzubrechen und hab' mich wie ein Schwein auf dem Weg zum Schlachthof gefühlt :(
    Der Gedanke als Alternative ein gefühlsloses Rammelmonster zu werden — ein absoluter Albtraum.

    Aber nun ist es getan und zumindest die OP ist perfekt gelaufen. Ich hatte bisher keine Probleme, Schmerzen, Blutungen etc. und das gesamte Team war wirklich super lieb, ich habe mich echt sehr gut aufgehoben gefühlt. Am dritter Tag nach OP wechsel ich jetzt meine Verbände selber und nachdem ich die ersten zwei Tage total fertig war und nur geschlafen hatte, geht's mir jetzt jeden Tag ein bisschen besser. Zumindest das hab' ich mir alles viel schlimmer vorgestellt.

    Der Rest ... wird sich zeigen.