Beiträge von Jetztbeschnitten1

    Ich würde sagen beides. Ich glaube, das Problem ist für die meisten Beschnittenen nicht, dass sie generell insgesamt weniger Gefühl haben, sondern dass viele Gefühlskomponenten fehlen. Was ja Sinn macht, wie ich jetzt vielfach gelesen habe. Denn im Frenulum, im gefurchten Band und der inneren Vorhaut sitzen ganz andere Nerven als in der Eichel, die eben auch ganz andere Gefühle hervorrufen. Die hat man dann natürlich nicht mehr.
    Aber wie gesagt.. wenn man als Kind beschnitten wurde, ist das natürlich schlimm. Aber man sollte, wenn man bisher keine Probleme damit hatte, am besten nicht so viel drüber nachdenken.

    Kann ich so unterschreiben!
    Es wird leider auch vonseiten der Ärzte keine vernünftige Warnung ausgesprochen. Mir wurde, als ich mich zur OP entschieden habe, gesagt, dass ich keine Entzündungen mehr haben werde (hatte ich in der Vergangenheit einige male, war aber nicht der Grund für den Eingriff) etc.
    Eine Beschneidung bei Kindern durchzuführen, sollte trotzdem meiner Meinung nach verboten sein.
    Ich vergleiche den Zustand nun so: Mit Vorhaut fühlt sich der Sex so an, wie wenn man ein leckeres Gericht isst. Man schmeckt die vielen verschiedenen Zutaten, Gewürze etc genau raus. Ohne Vorhaut ist es quasi, als sei man erkältet, die Nase sitzt zu, und man schmeckt alles deutlich dumpfer und nicht so "präzise".
    Ich habe beschlossen, das nicht mehr mit dem Zustand vorher zu vergleichen. Für sich genommen ist es nämlich immer noch ein tolles Gefühl, wenn auch sehr deutlich reduziert.

    Wie angekündigt, gebe ich jetzt nach mehreren Monaten mal ein Update zur Situation. Inzwischen habe ich mehrfach Sex gehabt und viel masturbiert. Letzteres hat ein wenig Übung gebraucht, weil es sehr anders als vorher funktioniert. Der Unterschied beim Sex wäre mir glaube ich gar nicht aufgefallen.
    Bei der Selbstbefriedigung ist es nach wie vor so, dass ich länger brauche. Daran, dass ich weniger Gefühl habe, habe ich mich allerdings schon gewöhnt. Mittlerweile vergesse ich, wie es sich vorher angefühlt hat.
    Der sensibelste Bereich ist der Rest der inneren Vorhaut.
    Mein Fazit: Man sollte nach vorne schauen und den Zustand, so wie er ist, akzeptieren. Ein erfülltes Sexleben habe ich jedenfalls immer noch.

    Ein Orgasmus ist für mich zur Zeit gar nicht möglich. Ich habe daher nur wenige male einen gehabt, weil ich das ganze "Handling" so ungewöhnlich finde, dass ich es nie bis dahin schaffe, bzw so lange brauche (und mich sehr konzentrieren, bzw anstrengen muss), dass ich irgendwann aufgebe. Die paar male, als ich ihn erreicht habe, waren dafür allerdings sehr sehr intensiv. Das fühlte sich unverändert an, und auch da kam das Lustgefühl überwiegend aus der Eichel würde ich sagen.
    Mit dem Arzt habe ich nicht gesprochen. Vielleicht mache ich das aber mal.

    Meine Eichel ist auf der unmittelbaren Hautoberfläche sehr berührungsunempfindlich, schon immer gewesen. Die angenehmen Gefühle kommen immer aus ihrem "Zentrum", zB beim Orgasmus. Ich spüre dort darin dann dieses typische angenehme Pulsieren. Dort sitzt für mich persönlich das erotische Zentrum des Penis.
    Zum Thema ich hätte vorher googeln können: Bei medizinischen Themen verlasse ich mich generell lieber auf die Aussagen von Ärzten bzw. medizinisch geschultem Fachpersonal als auf alles mögliche, was man so im Internet liest (auch, wenn es in diesem Fall falsch war). Im Internet findet man zu jedem Thema 1000 Meinungen. Als ich nach der OP dann "Beschneidungsforum" oder so gegoogelt habe, um meine Frage zu stellen, bin ich bspw auch noch auf ein anderes Forum gestoßen, in dem die Erfahrungen eher positiv klangen. Wer hat jetzt recht? Ist doch nur im Einzelfall für jeden persönlich zu entscheiden.
    Der Arzt, der mich beschnitten hat, sagte im Übrigen sogar, dass beschnittene Männer wesentlich empfindlicher seien.


    Nun fragst du hier, was passiert ist, willst aber nicht wahr haben, dass du da scheisse gebaut hast, sondern gehst stattdessen auf die User hier los, welche einen solchen Fehler wie du niemals freiwillig gemacht hätten, und nun darunter leiden.

    Du wirst hier in absehbarer Zeit selber dein Leid klagen, und nach Möglichkeiten suchen, damit klar zu kommen, denn jetzt fängt auch deine Eichel langsam an, ihre Sensibilität einzubüßen, und dann verändert sich die Sensibilität noch mehr. Und da du so kurz nach dem Eingriff schon hier Tipps suchst, ist davon auszugehen, dass der Chirurg ganze Arbeit geleistet hat.

    Was passiert ist, habe ich jetzt verstanden, und nun? Kann ich es nicht mehr ändern und muss eben damit leben, aber ich versuche jetzt, nach vorn zu schauen. Eben gerade weil ich es selbst zu verantworten habe. Informiert habe ich mich übrigens sehr wohl, allerdings hat mir weder mein Hausarzt noch der entsprechende Urologe etwas davon erzählt.
    Was ich aber sicherlich nicht tun werde, ist, mich jetzt noch intensiver damit auseinanderzusetzen und das ganze auseinanderzuzwirbeln oder jeden Tag um das Thema zu kreisen.

    Ich gehe hier auch auf niemanden los, sondern habe einfach nur meine Position dazu erläutert, was in einer freiheitlichen Demokratie erlaubt ist. Und Kritik (war nicht mal welche, ich habe nur Fragen gestellt) muss man schon auch mal aushalten können. Auch bei solchen Themen.

    An meiner Eichel habe ich sowieso schon immer fast null Gefühl gehabt. Da werde ich wohl nicht wirklich Veränderungen feststellen.

    Verdrängung ist auch nie richtig. Das gilt ja für Traumata aller Art, die müssen aufgearbeitet werden. Am besten mit entsprechender psychotherapeutischer Hilfe, wobei ich mir vorstellen kann, dass es da wenig spezialisierte Therapeuten gibt.
    Und die Beschäftigung kann sicherlich helfen, aber wie du schon sagst: es kommt auch drauf an, wie weit man sich dann selbst ständig wieder mit dem Trauma konfrontiert. Ich denke, weder Verdrängung noch permanente Beschäftigung ist auf Dauer gesund..

    Naja ich meine, dadurch dass ihr in diesem Forum hier so aktiv seid und euch tagtäglich mit eurem Leid beschäftigt (das ich nicht abstreite).. haltet ihr das psychisch für gesund? Oder sinnvoll? Es geht ja nicht um das "nicht damit abfinden wollen". Aber wenn ihr euch so viel damit beschäftigt, ändert es doch nichts. Wie nach einer Trennung.. da ist es auch nicht sinnvoll, jeden Tag über die/den Ex nachzudenken, sich immer damit auseinanderzusetzen.
    Wie gesagt, ich bewerte das ja nicht, nur von außen (außen nicht im Sinne von unbeschnitten) betrachtet wirkt es nicht so gesund.. nehmt mir das nicht übel. Aber ich denke es ist okay das auch mal in frage zu stellen auch wenn ihr sicherlich anderer Meinung seid.

    Naja, was bringt es mir, mich jetzt mit dem Aufbau der Vorhaut auseinanderzusetzen, wie sie aufgebaut ist, wie wichtig sie ist etc. Das ist doch masochistisch. Jetzt ist sie ab und das bleibt sie auch, egal wie ich mich da jetzt reinwühle werde, das schadet doch nur.
    Nehmt es mir nicht übel, aber ganz ernstgemeint, wenn ihr so unter der Beschneidung leidet, warum seid ihr dann so aktiv in einem Forum und kreist dauernd um das Thema?

    Es wäre mir neu, dass "nahezu alle" intakten Männer ihre Eichel als erogenes Zentrum betrachten. Diejenigen, mit die ich direkt fragen konnte, nannten fast alle Teile der Vorhaut als empfindsamsten im erotischen Sinne. Die meisten bezeichneten das Frenulum als männlichen G-Punkt, einige nannten auch die Vorhautspitze (Ridged Band) als exquisit erotisch.

    Das mag sein, dass es analytisch betrachtet so ist. Wenn man das bei sich selbst sehr genau beobachtet oder untersucht. Ich weiß nicht, ob ihr als Kinder beschnitten wurdet und es nie anders kanntet, aber ich habe mich mein Leben lang immer gern mit Freunden über Sex unterhalten und noch nie habe ich von jemandem gehört, dass er die Vorhaut als Zentrum seiner Sexualität ansieht. Die meisten Männer, da bin ich mir sicher, sehen die Eichel als solches an. Mag sein, dass sie zu einem anderen Schluss kommen wenn sie das sehr genau untersuchen, aber das macht ja normalerweise niemand, wenn man sich nicht so intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe es auch nie gemacht..

    Wenn die Vorhaut für das sexuelle Erleben so wichtig ist, wie kommt es dann, dass nahezu alle Männer instinktiv davon ausgehen, dass die Eichel ihr erogenes Zentrum ist?
    Und warum schiebt sich die Vorhaut bei einer Erektion dann nach hinten, sodass sie die Eichel für die Stimulation entblößt?
    Auch beim Oralverkehr ist das genussvolle ja die intensive Stimulation der Eichel..
    Ich will nicht sagen, dass ihr Unrecht habt (ihr kennt euch sicher besser aus). Aber wenn die Vorhaut so entscheidend ist, müsste es doch total offensichtlich sein. Oder?
    Wann soll den Foregen Einsatzbereit sein?

    Hm. Naja, aus meiner Sicht nicht so ganz einleuchtend, denn Beschneidungen gibts so oft auf der Welt.. diese Männer laufen dann alle mit gefühlsunfähigem Penis herum? Das müsste doch dann entweder mal aufgefallen oder abgeschafft worden sein. Oder meinen wir verschiedene Dinge?
    Und was ist denn Foregen?

    Das mit der Hand habe ich nun ausprobiert, kann es jetzt aber nicht auf die Vorhaut übertragen, weil ich nie "bewusst" wahrgenommen habe, wie die sich anfühlt.
    Ich finde es ohne Vorhaut einfach viel ästhetischer, deshalb habe ich sie entfernen lassen.
    Verstehe es aber immer noch nicht ganz.. Nervenzellen hin oder her, aber die Eichel ist doch nunmal das Hauptorgan am Penis? Der Arzt hat mir auch nichts gegenteiliges erzählt, jedenfalls nicht dass ich wüsste.
    Kann es auch woanders dran liegen, dass das Gefühl jetzt so stumpf ist?

    Verstehe ich nicht ganz.. die Vorhaut selbst ist doch nur eine Art "Lappen" um die Eichel herum? Oder was meint ihr genau?
    Meine Eichel fühlt sich immer noch so an wie vorher wenn ich sie berühre, trotzdem ist irgendwie alles völlig anders. So als wäre 80% Spaß verloren gegangen.

    Hallo an alle!

    Kurz zu mir. Ich bin 23 Jahre alt und habe mich im Mai aus ästhetischen Gründen beschneiden lassen. Der Stil ist low-tight (hatte mir optisch am meisten zugesagt). Nun ist es allerdings so, dass sich seit der OP irgendwie alles völlig anders anfühlt?! Beim Geschlechtsverkehr merke ich gar nicht, ob ich bereits in die Frau eingedrungen bin oder nicht und auch bei der Masturbation spüre ich irgendwie nichts. Orgasmus nicht möglich. Wie kann das sein?? Hat jemand etwas ähnliches erlebt? Bleibt das so??