Bild stammt übrigens aus einer spannenden Dokumentation namens "They Cut Babies, Don't They: One Man's Struggle Against Circumcision" (1998)". James Loewen, der meines Wissens den größten Intaktivismus-Kanal auf YouTube unter dem Namen Bonobo3d betreibt, verwendete diesen Poster bei einem Protest gegen die Zwangsbeschneidung.
Posts by Lukacut
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Im Forum in diesem Zusammenhang schon Dr. Michael Rauchenwald erwähnt.
https://www.google.com/url?sa=t&sourc…d=1631741109787 -
Wenn ich jetzt so viel Vorhaut und ggf. Schafthaut bekomme dass sie im schlafen Zustand immer ueber der Eichel bleibt und ich sie dann zurueckziehe, wo geht die dann hin?
Wenn du kein gefurchtes Band und auch kein Frenulum mehr hast, wird die gedehnte Haut wahrscheinlich nicht lange die Eichel bedecken. Diese könnte man dann aber mit Hilfsmitteln befestigen
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All the more did the law-observing Jews defy the edict of Antiochus Epiphanes prohibiting circumcision (I Macc. i. 48, 60; ii. 46); and the Jewish women showed their loyalty to the Law, even at the risk of their lives, by themselves circumcising their sons.
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Dr. Alexander Rotikansky
Dieses Grinsegesicht wurde schon 2018 von Yolanda aufs Korn genommen.
Gibt es in Österreich eigentlich keine Gruppe, die sich um unser Thema kümmert?Ich bin einmal auf diese Initiative gestoßen. Frage 5 betrifft die Beschneidung
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Allerdings würde ich nie jemanden, der keine Vorhaut mehr hat als "verstümmelt" bezeichnen.
Manche fühlen sich so, aber "man ist so verstümmelt, wie man sich fühlt".
Der Vorgang der Genitalreduktion - bei gesunden Kindern gleich welchen Geschlechts - ist allerdings eine Verstümmelung - und ein Verbrechen.Ich habe das Verstümmeltsein immer als physischen Zustand aufgefasst, der bei einer Beschneidung mMn vorliegt. Wenn es aber erwünscht ist, drücke ich mich in Zukunft diplomatischer aus.
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Das ist auch so ein unsinniger Argumentationsversuch. Wenn die männliche Genitalverstümmelung unter 18 ohne nachweisbare medizinische Indikation verboten wird, wäre doch so gut wie niemand verstümmelt. Demnach bestünde sogar viel weniger Gefahr wegen seines Geschlechtsteils gemobbt zu werden, weil dann schließlich jeder das Gleiche hat.
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Ja das stimmt. Ich Griechenland jedoch, ist ein Verbot der Beschneidung belegt. Die waren damals schon weiter als wir.
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Ich habe schon mehrmals gelesen, dass die Beschneidung als Racheakt radikalisiert wurde, weil sich einige Juden die Resthaust dehnten, um an Wettbewerben in Griechenland teilnehmen zu können. Das ist jetzt im Nachhinein natürlich bitter, weil es auch Nichtjuden betrifft.
War sicherlich nur ein Zufall, dass das damals zivilisierteste Land die Beschneidung verboten hat
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Und dann noch die unverhohlene Drohung:
Wehe, ihr verbietet das - dann gibt es Bürgerkrieg!
Es gab aus diesem Grund womöglich schon vor über 2000 Jahren einen Krieg weil die Römer die Beschneidung verboten haben. Glücklicherweise haben diese schlussendlich auch gesiegt.
Seit Jerusalem kurz vor der Zeitenwende unter römische Herrschaft geriet, kam es immer wieder zu Aufständen der jüdischen Bevölkerung. Die wichtigste und gleichzeitig tragischste dieser Erhebungen war der Bar-Kochba-Aufstand, dessen eigentlicher Anlass bis heute nicht ganz geklärt ist. Möglicherweise entzündete sich der Protest an dem Beschneidungsverbot, das die Römer bei der jüdischen Bevölkerung durchsetzen wollten. Der Aufstand unter Simon Bar-Kochba endete trotz beachtlicher Anfangserfolge der Juden in einer vernichtenden Niederlage.
https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Groess…1015586311.html
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Ist zwar schon eine Weile her, aber kann man sich das Video noch wo ansehen?
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Ich denke, du verwechselst mutwillig die Begriffe „neutral“ und „objektiv“. Ich stimme dir tatsächlich zu, dass dieses Forum, wie alles anderen auch, kein Neutrales ist und somit dessen Mitglieder klarer weise ihre eigene Meinung kundtun. Nur sehe ich absolut kein Problem damit, solange die eigene Meinung durch wissenschaftliche Fakten gestützt wird. Und u.a. das ist ein Unterscheidungsmerkmal zwischen diesem Forum und eurocirc. Dabei spreche ich zwar nicht die Erfahrungen jener Beschneidungsfetischisten ab, sehr wohl aber deren diffuse Beschneidungs-Propaganda, die nur auf „alternative Fakten“ basiert. Denn desto objektiver man, als ein zumindest halbwegs moralischer Mensch, an das Thema herangeht, desto parteiischer wird man, da die ungefilterte und verstörende Wahrheit über die Beschneidung von ihm erkannt wurde.
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Die Möglichkeit einer Wiederherstellung der männlichen Vorhaut besteht definitiv, ob es jedoch Foregen oder einer anderen Organisation gelingt steht natürlich noch in den Sternen. Schade ist nur, dass Foregen bisher lediglich auf Kooperationen mit Universitäten sowie Spendengelder angewiesen ist, da Subventionen bisher ausblieben und vermutlich auch solange ausbleiben werden, bis diese Barbarei endlich illegal ist.
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In Deutschland ist es so, dass bei der Legalisierung der Vorhautamputation die Beweggründe gar keine Rolle spielen.
Das ist aber erst seit dem der Bundestag die Beschneidung erlaubt hat oder?
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Trotz langer Überlegung bin ich mir noch immer nicht sicher, ob ich den Arzt, der mich im Säuglingsalter beschnitten hat und meine Eltern auch nicht über (mögliche) negative Folgen der Beschneidung aufklärte, anzeigen soll oder nicht. Ursprünglich habe ich mit dem Gedanken gespielt, auch meine Eltern, die mich der rituellen Zwangsbeschneidung unterzogen haben, anzuzeigen, kam jedoch zum Entschluss das nicht zu tun, da ich mit 18 Jahren noch finanziell an sie gebunden bin.
Allerdings lebe ich in Österreich, weshalb ich hier zwei Links zur aktuellen Gesetzeslage einfüge: https://www.diepresse.com/1271704/beschn…ubt-nicht-alles https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Erla…1S_3_IV_12.html
Mir ist aber etwas aufgefallen, was meines Wissens bei der rechtlichen Frage bisher noch nie thematisiert wurde: Es wird mit der Vorhaut ja auch noch fast immer das Frenulum (teilweise) amputiert. Und da im Judentum „nur“ die Amputation der Vorhaut und nicht des Frenulums gefordert wird, ist die Religionsfreiheit in dieser Hinsicht irrelevant. Im Islam hingegen ist die Beschneidung hingegen gar nicht obligatorisch. Ist es also vielleicht sinnvoller, eine Klage aufgrund der teilweisen Frenulumamputation einzureichen, damit mir das Argument „Religionsfreiheit“ keinen Strich durch die Rechnung macht? Die Tatsache, dass er meine Eltern nicht einmal aufgeklärt hat könnte mir auch etwas nützen.
Als Laie im rechtlichen Bereich hätte ich gerne euren Rat dazu.
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Ich kann mir vorstellen das Jüdische Familien mitunter inkognito Leben falls es noch mal zu einer Verfolgung kommt. Da sind auch Kinder auf dem Papier getauft.
Kann mir ebenfalls auch vorstellen das manche nicht dem Mohel über dem Weg trauen und der Junge mit seiner natürlichen Vorhautverengung wird in seinen ersten Lebensjahren beschnitten und es wird über die Krankenkasse abgerechnet.Wir wissen doch alle das es Kinderchirurgen/Urologen gibt die jeden Jungen mit medizinischer Begründung Beschneiden der bei ihnen vorgestellt wird.
Das ist vermutlich ein weiterer Grund. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass 5 von 6 muslimische Eltern ihren Kindern die Beschneidung ersparen -
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Laut https://unversehrt.eu/ „sind in Deutschland ca. 11% aller Männer „beschnitten“, davon größtenteils mit häufig zweifelhafter medizinischer Begründung. Nur ca. ein Zehntel aller Eingriffe erfolgt aufgrund kultureller oder religiöser Wünsche der Eltern.“ Ein Zehntel bedeutet in diesem Kontext 1,1%. Vergleicht man dies mit dem Moslem -und Judenanteil in Deutschland, der zwischen 5-6% liegt, so wirkt es recht einleuchtend, dass nur jeder Sechste auf Wunsch seiner moslemischen oder jüdischen Eltern beschnitten wurde. Dass viele in ihrem Heimatland beschnitten wurden trägt zu dieser Diskrepanz womöglich auch bei, kann aber letztlich kein alleiniger Grund dafür sein. Was meint ihr? Wie viele moslemische und jüdische Eltern verschonen ihre Kinder?
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Ja, vermutlich braucht man etwas Zeit zum Verarbeiten, um überhaupt verzeihen zu können. Meine Mutter verstehe ich aber nicht, weil sie sich dem Druck meines Vaters gebeugt hat, obwohl sie die Beschneidung eigentlich nicht wollte und es ihm ausdrücklich sagte. Sie willigte nicht ein, weil sie dachte mir etwas gutes zu tun, sondern meinem Vater und seiner Religion. Darum fällt es mir auch schwer ihr zu vergeben, da sie ja keine gute Intuition dabei hatte. Was das Dehnen betrifft, werde ich noch 1-2 Jahre warten und schauen wie der Fortschritt bei Foregen ist. Außerdem glaube ich, dass mein Problem eher auf der ethischen Perspektive liegt. Nicht entscheiden zu können, zu wissen, dass mich mein Vater ohne medizinische Indikation beschneiden lassen hat und meine Mutter nur einwilligte, um ihn einen Gefallen zu tun.