Beiträge von Ohne Muetze ist es kalt
-
-
-
Hallo, liebe alle !
Haben untenstehenden Artikel in der eher linksgerichteten Zeitschrift "Katapult" gefunden. Der Artikel kritisiert die Beschneidungskampagne der WHO (und Partner) und moniert, dass das Vorgehen auf einem wissenschaftlich wackeligem Fundament steht. Das Hauptmittel zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten sollte das Kondom bleiben.
https://katapult-magazin.de/de/artikel/art…-gegen-vorhaut/
Gut zu sehen, dass sich Journalisten mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen. Würde die WHO in weiter Kritik geraten, wäre das ein kleiner Schritt in die richtige Richtung für unsere Causa.
-
Ich muss Luckylaschinski zustimmen.
Ich lese als Hauptaussage heraus, dass das Gendern / die Separierung des Diskurs in weibliches und männliches 'Gential Cutting' aus ihrer Sicht keinen Sinn ergibt. Ich glaube, sie will sagen: Männliches und weibliches 'Genital Cutting' sollte der gleiche gesellschaftliche Diskurs sein
Wie wir in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt sehen, wird ja aber ein Eingriff an den Genitalien - dem das Kind nicht zugestimmt hat - nach Geschlecht / Gender unterschieden.Besonders interessant finde ich in diesem Kontext auch das sich anbahnende Verbot von Eingriffen an Intersexkindern.
-
Hallo zusammen,
Das ist mein erster Post hier und ich freue mich sehr auf dieses Forum gestoßen zu sein.

Meinen ersten Post würde ich gerne einem Paper widmen, das ich hier im Forum durch die Suchfunktion nicht gefunden habe und von dem ich glaube das es eine Bereicherung für alle ist.
Bell beschreibt den getrennt geführten Diskurs um männliche und weibliche "Beschneidung".
Interessant finde ich eingangs eine Szene, die beschreibt, wie sie in einer kleineren US-Universität einen Kurs zu diesem Thema hält und amerikanische Studenten sich entsetzt über das Ziehen von Parallelen zwischen den beiden Formen des Genital Cutting (GC) zieht. Ein schönes Beispiel von Ethnozentrismus, wie sie weiteren Verlauf des Artikels beschreibt.
Auf Seite 127 stellt sie fest: "most writers who take up the comparison between male and female genital surgeries are activists opposing male circumcision"
In Bezug auf die westlich geprägte Sicht auf GC in Afrika fasst sie zusammen:
"[...] convincingly demonstrate, the conceptual separation underlying Western treatments of male and female circumcision is alien to many Africans, who consider these operations to be fundamentally related in both their functions and effect"
Wem das Paper zu lang ist, einfach in die Zusammenfassung am Ende schauen
Beste Grüße
Ohne Mütze ist es kalt