Beiträge von Logo

    Hallo Yelock,
    ich finde es super, dass du diesen Schritt gewagt hast. Respekt!
    Wenn die Ärzteschaft mit Klagen überzogen wird und die Gerichte gezwungen werden, sich mit der Thematik zu befassen, dann wird sich in den Köpfen irgendwann etwas bewegen. Nur so kann man erreichen, dass wir als Geschädigte irgendwann vielleicht einmal
    1. Ansprüche auf medizinische Beratung und Kostenerstattung für nicht chirurgische Vorhaut-Wiederherstellung (Restoring) haben und
    2. Ärzte es sich künftig 3 mal überlegen, bevor sie einem Jungen zur Zirkumzision raten!
    Leider kenne ich die im Jahre 2003 gültige Leitlinie nicht, so dass ich mir zum Urteil selbst keine Meinung bilden kann.
    Ich kenne nur die heute gültige S2k-Leitlinie zur Behandlung von Phimose, die eine Beschneidung nur noch sehr zurückhaltend empfiehlt.
    Allerdings frage ich mich, ob eine Ablehnung deiner Klage nicht bereits aufgrund Verjährung hätte erfolgen können. Oder greift die hier nicht?

    Ich halte es auch für anmaßend und beleidigend, dass meine Eltern hier als dumm betitelt werden. Das Freunde von mir als nicht normal hingestellt werden, weil sie über eine Schönheitsoperation nachdenken usw.

    Ich habe die betreffenden Beiträge gelesen und finde diese nicht so gravierend.

    Sehe ich auch so. Wenn eure Meinung eine andere ist , dann beleidigt man trotzdem keine anderen, oder behauptet, andere Studien seien gefälscht oder sonstwie manipuliert.

    Wer behauptet hier "Studien seien gefälscht"? Und auf welche Studien beziehst du dich? Studien pro Beschneidung stammen zu einem großen Teil von dem Biologen Brian Morris. Seine Studien sind bekannt dafür, dass sie methodisch nicht sauber sind. Umgekehrt versucht er neuere Studien, die sich kritisch zur Beschneidung äußern, immer wieder zu diskreditieren - mit mäßigem Erfolg.

    Ich vermute mal, dass viele beschnittene eine Studie lesen würden ( die kurze Zusammenfassung ) wenn sie ihnen zufällig unterkommt.

    Interessant ist es, dass das Ergebnis dieser Studien hier regelmäßig nicht akzeptiert wird. Ich sage ja, einseitig radikale Ecke hier.

    Es gibt hier auch Männer die die Studien im Original und in voller Länge lesen und sich Ihre Meinung dazu bilden!
    Auf welche Studien beziehst Du dich konkret?
    "Ich sage ja, einseitige radikale Ecke" - Schön, dass DU auf der Sacheben bleibst!

    Hat er auch erwähnt, wie unangenehm dies im Alltag ist und wie lange er beim GV durchhält?

    Er hat keine Probleme in dieser Hinsicht. Ein Problem ist es allerdings - und da spreche ich für viele betroffene Beschnittene hier - wenn das Durchhalten kein Ende mehr hat, weil die Stimulation für den desensibilisierten Penis nicht ausreicht um zu "kommen"!

    Das ist doch bei dir auch so. Du hast deine Meinung und die wird nicht geändert, egal welche Fakten kommen. Es werden sogar Studien als mangelhaft abgestempelt, nur um das Ergebnis nicht akzeptieren zu müssen. Ganz nach dem Motto, meine Meinung kann nur die einzig richtige sein.

    Welche Fakten meinst DU konkret? Und welches Ergebnis sollen wir den deines Erachtens akzeptieren?

    "[...]Ich bestreite ja nicht, dass eine Beschneidung auch darauf Auswirkungen hat, aber von nichts mehr fühlen, oder nur noch 20% von dem fühlen, was man mit Vorhaut fühlt, halte ich für völligen Schwachsinn. Das haben meine Erfahrungen mit anderen Jungs auch so gezeigt. Nie im Leben hätten die 80% mehr als ich spüren können, das wäre dann ja schon sehr unangenehm und nicht mehr geil."

    Wie schon gesagt, wenn 19 dein wahres Alter ist, dann ist deine Beschneidung noch nicht lange her und die Desensibilisierung ist noch moderat. Ich halte es allerdings für anmaßend, dass Du meine und dier Erfahrung anderer Beschnittener hier als "völligen Schwachsinn" bezeichnest! Auch wenn deine Erfahrung eine andere ist, verhält man sich so nicht!

    Weiter schreibt NiKSerof:
    "[...]Das Gefühl ist ja auch zu 98% Kopfsache. Ich vermute, dass genau da das Problem von manchen Leuten liegt. Wenn ich mir einreden würde, dass ich verstümmelt wäre und nichts mehr fühlen würde, könnte ich es wahrscheinlich auch nicht mehr genießen."

    Das ist das typische Argument, das man von Leuten hört, die die Erfahrung von negativ Betroffenen kleinreden. Nach dem Motto: Euer Problem ist rein psychsich.
    Und in der Tat, wenn der Penis völlig desensibilisiert ist, dann brauchst du psychisch enorm viel Vorstellungskraft, um noch einen Orgasmus zu erreichen! Bei Unbeschnittenen genügt die Berührung des Penis um "geil" zu sein.

    [...]Und am Reizempfinden ändert eine Beschneidung nichts, dazu gibt es auch Studien. Aber hier werden ja nur solche Studien akzeptiert, die es als extrem schlimm bewerten. Die anderen sind ja von bösen Fetischisten erstellt. Mal ernsthaft, fidnest du das nicht selbst etwas lächerlich? Ich sagte ja schon, die Wahrheit liegt in der Mitte. Das Problem dieses Forums ist es offensichtlich, es ist in einer extremen Ecke und weitab der Mitte.

    Hier in diesem Forum schreiben Männer, die sehr negative Erfahrungen mit Ihrer Beschneidung haben und sich dies auch selbst eingestehen. Insofern wirst Du hier natürlich die negativen Stimmen hören!
    Interessant ist, dass Du dich mit Studien zum Thema "Reizempfinden" befasst hast. Nach meiner Erfahrung sind die Studien, die der Beschneidung kein verändertes Reizempfinden bescheinigen, methodisch mangelhaft.
    Und auch ich habe mich schon mit intakten (unbeschnittenen) Männern über das Thema Beschneidung unterhalten. Einer berichtete mir, dass seine Vorhaut so empfindlich ist, dass er alleine durch das Reiben der Vorhautspitze einen Organsmus erreichen kann. Diese Aussage wird durch histologische Untersuchungen gestützt, die die starke Innervation der Vorhaut belegen und Studien, die deren Rolle in der Sexualität betonen! Wenn die Vorhaut entfernt wird, ist die logische Konsequenz, dass dieses sensible Gewebe nicht mehr zur sexuellen Stimulation verfügbar ist. Hinzu kommt die fortschreitende Kersatinisierung und Desensibilisierung der Eicheloberfläche, wenn der beschnittene Mann älter wird.

    Ich denke allerdings, mit Dir werden wir hier keinen Konsens finden! Du hast deine Meinung und bleibst dabei. Deine Erfahrung ist (noch) eine andere, weil du noch jung bist und die Desensiblisierung noch gering ist. Vielleicht wirst du in 20 Jahren unsere Erfahrung teilen und dich erinnern. Ich wünsche Dir ehrlich, dass du diese Erfahrung nicht machen musst!

    Soweit ich diesen längeren Thread überblicken kann, ist NikSerof der Ansicht, dass er beim sexuellen Empfinden keine Nachteile durch die Beschneidung hat.

    Einerseits hat er keinen direkten Vergleich, weil er Sex wohl nur ohne Vorhaut kennt, andererseits ist er möglicherweise recht jung, so dass die Desensibilisierung bei ihm nicht so weit fortgeschritten ist.

    Ich wurde im Alter von ca. 10 Jahren beschnitten und würde sagen, dass ich als Teenager noch sehr intensive Gefühle "dabei" gespürt habe.
    Mitte Zwanzig habe ich schon festgestellt, dass ich stärkere Stimulation benötige um intensive Gefühle zu erleben.
    Über die folgenden 20-25 Jahre wurde das Gefühl beim Sex immer schwächer. Gleichzeitig würde ich sagen, dass generell die Reizempfindlichkeit über die Jahrzehnte sukzessive abgenommen hat - auch gegenüber unangenehmen Reizen (z.B. Reiben in der Unterwäsche). Und gleichzeitig hat sich über die Jahrzehnte auch die Eicheloberfläche immer mehr verändert von einer dünnen, glatten, rosafarbenen Oberfläche, die extrem empfindlich gegenüber Berührungen war, hin zu einer faltigen dicken Oberfläche, die annähernd die Farbe gewöhnlicher Haut angenommen hat. Meine Beschneidung liegt inzwischen 35 Jahre zurück, und ich spüre so wenig beim Sex, dass es zwar zu einer Ejakualtion kommt, ich aber keine intensiven Gefühle mehr habe und nur noch kurz vor der Ejakulation noch ein bisschen von den ursprünglichen Gefühlen erlebe. (Sorry, für die deutlichen Worte!)

    Ich denke, dass viele von Euch hier die gleiche Erfahrung haben. Der Gefühlsverlust ist nach meiner Erfahrung ein Prozess der über Jahrzente fortschreitet und wohl bei vielen Beschnittenen meist ab ca. Mitte 40 zu völlig unbefriedigendem Sex führt. Jedenfalls liest man das sehr oft im Internet auch von anderen Beschnittenen. Andererseits haben intakte Männer angeblich sogar noch im hohen Alter intensive "Gefühle" beim Sex.
    (Wenn manche Männer bereits direkt nach der Beschneidung einen extremen Gefühlsverlust beklagen, könnte das an einer sehr radikalen Beschneidungsform liegen.)

    Zur Überprüfung meiner Hypothese ("Fortschreitender Gefühlsverlust über Jahrtzehnte bei Beschnittenen") würde mich folgendes interessieren:

    1) Kennen die anderen Beschnittenen hier im Forum auch diesen stark fortschreitenden Gefühlsverlust über Jahrzehnte, so wie ich es oben beschrieben habe?
    2) An die wenigen intakten Männer hier: Gibt es auch bei Euch einen gewissen Gefühlsverlust, wenn ihr eure frühen sexuellen Aktivitäten (z.B. als Teenager) mit heute vergleicht?

    Hallo zusammen,

    ich bin euch dankbar für eure Beiträge. Ich glaube, es ist wirklich Zeit, dass die medizinische Fachwelt endlich den Schaden anerkennt, der vielen beschnittenen Männern zugefügt worden ist und wir einen Anspruch auf fundierte medizinische Beratung haben sollten, wenn wir Restoring betreiben. Es sollte dringend Forschung auf dem Gebiet betrieben werden, Studien mit vielen Teilnehmern sollten initiiert werden. Hoffentlich werden sich Interessenverbände wie Mogis und Intaktiv künftig auch für sowas einsetzen.

    Zurück zum Thema:
    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob mein Durchblutungsproblem nur beim TLC-Tugger oder in gewisser Weise auch beim T-Tape aufgetreten ist. Der TLC wirkt eher wie eine "Klemme". Beim T-Tape wird die Eichel allerdings senkrecht zur Haupt-Zugrichtung zusammengequetscht. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die oberflächliche Penisrückenvene grundsätzlich, wenn ich den Vorhautrest bei meinem Blutpenis weit nach vorne ziehe, unter Zug steht und möglicherweise gereizt wird. Und die Vene wird - zumindest bei mir - dabei auch immer um 180 Grad umgefaltet. Vielleicht hatte ich tatsächlich eine leichte Thrombose in dieser Vene bzw. im Bereich der Eichel. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Vene mehrere Wochen etwas verdickt war und ggf. sogar jetzt noch etwas dicker ist, als vor den Restoring-Versuchen.

    Krys:
    - Foregestalt klingt interessant. Wenn es hierzu Erfahrungen gibt, wäre ich interessiert darüber mehr zu hören.
    - Das Problem mit der im Verhältnis zum Schaft recht großen Eichel habe ich auch - möglicherweise ist das typisch für einen BLutpenis. Ich habe irgendwo gelesen, dass Restoring dadurch auch schwieriger ist, weil man dadurch mehr Haut benötigt um mit dem Restoring beginnen zu können.

    DerDan:
    - Weißt du welcher Bereich durch die oberflächliche Penisrückenvene versorgt (bzw. "dräniert") wird? Kann es sein, dass dies die Oberfläche der Eichel betrifft?
    (Nebenbei: Irgendwo habe ich gelesen, dass sich die Durchblutung von Eichel und Vorhaut ohnehin durch die Beschneidung gegenüber dem intakten Zustand massiv verändert.)
    - Wie würde sich die von dir erwähnte oberflächliche Thrombose zeigen?
    - Welcher Facharzt ist für Gefäßprobleme im Bereich des Penis zuständig? (Vielleicht lasse ich das mal grundsätzlich checken, weil mir scheint, dass ich ohnehin extrem viele Gefäßverästelungen auf dem Penisrücken habe.)
    Ein Angiologe läuft beim Anblick eines Penis wahrscheinlich davon und der Urologe ist da vielleicht fachlich weniger kompetent.... Zwickmühle. ;)

    Hallo fsx100!
    Danke für deinen Rat und den Hinweis mit der Website.
    Du fragst "Wo ist dein Problem? Warum fängst du nicht einfach mit Restoring an?" -> Ich hatte schon mal begonnen und dann Probleme mit der Durchblutung bekommen.
    Ist die Frage, wie weit man den Vorhautrest nach vorne zieht aus deiner Sicht nicht relevant? Hat sich diese Frage für dich nie gestellt? Denn, eine Antwort hast du mir darauf nicht gegeben.

    Lieber Weguer,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Es ist nicht so, dass ich aufgrund zu weniger Antworten, das Thema Restoring aufgeben möchte.
    Vielmehr ist der Grund, dass ich bei den letzten Restoring-Versuchen (wie oben beschrieben) negative Erfahrungen gesammelt habe. Es kam unbemerkt m. E. zu recht kritischen Durchblutungsstörungen.
    Und da möchte ich schlichtweg kein Risiko mehr eingehen, ohne die Ursache zu verstehen bzw. die Vorgehensweise adäquat anzupassen.

    Meine Frage zum Abknicken der Penisrückenvene versuche ich daher nochmal besser zu erklären:

    Das ist die Vene, die man auf der Oberseite des Penis direkt unter der Schafthaut sieht. Sie verläuft bei intakten Männern vom Schambein bis zur Vorhautspitze.
    Bei uns beschnittenen Männern ist sie bei der Beschneidung "gekappt" worden und endet daher ungefähr an der Beschneidungsnarbe.

    Die "Umschlagfalte der Vorhaut" ist der Übergang zwischen innerem und äußerdem Vorhautblatt.
    Bei intakten Männern ist das also die Vorhautsspitze (wenn die Vorhaut nicht zurückgezogen ist).
    Bei beschnittenen Männern bildet sich auch eine "Umschlagfalte", wenn man den Vorhautrest nach vorne über die Eichel zieht. Wo genau diese "Umschlagfalte" entsteht, hängt davon ab, wie weit man als Beschnittener den Vorhautrest und einen Teil der Schafthaut nach oben zieht.

    Beim Restoring stellt sich mir die Frage: Wie weit ziehe ich den Vorhautrest nach oben?

    Da gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

    1) Ich ziehe den Vorhautrest soweit über die Eichel, dass sich die "Umschlagfalte" genau an der Stelle der Beschneidungsnarbe befindet.
    2) Ich ziehe sie noch weiter nach oben, so dass die Beschneidungsnarbe nicht mehr sichtbar ist. (Die Beschneidungsnarbe rollt dann "nach innen" und liegt auf der Eichel!)

    Im Fall 1) wäre bei mir nicht genug Haut über der Eichel um ein Restoring-Gerät anzulegen.
    Im Fall 2) wird die Penisrückenvene an der "Umschlagfalte" umgeknickt (logisch, weil dort eben die Schafthaut umgefaltet wird).
    (Zumindest bei mir wurde der obere Teil der Penisrückenvene dabei nicht mehr richtig durchblutet.)

    Wie weit zieht Ihr die Vorhaut beim Restoring nach vorne? Möglichkeit 1) oder 2)?

    Hallo zusammen,
    ich hatte mir etwas mehr Resonanz auf meine obg. Fragen zum Thema Restoring erhofft. Und dieses Forum scheint ja das einzige zu sein, wo das Thema Restoring überhaupt platziert werden kann.
    Leider stelle ich fest, dass der Fokus hier im Forum aktuell immer mehr darin besteht, sich über unwahre Behauptungen zum Thema Beschneidung aufzuregen, die auf anderen Websiten getätigt wurden.
    Klar kann das ein Teil der Bewältigung für Betroffene sein. Eine wirklich nachhaltige Bewältigung sehe ich darin allerdings nicht.
    Diese kann m. E. nur darin bestehen, sich entweder mit dem Zustand abzufinden und den Fokus auf andere Dinge im Leben zu richten oder eben den Zustand durch Restoring zu beheben.
    Zu letzterem Thema habe ich leider den Eindruck, dass hier kaum noch Austausch im Forum stattfindet. Damit wäre der Grund meiner Anmeldung hier weitestgehend obsolet und ich werde meine Restoring-Absichten wohl mangels "Unterstützung" endgültig ad acta legen.

    Und wie verhält es sich bei Euch mit der oberflächlichen Penisrückenvene, die in der Schafthaut verläuft?
    Beim Restoring wird doch vor allem die Schafthaut als künftige Ersatzvorhaut verlängert. Die Umschlagfalte (zwischen außerem und inneren Blatt) dieser Ersatzvorhaut liegt dann quasi in der Mitte der ursprünglichen Schafthaut, so dass die Vene darin umgeknickt wird. Im intakten Zustand wird diese Vene eigentlich nicht geknickt, da Sie meines Wissens nur auf dem äußerden Vorhautblatt verläuft.
    Führt das Umknicken dieser Vene beim Restoring nicht zwangsläufig zu Problemen? (z.B. Durchblutung der Ersatzvorhaut etc.)
    (Ich hoffe, ich habe es so beschrieben, dass ihr versteht, was ich meine.)

    fsx100:
    Lieben Dank für deine Meinung dazu. Vor zwangzig Jahren hatte ich keine Ödeme auf der Eichel bei meinen Restoring-Versuchen mit T-Tapes.
    Das mit dem Tugger letztes Jahr sah wirklich übel aus, ich dachte mir stirbt die Eichel ab. Und ich glaube die "oberflächliche Penisrückenvene" (so heißt sie wohl auf deutsch), war wohl auch abgeklemmt und hat sich erst nach einiger Zeit wieder komplett blau (so wie es sich für eine Vene gehört) gefärbt. Dass weiße Ödeme auf der Eichel beim Rstoring wirklich "normal" sind, mag ich im Moment noch nicht so recht glauben. Ich bin gespannt, was die anderen sagen.

    Hallo zusammen,

    ich interessiere mich für Eure Erfahrungen in puncto Restoring (Vorhautwiederherstellung) und Resensibilisierungsmethoden (Schutz der Eichel) vor allem bei Männern, die einen sehr ausgeprägten Blutpenis haben.
    Ich wurde, wie die meisten von Euch, im Alter von 10 Jahren wegen einer angeblichen Phimose beschnitten. Meine eigenen Erfahrungen und Erfolge mit Restoring und Resensibilisierung sind leider nicht gut.

    Vor rund 20 Jahren habe ich erste Restoring-Versuche unternommen, nachdem ich auf amerikanischen Websiten auf das Thema gestoßen bin und mir das Buch "The Joy of Uncircumcizing" von Jum Bigelow gekauft hatte.
    Ich habe es damals mit der T-Tape-Methode probiert. Das Tape, das ich damals verwendet hatte war viel zu dick und ich habe vermutlich auch mit zu viel Zug gearbeitet.
    Jedenfalls war es manchmal im Bereich des Frenulums bzw. der dortigen Beschneidungsnarbe schmerzhaft. Vermutlich war der Zug auf der Beschneidungsnarbe zu hoch. Das Ganze hat sich meines Erachtens sogar nachteilig auf die Beschneidungsnarbe und vielleicht sogar auf die verbliebene Sensibilität des Frenulums negativ ausgewirkt. An den ursprünglichen Einstichpunkten der Beschneidungsnarbe im Bereich des Frenulums sind schließlich Dehnungsstreifen entstanden, aus relativ hartem Narbengewebe...
    Mit der T-Tape-Methode war es zudem extrem schwierig eine gleichmäßige Verteilung der Zugkräfte rundherum über den Umfang des Penis zu erreichen, d.h. punktuell gab es immer Reizungen durch punktuelle Überbeanspruchungen.

    Vor ein paar Jahren habe ich dann erste Versuche mit dem TLC-Tugger unternommen.
    Das Anlegen hat realtiv gut funktioniert, da ich nach meiner Einschätzung einen ausreichenden Vorhautrest habe. Allerdings war der Zug alleine durch das Anbringen von Tugger und Cone schon ausreichend groß, so dass ich keinen zusätzlichen Zug angewendet habe. Ich hatte dabei aber eine recht unangenehme Erfahrung, die mich von weiteren Restoring-Versuchen abhält.
    Nach ca. 2-3 Stunden habe ich das Gerät abgenommen und wollte kontollieren, ob alles okay ist. Ich war dann ziemlich erschrocken, als ich gesehen hatte, dass die Eichel ganz blass war und an mehreren Stellen die Oberfläche von Eichel und Vorhautrest ganz weiß und aufgedunsen war (Ödeme). Nach meiner Einschätzung war irgendwie die Durchblutung vor allem in Richtung Eichel behindert worden. Ich habe dann die Eichel und den Penis gerieben und mehrmals zusammengedruckt und es hat einige lange Minuten gedauert, bis sich die Ödeme zurückgebildet hatten und die Durchblutung sich wohl wieder normalisiert hatte. Erschreckend war für mich, dass es keinerlei Warnzeichen (z.B. Schmerzen) vorab gegeben hatte. Wenn ich nicht nach 2-3 Stunden nachgesehen hätte, hätte ich möglicherweise einen dauerhaften Schaden angerichtet. (Ich gehe davon aus, dass es für sensibles Nervengewebe nicht vorteilhaft ist, wenn die Durchblutung gestört ist.)
    Über die Ursachen des Problems kann ich nur spekulieren. Mein Penis variiert je nach Befinden und Temperatur sehr stark in seiner Größe. Vielleicht liegt hier irgendwie die Ursache.
    Außerdem habe ich folgendes beobachtet: Die Vene, die man auf der Oberseite des Penis sieht (Vena dorsalis penis superficialis - oder so ähnlich), verläuft ja von der Penisbasis bis zur Beschneidungsnarbe (bzw. bei mir hat sie sich neu verästelt und ein kleiner Mini-Ast mündet auch in die Corona Glandis (Eichelkranz)). Wenn man den Vorhautrest bzw. die Schafthaut nach vorne über die Eichel zieht wird diese Vene umgeknickt. Bei mir liegt diese "Umschlagfalte" etwa in der Mitte zwischen Penisbasis und Beschneidungsnarbe. Beim Anlegen des Restoring-Geräts wird die Umschlagfalte zudem zwischen Tugger und Cone eingeklemmt. Dabei wird doch zwangsläufig diese Vene abgeklemmt. So ist jedenfalls mein Eindruck. Das Problem ließe sich m. E. nur vermeiden, wenn man die Umschlagfalte so weit oben wählt, dass sie der Beschneidungsnarbe entspricht oder zwischen Beschneidungsnabe und Eichel liegt. Das setzt aber voraus, dass man eine Beschneidung hatte, die sehr viel vom inneren Vorhautblatt übrig gelassen hat.

    Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gesammelt und kennt eine Lösung für solche Probleme??

    Ich finde, es wäre so wichtig fachkundige Ärzte zu haben, die einem beim Restoring begleiten. Eine offizielle medizinische Zertifizierung von Restoring-Geräten wäre ebenso wünschenswert, um Risiken zu vermeiden. Aber wir sind hier leider nicht bei "Wünsch Dir was".....

    Zu meinen Erfahrungen mit Manhood:
    Bei Manhood habe ich alle möglichen Varianten und Größen probiert. Immer mit dem selben Resultat. Durch seine permanenten und sehr ausgeprägten Größenänderungen streift mein kleiner Freund diese Dinger selbstständig innerhalb kurzer Zeit ab. Egal wie fest ich sie zuklette.
    Funktionieren diese Dinger denn nur bei einem Fleischpenis mit einigermaßen konstanter Größe??? Gibt es Leute mit ausgeprägtem Blutpenis, die den Manhood nicht gleich verlieren? Ich kann mir das nicht vorstellen.

    Zuletzt meine Erfahrung mit Senslip:
    Auch hier habe ich unterschiedliche Größen getestet. Und wieder das Problem mit meinen extremen Größenänderungen. Kleinere Exemplare liegen sehr eng im Bereich der Eichelkrankfurche an und sind für mich sehr unangehem und ich bekomme Sie kaum angezogen. Und etwas größere Exemplare verliere ich nach kurzer Zeit. Ich finde auch, dass das Design nicht der individuellen Anatomie jedes Penis gerecht wird.
    Dass diese Dinger aus zwei Lagen bestehen, soll wohl die beiden Lagen der natürlichen Vorhaut simulieren. Ich finde allerdings, das erschwert nur das Anziehen dieser Teile. Viel sinnvoller wäre aus meiner Sicht, wenn es eine dickere sehr flexible Silikonhülle gäbe (aus einer Lage!), die man sich wie eine Socke drüberzieht. Und optimal wäre, wenn man so eine Hülle anatomisch genau (z.B. mittels Abdruck) anpassen könnte. Aber, wie schon gesagt, wir sind leider nicht bei "Wünsch dir was".
    Gibt es jemanden der tatsächlich mit diesen Teilen uneingeschränkt zufrieden ist??? Auch jemand mit Blutpenis??

    Ich bin inzwischen einigermaßen frustriert, weil irgendwie nichts funktionieren will bei mir. Und ich habe irgendwie den Verdacht, dass bei einem ausgeprägten Blutpenis dieses ganze Zeugs einfach nicht funktionieren kann.
    Lasse mich aber gern eines Besseren belehren und freue mich auf Eure Ideen/Erfahrungen.

    Lieber Snowmaster,
    Du interessierst dich für Beschneidung. Weißt du was? Die meisten hier interessieren sich hier für das Gegenteil, weil sie sehr negative Erfahrungen mit Ihrem beschnittenen Zustand haben. Aber das ist dir sicherlich nicht entgangen. Und dass du hier mit dem "Hygiene"-Argument für die Beschneidung kommst, wird sicherlich nicht nur von mir hier als blanker Hohn aufgefasst!
    Alle deine Fragen zur Beschneidung (Nachteile usw.) sind hier im Forum hinlänglich geschildert, dafür braucht es sicherlich keiner separaten Antwort mehr. Lies einfach in den entsprechenden Sektionen des Forums, was die Leute hier so schreiben. Was die Penisgröße betrifft.... Wie bitte soll der Penis durch die Beschneidung größer werden? Wenn etwas weggeschnitten wird, dann wird es selbstredend kleiner!
    Dass manche Penisse ihre Größe stärker ändern als andere ist genetisch (Blutpenis oder Fleischpenis).
    Sorry, aber das sind echt keine Fragen, die überlicherweise ein 23-jähriger stellt! Ich halte dich für einen Fake und ggf. einen Provokateur. Schönen Sonntag noch!

    Hallo Matze,
    das tut mir leid. Vorneweg: Die Entscheidung, wie du das Problem lösen lässt, liegt natürlich nur bei dir.
    Aber als Außenstehender fragt man sich, ob man nicht erstmal die Art der Geschwulst mittels Entnahme von Gewebeproben (Biospsate) histopathologisch ermitteln sollte, bevor alles weggeschnitten wird?
    Da wird es doch sicher eine Empfehlung oder ein Gespräch mit einem Arzt gegeben haben, sowie ggf. Zweitmeinungen. Oder nicht?
    Und der Neugier halber: Was war denn damals die genaue medizinische Diagnose? (Ergebnis der damaligen Gewebeuntersuchung).

    Hallo Marion,

    mit dem Thema Lichen Sclerosus kommen wir im Forum sehr wahrscheinlich an unsere Grenzen.
    Nach der aktuellen Behandlungsleitlinie für Phimose ist das eine der wenigen Indikationen, die auch eine radikale Beschneidung rechtfertigen kann. Vermutlich gibt es aber unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung.

    Offensichtlich liegt euch das Ergebnis der Histologie nicht schwarz auf weiß vor. Ihr hattet nur die Information, dass eine nicht ansteckende Hautveränderung gefunden wurde, die potentiell eine vermehrte Narbenbildung anregen kann. Erst mit dem Arztbericht wurde klargestellt "chronische unspezifische Posthitis mit streckenweisen Veränderungen eines Lichen sclerosus". (Posthitis=Vorhautentzündung)
    An eurer Stelle würde ich mir zusätzlich noch den Bericht der Histologie im Original geben lassen.

    Grundsätzlich würde ich die offenen Fragen nochmal bei dem Arzt platzieren, der die Diagnose gestellt hat, egal ob per E-Mail oder telefonisch.
    Zusätzlich glaube ich, dass ihr für dieses Krankheitsbild einen Arzt in der Nähe benötigt, der sich speziell mit der Behandlung von Lichen sclerosus auskennt. Erster Ansprechpartner wäre immer der Hausarzt!

    Auf dieser Website findest du Informationen zum Thema:
    https://www.lichensclerosus.ch/de/arztsuche_f…rapiebegleitung

    Und sogar Behandlungsleitlinien:
    https://www.lichensclerosus.ch/de/informationen_auch_fuer_aerzte

    Grundsätzlich findest du Informationen zu Lichen sclerosus natürlich auch bei Wikipedia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lichen_sclerosus

    In der aktuellen Behandlungsleitlinie für Phimose, findet man zum Thema Lichen sclerosus nur folgendes:

    "Ätiologisch muss bei Vorliegen einer sekundären Phimose auch ein Lichen sclerosus etatrophicans der Vorhaut in Betracht gezogen werden, eine entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die zu einer weißlich-derben Veränderung der Vorhaut führt. Die Erkrankung gehört vermutlich in den Formenkreis der Autoimmunerkrankungen und ist pathophysiologisch von einer zunehmenden und fortschreitenden Sklerosierung der unter der Epidermis liegenden Kollagenschichten gekennzeichnet. Die Inzidenz des Lichen sclerosus ist unbekannt. Schätzungen gehen von einer Häufigkeit von 0,3 – 0,6 % aller Jungen aus, selten vor dem 6. Lebensjahr (Rickwood und Walker
    1989). Bei bis zu 34 % aller Vorhäute, die aufgrund einer pathologischen Phimose entfernt wurden, kann ein Lichen sclerosus histologisch nachgewiesen werden (Clouston, Hall und Lawrentschuk 2011 Hussein N. 2013). Allerdings sind Wertigkeit und der Verlauf dieser mikroskopischen Veränderungen unbekannt. Die relative Häufigkeit eines Lichen im Operationsgut ist stark abhängig davon, wie großzügig die einzelnen Zentren die Diagnose einer Phimose und die Indikation zur Operation sowie zur histologischen Untersuchung stellen. Ausgeprägte weißliche Narben- und Plaquebildungen sprechen für das Vorliegen eines Lichen sclerosus. Dieser kann auch auf das Glansepithel und die Urethra übergreifen. Ein Lichen sclerosus et atrophicans (Syn. Balanitis xerotica obliterans (BXO)) muss immer behandelt werden. Operativ steht die radikale Zirkumzision im Vordergrund. Alternativ zur radikalen Zirkumzision kann eine Therapie mit Clobetasolpropionat 0,05% versucht werden (Neill 2010., Jørgensen und Svensson 2003). Empfehlung: Ein Lichen sclerosus et atrophicans soll immer behandelt werden. Alternativ zur
    radikalen Zirkumzision kann eine Therapie mit Clobetasolpropionat 0,05% versucht werden. (starker Konsens) Ein Lichen sclerosus bzw. der Verdacht darauf schließt vorhauterhaltende Verfahren [plastische Verfahren] wegen des erheblichen Rückfallrisikos aus. Genaue Daten hierzu sind allerdings derzeit in der Literatur nicht zu finden. Ein Lichen sclerosus erhöht [...] das Risiko für das Auftreten eines Peniskarzinoms (Oertell et al. 2011)."
    (Den letzten Satz sollte man m. E. nicht überbewerten, da das Risiko an Peniskrebs zu erkranken generell sehr gering ist!)

    Hier findest den gesamten Text der Leitlinie zur Behandlung einer Phimose:
    https://www.awmf.org/uploads/tx_szl…_2017-12_01.pdf

    "Zumal die Logik nicht passt. Wenn diese Urologen beschnitten wären und das so schlimm wäre wie hier im Forum dargestellt, würden es längst nicht mehr gemacht werden und schon gar nicht von Leuten die es selbst erlebt haben"

    Zu deiner Logik:
    Es sind gerade die verstümmelten Mütter und Großmütter, die bei ihren eigenen Töchtern bzw. Enkeln die Beschneidung fordern.
    Aber selbstverständlich würde weibliche Genitalverstümmelung längst nicht mehr gemacht werden und schon gar nicht von Leuten die es selbst erlebt haben, wenn das so schlimm wäre! Richtig!?

    Lies Dir die obigen Informationen durch, die auch von Ärzten stammen und in Ärztezeitungen veröffentlicht sind!

    Sofern außer Beleidigungen gegenüber den anderen Teilnehmern in diesem Forum auch noch Interesse an Informationen bei Dir besteht:

    Informationen Pro Kinderrechte:
    https://www.pro-kinderrechte.ch/de/medizin/bes…eine-bagatelle/
    Artikel in Medizin Aktuell:
    https://link.springer.com/content/pdf/10…-018-1306-9.pdf
    Artikel in der Ärztezeitung:
    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Beschn…ass-277076.html
    Info-Broschüre vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:
    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/…rhautbrosch.pdf
    Stellungnahme von ProFamilia:
    https://www.profamilia.de/fileadmin/land…von_Kindern.pdf
    Studie zum Thema Berührungsempfindlichkeit:
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.11…0X.2006.06685.x
    Artikel zur neuen Behandlungsleitlinie in der Berliner Morgenpost:
    https://www.morgenpost.de/ratgeber/artic…neidung-ab.html
    neue Leitlinie zur Behandlung von Phimose:
    https://www.awmf.org/uploads/tx_szl…_2017-12_01.pdf
    Doccheck zu Auswirkungen der Beschneidung:
    https://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Au…er_Zirkumzision
    Dänische Studie:
    https://academic.oup.com/ije/article/40/5/1367/658163

    Anast:
    Um die Motive für das, was du schreibst nachvollziehen zu können, wäre interessant, wenn du uns ein paar Hintergründe über dich schildern würdest:
    - Aus welchen Gründen befasst du dich mit dem Thema Beschneidung?
    - Bist du selbst beschnitten?
    - Aus welchem Grund wurdest Du beschnitten? Und in welchem Alter ist es erfolgt?

    Google hat mir geholfen. ;)
    Ich finde es wirklich krass, dass es solche Lagerkämpfe mit den Beschneidungsbefürwortern gibt.
    Man muss sich mal vor Augen führen, dass jemand der die Beschneidung ablehnt (selbst wenn seine Argumente falsch wären), damit in der Regel keinen Schaden verursachen wird. Derjenige, der die Beschneidung aber befürwortet, verursacht potentiell hohen Schaden bei den Betroffenen (wenn seine Argumente falsch sind und die der Gegenseite stimmen).
    Schon alleine diese Überlegung, lässt bei mir nur Unverständnis aufkommen, wie es möglich sein kann, dass es die letztere Gruppe von Menschen geben kann.
    Meines Erachtens steckt da der gleiche psychische Mechanismus dahinter, wie bei beschnittenen Frauen (und wohl Männern), die den eigenen Verlust verleugnen, in etwas scheinbar positives umdeuten und die Beschneidung dann um jeden Preis verteidigen.