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    Hier handelt es sich um etwas anderes ZUM GLÜCK:
    Viele wissen nicht, wie lang Nervenzellen sind. Im Falle des Penis, sind es einzelne Nervenzellen, die vom Rückenmark bis in die Vorhaut reichen.
    Bei der Vorhaut-Amputation werden also nur die Enden abgetrennt. Nachdem sich dann die Wunde geschlossen hat, versuchen die Nervenzellen wieder zu regenerieren und in die (nicht mehr vorhandene Vorhaut) zu wachsen.
    Dabei stoßen sie gegen eine Wand aus dichtem Narbengewebe, weshalb sie abdrehen und vermutlich verknotete Spagetti-Formen unter der Narbe bilden.
    Dies erklärt, weshalb das Gefühl für Beschnittene deutlich stumpfer ist, da die Nerven nicht mehr korrekt angeordnet und somit stimuliert werden können.

    Nochmal zum Mitschreiben: Die Nervenzellen müssen nicht mit den Nerven im Implantat verbunden werden, denn sie wachsen von alleine hinein.
    Zudem sind die Nerven auch nicht abgestorben, sondern nur fehlerhaft orientiert und mit Narbengewebe bedeckt.

    Zum Glück spielen alle medizinischen Fakten in unsere Hände und machen damit den Erfolg dieses Projektes sehr wahrscheinlich.

    Stellt gerne weitere Fragen, ich kann versuchen diese zu beantworten.


    Danke für die Erläuterung. Ich würde mich freuen, wenn die Forschungen von Foregen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen und das Forschungsziel eines Tages erreicht wird. Und ich wünsche Foregen den größtmöglichen Erfolg hierbei.

    Dennoch behalte ich eine gewisse Skepsis, was die nervale Versorgung betrifft.

    Ich habe inzwischen auch gelesen, dass durchtrennte periphere Nerven im Gegensatz zu Rückenmarksnerven sich anders verhalten und diese sich gewissermaßen regenerieren können.
    Allerdings liest man auch, dass sich durchtrennte Axone abbauen und nur zum Teil wieder nachwachsen können.

    Wie Sie ja auch schreiben, stoßen die sich regenerierenden peripheren Nervenfasern nach einer Beschneidung auf Narbengewebe, das sie oft nicht durchdringen können und somit quasi "Spagetti" (=Neurome) bilden.

    Aber passiert nicht genau dasselbe, wenn Sie eine gezüchtete Foregen-Vorhaut am Penis "anbringen". Ich stelle es mir so vor:
    Sie trennen die Beschneidungsnarbe auf (entfernen ggf. vorhandenes Narbengewebe der Beschneidung) und fügen die gezüchtete Ersatzvorhat in die "Lücke" ein. Dabei entstehen zwangsläufig 2(!) neue zirkulär um den Penis verlaufende Narben.
    Besteht nicht auch bei diesen neuen Narben das Problem, dass diese nicht von Nervenfasern durchdrungen werden können?

    Weiterhin würde mich noch Folgendes interessieren:

    Sie schreiben, dass bei der Beschneidung, die durchtrennten Nervenfasern versuchen in die nicht mehr vorhandene Vorhaut zu wachsen.
    Hier geht es ja um afferente (sensible) Nervenfasern.

    Ist die Wachstumsrichtung der Axone dabei nicht gerade umgekehrt - also von der Vorhaut in Richtung Rückenmark?

    Setzt das nicht voraus, dass die gezüchtete Ersatzvorhaut Vater-Paccini-Körperchen, Ruffinni-Körperchen, Meißnersche Korpuskel etc. - also die ganzen Rezeptoren und Nervenfasern bereits enthält, und deren Axone dann in Richtung Rückenmark wachsen müssen?

    Darf ich fragen, welche Funktion Sie selbst bei Foregen ausüben?

    Es wäre klasse, wenn man mehr wissenschaftlich fundierte Informationen in puncto nervaler Versorgung der "Ersatzvorhaut" erhalten könnte.

    Hi Mima,

    erst mal vorneweg: Ich setze voraus, dass du in deiner Schilderung ehrlich bist und keine Märchen erzählst. Denn das kann man letzten Endes in einem Internet-Forum nie sicher wissen.

    Dein Schreibstil lässt m. E. einen höheren Bildungsabschluss vermuten. Zumindest würde man nicht davon ausgehen, dass du aus problematischen sozialen Verhältnissen stammst.

    Dass die OP in Tschechien gemacht wurde finde ich nach wie vor sehr dubios. Es ist schon recht ungewöhnlich, wenn in Deutschland wohnhafte Eltern einen ausländischen Arzt für die Behandlung ihres Kindes aufsuchen.
    Meines Erachtens würde die Durchführung im europäischen Ausland eine Vorabgenehmigung durch die gesetzliche Krankenversicherung erfordern. Es sei denn der Eingriff wurde privatärztlich durchgeführt.

    Du schreibst, du wurdest in die Praxis "gezerrt" und festgehalten. Vor der OP hat dir deine Mutter (offenbar ohne Erklärungen) eine Tablette in den Mund "gestopft" und sich dir gegenüber scheinbar emotional sehr kalt verhalten. Wenn man das liest - und vorausgesetzt, es ist wahr, was du schreibst - kann man nur hoffen, dass du nicht auch in anderen Belangen psychischen und physischen Misshandlungen als Kind ausgesetzt warst.

    Wie hat sich denn dein Vater in dieser Sache verhalten?

    Was meinst Du mit "Ich weiß halt nicht was dann passiert" in Bezug auf psychotherapeutische Hilfe?
    Der erste Schritt ist immer ein Telefonat mit einem Therapeuten. Das kostet vielleicht am meisten Überwindung. Zunächst einmal hast du dann Anspruch auf einen Sprechstundentermin, den du relativ schnell bekommen solltest. In diesem Termin wird der Therapeut sich im Gespräch ein Bild von der Situation machen und prüfen, ob eine Therapie erforderlich ist. Als nächstes würde es dann wahrscheinlich zu sog. probatorischen Sitzungen kommen, bei denen geschaut wird, ob beiderseitig die "Chemie" passt. Wenn es passt, wird der Therapeut abgestimmt mit dir einen Antrag bei der Krankenversicherung einreichen.
    Probatorische Sitzungen könnten allerdings bereits mit mehrmonatigen Wartezeiten verbunden sein.
    Der Therapeut wird dir aber sicherlich in der Sprechstunde mitteilen können, ob und welche Beratungsangebote bis zum Beginn probatorischer Sitzungen und einer genehmigten Therapie möglich sind. Mitunter bieten manche Psychotherapeuten auch sog. Notfalltermine an.

    Hoffe geholfen zu haben. ;)

    Hallo Mima,

    wenn man deine Schilderung liest, könnte man meinen, dass deine Mutter die Beschneidung aus völlig unsinnigen Gründen ("Hygiene") befürwortet hat.

    Seid ihr für diese OP extra nach Tschechien gereist - oder hat deine Familie früher dort gelebt?

    Ich kenne zwar die Rechtslage in Tschechien nicht. Aber ich gehe davon aus, dass auch dort solche Eingriffe nur bei Vorliegen einer medizinischen Indikation zulässig sind. Sonst hätte sich der Arzt möglicherweise strafbar gemacht.

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich vermutlich meine Mutter damit konfrontieren und von ihr Verlangen, dass sie mir genau schildert, warum sie diesen Eingriff vornehmen ließ und wie es dazu kam.

    Meine eigene Beschneidung war aus heutiger Sicht auch unnötig, aber ich weiß zumindest, dass - wie in den 80ern üblich - mein Kinderarzt noch die Meinung vertreten hat, die Vorhaut müsse vor der Pubertät zurückziehbar sein. Trotzdem habe ich meine Eltern damit konfrontiert und eine für mich nachvollziehbare Erklärung. Damals hat man eben die Ansicht von Ärzten nicht so hinterfragt, wie man das heutzutage tun würde.

    Was die körperlichen Auswirkungen betrifft, kannst du versuchen die Eichel z.B. mit Manhood oder Senslip zu schützen, damit sie wieder empfindlicher wird oder eine nicht-chirurgische Vorhautwiederherstellung beginnen. Viele Informationen dazu findest du ja hier im Forum.

    Ich würde dir aber aufgrund deiner Schilderung tatsächlich auch empfehlen, dich psychotherapeutisch beraten zu lassen.
    Auch wenn es dir unangenehm ist, darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist es daran zu arbeiten, damit du besser damit klar kommst.
    Wenn du nach so langer Zeit noch Alpträume durch die Beschneidung hast, hat vielleicht eine Traumatisierung stattgefunden.
    Das solltest du - aus meiner Sicht - mit einem Therapeuten besprechen.

    Sicher haben die anderen Forenteilnehmer auch noch Tips für dich. Der ein oder andere hier hat nämlich auch Erfahrung mit Psychotherapie aufgrund der Schwierigkeiten durch die Beschneidung.

    Lieber Mima,

    deine Geschichte klingt geradezu unglaublich.

    Hast Du deine Mutter oder ihre Freundlin nie gefragt warum dieser Eingriff bei Dir durchgeführt wurde?
    Wie hat man den Eingriff dir gegenüber begründet?
    Stammt deine Familie aus einem muslimischen Kulturkreis?
    Wie ist generell das Verhältnis zu deiner Familie und deiner Mutter?
    In welchem Alter bist du heute?
    Hat sich das in Deutschland zugetragen?
    Wurde der Eingriff von einer hier in Deutschland zugelassenen Ärztin durchgeführt?
    Gab es eine medizinische Indikation für den Eingriff?
    Du könntest die Ärztin selbst befragen und z.B. die Behandlungsunterlagen von der Ärztin einfordern.
    Hast du körperlichen Beschwerden (z.B. Schmerzen) durch den Eingriff? Empfindungsstörungen bei der Masturbation?

    Was die emotionale Komponente betrifft, könnte es sinnvoll sein, dass du dich um psychotherapeutische Unterstützung bemühst.

    LG Logo

    Jemand hat den Arte-Beitrag mit englichen Untertiteln auf Youtube eingestellt:

    Externer Inhalt m.youtube.com
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich habe den Link bei 15square gefunden. Kann ihn aber nicht testen, weil meine Altersverifizierung gerade nicht klappt. Manchmal wird mir auch angezeigt, dass das Video nicht mehr vorhanden sei. Schade, wenn es tatsächlich bei Youtube gelöscht wurde. Frage mich warum?

    Insgesamt sind uns jetzt also 2 kritiche Zeitungsartikel bekannt. Der in der JA und in der FAZ. Die FAZ hatte quasi kritisiert, dass die Beschneidungsbefürworter sich nicht äußern durften. Nun ja....
    Was fehlt wären ein paar richtig positive Zeitungsartikel, die noch mehr Aufmerksamkeit auf den Beitrag richten. Also wenn jemand Kontakt zu Zeitungen hat, könnte man ja vielleicht anregen, dass die ein oder andere Zeitung was (positives) dazu schreibt.
    Da fällt mir spontan die NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) ein. Da gibt es einen Redakteur, der schon 2 Artikel kontra Beschneidung geschrieben hat. Sein Name fällt mir jetzt nicht ein. Die NOZ scheint unsere Sicht zu teilen. Vielleicht kennt ja jemand diesen Redakteur und kann ihn ermutigen einen Artikel in der NOZ zu dem Arte-Beitrag zu verfassen?

    Ich bin fassungslos, wenn ich diesen Zeitungsartikel lese. Hat der ehrenwerte Rabbi den Film überhaupt gesehen?
    Die Krönung ist das Ende des Zeitungsartikels, als der Rabbi nochmal die "Vorteile" der Beschneidung wie z.B. weniger Hanrwegsinfekte und selteneren Genitalkrebs betont um die Beschneidung zu rechtfertigen. Glaubt dieser Mann allen Ernstes, dass das Märchen von den angeblichen Vorteilen der Beschneidung richtiger wird, wenn man es nur oft genug wiederholt?
    Unglaublich, wie beschränkt intelligente Menschen sein können. Lügt der Mann bewusst, wenn er schreibt, das seine Aussage durch wissenschaftliche Studien gedeckt sei? Oder ist er sich einfach nicht im Klaren darüber, dass das veraltetes (Halb-)Wissen ist?
    Das ist wieder so ein Zeitungsartikel, den man komplett auseinandernehmen könnte mit Verweisen auf aktuellere Forschung.... Hätte man nur die Zeit dazu....

    Lieber Sebastian,
    ich bin ein Fan von Dir! Das ist genau die Form von Aktivität, die notwendig ist.

    Weitere Ziele für derlei Aktivitäten gibt es noch reichlich, wie z.B. das Urologenportal im Internet, das zum Thema Beschneidung tatsächlich immer noch schreibt, dass manche Männer nach der Beschneidung von verstärkten Orgasmen berichten. Dass viel häufiger das Gegenteil der Fall ist, wird natürlich nicht erwähnt.

    Die letzte Antwort von PLAN war an Oberflächlichkeit ja kaum zu überbieten. Als ob MGM nicht genauso wie FGM nichts anderes als geschlechtsbezogene Gewalt ist. Wie so oft hat diese Organisation die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Praktiken nicht gründlich reflektiert.

    Terre des Femmes ist ein gutes Beispiel dafür, wie es auch gehen kann. (Nicht ganz richtig ist in der Positon von Terre des Femmes allerdings, dass FGM pauschal in den Auswirkungen als gravierender als MGM bezeichnet wird. Denn wie wir wissen gibt es eine sehr häufige Form der weiblichen Beschneidung, bei der lediglich die Klitorisvorhaut entfernt oder eingeschnitten wird. Es ist davon auszugehen, dass diese milde Form von FGM vergleichbar, wenn nicht gar harmloser, ist als MGM. Und trotzdem ist auch diese Form von FGM richtigerweise verboten!)

    Im Übrigen kann man auch ProFamilia als positives Beispiel nennen - meines Wissens hat auch ProFamilia ein eindeutiges Positionspapier gegen die männliche Beschneidung. Und natürlich der Verband der Kinder- und Jugensärzte.

    Die Blutversorgung so herzustellen, dass die Ersatzvorhaut nicht gleich wieder abfällt ist das Eine. Ich sehe da aber ein ganz anderes, grundsätzliches Problem: Ist es überhaupt möglich, sehr feine sensorische Nervenfasern vom Vorhautstumpf mit der neu gezüchteten Vorhaut so zu verbinden, dass die "neue Vorhaut" am Ende wieder sexuelle Empfindungen vermitteln kann?
    Oder wird es vielmehr ein gefühlloser Hautlappen sein?
    Denn bei Menschen mit Querschnittslähmung ist es ja auch nicht ohne Weiteres möglich, durchtrennte sensorische Nervenfasern wieder miteinander zu verbinden....

    Ich glaube das sich verschiedene Faktoren im Alter summieren.
    Absenkung des Testosteronspiegels.
    Blutgefäße werden auch nicht besser.
    Herz-Kreislauf Erkrankungen.
    Wenn dazu eine abgestumpfte Eichel, ein fehlendes Frenulum und keine Vorhaut kommt ist es natürlich schwieriger eine Erektion zu bekommen und zu behalten.

    Ich hab Mal gehört das was den Sex angeht der Spruch gilt: Wer rastet, der rostet.

    Ich glaube, dass Erektionsprobleme und das "Sensibilitäts-Problem" meistens zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Erektionsprobleme kenne ich z.B. gar nicht, trotzdem spüre ich wenig bis nichts.
    Diese dänische Studie kam aber - wenn ich mich richtig erinnere - tatsächlich zum Ergebnis, dass Beschnittene auch häufiger Erektionsprobleme haben. Insofern gibt's wohl auch da irgendwie Zusammenhänge.

    Hallo Ungluecklich,
    danke für deine Tipps und deine Offenheit. Aber deine Situation ist m. E. nicht vergleichbar mit meiner. Ich schaue keine Pornos und nutze Masturbation i. Allg. auch nicht als Ablenkung von Problemen.
    Dass übermäßiger Pornokonsum und extrem häufige Masturbation zu einer gewissen "Übersättigung" führen kann, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber das trifft bei mir eben nicht zu.
    Der Denkweise, dass alles rein psychisch ist, möchte ich mich daher nicht anschließen.
    Ich glaube, das widerspricht auch der Erfahrung vieler anderer Betroffener, die durch den permanenten Schutz der Eichel und durch erfolgreiches Restoring tatsächlich wieder mehr Gefühl erreicht haben.
    Aber das Wesentliche ist, dass deine Vorgehensweise für DICH SELBST gut funktioniert - und das ist das wichtigste!

    Hallo Sebastian,

    erstmal absolute klasse, dass du an PLAN zurückgeschrieben hast !!! :)

    Mir ist nur aufgefallen, dass die Videos leider nicht mehr ganz up to date sind.
    Holm Putze äußerte z.B., dass die Beschneidung für das Kind keine Vorteile habe - für den späteren Mann aber schon. Er sagt das auch in Bezug auf das HIV-Präventionsprogramm der WHO in Aftrika.
    Inzwischen gibt es aber m. W. sogar Studien, die eine Wirksamkeit des WHO-Programms in Aftrika widerlegen. Als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten muss man also niemanden beschneiden. Und gegen Gebärmutterhalskrebs gibt es Impfungen, d.h. es ist auch unsinnig deswegen zu beschneiden. Die sexuellen Probleme, die viele Männer in Folge der Beschneidung haben, kommen leider in den Videos nicht wirklich zur Sprache.

    Ich kann nur für mich sprechen, habe aber auch von anderen gelesen, die ebenfalls das Problem der fortschreitenden Desensibilisierung kennen. Die Desensiblisierung/Keratinisierung lässt sich möglicherweise positiv beeinflussen, verlangsamen oder vielleicht sogar umkehren, wenn man die Eichel permanent schützt (z.B. Manhood, Senslip) und pflegt (Cremes). Mir ist das leider bislang nicht gelungen. Vielleicht war ich nicht konsequent genug. Senslip empfinde ich als sehr unangenehm, wenn es auf dem verschrumpelten Rest der inneren Vorhaut eng aufliegt. Dieses doppellagige Konstrukt finde ich auch sehr unpraktisch beim Anziehen. Ich fände gut, wenn es eine einlagige weiche Silikonhülle gäbe, die man individuell angepasst über die Penisspitze stülpen könnte. Gibt es aber meines Wissens nicht. Manhood verliere ich innerhalb von 5 Minuten nach dem Anziehen, weil ich einen extrem ausgeprägten Blutpenis habe, der ständig die Größe ändert. Ich habe schon alle möglichen Größen und Arten Manhoods bestellt und ausprobiert... hält bei mir einfach nicht.

    Aktuell probiere ich 2x täglich Shearbutter dick auf Eichel und Vorhautrest aufzutragen und hoffe auf Erfolge.

    Restoring habe ich z.B. mit manuellem Dehnen, T-Tapes, Crosstapes über die Eichel, TLC-Tugger und Foregestalt probiert. Allerdings immer nur sporadisch von Zeit zu Zeit. T-Tape und TLC haben bei mir auch mal zu staken Ödemen auf der Eichel geführt - offenbar wurde durch den Zug an der Vorhaut bei mir auch die Blutzufuhr der Eichel beeinträchtigt. Ein ausgeprägter Blutpenis ist also möglicherweise auch ein Nachteil beim Restoring. Daher bin ich in puncto Restoring nie wirklich drangeblieben. Zuletzt habe ich Foregestalt ausprobiert - das Gerät ist mir persönlich am sympathischten - aber es ist vermutlich auch das teuerste Gerät auf dem Markt.

    Bei den ersten Restoringversuchen mit T-Tape Ende der 90er hatte ich das Problem, dass man nicht so einfach Utensilien im Internet bestellen konnte. Anstelle eines hauchdünnen medizinischen Klebebandes, hatte ich nur relativ dickes Tape in der Apotheke bekommen - der Zug am Vorhautrest war dadurch sehr ungleichmäßgig und mitunter war das am Frenulum-Rest schmerzhaft.

    Die Dehnungsstreifen haben sich langsam über die Zeit gebildet, ohne dass ich konkret die Ursache oder den Zeitpunkt benennen kann. Es kommt sowohl Wachstum als auch das Restoring oder vielleicht sogar Zug bei der Masturbation als Ursache in Frage. Ich weiß es nicht.

    Mitte der 90er waren die Anfänge des Internet. Amazon war Ende der 90er noch fast ausschließlich Online-Buchhändler. Dort habe ich das Buch von Jim Bigelow damals bestellt. Das Buch war auf einer amerikanischen Website thematisiert worden.

    Ich kann dir leider nicht sagen, wann der optimale Zeitpunkt nach der Beschneidung für den Beginn des Restorings ist. Ich würde aber prinzipiell beim Restoring zu großer Vorsicht raten. Am Anfang nur wenige Stunden (ggf. sogar nur testweise 1 Stunde) und dann prüfen, ob die Durchbutung überall in Ordnung ist. Und die Dauer mit der Zeit langsam steigern. Deshalb halte ich es für keine gute Idee nachts zu restoren, aber dazu gibt es sicherlich auch andere Meinungen. Es sollte m. E. während des Restorings nie zu Schmerzen kommen! Und aus meiner eigenen Erfahrung heraus, würde ich versuchen keinen Zug auf die Narbe auszuüben. Ich persönlich würde meinen Fokus eher auf die Dehnung der Schafthaut und den äußeren Vorhautrest legen, aber auch die innere Vorhaut etwas dehnen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung, viele hier halten auch das Dehnen der inneren Vorhaut für wichtig. Es gibt hier im Forum Teilnehmer, die das Restoring konsequent erfolgreich betrieben haben. Da gehöre ich leider nicht dazu. Insofern gibt es hier andere, die sicherlich bessere Tips fürs Restoring haben als ich....

    Hallo Ungluecklich,
    ja, Reste des inneren Vorhautblattes sind vorhanden. Oben ca. 2 cm, seitlich ca. 2,5 cm, direkt am Frenulum ca. 1 cm. Wurde im Alter von 9 Jahren beschnitten. Habe meine Eltern mit der Thematik konfrontiert und meine Mutter meinte, Auslöser für die OP war, dass ich Probleme beim Wasserlassen gehabt hätte. Damals habe man noch nicht die Möglichkeit gehabt, sich im Internet zu informieren - man hat dem Urteil des Arztes einfach vertraut... Ich erinnere mich grob, dass ich tatsächlich mal ein paar Tage häufigen Wasserdrang hatte, ohne jedes Mal wasserlassen zu können. Ich gehe heute davon aus, dass es einfach eine erkältete Blase bzw. leichte Blasenentzündung war. Für meine übervorsichtige Mutter war es aber Grund genug den Kinderarzt aufzusuchen, der dann versuchte meine Vorhaut zurückzuziehen. Da das nicht klappete, gab es die Überweisung fürs Krankenhaus wegen "Phimose".
    Der Chirurg hatte beim Vorgerspräch meinem Vater zwei Varianten der Beschneidung auf Papier skizziert: komplette (radikale) Entfernung der Vorhaut oder "plastische Beschneidung", bei der die Eichel noch etwa zur Hälfte mit Vorhaut bedeckt bleiben soll. Entschieden wurde zum Glück für die plastische Beschneidung. Der Vorhautrest blieb allerdings, nachdem die Fäden sich aufgelöst hatten, nicht über der Eichel liegen, sondern rollte teilweise zurück, so dass ein Teil des inneren Vorhautrestes fortan außen lag. Die Eichel war dann nur noch zu ca. einem Viertel mit Vorhaut bedeckt. Mit dem Wachstum in der Pubertät zog sich die Vorhaut immer weiter zurück. Anfang 20 war nur noch der untere Eichelrand (Corona und Sulcus Glandis) mit Vorhaut bedeckt und somit im Vergleich zum freiliegenden Teil der Eichel noch sehr empfindlich. Der Vorhautrest hat sich aber immer weiter zurückgezogen und seit Mitte 20 liegt die Eichel (einschl. Eichelkranz) völlig frei, der Rest des innneren Vorhautblattes liegt heute auf dem Penisschaft bzw. in Falten unter der Eichel.
    Sex oder Masturbation mit Vorhaut kenne ich nicht. Aber als ich mit ca. 11 Jahren (2 Jahre nach der Beschneidung) die Masturbation entdeckt hatte, war das sexuelle Empfinden sehr, sehr intensiv - ich gehe deshalb davon aus, dass ich wenige Jahre nach der OP keine wesentlichen Gefühlseinbußen durch die Beschneidung hatte. Das hat sich allerdings bereits Anfang 20 geändert und die Gefühlseinbußen haben bis heute sukzessive zugenommen - und sind jetzt Ende 40 gravierend. Einen Teil des Gefühlsverlustes haben ich möglicherweise selbst durch unvorsichtige Restoring-Versuche mit T-Tapes im Alter Mitte 20 (damals nach dem Buch "The Joy of Uncircumcising" von Dr. Jim Bigelow) verursacht. Denn ich habe heute Dehnungssteifen im Bereich der Beschneidungsnarbe, dort wo die Einstichstellen der Fäden waren und im Bereich des Frenulums haben sich unter der Beschneidungsnarbe kleine "Hautknubbel" gebildet, ich vermute es handelt sich um Neurome, die durch eine Überdehnung des dortigen Narbengewebes entstanden sind. Möglicherweise sind gut verheilte Nervenverbindungen im Bereich der Narbe dabei zertstört worden. Das kann allerdings auch durch das Wachstum im Teenageralter passiert sein. Ich weiß es nicht mehr. Im Teenageralter war der Bereich des Frenulums und frenularen Deltas meine sensibelste Stelle - auch die Eichel war sehr empfindlich. Heute sind Frenulum und frenulares Delta - aber auch die Eichel nahezu unempfindlich. Erstaunlich ist, dass der Desensibilisierungsprozess sich über die Jahrzehnte immer weiter fortzusetzen scheint - was ich auf eine zunehmende Keratinisierung zurückführe.

    Hallo zusammen! Ich wollte euch auf eine Sendung auf Arte aufmerksam machen - am 23.07.2022 um 22 Uhr
    Hier der Link: http://www.arte.tv/de/videos/0890…enbeschneidung/

    Dabei wird auch das Beschneidungprogramm der WHO kritisch beleuchtet.
    (Diese Sendung sollte man auch PLAN Deutschland - siehe anderer Thread - empfehlen, damit die erkennen, wie schwachsinnig es ist, sich die Thesen der WHO zu eigen zu machen.)

    Meines Wissens wird die Vorhaut bzw. Penishaut benötigt um die Neovagina zu formen.
    Die großen Penis-Schwellkörper und Hoden werden entfernt. Aus der Eichel wird meines Wissens eine "Neoklitoris" geformt. Das heißt, der Nerven- und Gefäßstrang der auf der Oberseite des Penisschwellkörpers liegt und zur Eichel läuft wird freipräpariert und genauso die Eichel. Der Nerven-/Gefäßstang wird in das Körper innere gezogen, die Eichel wird dann verkleinert und als Klitoris an der für Frauen anatomisch richtigen Stelle eingenäht. Und somit bleibt die Eichel als Stimulationsorgan erhalten - sie wird also zur Klitorisspitze "umgebaut". Der Nervenstrang, der zur Eichel führt wird dabei nicht durchtrennt, daher bleibt sie sensibel. (Man möge mich korrigieren, wenn es jemand besser weiß.)

    Ja, es hilft nicht schwarz zu malen. Aber es hilft auch keine Schönfärberei. Ich bin Ende 40 und habe jetzt einen Punkt erreicht, an dem ich nahezu nichts mehr spüre. Ist völlig unempfindlich geworden. Mit 30 ging es noch einigermaßen, mit 40 war es schon recht unbefriedigend - jetzt ist es da unten so gut wie gefühllos. Stimulation führt zwar nach langer Dauer zur Ejakulation, aber der weg dahin ist eben lang und ohne Spaß - kein richtiges Orgasmusgefühl mehr.

    Hallo LongRun,
    ich finde es tatsächlich auch sehr wichtig, dass man mit der Problematik an die Öffentlichkeit geht.
    Ich würde es sogar als langfristig für gerechtfertigt halten, dass man als "Opfer" dieser Behandlung grundsätzlich Entschädigungsansprüche und beim Restoring Unterstützung durch spreziell geschulte Ärzte erhält. Aber das ist wohl leider nur Wunschdenken von mir...
    Ich finde deine Schilderungen sehr klar und deutlich. Das liest sich so gut und verdeutlicht die ganze Thematik, dass man sich deine Schilderungen durchaus als Artikel in einer Zeitung vorstellen könnte.
    Vereinzelt gab es ja auch schon in Zeitungen Männer, die sich zu den Beschneidungsfolgen geäußert haben - ich glaube das war auch hier im Forum schon verlinkt.
    Vor allem die NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) scheint dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen zu sein. Da gibt es wohl einen Redakteur, der schon mindestens 2 Artikel dazu veröffentlicht hat.
    Ein Erfahrungsbericht, so wie du ihn geschrieben hast, müsste aus meiner Sicht unbedingt in eine Zeitung. Top!

    Hallo Jogi,
    es ist wirklich bemerkenswert, dass du "einige wirklich enge Freunde hast und auch in der Familie, die dir niemals etwas vorlügen würden und die bisher offenbar keine Probleme mit dem Beschnitten-Sein hatten." Demnach müssen in deiner Familie und im Freundeskreis wohl überdurchschnittlich viele Menschen beschnitten sein. Und das macht mich stutzig. Auch ich habe einen großen Freundeskreis aber die Beschneidung ist in der Familie und im Freundeskreis kein Thema! Trotzdem weiß ich von den meisten durch Sport und Sauna etc., dass wohl kein einziger außer mir beschnitten ist. Dein Verweis auf deine Bekannten und Familie, die scheinbar überwiegend beschnitten sind, ist in meinen Augen nichts anderes als ein rhetorisches Manöver. Warum hast du dich denn dann bei Eurocirc nach negativen Auswirkunge erkundigt, wenn du ohnehin so viele beschnittene Menschen im Freundes-/Familienkreis hast, die du fragen konntest!?
    Ich mache keinen Hehl daraus: Ich glaube deiner Schilderung nicht!
    Und, dein Schlusssatz "Ich hoffe man versteht, worauf du hinaus möchstest" ist trotz des lächelnden Smileys recht klar:
    Dein Tenor ist, dass alles nur Kopfsache ist. Und genau solche Relativierungen, die für negativ Betroffene sehr ärgerlich sind, hatten wir hier im Forum schon sehr oft. Und deine Hypothese, steht im Widerspruch zu den Erfahrungen der meisten Forenteilnehmer hier und das sind nicht nur Männer, die als Kind beschnitten wurden. Im Klartext:Ich bin psychisch gesund und ich bilde mir nicht ein, dass mein Penis durch die Beschneidung nach 30 Jahren ohne Vorhaut so unempfindlich geworden ist, dass ich ich mit einer Zahnbürste über die Eichel fahren kann, ohne etwas zu spüren! Und ich bin der festen überzeugung, dass das auch der Grund ist, warum ich beim Sex kaum etwas spüre! Das ist kein psychisches sondern ein physisches Problem!
    Erstaunlich finde ich auch, dass du nach deiner behaupteten Frenulotomie nun offenbar auch noch eine Beschneidung durchführen möchtest. Mit Sicherheit hast du deine Gründe, ob medizinisch oder nicht. Es ist deine persönlich Angelegenheit! Ich wünsche dir viel Spaß damit und drücke dir die Daumen. Aber unterlasse es bitte, hier negative Beschneidungsauswirkungen verklausuliert als reine Kopfsache darzustellen und somit implizit zu verharmlosen. Danke.