Posts by RalfRalf

    Man müsste echt lachen wenn es nicht so traurig wäre:
    Da kommt ein 3,5Jähriger in die NA wegen akutem Harnverhalt. Oh Wunder, er hat eine "Phimose", also wird er "natürlich" als allererstes beschnitten.
    Er pinkelt, juhu Freude, also darf er am nächsten Tag nach Hause.

    Aber ach du Schreck, nach drei Tagen hat er den nächsten HV und muss wieder ins Krankenhaus. Tja sch.... war's. Die Phimose wars also nicht schuld, die Beschneidung gänzlich für die Katz!

    Es wäre den Ärzten eigentlich zu wünschen, dass der Junge in 5 Jahren, wenn er 18 ist, die Herren in weiß für ihre grandiose Fehldiagnose und -behandlung verklagt!

    https://www.springermedizin.de/akuter-harnver…phimose/8049820


    Ich bin 37 Jahre. Mein ganzes Leben konnte ich bisher meine vorhaut nicht zurück ziehen… das heißt natürlich auch schlechte Hygiene und bisher kein Sex.

    Genau das ist ein echtes Problem! Aber keines der Phimose, sondern des Umgangs damit! Phimose heißt NICHT, "keinen Sex". Doch leider wird es allerorten so suggeriert. Mit einer Phimose sei man quasi zum Leben als Mönch verdonnert. Fängt im Sexualkundeunterricht an, zieht sich weiter durch Kondomanleitungen, die mit keiner Silbe erwähnen, dass man ein Kondom bei einer Phimose einfach über den Penis mit vorn gelasssener Vorhaut abrollen kann, und endet bei Ärzten, die nur allzu schnell mit dem Skalpell wedeln und reden, man hätte sonst wer weiß weiche Risiken! Vollkommener Schwachsinn!!!

    Ich habe ein halbes Leben mit Phimose gelebt, und das sehr gut und sehr befriedigend. Ohne irgendwelche Einschränkungen. Ich hatte verhältnismäßig früh mein erstes Mal, auch danach noch durchaus "ein paar" Sexualpartnerinnen und bin schlussendlich seit Jahren verheiratet, habe Kinder und alles ist gut. Alles mit vollständiger Phimose.

    Lieber Techno, Phimose ist keine Begründung für schlechte Hygiene. Und ich schließe mich 'brokendream' durchaus an, wenn du so "Angst" hast, deine Vorhaut auch nur im schlaffen Zustand wenigstens auch nur mal ansatzweise zu bewegen um dich drunter zu waschen, dann stimmt nicht nur mit deinem Penis etwas nicht. Aus definitiver Erfahrung kann ich dir sagen, die Vorhaut muss keinen mm. sichtbare Öffnung haben um trotzdem eine funktionierende Hygiene "da unten" zu betreiben. Und umgekehrt ist ein Beschnittener, der meint, alles reinige sich da unten jetzt ja quasi von allein, auch eine S+au.

    Das Leben mit Phimose ist definitiv keineswegs eingeschränkt, aber man sollte eben ausprobieren und lernen "wie" und nicht einfach nur ein/zwei Stimmen aus dem Sexualkundeunterricht oder dem Internet nehmen und das Wissen nennen.
    Millionen Menschen auf dieser Welt haben keinen Zugang zu Sexualkundeunterricht und/oder Internet. Und etliche von denen auch eine Phimose. Und die leiden auch keine Höllenqualen in ihrem Sexleben und haben auch Kinder. Und - um das Argument vorweg zu nehmen - die Zahlen sexuell übertragbarer Krankheiten sind in den hoch entwickelten Gebieten (also denen wo fleißig beschnitten wurde oder wird) weit höher. Kann also auch kein Problem möglicher Phimosen sein.

    Von dieser Methode habe ich auch schon ein paar Mal gelesen, allerdings hat sie gewisse Einschränkungen.

    • Die Methode funktioniert nur bei (Rest)Verklebung der Vorhaut mit der Eichel. Der zwischen Vorhaut und Eichel durch zu halten angestaute Urin treibt diese Verklebungen langsam aber beständig auseinander.
      Für eine im Durchmesser zu enge Vorhautöffnung funktioniert das allerdings nicht, da man ja genau den Teil der verengt ist (nämlich in aller Regel das vordere Ende der Vorhaut) zwischen den Fingern festhält und somit das Aufblähen der Vorhaut (und damit die Ausdehnung) diesen Bereich ja gar nicht erreicht.
      Dies wäre einzig dann gegeben, wenn der verengte Ring weit hinten läge, was aber nur selten der Fall ist.
    • Die Methode erfordert einen doch relativ großen Vorhautüberschuss, welcher eigentlich nur bis zum Jugendalter gegeben ist (mit dem pubertären Peniswachstum gleicht sich das in der Kindheit fast immer vorhandene "Rüsselchen" (welches ja nur allzu oft als Verengung misinterpretiert und daher oft wegoperiert wird) aus und die Vorhaut liegt meist mit nur wenig bis keinem Überstand mehr an der Eichel an. Um die Vorhaut wie beschrieben aufzublähen und dabei trotzdem zuverlässig festhalten zu können, braucht es ja schon min. einen halbe Erwachsenen-Finger-breiten Überschuss zum wirklich festhalten können.
    • Nebenbei betrachtet kann das Ganze in einer ziemlichen Sauerei enden, denn wenn einem die aufgeblähte und unter Druck stehende Vorhaut zwischen den Fingern weg rutscht, spritzt man sich mindestens die Hand, im schlimmsten Fall auch die Hose und das WC-Mobiliar voll. Es gibt sicherlich appetitlichere Vorstellungen...

    Die einfachste und eigentlich sauberste Dehnmethode ist und bleibt eigentlich das Klassische "Hoch-runter"-Schieben (faktisch die selbe Bewegung wie bei der Masturbation) der Vorhaut auf der Eichel bis zum Punkt wo die Vorhaut eben anfängt zu spannen. Am besten geht das bei einer Erektion, im schlaffen Zustand drückt sich die Eichel unter der engen Vorhaut einfach weg und es gibt keinen Dehneffekt.


    ich leider auch unter einer Phimose (ich bin 17 Jahre alt). Ich kann meine Vorhaut weder im schlaffen noch im erigierten Zustand zurückschieben. Wie war das bei dir? War es auch in diesem "Härtegrad"? Mein letzter Urologe möchte mich sofort beschneiden, jedoch hatte ich bis jetzt absolut keine alternative Therapien bekommen (Salbe (+Dehnübungen) etc.) und daher möchte ich selber alles mögliche ausprobieren, was man machen kann.

    Dazu die Frage von mir: "Leidest" du denn wirklich unter der Phimose, oder hast du sie eben halt? Grundsätzlich ist es nämlich an sich kein Problem, mit einer Phimose (auch derart stark wie deine) zu leben, damit ein befriedigendes Sexleben zu haben und keine Einschränkungen zu haben. Deshalb die Frage, was dich dazu veranlasst, den Ist-Zustand unbedingt verändern zu wollen. Man kann sich nämlich damit auch künstlich unter Stress setzen, weil eben von vielen Seiten kommuniziert wird, die Vorhaut MÜSSE zurückziehbar sein, aber das muss sie nicht zwangsläufig.
    Ich persönlich stehe mittlerweile selbst dem Dehnen recht zwiespältig gegenüber, nicht weil ich es für wirkungslos halte (ganz im Gegenteil), sondern weil mich die Vorteile nicht mehr wirklich überzeugen. Ich selbst habe mir im Erwachsenenalter die Vorhaut gedehnt, nachdem auch ich glaubte, das "müsse" gehen. Wirkliche Vorteile habe ich davon nicht, im Gegenteil (persönlich empfunden) finde ich den Sex jetzt mit zurückziehbarer Vorhaut unangenehmer als vorher mit Vorhaut drüber. Hinzu kommt, dass sich bei mir sehr hässliche Narben auf dem einst verengten Teil der Vorhaut eingestellt haben, welche jetzt dafür sorgen, dass die Vorhaut nicht wie normal die Eichel umschließt und sich im schlaffen Zustand an diese anschmiegt, sondern die Vorhautspitze quasi den gleichen Durchmesser hat wie die Eichel an ihrer breitesten Stelle, weil ihr zum anschmiegen an die Eichel die Elastizität fehlt. Das sieht ein bisschen aus wie ein offenes Schlauchende jetzt. Nicht schön jedenfalls.
    All das sorgt dafür dass ich mittlerweile meinungsmäßig sehr vom Dehnen weg bin und allenfalls nur noch dazu rate, wenn jemand mit seiner Phimose massive Probleme hat (wiederkehrende Entzündungen oder wirklich ernsthafte Behinderung beim Urinieren). Ansonsten lautet meine generelle Botschaft eigentlich mittlerweile durchweg: Lass es wie es ist.

    Und zu dem Thema Phimose nicht durch dehnen zu behandeln sollte Mann auch mal in Betracht ziehen das man in Situationen kommt in denen man krankheitsbedingt nicht mehr seine Meinung äußern kann weil man z.B. im Koma liegt.
    Dann wird meistens ein Blasenkatheter gelegt. Mit einer Vorhautöffnung von 2 mm kann das bei einem Erwachsenen Mann aber etwas schwierig werden und dann ist es dirchaus möglich das man im Koma seine Vorhaut entfernt bekommt.

    Also Verzeihung, aber DAFÜR Überlegungen oder Anstrengungen einer Phimose-Behandlung um jeden Preis zu machen, für diesen mehr als unwahrscheinlichen Fall (in welchem man(n) dann sicherlich andere Probleme hat als eine Phimose!), könnte nun wirklich weiter nicht hergeholt sein.

    Gerechtfertigt wäre das sicher.
    Aber RECHT zu bekommen in unserer Justiz ist leider ein anderer Schuh. Hat man ja erst letztes Jahr bei dem Urteil, über das auch hier im Forum gesprochen wurde, wieder gesehen. War halt damals so State-of-the-art, also gibt's eben nichts, fertig. Dabei konnte man auch 2001 schon wissen, dass einem 4-Jährigen die Vorhaut nicht abgeschnitten werden muss, nur weil sie nicht zu schieben geht. Witzigerweise wussten das Ärzte z. B. in Russland und sogar in den USA (!) damals schon, gleichermaßen in Skandinavien und auch in Großbritannien, wo Beschneidungen wegen Vorhautverengungen schon seit rund 20 Jahren so gut wie kein Thema mehr sind, in Skandinavien sogar noch länger.

    Aber es ist wie so oft im Gesundheitswesen: Die Kasse muss klingeln und wo nicht genau nachgefragt wird (denn die kindliche Zirkumzision unterliegt - aus Interessen des PATIENTENSCHUTZES (haha) - noch immer nicht der Dokumentationspflicht über pre- und post-operativen Zustand). Denn sonst würde man vermutlich schon in min. 3/4 der Fälle anhand der Bilddoku sehen, dass die OP überflüssig war.

    Welch tragische Folgen so eine Fehldiagnose und der daraus resultierende überflüssige Krankenhausaufenthalt haben kann, kann ein Jeder anhand der traurigen Geschichte von Jessica Woehr (bzw. ihres Sohnes Franjo † ) nachlesen. Spätestens wenn ich diese Berichte (die von ihr selbst sehr ausführlich und ungefiltert beschrieben wurden) wieder lese, kommt mir über jede diesbezügliche Operation die Galle wieder hoch.

    Hallo Mirelle,

    zunächst mal Danke bzw. Glückwunsch, dass du dich erfolgreich gegen die Beschneidung deines Sohnes gewehrt hast. Das ist leider in heutiger Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr, gerade wo ja immer noch (oder wieder) viele Jungs spätestens zum Einschulungsalter zu diesbezüglichen Behandlungen geschickt werden, weil das ja bis dahin gehen "müsse". Sehr gut dass du da dagegen gehalten hast :thumbup:

    Und damit bin ich schon bei genau dem entscheidenden Punkt: Es "MUSS" nämlich überhaupt nichts. Du schreibst ja selbst, dein Sohn hat keinerlei Beschwerden. Darf ich fragen, wie "zu" die Haut ist? Lässt sie sich gar nicht öffnen?
    Grundsätzlich muss ein Junge, noch dazu in dem Alter, keine zurückziehbare Vorhaut haben. Wie ich unter einer anderen Anfrage schon geschrieben habe: Ein Penis mit nicht zurückziehbarer Vorhaut ist funktionell in keiner Weise eingeschränkt (was leider immer noch anders gelehrt wird, das fängt schon bei der Benutzungsanleitung fürs Kondom an, die sich so liest, als könne man(n) mit nicht zurückziehbarer Vorhaut ein solches gar nicht benutzen - aber natürlich geht das). Nur allzu oft habe ich schon Anfragen von Jugendlichen oder auch von Eltern gelesen, die da lauteten, "...so kann er/ich ja gar keinen Sex haben". Doch natürlich!

    Von daher ist es überhaupt kein Problem wenn der Bub seine Vorhaut so behält wie sie jetzt ist. Warum sollte man etwas, das überhaupt keine Beschwerden verursacht, jetzt abschneiden oder irgendwie auf Krampf "behandeln" müssen? Man behandelt doch nichts, das völlig problemlos so ist und das in keinster Weise das Leben oder die Gesundheit einschränkt und auch nicht entstellt oder sonst etwas.

    Deswegen würde ich die OP unbedingt absagen. Gerade wenn dein Sohn sich auf dich verlässt und selbst auch nicht versteht, warum das jetzt unbedingt "korrigiert" werden müsse, obwohl er doch seit 13 Jahren völlig beschwerdefrei mit dem Ist-Zustand lebt, solltest du dem "Willen" der Ärzte da nicht nachgeben, denn es gibt überhaupt keinen logischen Grund dafür.

    Ich gehe sogar so weit dass ich ganz klar sage: Finger davon einfach weg. Diese ganze Dehnerei etc. hat meiner Meinung nach keinen wirklichen Nutzen. Entweder löst sich die Vorhaut mit der Zeit, oder eben nicht. Dann ist das so und sie bleibt halt eng. Das ist wie gesagt nichts, das Lebensqualität nimmt.
    Wichtiger als unbedingt einen "vorhautfreundlichen Arzt" zu finden ist, dass der Junge erst einmal wieder ein normales Verhältnis zu seinem intimsten Stück bekommt und nicht das Gefühl hat, er sei dahingehend "krank", sondern das ist einfach ein Zustand so wie es dicke und dünne Penisse gibt, welche die nach oben oder unten gebogen sind, mit kurzer oder mit langer oder eben auch mit enger Vorhaut etc. etc. Es ist einfach nur eine Eigenschaft von vielen, aber keine "Krankheit".

    Wie gesagt, meine bescheidene Meinung: Sag' die OP ab, erklär' deinem Sohn, dass du jederzeit für ihn ansprechbar bist wenn es doch irgendwelche Probleme gibt (dass man dann schaut ob man mittels Dehnen vllt. "nachhilft", und nicht dass es dann operiert wird), aber ansonsten er sehr gut so lebt wie es jetzt ist und das auch in Zukunft kann, und er sich nicht einreden lassen muss, er könne mit einer engen Vorhaut kein schönes Sexleben haben. Das stimmt schlichtweg nicht.
    Und so ganz nebenbei: Von einem Arzt, der eine so dumme Aussage wie von dir zitiert tätigt, würde mein Kind ohnehin nicht operiert. Da weiß man nämlich ziemlich genau, wie spöttisch und verachtend er nicht nur mit deiner elterlichen Meinung (als Elternteil ist das körperliche Wohl deines Sohnes ja deine naturgegebene Pflicht und größtes Bestreben), sondern auch mit der Gesundheit deines Sohnes und seinem hippokratischen Eid umgeht.
    Denn als Arzt wäre es eigentlich SEINE Pflicht, an der Vorhaut deines Sohnes zu "hängen" und alles dafür zu tun, dass er seinem Patienten keine Körperteile abschneiden muss!

    Zum Sex gehören meistens immer 2 Menschen und es ist gut möglich das der 2 Mensch durch die Phimose vielleicht eher abgeschreckt wird.
    Und es gibt auch Leute die ausgiebig aus ihrem Sexualleben im Freundeskreis berichten.
    Klar gibt es Männer die trotz verengter Vorhaut Sex in allen Varianten haben. Es gibt ja auch Pornodarsteller mit Phimose.

    Eine Freundin von mir hab ich mal gefragt ob ihr jemals ein Mann mit Phimose begegnet ist und sie antwortete ja, aber es war eher eine Quälerei beim Sex.

    Offen gestanden frage ich mich, wie dieser Kommentar hier hilfreich sein soll.

    Mit der gleichen Begründung lassen sich jedes Jahr viele Männer beschneiden, ihrer Frau/Freundin oder der angenommenen allgemeinen weiblichen Präferenz beschnittener Männer wegen. Mit der gleichen Begründung werden in den USA noch immer Babies beschnitten, weil sie ja angeblich später in der Schule von ihren nahezu durchweg beschnittenen Altersgenossen verspottet würden.

    Fakt ist, an einer Vorhaut ist nichts "abschreckend", egal ob sie zurückziehbar ist oder nicht. So wie man einer Frau, die nur beschnittenene Penisse kennt und/oder mag, entweder erklären kann, dass ein unbeschnittener Penis genauso "gut" (eigentlich noch viel besser) ist, so kann man auch über eine nicht zurückziehbare Vorhaut reden. Bzw.: Wenn Man(n) nicht nur mit dem allgemein vermittelten Wissen, eine Vorhaut MÜSSE zwingend zurückziehbar sein, sonst sei er eingeschränkt, versehen ist, sondern weiß, dass der Penis auch mit nicht zurückziehbarer Vorhaut vollständig gesund und 'einsetzbar' ist, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das im gemeinsamen Sexualleben gar kein Thema wird.
    Je normaler das Leben und Erleben mit dem Penis so wie er ist abläuft, desto weniger ist das Thema. Aber genau da liegt ja eben die Krux: Es wird ja immer noch verbreitet so dargestellt, ein Penis mit enger Vorhaut sei eine unzumutbare Einschränkung für das ganze Leben. Und das stimmt eben so nicht.

    Wollte schon den nächsten Termin beim Urologen absagen, aber er möchte den unbedingt wahrnehmen und setzt sich selbst mehr unter Druck und sagt ja ich will das ja nicht jahrelang haben.

    Es wäre sicherlich gut, dem Jungen mal zu erklären, dass entgegen der immer noch landläufigen Meinung eine Phimose weder zu einem Leben als Mönch nötigt, noch ernsthaft ein Hindernis für ein erfülltes Sexualleben darstellt.

    Leider wird ja immer noch in so ziemlich jedem Aufklärungsunterricht davon gesprochen, dass mit einer Phimose kein Sex möglich wäre oder wenn nur unter Schmerzen und größten Gefahren, sich wer weiß wie was da unten zu zerreißen. Das stimmt aber gar nicht (jedenfalls nicht so uneingeschränkt).
    Fakt ist dass man mit einer Phimose genauso Sex haben kann wie mit gangbarer Vorhaut. Es kommt, wie immer beim Sex, auf die Technik an. Klar, knochentrocken ohne jede Gleitschicht dazwischen tut Sex mit Phimose sicherlich weh - mit oder gar ohne Vorhaut aber auch! Sobald das alles gleitfähig ist wie es soll ist auch eine Phimose kein Problem. Die Vorhaut bleibt einfach vorne über der Eichel und gleitet mit in die Scheide hinein. "Hakt" es da noch ein bisschen (z. B. weil die Scheide zu eng oder nicht feucht genug ist), kann man mit Babyöl oder Gleitmittel nachhelfen (das Auftragen lässt sich wunderbar ins Vorspiel mit einbinden).

    Auch was die Sensitivität angeht ist Sex mit Vorhautverengung, wo die Vorhaut währendher also über der Eichel bleibt, absolut kein Problem.
    Zum einen stecken in der Vorhaut mehr sensitive Nervenenden als in der Eichel, so dass also die Stimulation genauso (eher sogar noch mehr) vorhanden ist, wenn die Außenseite der Vorhaut innen an der Scheide entlang gleitet,
    Zum anderen ist die Eichel drunter aufgrund der Tatsache, dass sie ja noch nie "ausgepackt" wurde uneingeschränkt empfindlich, also noch kein Stück "abgestumpft", sondern hypersensibel (was viele frisch Beschnittene und Jungen, die zum ersten Mal ihre Vorhaut zurückziehen, ja über Wochen oder gar Monate als extrem unangenehm empfinden).
    Das heißt, es kommt mehr als genug an Empfindung und Stimulation an, so dass es nicht so ist, als ob man(n) nichts spüre, weil die Vorhaut die Eichel beim Sex bedeckt. Das stimmt schlichtweg nicht.

    Auch die Benutzung von Kondomen ist überhaupt kein Problem. Leider setzt sich auch da bisher weder bei der Kondomindustrie noch im Aufklärungsunterricht ein gewisses Wissen durch. Dort heißt es immer noch: "Ziehe die Vorhaut vor dem Abrollen des Kondoms vollständig zurück". Das ist sicherlich praktisch wenn die Vorhaut gangbar ist, wenn sie aber (noch) eng ist und gar nicht über die Eichel geht, lässt man sie einfach vorne und rollt das Kondom über den von der Vorhaut bedeckten Penis ab. Das ist dann ähnlich wie bei einem beschnittenen Penis, da wird ja auch vorher nichts zurückgezogen.
    Das ganze klappt völlig problemlos.

    Wie gesagt, das liest sich alles komplizierter als es ist.
    Im Prinzip ist es ganz einfach: Flutscht beim Sex alles, wie es das normalerweise soll, ist der Sex mit Phimose genauso wie ohne. Vielleicht sollte Man(n) nicht total wild und eben nicht zu "trocken" da unten agieren, aber letzteres wäre egal wie schmerzhaft und macht kein vernünftiger Mensch.

    Mit dem Wissen ist es für den Jungen dann vielleicht doch etwas entspannter, mit seiner Phimose so zu leben wie sie ist und er hört auf, sich weiter Sorgen und Gedanken zu machen und sich da selbst unter Druck zu setzen, dass die Verengung behoben werden MÜSSE. Denn das muss sie definitiv nicht.

    PS: Ich persönlich halte von diesen "Tools" ala Phimocore und Ähnlichem gar nichts! Diese Manipuliererei und das quasi "gewaltsame" Einführen irgendwelcher Gegenstände in die enge Vorhautöffnung, um diese dann dort zu belassen und zu weiten, macht mehr kaputt als alles andere. Mag sein dass davon die Vorhaut zwar gedehnt wird, aber wie so eine gedehnte Vorhaut nachher aussehen kann, sehe ich bei mir selbst. Bei mir ist sie zwar ausreichend weit, durch das massive Dehnen im jungen Erwachsenenalter (noch ohne Hilfsmittel aber durch extremes Zurückziehen, weil das ja angeblich unbedingt behoben werden "musste") aber vernarbt. So kann ich sie zwar locker zurückziehen, aber schön aussehen tut das nicht mehr. Das ist auch nicht Sinn der Sache.
    Hätte ich das als junger Mann gewusst, dass man es auch so lassen kann, hätte ich das sicherlich getan. Offen gestanden fand ich den Sex mit Vorhaut über der Eichel sogar besser als jetzt.

    Das bestätigt meine Vermutung der Entzündung. Die Vorhaut ist von innen wund und rissig, klar blutet das. Und da das alles geschwollen ist bläht es sich auf. Und da ist es klar dass sich da auch keine Öffnung finden lässt. Und tatsächlcih sollte man die Zieherei auch erst einmal sein lassen, denn die Vorhaut ist ja eh schon geschwollen und gespannt, die Zieherei reißt dann erst recht die ohnehin schon gespannte Vorhaut noch mehr ein.

    Wie gesagt, die Entzündung muss in den Griff gebracht werden, dann dürften sich die derzeitigen Probleme auch wieder erledigt haben und es dürfte wieder der Zustand sein wie es vorher war.

    Guten Abend. Also, so wie ich die Sache beurteile, hat sich unter der Vorhaut schlichtweg eine derbe Entzündung gebildet, die die ganzen aktuellen Probleme verursacht. Denn entzündetes Gewebe schwillt an und verengt so die ohnehin schon enge Vorhautöffnung noch mehr. Ging sie denn vorher schonmal zurückzuziehen bzw. zu öffnen, oder war sie seit Jahr und Tag schon komplett eng? Bläht sie sich generell immer beim Wasserlassen auf, oder nur derzeit? Kann er denn noch nochmal Wasserlassen (also zwar mit aufblähen, aber trotzdem dass er sich entleeren kann, oder kommt tatsächlich nichts "durch"?
    Wenn er die dicke Entzündung da drunter hat, tut ihm das Wasserlassen natürlich weh. Das dürfte aber vermutlich weniger etwas mit der grundsätzlichen Vorhautenge zu tun haben, sondern mit der akuten Situation. Selbst wenn die Vorhaut voll zurückziehbar wäre, wäre das Wasserlassen im entzündeten Zustand sehr schmerzhaft.

    Was gilt es jetzt zu tun? Vor allem eines: Keine Panik und keine voreiligen Entscheidungen. Natürlich suchst du jetzt umgehende Erleichterung für den Jungen, und das ist mehr als verständlich. Aber jetzt schon direkt die OP anzusetzen (gleich welche), wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Es gilt schlichtweg, die Entzündung in den Griff zu bekommen. Da schwöre ich auf einen Geheimtipp: Rivanol-Lösung. Das Zeug brennt nicht, heilt aber dafür umso besser und kriecht in die kleinste Ritze, also auch in eine minimale Vorhautöffnung. Einzig: Es färbt garantiert alles an Stoff, also bloß von der Kleidung fern halten. Wenn dein Sohn sich das zutraut (oder es euch machen lässt), könnt ihr diese Lösung in eine Spritze ohne Nadel aufziehen und vorsichtig und ganz langsam ohne Druck unter die Vorhaut spritzen, dann wird der Zwischenraum zwischen Vorhaut und Eichel mit der Lösung "geflutet" und kann von innen heilen. Das dürfte dann auch recht schnell der Fall sein. Und dann sollten die jetzt akuten Probleme auch wieder nachlassen.

    Grundsätzlich ist eine enge, noch nicht zurückziehbare Vorhaut im Alter deines Sohnes tatsächlich noch im Rahmen und darf auch noch eine ganz lange Zeit so bleiben. Das ist also erst einmal kein Grund, ob dieser Entzündung jetzt über die Operation doch nachzudenken. Sowas kann leider mal passieren, auch bei voll zurückziehbarer Vorhaut. Und sehr oft wird eine nur wegen der Entzündung nicht zurückziehbare Vorhaut dann als krankhafte Phimose beschnitten.

    Insofern gilt es also Ruhe zu bewahren und jetzt eben die Entzündung in den Griff zu bekommen. Das ist meiner Meinung nach (bei all den natürlich gerade vorhandenen Schwierigkeiten damit) trotzdem noch kein Fall für den Chirurgen.

    Lieben Gruß

    Salbenbehandlung zur Weitung der Vorhaut an einem vorpubertären Jungen, gar noch an einem Säugling, ist nicht weniger unseriös als direkt beschneiden wollen.

    Und bzgl des betreffenden Urologen:
    Nur zu, schreiben Sie ruhig einen Eintrag in die Hall of shame. Auch wenn der Salbenarzt angenehmer aufgetreten ist: sein Rat gehört in die gleiche Kategorie.

    Ja, genau richtig. Kein gesundes Kind verletzt sich selbst, auch und erst recht "da unten" nicht.
    Klar kann es mal sein dass er es etwas übertreibt mit dem Ziehen und zuppeln und das Häutchen wieder etwas rot wird, wie gesagt, dann tut's etwas Bepanthen und alles ist gut.
    Waschen nur mit klarem Wasser von außen, kein Ziehen/bewegen der Vorhaut dazu, sondern waschen wie beispielsweise einen Finger.

    Und ja, Maßnahmen zu ergreifen wäre erst nötig wenn er schlimme Schmerzen hätte und nicht mehr pipi machen könnte.
    Gegen eine Entzündung, so sie doch mal kommt, hilft Rivanol wirklich wunderbar und nebenwirkungsfrei. Das Zeug kriecht auch in jede Hautfalte und heilt sehr gut.
    Was auch sehr gut hilft ist Arnikacreme, ein ganz natürlicher Wirkstoff, welcher z. B. auch gegen einen Wunden Popo oder aufgescheuerte Leistenbereiche sehr gut hilft.

    Das seitlich Pipi machen haben ganz viele Jungs. Die Vorhaut endet halt nicht genau gerade vorne vor, sie ist ja bis zum Peniswachstum in der Pubertät ohnehin "über-lang" (der berühmte "Rüssel"). Das muss so sein, weil Penis und Vorhaut in der Pubertät nicht synchron wachsen, und obendrein die natürlich enge Vorhaut ja auch lang genug sein muss, um bei einer Erektion (die ja schon ab Babyalter kommt) die Längenzunahme des Penis mitmachen zu können, obwohl sie ja nicht über die Eichel geht. Deswegen passt bei Jungs die Vorhaut während einer Erektion ja immer noch locker, über die Eichel, ohne diese abzudrücken.

    Also, alles gut. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Halten Sie bloß solche "Ärzte" von Ihrem Kleinen fern, dann bleibt er gesund und munter :)

    Hallo G.

    Um GOTTES WILLEN, die Ergebnisse der Untersuchungen Ihres Sohnes lassen mich geradezu erschaudern !!

    Vorab und das Allerwichtigste: Auf gar keinen Fall darf und soll die Vorhaut Ihres Sohnes irgendwie "ausgedehnt", gezogen oder sonstwas, sondern ganz schlichtweg ganz in Ruhe gelassen werden!
    Irreversible Schäden, welchen wirklich nur noch durch eine Operation zu begegnen wären , wären unvermeidlich.

    Dass Jungs mitunter "drücken" bevor sie Pipi machen ist ganz normal. Die Reflexe der Muskeln, die die Harnblase öffnen und wieder verschliesen, funktionieren ja noch nicht ganz "automatisch". Auch die Vorhautöffnung hat solche ringförmigen Muskelfasern , welche sich unmittelbar vor dem Urinieren erst weiten und dann wieder zusammen ziehen (ähnlich des Schließmuskels am After). Auch das spielt sich aber erst mit der Zeit ein.

    Das Aufblähen ist ein völlig natürliches Phänomen, dem niemand mit irgendwelchen Mitteln begegnen muss. Und selbstverstandlich ist es für eine Salbenbehandlung der engen Vorhaut noch viel zu früh. Diese Maßnahme ist FRÜHESTENS ab der Pubertät, wenn die Vorhaut dann noch vollkommen eng und die Öffnung 0 mm aufgeht, sinnvoll - und zwar ERST dann.
    Noch MUSS die Vorhaut Ihres Sohnes sogar fest verschlossen sein. Dies ist eine natürliche Schutzbarriere für Keime und Bakterien, welche sich in der Windel bilden können.
    Selbstverständlich bekommt Ihr Sohn von einer sich beim Pipi machen aufblähenden Vorhaut KEINEN Nierenschaden, nicht einmal wenn er wegen einer extrem engen Vorhautöffnung nur super-langsam Pipi machen könnte. Erst wenn er GAR NICHT mehr machen könnte (wovon ich noch nie gelesen habe!), würde es kritisch. Aber alles was abfließt, egal wie langsam oder schnell, ist raus und tut den Nieren gar nichts.

    Deshalb der dringende Rat: Lassen Sie die Vorhaut Ihres Kleinen vollkommen in Ruhe, und halten Sie tunlichst jeden, der das nicht tut, vom Penis Ihres Jungen fern - seien es Ärzte oder sonstjemand. Jeder Arzt, der heutzutage noch einem Jungen vor der Pubertät an der Vorhaut herum manipuliert - erst recht an einem Säugling - ist unseriös und eigentlich kein Arzt!

    Eventuelle Rötungen, die immer mal vorkommen können, verschwinden fast immer von selbst, ansonsten tut's etwas Bepanthen und schlimmstenfalls wirklich mal ein bisschen Rivanol - aber mehr auf keinen Fall.

    Sagen Sie also BITTE diesen Termin zur "Ausdehnung" unbedingt ab und schauen Sie auch bei künftigen Untersuchungen, vor allem bei den "U's" darauf, dass niemand an der Vorhaut Ihres Sohnes zieht oder bewegt. Der einzige, der daran rum greift, zuppelt, spielt, etc. soll Ihr Sohn selbst sein.

    Alles Liebe und Gute

    Hallo Marion,

    Erst einmal finde ich toll, dass ihr euch nicht einfach habt "bequatschen lassen" und euren Jungen habt operieren lassen.
    Natürlich sind deine Bedenken total verständlich, allerdings kann ich dich aus den Erfahrungen mit meinem Sohn etwas beruhigen.

    Zunächst mal zu den Erektionen: Die hat euer Sohn schon von Geburt an, das heißt, wenn ihn die schmerzen würden, wäre das schon sehr lange Thema bei euch. Auch dürfte er sich schon sicherlich einige Zeit mit seinem Penis "beschäftigen", mit 13 ist das nun durchaus schon eine Weile Thema, und da dürften Schmerzen und Probleme, wenn sie bestünden, definitiv zu Tage getreten sein, zumal ihr ja augenscheinlich ein gesundes und offenes Gespräch dazu pflegt.
    Dahingehend kannst du dich also beruhigt zurücklehnen.

    Nun zur Verengung selbst, und da möchte ich mal ganz profan sagen: Wo steht dass eine (problemlos verlaufende) Vorhautverengung ÜBERHAUPT operiert werden muss? Millionen Männer leben mit einer Vorhautverengung, haben damit Kinder und ein erfülltes Sexualleben. Die "Technik" um mit Phimose trotzdem normal Sex zu haben ist keine Ingenieurskunst und der "Lust" auch nicht abträglich. Auch die Anwendung von Kondomen ist - entgegen vieler Annahmen - völlig unkompliziert, ja mitunter sogar einfacher (denn viele Männer haben z. B. Schwierigkeiten mit einer sich unter dem Kondom bewegenden Vorhaut - was bei über der geschlossenen Vorhaut abgerollten Kondom nicht passieren kann).
    Deswegen ist diese "Torschlusspanik", das "Problem" müsse bis zum ersten Sex unbedingt behoben sein, gar nicht nötig.

    Eine OP, sofern von eurem Sohn irgendwann gewünscht, ist natürlich auch im Erwachsenenalter möglich und sollte auch eigentlich erst dann erfolgen, weil euer Sohn erst dann seine eigenen praktischen sexueller Erfahrungen in nennenswerter Weise gemacht hat und erst dann selbst beurteilen kann, ob er mit seinem "Ist-Zustand" zufrieden ist, oder etwas verändert haben möchte.
    Desweiteren hätte er dann ganz allein die Entscheidung darüber, wie viel und was operiert wird. Da könnte kein Arzt auf euch einreden oder ihm als Jugendlichen einreden, das MÜSSE alles "funktionieren" und deshalb MÜSSE alles weg geschnitten werden.
    und z. B. Dr. Kreutzig-Langenfeld operiert auch Erwachsene und ist, was die Einstellung zur OP angeht, das quasi Erwachsenen-Pendant zu Prof Stehr.

    Zu den Narben :
    Ich teile die Ansicht, Narben machten das ganze quasi hoffnungslos, nicht. Bekanntermaßen dehnt sich auch Narbengewebe, sonst würde jedes in der Kindheit aufgeschlagene Knie bei jedem Wachstumsschub aufreißen. Tut es aber nicht.
    Klar ist das Dehnen von Narbengewebe sicherlich langwieriger, aber funktionieren tut es!

    Wie aber schon gesagt steht über all dem die Frage: Warum überhaupt? Die Hygiene geht schon in Ordnung, in den Bereich kommt beim Baden/Duschen/Schwimmen genug Wasser, Seifen etc sollen da ohnehin lieber fernbleiben.
    Und die "Funktion" leidet nicht per se wegen der Phimose.

    Lieben Gruß