Beiträge von Angsthäsin

    Hallo ihr Lieben, bitte entschuldigt, dass es so lange dauert.
    Im Moment komme ich nicht dazu, Bilder o.ä. zu machen, aber die folgen noch-versprochen.

    Leider lösen sich mittlerweile die Fäden (schon) auf, die Naht klafft auseinander und mein Freund ist panisch. Wir waren gestern noch beim Arzt (leider nicht bei dem Operateur, sondern bei seinem Kollegen) der hat das nicht wirklich ernst genommenoder villeicht auch einfach für normal befunden. Keine Ahnung, ob das einfach nur heruntergespiele war oder ob es wirklich ok so ist, wie es ist. Mein Freund ist ziemlich fertig....
    Jetzt müssen wir mal schauen, wie wir weiter vorgehen.
    Das ganze kommt mir vor wie ein Alptraum im Moment.

    Klar, die Bilder folgen :) Ich muss es nur noch mal ordentlich versäubern, damit man auch was sieht.

    Leider geht es ihm im Moment nicht gut. Eine Naht löst sich immer, wenn sich da unten was regt....und die Haut ist an der Unterseite etwas kurz, so dass sie dann an der Naht zieht. Er wird am Montag auf jeden Fall mal zum Arzt müssen....Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.

    Kennt hier jemand zufällig Cremes, die das Hautwachstum fördern? Bis zum Hautarzttermin ist es leider noch etwas hin, da wollte ich mich schon vorher mal schlau machen.

    So, gestern war es so weit. Der Eingriff ist gemacht. Mein Freund wollte mich gerne dabei haben, und der Arzt hatte auch gar nichts dagegen (was den Respekt diesem Herren gegenüber noch mal verstärkt hat, ich glaube, dazu ist nicht jeder Arzt bereit), also durfte ich die ganze Zeit bei ihm sein und zusehen. Und ich muss sagen, der Arzt hat sich sehr viel Mühe gegeben, hat die verbleibende innere Vorhaut, die etwas verwachsen war, wieder gedehnt, die Verwachsung entfernt und alles sehr, sehr sauber gemacht. Er hat, so sah es für mich aus, wirklich alles gegeben um so viel wie möglich zu erhalten. Die Hälfte der inneren Vorhaut ist verblieben, etwa die Hälfte der Eichel wird immerhin bedeckt bleiben. Das Frenulum war sehr stakr vernarbt, aber auch dieses konnte er wiederherstellen, was meinen Freund sehr freut. Dadurch ist die Haut unter der Eichel etwas kürzer als die obere Vorhaut, aber das ist für ihn erst mal ok so. Er hat auch keine Schmerzen, was einerseits sehr gut ist, andererseits aber befürchten lässt, das vielleicht etwas nicht in Ordnung sein könnte (Nerv getroffen o.ä.). Der Kollege des operierenden Arztes, bei dem wir heute zur Nachuntersuchung waren, sagt, dass das eigentlich sehr gut ist und bei einem plastischen Eingriff auch durchaus möglich ist und wir uns erst mal keine Gedanken machen sollen. Hoffen wir das Beste.

    Die Schwellung ist auch schon zurück gegangen, allerdings ist der Bluterguss deutlich sichtbar. Ich hoffe sehr, dass es gut heilt und keine weitere Vernarbung auftritt.

    Für die Zeit danach habe ich ihm eine "Penissocke" aus Stretchstoff mit Satininlay genäht, die fand er vor dem Eingriff beim Tragen sehr angenehm. Ich hoffe, sie hilft ihm auch. Eine reine Satin-Hülle habe ich auch schon genäht, allerdings passt diese nicht ganz so gut, das muss ich noch mal modifizieren. Aber er war sowieso am meisten angetan von der Socke, weil sie so schön von alleine hält. Mal schauen, ob sich diese auch bewährt!

    Vielen Dank nochmal an alle Lieben hier, die uns mit vielen guten Ideen zur Seite gestanden haben. Das war große Klasse!


    aber - am besten so viel haut wie möglich belassen. das macht auch die restoration später einfacher.

    meine erfahrung mit damit - lasst die geräte sein-wenn, dann macht die manuellen methoden oder die bei denen man die sachen einfach hier bekommt.

    Manuelle Methoden? Welche wären das denn? Da bin ich ja gespannt! :)

    Mein Freund hat mittlerweile einen Arzt gefunden, der ihn versteht und der ihm auch hinterher hilft, die Eichel zu pflegen und vor der Verhornung zu schützen und auch eine Vorhautwiederherstellung mit ihm beobachten und ihn unterstützen würde. Er wollte da noch nach einer geeigneten Creme suchen, ich bin echt gespannt. Anfang Februar ist dann die Op. Das Borrelien-Ergebnis kommt heute oder morgen, ich melde mich, sobald ich etwas weiß!

    Ansonsten nochmal Danke für alle lieben Tips :)

    Guy: da hast du wirklich recht. Warum sollte es nicht gut gehen. Grade, weil wir um das Risiko wissen.
    Was die Beschneidung selber angeht, ganz klar ist: jeder Bereich, der von Lichen Betroffen ist, muss weg + 2-3 mm "Sicherheitsabstand". Denn wenn etwas "überbliebe" und es einen Rückfall+wiederholte OP gäbe, wäre das wohl sehr kontraproduktiv. Ist nur die Frage, ob eine Teilbeschneidung an sich besser ist, oder ob da die Risiken (Vernarbung, die direkt über der Eichel liegt und ggf. reibt) die Vorteile (Erhalt von Schleimhaut, Nerven) wieder auslöschen...? Allerdings steht noch nicht fest, bei welchem Arzt-denn zu dem möchte mein Freund dann auch wirklich vertrauen haben, dass er auch dran lässt was wirklich noch gesund ist. Kann ich gut verstehen ;)

    Was mich grade beruhigt, ist, dass er endlich mit seinem Vater darüber gesprochen hat. Der ist selbst als 5-Jähriger beschnittten worden, und hat Zeit seines Lebens kein Problem damit gehabt. Er sagt zwar, dass das Empfinden mit den letzten Jahren schwächer wird, aber das selbe sagt auch mein eigener, gleichaltriger, unbeschnittener Paps.

    Dann hoffe ich, dass wir einen Arzt finden, der das auch wirklich gut macht. Und ich hoffe, dass unsere Beziehung trotz allem so bleibt, wie sie ist. Einfach schön.

    Wenn jemand interesse daran hat, berichte ich natürlich, was wir denn alles so unternommen haben und wie es funktioniert hat. Ich hoffe und schätze, dass die OP in den nächsten Wochen stattfinden kann-damit es wieder "bergauf" geht.

    Den Zipfel könnte man ja auch etwas anatomisch anpassen, je nach dem, wie es am bequemsten ist :)
    Ich hab mittlerweile ein Unterhemd von mir mit sehr weichem,stretchigen Stoff gefunden, das zerschnibbelt wird. Da probiere ich mal ein etwas engeres "Überzieherle" ohne Verschluss zu gestalten, einen Versuch ist es Wert. Grade kurz nach der Op könnte das bei den ersten Versuchen was Sport angeht evtl. gute Dienste leisten. Wenn jemand interesse hat, berichte ich gerne.

    So, um die, die gern wissen mögen, wie es weiter geht, hier der neueste Stand.
    Wir waren heute bei einem weiteren Andrologen. Auch er sagt, die Beschneidung ist unumgänglich. Alle anderen Therapien kann man machen, wenn das noch nicht so weit fortgeschritten ist, die würden das Lichen dann aufhalten-aber so hilft gegen die Phimose nur eine Beschneidung. Eine triple Incision würde bei der bestehenden Vernarbung der Vorhaut kaum verheilen und wahrscheinlich große Probleme machen.Und da mein Freund mittlerweile doch Probleme hat, alles sauber zu halten, muss er wohl oder übel durch die Beschneidung durch. Immerhin war auch dieser Arzt bereit, so viel Vorhaut zu erhalten wie möglich-aber auch er hat gesagt, dass es nicht viel sein wird (er würde von sich aus eher radikal beschneiden, wahrscheinlich weils einfacher ist, aber er war auch bereit, so viel wie möglich zu erhalten). Wie weit das innere Vorhautblatt betroffen ist, kann man erst bei der Op sehen, aber er würde versuchen, auch das so weit es geht zu erhalten. Aber viel wird das wohl seiner Einschätzung nach nicht sein. Gegen eine Vorhautwiederherstellung spricht seiner Meinung nach nichts, aber er fand es ein wenig amüsant. Vielleicht auch, weil er bis jetzt noch nicht gehört hat, dass jemand nach einer Beschneidung wirklich Probleme beim Sex hatte. Naja.


    Aber hier kommt der Punkt, an dem mich eure Meinung und Erfahrung interessieren würde:

    Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass tatsächlich so viel Empfinden dabei verloren geht, dass der Sex nicht mehr schön bis schwierig wird?
    Wie viel bringt die Vorhautwiederherstellung?
    Ist es besser, so viel Vorhaut zu belassen wie möglich-oder doch radikal alles zu entfernen? Anscheinend sind Teilbeschneidungen ja nicht immer ganz unkompliziert und auch mit der Narbenbildung scheint das ja so eine Sache zu sein....


    Leider holt mich meine Angststörung grade wieder immens ein und mir fällt es schwer, zu erkennen, ob das wirklich so ein unproblematischer Eingriff ist, wie viele Ärzte UND Betroffene sagen-oder ob sich viele Beschnittene Männer das ganze selber schön reden und es doch eher ein Eingriff mit problematischen Folgen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir noch einmal helfen könntet.

    Er sagt, für eine Lasertherapie wäre es so sehr zu spät, dass er sogar seinem eigenen Sohn zu der OP raten würde. Wenn ich mir die Auswirkungen (extreme Phimose) und die größe des betroffenen Hautareals anschaue, stimme ich ihm da vom Bauchgefühl her zu.

    Mein Bauchgefühl sagt, die OP jetzt ist sinnvoll-, es sollte so viel Gewebe entfernt werden, wie muss (damit auch wirklich alles weg ist) und so wenig wie möglich, so dass zumindest der Eichelrand noch bedeckt ist. Dann den Rest der Eichel schützen (Vorhaut dehnen wenn,dann nur ganz, ganz sanft, mein Freund liebäugelt mit dem TLC-Silikonkonus, (weiß grade nicht, wie der heißt), der ja auch eine schützende Funktion hat). Sollte doch wieder was auftreten, wird sofort eine Lasertherapie oder eine Therapie mit Protopic angefangen, je nach dem, wozu der Arzt rät-und was am besten wirkt.

    Nebenbei werden wir versuchen, noch ein wenig am Immunsystem zu arbeiten. Allerdings habe ich den Verdacht, dass es mit einer Borrelieninfektion (denn er hatte kurz vor dem Auftreten der Erkrankung einen Zeckenbiss sehr nah an dieser Körperstelle) zu tun hat. Aber das Immunsystem wieder ein wenig in rechte Bahnen zu lenken, kann ja auch nicht schaden. Da gibt es übrigens viele interessante Ansätze dazu, teilweise experimentell und alternativ, das gebe ich zu-aber diese kommen ohne großflächige Immunsuppresiva aus. Und, wenn wir mal ehrlich sind, ist ein Lichen vielleicht doch noch angenehmer als ein Leber-, Lungen- oder sonstiges Karzinom, das die Immunsuppresiva verursachen könnten.

    Erst mal ein herzliches Danke an Weguer!
    Da werde ich doch bald in Produktion gehen. Das sieht wirklich gut auch, auch die Idee mit einer Vorrichtung zum Befestigen finde ich Klasse!

    Lieben Dank!


    Aphrodite:
    Bis jetzt scheint niemand in Europa diese "Stammzellentherapie" durchzuführen, oder sehe ich das falsch? Ich habe eine Studie von der Uniklinik Bochum bekommen, bei denen hatte von den, zugegebenermaßen radikal beschnittenen Männern, niemand einen Rückfall. Auch besagt diese Studie, dass bei Männern das Risiko der karzinogenen Eigenschaften eher gering ist. Das finde ich auch erst mal beruhigend. Zudem gibt es die Möglichkeit, die betroffenen Stellen zu vereisen. Und was die Lasertherapie angeht: ich habe das "Glück" in einer Hautarztpraxis gearbeitet zu haben. Bei den Behandlungen kommt es zu 100% darauf an, wie gründlich gearbeitet wurde. Und ich wiederhole noch mal: ich mag mir nicht von vornherein jede Hoffnung ausreden lassen.

    Aber mal ehrlich: was wäre dein Vorgehen? Was würdest du an unserer Stelle machen? Sollen wir eine radikale beschneidung durchführen lassen und die Eichel dann fröhlich verhornen lassen? Oder wie wäre dein Plan?

    Glaub mir, wir haben uns informiert, wie blöde sogar. Über diese Erkrankung gibt es noch kaum gesicherte Erkenntnisse. Da ich selber Biologie studiere, habe ich auch ein wenig Ahnung. Und die Immunologen, bei deinen mein Freund bis jetzt war, sagten ihm, dass sie ihm nicht helfen können. Was im Internet steht, konnten sie absolut nicht bestätigen, auch eine Therapie mit Immunsuppresiva wäre wohl eher gefährlicher als die OP. Und, um das noch mal zu betonen: Es wird VERMUTET, dass es sich um eine Autoimmunreaktion handelt, gesichert ist das hinten und vorne nicht. Zumal, wenn du weiter liest, sind auch oft Borrelien oder HPV-Viren in den Betroffenen Zellen nachgewiesen worden. Und zuguterletzt: Wikipedia ist zar prima, aber was so wichtige Belange angeht, verlasse ich mich doch lieber auf fundierte medizinische Fachliteratur.

    Dass man die Krankheit in einem früheren Stadium anders behandeln hätte können (Lasertherapie hat sich als sehr wirksam erwiesen, wie auch bei anderen Hautkrebsarten), habe ich bereits selber erwähnt. Aber das hilft uns nun auch nicht mehr weiter.

    Bei der Op wird ja sämtliches erkranktes Gewebe entfert, gedehnt würde nur das gesunde, verbliebene Gewebe. Die Krankheit kann zwar wieder kommen, tut es aber in den meisten Fällen nicht. Und selbst wenn sie es täte, wäre dann eine Lasertherapie möglich, da wir ja nun wissen, womit wir es zu tun haben.

    Ich bin ehrlich, der Post ist zwar bestimmt nett gemeint-aber auf mir wirkt er etwas agressiv. Ich kann nichts dafür, dass sich mein Freund sich nicht hat zum Arzt bewegen lassen. Und ich habe auch keine große Lust, mich weiter entmutigen zu lassen. Ich schlafe sowieso schon nicht mehr.
    Natürlich gibt es das Risiko, dass es wiederkommt-aber dann kann man immer noch eine radikale Beschneidung in Betracht ziehen. Jetzt geht es erst mal darum, so viel zu retten wie möglich und doch das betroffene Gewebe restlos zu entfernen.

    Ich weiß, dass diese Art der Beschneidung nicht von jedem Urologen hierzulande beherrscht wird. Da müsstet Ihr euch ein wenig durchfragen.
    Wenn Ihr einen passenden Arzt gefunden habt, vielleicht ist es ihm ja egal, auf welche Art er beschneidet?

    Tja, nur müssen wir so einen baldmöglichst finden. Denn lange warten ist nicht mehr, dieses fiese Lichen breitet sich aus. Und ich mag mir überhaupt nicht vorstellen, was passiert, wenn es auf die Eichel übergeht.
    Und so langsam trauen wir keinem Arzt mehr über den Weg. Traurig, aber wahr.


    High&loose wäre ja dann die beste Alternative, vielleicht lässt sich dann die äußere Vorhaut so dehnen, dass es irgendwann wieder langt, dass die innere Vorhaut auch innen liegt. Das wäre wirklich schön.


    Ich hoffe nur, bald einen Arzt zu finden (egal wo, von mir aus auch Schweiz oder Österreich) der Erfahrung hat und das gewissenhaft macht-und auch weiß, WAS er da macht.

    Was mich noch interessieren würde: Ist bei der Erkrankung Deines Freundes nur die äußere Vorhaut oder auch die innere betroffen? Die Vorhaut ist ja zweilagig, die beiden Lagen haben keine Verbindung zueinander. Für mich ist es also erstmal durchaus möglich, dass nur die äußere Vorhaut entfernt werden muss. Das heißt, wenn er nach amerikanischem Stil beschnitten würde, also high&tight, würde nahezu die gesamte innere Vorhaut erhalten bleiben.
    Diese Beschneidung in Kombination mit geeigneten Schutzmitteln (Stoffhülle, Senslip etc.) würde die Sensibilität nahezu komplett erhalten.
    Eine Frage wärs wert!

    Puuuuh, das ist eine gute Frage, die Ärzte haben sich dazu wohl nicht ausgelassen. (Er geht grade mal nachschauen ^^ ) Ich würde aus Gefühl sagen, es ist auch die innere Seite...wobei das Problem besteht, dass man das nicht sieht. Die Vorhaut hat noch eine Öffnung von vielleicht einem Zentimeter, wenn es hoch kommt. Da lässt sich leider wenig nachschauen :( Er meint aber grade, innen wäre nur ein bisschen,vielleicht 3-4 Millimeter, außen zieht sich das ganze gut 2 cm in die Länge.

    Beim nächsten Arztbesuch wird aber nachgefragt!

    Ich kenne high&tight nur aus kompletten Beschneidungen, nicht aus Teilbeschneidungen...wie wird das denn dann gemacht? Mir fehlt da grade die Vorstellungskraft. Und vor allem: wie bekommen wir den Arzt dazu, das dann auch genau so zu machen? Ich habe da die Idee, die Op selber zu zahlen (und gerne auch deutlich mehr, als die Krankenkasse zahlen würde) um somit demjenigen, der das macht, einen "Anreiz" zu geben. Was die Krankenkassen zahlen, finde ich ja regelrecht lachhaft für so einen bedeutenden Eingriff.

    Edit: Ganz vergessen! Stülpt sich dann die innere Vorhaut nicht nach außen? Das könnte ich mir dann auch wieder unangenehm vorstellen :S Aber der Wiederherstellung durch Dehnung würde dann nichts im Weg stehen....oder?

    Was mich grade fürchterlich ärgert...gibt es überhaupt Urologen, die sich bewusst sind, was eine Beschneidung bedeutet? Sogar der Herr, der am Freitag die eher vernichtende Diagnose stellte, meinte, der Eingriff hätte eigentlich keine Folgen, vielleicht ein ganz kleines bisschen Abstumpfung, das wars. Hier vor Ort wissen wir von einem guten Urologen-Team, die "Handwerklich sehr geschickt" sind, also gut operieren können. Aber auch bei denen auf der Website wird bei einer gesicherten Phimose-Diagnose zur sofortigen Beschneidung auch bei Kleinkindern geraten (als ich das sah, wurde mir schlecht).

    Aber da frage ich mich doch: wenn jemand, der nicht um die Konsequenzen weiß, eine Teilbeschneidung macht-macht er dies dann so gewissenhaft, wie es jemand tun würde, der um die Konsequenzen weiß? Sollte man dem netten Herren, bei dem mein Freund war, mal ein wenig "Aufklärungsmaterial" zukommen lassen? Meine Bedenken dabei wären, dass er dann beleidigt ist-und bei der OP (wenn sie denn wirklich bei ihm stattfinden soll) schlunzt. Ich bin hin- und hergerissen und ein wenig sauer, wie gewissenlos manche Ärzte handeln.

    Ja, das stimmt, die Übergangsstelle ist nicht zu retten. Aber da diese jetzt total verhornt ist, ist da eh schon nicht mehr viel Gefühl drin. Mein Freund sagt auch, soooo viel Gefühl hätte er in der Vorhaut nicht, er hat vor allem Angst, dass die Eichel abstumpft. Ich hoffe aber trotzdem, dass das Frenulum erhalten bleibt-einfach, weil ich hoffe,dass so viel wie möglich erhalten bleibt.
    Aber da der Eingriff unumgänglich ist (der Arzt sagt, er hätte große Angst, dass es doch bald entarten und zu Krebs werden könnten-wie mir meine Hausärztin auch gesagt hat: es ist eine Vorstufe von Krebs und wird sich unweigerlich dorthin entwickeln :( ) hoffen wir einfach auch, dass es positive Seiten hat. So kann er die Vorhaut überhaupt nicht mehr über die Eichel ziehen, das macht natürlich das Reinigen schwer-und ich hoffe einfach, dass das, was durch die Op an Gefühl verloren geht, ein bisschen dadurch ersetzt wird, dass die Eichel wieder mehr stimuliert werden kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir sie schützen und sie nicht verhornt.
    Dank eurer Hilfe bin ich da aber sehr optimistisch :)