Beiträge von SANDRA

    Eltern-dürfen-wieder-alles-Gesetz

    Wenn dem so wäre, dann müsste mir auch freigestellt sein, mein Kind selbst zu unterrichten. Doch diese "Elternfreiheit", die gibts eben nur für gewisse Glaubensbekenner. Hatte meine Familie doch immer recht! Und ich habs 44 Jahre nicht wahrhaben wollen. Doch noch ist nichts entschieden!! Warten wir die Dinge ab - wobei ich eine Demo vorm Bt richtig gut fänd...

    du hast natürlich absolut recht, und ich habe hier bewusst die "öffentliche Meinung" wiedergespiegelt. Ich bin froh, daß ich nicht allein die Dinge so sehe, wie ich sie sehe. Fühle mich aber außerhalb dieses Forums in dieser Angelegenheit so. Egal mit wem ich sprach, außer einer einzigen Freundin, alle gaben sie zu bedenken, konnten sich nicht klar positionieren, oder waren der Meinung, daß da eh nix zu machen ist. Ich verstehe das nicht. Wie kann man in der Beschneidungsfrage unklar sein? Deshalb auch bin ich nach Berlin gefahren. In den ersten 3 Stunden der Anhörung war ich abwechselnd wütend und traurig. Die Beschneidungsfürworter waren so zahlreich, ihre Argumente so klar und deutlich vorgebracht, und leider gab es bis fast zum Schluß keine wirklich guten Fragen seitens des Rechtsausschusses. Herr Montag schien nur am "Wie" der Beschneidungsfrage interessiert zu sein. Ganz zum Ende gab es aber eine wie ich empfand, deutliche Wende. Es wurde von einer Frau ,neben Herrn Montag sitzend, wiederholt gefragt, wie es denn mit und um die jüdische Gemeinde stünde, für ein Mitglied das nicht beschnitten ist. Öfter wurde der totale Ausschluß aus der Gemeinde als Folge der Nichtbeschneidung von den Befürwortern überdrastisch geschildert ( einmal kam es von Seiten der Berfürworter fast zur Drohung, doch er hielt noch im rechten Augenblick inne. Die Redner waren wirklich bestens geschult! Mein Kompliment. Wieso eigentlich haben wir nicht so charismatische Leute in der Politik? ) Jedenfalls musste dann auf seiten der Berfürworter eingeräumt werden, daß es sehr wohl die Möglichkeit für Unbeschnittene innerhalb der Gemeinde gibt zu leben. Nur bei den Strenggläubigen wäre das wohl unmöglich.

    Sitzen bei uns die Fatalisten? Na toll. Und denen muß man sich unterwerfen? Das ist peinlich für Deutschland. Und nicht, nach Frau Merkel, " die einzige Nation zu sein, in der Beschneidung verboten ist".

    dass Du mit Deiner Empfehlung eine therapeutische Perspektive nahezu unmöglich machst.

    Wieso bitteschön, soll es unmöglich sein jemanden zu finden der zumindest belesen, gut informiert ist in Sachen Beschneidung? Ein Aufschlagen der Gelben Seiten, ein paar Anrufe bei Therapeuten und gleich die richtigen Fragen stellen! Ein Vormittag arbeit...

    Mit jemandem , der von meiner speziellen Problematik so gar keine Ahnung hat, möchte ich persönlich mich nicht diesbezüglich unterhalten. Vertrauen hin oder her. Es sei denn, es ginge nur darum überhaupt mal das Thema auszusprechen. Wenn ich wirklich Hilfe benötige, dann muß jemand Sachkundig sein, und zwar mehr und besser als ich selbst.

    Vertrauen stellt sich dann ein, wenn ich das Gefühl habe, daß mich jemand versteht.

    kann aber kein Grund für eine grundrechtsopportunistische Entscheidung sein


    das sehe ich auch so. Wollen wir mal sehen wies die Damen nund Herren im Bundestag beurteilen. Übrigens bekam ich Post vom Rechtsausschuss.

    http://www.bundestag.de/bundestag/auss…hmen/index.html

    Ich fragte nach medialen Veröffentlichungen der Sitzung vom 26.11. . Mit diesen schriftlichen Stellungnahmen, die aber vor der Sitzung schon geschrieben waren und von denen ich schon einige hatte, kann man mitlerweile nicht mehr viel anfangen.

    Ein Zusatz der Mail an mich:

    Das Wortprotokoll hierzu können Sie zu gegebener Zeit ebenfalls unter der o.g. Adresse abrufen.
    Mit freundlichen Grüßen
    i. A. Kathrin Schreiber

    Na ja, bin ja mal gespannt, wann dieses Protokoll zu lesen sein wird. Aber ehrlich: liest jemand ein Protokoll aus einer 4-Stündigen Sitzung? Nur weil ich dabei war, und deshalb in etwa weiß wo ich nochmal hinhören möchte, werde ich mir die Mühe machen

    In diesem Fall ist Transparenz wirklich ein Hemmschuh. Was wieder mal zeigt, daß keine noch so gute Regel in allen Lagen positiv ist. Ich verstehe als kleiner Bürger nicht weshalb man sich nicht trauen sollte gegen die scheinbar weitläufige Meinung zur Probeschneidung zu stimmen. Doch als Abgeordneter ist vielleicht mein Job in gefahr. Da siehts dann schon anders aus. Und vom hohen Ideal eines Politikers auszugehen, ist ja leider auch nur ein Traum, und wird ewige Utopie bleiben. Wir haben aber immer noch die Aussicht auf gesellschaftliche Veränderung durch die Bevölkerung in den Ländern in denen beschnitten wird. Auch wir haben uns von kirchlichen Dogmen soweit befreien können. Das ist keine Mär sondern erworbene Realität.

    Daß wir vielleicht die Kleinsten nicht vor Beschneidung in unserem Land beschützen können, ist schreckklich. Doch ich möchte mal ganz kleinlaut die Frage stellen, die ich hier bislang noch nicht zur Dikussion gesehen habe: was würde eigentlich passieren wenn das Verbot hier Gesetz würde? Dann würden die Strenggläubigen und ihre verängstigen Anhänger doch dorthin fahren, wo ihnen die Beschneidung nicht verboten wäre. Damit würde es für die Kinder nicht weniger schlimm werden. Heiei, diese Argumente brachten fast alle meine Freunde vor, und ich wetterte dagegen, daß das keine Rolle spiele, daß wir uns an unsere Grundgesetze halten, und damit klare Position beziehen. Doch die um die es geht, die schützen wir nicht wirklich mit einem Beschneidungsverbot. Oder doch?

    Wir Frauen sehen die Sexualität völlig anders als die Männer,

    Da kann ich einfach nicht mit dir überein, vor allem nicht, wenn wir über generelle Sexualität sprechen. Wie sehr Beschnittenheit eine Rolle für die gesamtevolutionäre Sexualität spielt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen, habe mich dazu noch nicht ausreichend mit dem Thema befasst. Doch es wird eine Studie von morgen sein. Nach dieser Debatte auf jeden Fall!

    Daß die Beschneidung eine Desensibilisierung verursacht, ist nicht wegzureden. Doch es gibt tatsächlich Frauen die auf "Rambosex" stehen, weil dieser Mann zuerst einmal als Alphatier wahrgenommen wird. Und Frauen stehen auf diesen Typ-ein archaisches Muster, mit aktueller Gültigkeit. Daß aber nicht jeder beschnittene Mann auch von dxer Persönlichkeit zu diesem Typ Mann gehört, macht die Beschneidung so dramatisch, weil der beschnittene Mann in seiner Sexualtät nicht mehr so funktionieren kann, wie es eigentlich seinem Naturell entspräche. Da aber Sexualität sowieso durch Kultur, Gesellschaft und Medien
    beeinflusst wird, ists wirklich schwierig zu einem eigenen, klaren Selbstbild in Sachen Sexualität zu kommen. Da hilft wirklich nur: probieren, wahrnehmen und nochmal probieren.

    Meine Erfahrung zeigt, daß alle alles haben. Die einen wünschen mehr hiervon, die anderen bevorzugen mehr davon. Doch mit der Beschneidung wird einem die eigene Wahl genommen. Und das würde ich als Mann verboten sehen wollen. Und auch als Frau wünsche ich eine Unterlassung der Zwangsbeschneidung, weil diese mir potentielle, flexible Liebhaber vorenthält ( ohje, ich höre den Aufschrei ).

    Ich möchte langsam wirklich gerne wissen, was die beschnittenen Männer zu unseren Dialogen sagen? Findet ihr uns überzogen, erkennt ihr euch wieder? Erkennt ihr uns wieder?

    dass man einen Menschen findet, dem man vertraut bzw. bei dem man Vertrauen lernen kann.

    Ich habe mitlerweile 10 Jahre Therapieerfahrung hinter mir, und kann dir da absolut recht geben. Wobei Vertrauen allein nicht ausreicht. Es ist wichtig, daß der Therapeut versteht worum es dem Klienten geht, und er sich in die Problematik hineindenken kann, er entweder eigene Erfahrungen hat, oder aber zumindest sich in dem Thema, der Problematik seines Klienten ( belesenerweise ) gut auskennt . Im Falle der Beschneidung würde ich einen Therapeuten mit Schwerpunkt Sexualwissen(schaft) empfehlen. Dieser Bereich ist zwar noch immer nicht so ausstudiert wie andere Felder in der Psychologie, doch es gibt sicherlich den einen und anderen guten Sexualtherapeuten.

    Wenn Du mich so fragt, fällt mir auf, dass er nicht mit den Händen berührt werden will, er wird da richtig sauer


    Guten Morgen Theresa,

    das ist ein Problem. Denn die einzige Möglichkeit langes Penetrieren zu vermeiden, ist die Befriedigung mit der Hand .

    Es gab eine Beschwerde von Peter, und ich denke, er bezieht sich auf unsren Dialog. Wenn andere sich auch durch diesen Austausch gestört fühlen, sollten wir dieses Thema eher in privaten Nachrichten fortführen. Bitte um Stellungnahme diesbezüglich von anderen Usern.

    Eure Ehe scheint wirklich eine gute zu sein. Du kannst dich glücklich schätzen, ich beneide dich. Bei mir gehen die Beziehungen immer nach dem ersten Rausch in die Brüche. Nicht wegen der schönsten Nebensache der Welt ! Denn gerade wegen der Erotik blieb ich oft länger mit einem Mann als ich eigentlich wollte. Ich habe glaube ich einen Se(x)ten Sinn, und fand meist was ich in körperlicher hinsicht mag. Doch ein Garant auf dauerhafte Zufriedenheit ist die Sinnlichkeit allein auch nicht. Nun, ich bin älter geworden, lege mitlerweile auf geistige Flexibilität mehr Wert als auf körperliche Höhepunkte. Doch auf Berührung möchte ich dennoch nicht verzichten.

    Daß es schön ist, beim andern Lust zu sehen oder zu spürn, ist glaube ich ein normales Bedürfnis in der Sexualität. Das hat sicherlich nichts mit Beschneidung zu tun, weil ich die Lust an der Lust des andern auch von mir selbst kenne. Es ist doch wunderbar wenn dein Gegenüber vor Lust kaum noch an sich halten kann, und du dafür mit der Auslöser bist. Es ist eine art Kompliment für das was du sexuel für deinen Partner tun kannst. Deshalb ja auch die vielen vorgetäuschten Orgasmen, die ich aber nicht so verteufeln würde, wie es ihrem Ruf vorausgeht . Wenn durch das Stöhnen des Partners schneller und einfacher der Orgasmus erreicht wird ( egal auf welcher Seite-auch Männer täuschen gelegentlich vor ), dann finde ich, hat das Theater einen Sinn. Auch unbeschnittene Männer schwingen nicht immer gleichzeitig mit der Partnerin.

    Ja, es ist total spannend die Erblinie bei den Kindern verfolgen zu können. Was genau alles vererbt wird, daß weiß man noch nicht genau. Doch es ist meiner Meinung nach mehr als der bloße Chromosomensatz und damit die Farbe der Augen oder die länge der Finger. Daß Talente sich weiter vererben, daß ist allen klar. Wie es sich mit noch "feinstofflicherem" verhält, wie z. Bsp.: der Gesinnung, Vorlieben, Gutes und Böses in einem Menschen, da ist man noch am forschen. Ich bin überzeugt davon, daß wir auch tief innere Stimmungen vererbt bekommen. Das beste Forschungsobjekt war mein eigener Sohn. Er wuchs mit mir auf und sah seinen Vater zwar regelmäßig, aber erst ab dem 3. Lebensjahr, doch mein Sohn zeigte ganz viele Persönlichkeitsstrukturen seines Vaters schon als Kleinstkind . Bis heute sind die beiden fast wie geklont - zu meinem Ärger leider. Denn auch bei diesem Mann achtete ich ( wie Männer es oft tun ) mehr auf sein Äußeres und ob er mir als Sexualpartner entspricht. Als Paar funktionieren wir gar nicht, weil wir die Eigenschaften des andern als hinderlich für unsere eigene Persönlichkeit empfinden. Ich wollte natürlich meine art in meinen Nachkommen vererbt sehen, doch da hab ich mich nicht durchgesetzt. Vielleicht gut so....wenn alle wären wie ich, dann wäre die Welt in ewiger Hetze sich in ihr absolutes Ideal zu verwandeln. Und da jeder andere Ideale hat, gäbs Streit ohne Ende. Im Grunde würde alles bleiben wie es ist. Insofern ists gut, daß mein Sohn die die Friedfertigkeit seines Vaters geerbt hat.

    Jetzt hab ich mich schon wieder verannt; mit Beschneidung haben meine letzten Sätze kaum noch etwas zu tun. Dennoch bin ich überzeugt davon, daß ein gewaltsamer Eingriff bei den Jüngsten, egal ob körperlich oder geistig, erhebliche Folgen im späteren Verhalten mit sich zieht ( und möglicherweise eben auch, vererbt sich dieses Verhalten ). Nicht bei allen im gleichen Ausmaß, doch im Falle der Beschneidung ist eine Desensibilisierung des Penis, ein Fakt. Und wozu der gut sein soll, kann ich nicht erkennen. Ich meine weiter zu wissen, daß durch die Desensibilisierung ein Mensch in seiner Empfindungsfähigkeit nachhaltig verändert wird. Und das kann man nicht ohne das Einverständnis des Einzelnen tun. Darüber ist man sich wohl einig, sonst gäbe es das Grundgesetz der Unversehrtheit bei uns ja gar nicht.

    Sollte tatsächlich sich nichts verändern in Bezug auf der Gesetzesgrundlage der aktuellen Beschneidungsdebatte, sehe ich auch für andere Religionen Tür und Hof geöffnet, inhumane Rituale straffrei auszüben.

    Ich hoffe, ich bin nicht zu sehr von deinen Belangen abgewichen. Wünsche dir einen schönen Tag, und vielleicht mehr Entspannung in der Sexualität innerhalb deiner Partnerschaft.

    uiuih! Da gings ja hoch her! Und alles nur, weil sich immer alles um den Orgasmus dreht. Fazit: alle wollen ihn haben, und niemand bekommt ihn geschenkt. Vielleicht hilfts ja mal vom großen Moment abzusehen, sich mal wieder auf andere Körperteile zu beschränken als den Genitalien und ihren Häuten. Sexualität ist auch ohne schön. Trotzdem sollte niemand Zwangsbeschnitten werden! Und ein jeder der da durch musste, hat ein absolutes Recht sich zu beschweren, und auch zukünftige Männer vor diesem Schicksal zu bewahren.

    Doch diese Orgasmusfixiertheit dürfte auch mal unter die Lupe genommen werden. Macht euch doch nicht zum Sklaven eurer Erwartungen! Es gibt einen Höhepunkt auch ohne Ejakulation. Er kann von Frauen wie Männern empfunden werden, und gleicht diesen exstatischen Wellen von denen Aphrodite (warst du es? ich kanns gerade schriftlich nicht zurück verfolgen) berichtet hat. Ob Vaginal oder Klitoral: es gibt doch noch so viele andere Körperstellen die hoch empfindsam sind. Sie sind bei Mensch zu Mensch an verschiedenen Stellen. Diese zum Leben zu erwecken sollte die Herausforderung sein. Der Druck zum Orgasmus zu kommen, macht alle anderen Gefühle zweitrangig. Und das ist sehr schade, denn wie schon gesagt: die schönsten Wellen der Lust kommen meiner Erfahrung nach aus der Sinnlichkeit, und haben nichts gemein mit der üblich angesteuerten Ejakulation. Denn ist der Orgasmus erstmal geschehen, ist die Luft raus. Ein sinnliches Erlebnis dagegen, mit fließenden, wellenartigen Empfindungen, kann tatsächlich über mehrere Tage als Hochgefühl empfunden und mitgenommen werden.

    Ich möchte aber natürlich den "Orgasmusjägern" nicht deren Leidenschaft in abrede stellen. Nur Variationsmöglichkeiten aufzeigen.

    Na, es ist aber trotzdem alles offen. Es können doch nicht nur Hirntote im Bundestag sitzen! Ich bin in dieser Angelegenheit weniger optimistisch als vernunftüberzeugt. Es ist doch gar nicht möglich hier anders zu entscheiden als für das noch unmündige Kind, dessen Unversehrtheit durch eine Befürwortung der Eltern zur Zwangsbeschneidung grob und fahrlässig misachtet würde. Sollte es denn wirklich möglich sein, daß wir in dieser unserer Zeit noch immer religiösen Fanatikern unterstellt sind? Was wäre das für ein Armutszeugnis!? Daran will ich nicht glauben, und weigere mich es zu tun. Solange die Entscheidung noch nicht gefallen ist, sehe ich den Dingen positiv entgegen. Trotz aller Unkenrufe aus allen Lagern.

    Warum zum Henker sind sich denn alle so einig, daß der Beschluß pro Beschneidung ausgeht? Sind denn alle Argumente, vorangig die des Schutzes der Unversehrtheit , so einfach vom Tisch zu wischen? Und wäre das beschlossene Gesetz bevor es zum Unterschreiben geht, nicht doch noch anfechtbar? Wer genau sitzt denn da in der Abstimmung? Kennt man diese mit Namen, und hat man ihnen alles Wichtige von dieser, unserer Seite vorgelegt? Haben die den Film "Its a boy" gesehen?