Beiträge von Mili

    Hallo zusammen !

    Danke für eure Erklärungen, jetzt kann ich vieles besser nachvollziehen.
    Und ich bleibe dabei, dass auch vorschnell Schlüsse gezogen wurden und unser „Fall“ ziemlich schnell in eine bestimmte Schublade gesteckt wurde. Das finde ich nach wie vor schade und es könnte andere Eltern abschrecken sich hier mit ihren Sorgen zu zeigen.

    Danke auch, dass ihr mir eure Erfahrungen so ausführlich geschrieben habt, das hilft mir auf jeden Fall sehr weiter und bestärkt mich in meiner Einstellung dass da bei meinem Kind nichts rumgeschnippelt werden soll.

    Um eure Fragen noch zu beantworten:

    Wir sind auf die Verengung tatsächlich durch Probleme beim Wasserlassen aufmerksam geworden.

    Zum einen hatte mein Sohn eine Entzündung, unter der er ziemlich gelitten hat. Es kam dick Eiter aus seinem Penis und er war dick und rot geschwollen. Die Kinderärztin hat gleich ein Anitbiotikum verschrieben, das auch seinen Dienst gut erfüllt hat.

    Dann hatte er immer wieder Schmerzen beim Urinieren weil wohl kleine Risse da waren, die auch etwas geblutet haben. Die Schmerzen waren so schlimm für ihn, dass er manchmal so lange angehalten hat bis er Bauchschmerzen vor lauter Blasendruck hatte.
    Wie die Risse zustande kamen konnten wir uns nicht erklären. Jetzt im Nachhinein könnte ich mir vorstellen dass sich dieser öfter im Netz beschriebene „Ballon“ gebildet hat wenn er uriniert hat, und daher viel Druck auf den Vorhautring (heißt das so?) kam. Zu dieser Theorie würde auch passen, dass er nicht „geradeaus“ Pinkeln könnte (was meinem Mann öfter aufgefallen war wenn sie mal in der Natur zum urinieren nebeneinander standen), sondern der Urin in alle Richtungen spritzte. Er sitzt seit er keine Windel mehr hat zum Pinkeln auf der Toilette. Daher habe ich eigentlich nie gesehen wie das aussieht, sondern mich nur ab und zu gewundert, dass mit 9 Jahren immernoch überall Urin war wenn er auf Toilette war.

    Nun kommt bitte nicht zu dem fälschlichen Schluss, dass „nicht geradeaus Pinkeln“ unser Anlass sein über eine Op nachzudenken! Dies erzähle ich nur weil es zu den Dingen gehört durch die wir auf die Verengung aufmerksam geworden sind.

    Jedenfalls haben diese Dinge uns veranlasst, die Kinderärztin mal zu konsultieren um herauszufinden woher diese Probleme kommen. Mein Mann ging dann mit dem Kleinen zu dem Termin, und die Kinderärztin soll wohl was in der Art gesagt haben wie ‚so eine starke Verengung hätte sie seit langem nicht mehr gesehen, das wäre schon extrem‘. Sie sprach sofort von Beschneidung, was mich (und meinen Mann in dem Moment) extrem geärgert hat. Vor allem weil sie es im Beisein unseres Sohnes getan hat, der jetzt natürlich Angst hat. Am liebsten hätte sie uns gleich einen Termin zur OP beim Urologen vermittelt, was mein Mann sofort verneint hat. Dann bekamen wir die erste Creme verschrieben, und ließen uns beim Urologen einen Termin zur Kontrolle nach den 6 Wochen Cremebehandlung geben.

    Wie der Termin ablief habe ich oben ja schon im Detail beschrieben.

    Die aktuelle Situation ist folgende:

    Nachdem die zweite Cremebehandlung jetzt abgeschlossen ist, hätten wir eigentlich nächste
    Woche wieder einen Termin beim Urologen. Wir haben diesen Termin jetzt abgesagt und warten erstmal ab. Die Verengung ist ja schon weniger geworden und bisher waren keine Probleme mehr aufgetreten. Auch scheint das mit dem Urinstrahl jetzt besser kontrollierbar zu sein für unseren Sohn, was ich auch als Indiz sehe, dass sich schon was verbessert haben muss (wie gesagt, ein Indiz. Es geht nicht um den Urinstrahl als solchen, nicht dasss mir hier wieder jemand nen Strick draus dreht).

    Vielen Dank fürs Zuhören und Teilen eurer Erfahrungen.

    Sehr hilfreich sind für mich vor allem die Ausssagen von den Eltern unter euch, die mir geschrieben haben, dass die Vorhaut bei ihren Söhnen mit 9 auch nicht zurückziehbar war und dass das kein Grund zur Panik ist!! Genau das habe ich gebraucht um meine eigentliche Einstellung zu untermauern und mich nicht von den Ärzten verunsichern zu lassen. Erzählt mir gerne noch mehr so positive Erfahrungen ;-).

    Viele Grüße
    Mili

    Hallo!

    Bevor ich auf eure Fragen antworte und mich für eure Rückmeldungen bedanke, möchte ich noch eine Sache loswerden:

    Anklagende Aussagen wie von Pizarro73
    „Bitte lasst euren Sohn in Ruhe!!! …… mich gruselt…… “ usw sind wenig hilfreich und lassen mich gleich denken „warum hab ich da überhaupt geschrieben, wenn ich jetzt als übergriffige, unsensible Mutter dargestellt werde?“ Du weißt erstens gar nicht wie die Salbenbehandlung bei uns überhaupt abläuft, sprich ob ich überhaupt jemals am Penis meines Sohnes „herumgewerkelt“ habe, oder hast zweitens mal abgewartet was ich auf die Frage antworte, ob mein Sohn überhaupt Probleme durch seine Phimose hat oder nicht. Ätzend wenn man plötzlich der Buhmann ist obwohl (wie ich meiner Meinung nach sehr deutlich geschrieben habe) es mir ausschließlich um das seelische und körperliche Wohl meines Kindes geht!
    So.
    Zu den anderen Themen schreibe ich später noch mal.

    Hallo liebes Forum!


    Mein 9 jähriger Sohn ist nun seit einigen Wochen in Behandlung beim Urologen wegen seiner Phimose, und rät (natürlich) zu einer Beschneidung. Mein Mann und ich wollen das wenn irgend möglich für unser Kind vermeiden.

    Von der Kinderärztin hatten wir erst eine 1% Cortison creme bekommen, die wir 6 Wochen aufgetragen haben (und er hat selbst immer etwas gedehnt). Dadurch konnten wir zum ersten Mal überhaupt ein bisschenwas von seiner Eichel erkennen, vorher war die Vorhaut komplett „zu“.


    Beim Urologen sprachen wir dann an, dass wir von verschiedenen Alternativen zur kompletten Beschneidung gelesen hätten (Triple Inzision, Dehnen, Cremes) und gerne die Beschneidung vermeiden möchten.
    Er zeigte sich grundsätzlich verständnisvoll und zugänglich. Zum Thema Triple Inzision erzählte er, das hättte er jahrelang durchgeführt (er wäre einer der ersten gewesen, die das durchgeführt hätten) und auch überzeugt davon gewesen. Mittleruwürde er das aber kaum noch machen, da seiner Erfahrung nach die Komplikationsrate bei dieser Methode hoch sei und in vielen Fällen der Patient nachher dann doch komplett beschnitten werden musste. Das Hauptproblem bei der Triple Inzision sieht er im Rezidiv, also dass durch die Narben die Vorhaut nach einiger Zeit wieder enger würde. Ein anderes Gegenargument war, dass durch die drei Schnitte eine große Opnarbe da wäre und dadurch auch mehr Schmerzen und unangenehmere Heilungsphase.

    Zu guter letzt schlug er vor, erst noch einen weiteren Durchgang mit Creme zu versuchen und verschrieb uns eine 0,5% Cortisoncreme.
    Wenn das nicht den erwünschten Effekt hätte (er sprach auch davon, dass nach Beenden der Behandlung sich die Vorhaut oft wieder zusammen zieht), und wir keine komplette Beschneidung befürworten, rate er zum Dorsalschnitt. Das wäre im Vergleich zur Triple Inzision ein kleinerer Eingriff und für‘s Kind am wenigsten schmerzhaft etc.

    Die Creme wenden wir jetzt seit 4 Wochen an, und es tut sich leider nichts :( . Eher sehen wir sogar, dass die Vorhaut sich tatsächlich wieder zu zieht sobald wir mit der Creme aufhören (er hat 2 Tage bei seinem Freund übernachtet, dort wurde natürlich keine Anwendung gemacht und wir sahen am nächsten Tag das „Ergebnis“).

    Jetzt steht in 2 Wochen der Urologen Termin an und wir sind sehr verunsichert.

    Der Arzt wirkt eigentlich kompetent, nicht überheblich und seine Aussagen über seine Erfahrungen hören sich schlüssig an. Er hat sich auch viel Zeit genommen, und unsere Bedenken ernst genommen.

    Einerseits.

    Andererseits macht mich dieses „dann am besten gleich beschneiden um eventuell mehrere OPs zu vermeiden“ stutzig.

    Jetzt habe ich viel erzählt und rücke mal mit meinem Anliegen raus :D :

    Kann mir jemand seine Erfahrungen mit dem Dorsalschnitt schildern? (Positiv und negative)
    Der Arzt meinte noch das würde seiner Meinung nach hinterher „nicht schön Aussehen“. Ist das so? Wie sieht es denn aus??

    Dann haben wir noch die grundsätzliche Frage, ob sich die Phimose nicht doch eventuell noch von alleine gibt...? Wer hat dazu irgendwelche Erfahrungen?

    Der Urologe meinte zu dem Thema „Warten“(Was ich ehrlich gesagt auch einleuchtend finde): In der Pubertät einen solchen Eingriff zu machen wäre für einen Jungen wesentlich dramatischer als jetzt, da er gerade dann seinen intakte Penis braucht um eine unbeschwerte sexuelle Entwicklung zu durchlaufen. Der Penis wäre in der Phase sehr oft erigiert, was mit eine Phimose (oder OP Heilungsphase) sehr unangenehm würde. Außerdem kann auch ein Kind in dem Alter die Entscheidung noch nicht alleine treffen ob es eine Beschneidung möchte oder nicht. Eltern würden es sich schnell zu einfach machen in dem sie die Verantwortung über diese Entscheidung ihrem pubertierenden Kind abgeben würden.

    Bitte beschreibt uns eure Erfahrungen und Meinungen .
    Danke!!