Beiträge von E.H.M.

    Glaube steht unserem Interesse nicht prinzipiell entgegen.

    Es gibt auch Menschen die aus ihrem Glauben heraus die Beschneidung ablehnen.


    Und entgegen dem was mir viele Beschneidungsbefürworter unterstellen, halte ich Glaubensfreiheit hoch.


    Solange sie nicht die Rechte anderer einschränkt kann sie bei mir sehr weit gehen. Manchmal selbst weiter als es heutzutage vom Staat zugelassen wird.


    Aber bei der Kindesbeschneidung ist jemand anders betroffen, da ist es egal ob sie von Moslems, Juden, Christen oder Atheisten vollzogen wird. Es ist nicht zulässig.

    Zitat

    Was jetzt allerdings in Deutschland gefordert werde: die Knaben sollten mit 18 Jahren selbst entscheiden, ob sie sich beschneiden lassen oder nicht – so Ehrenberg weiter – das sei aus religiöser Sicht aber noch schlimmer als die physische Vernichtung.

    Ich kann mir vor stellen, dass viele seiner Glaubensgenossen jener Zeit dies mit unschönen Worten beantwortet hätten.


    Dieser Mensch leidet an Realitätsverlust, wenn er dieser Überzeugung ist.

    Die deutsche Aufregung - Meinung - Tagesspiegel

    Zitat

    Die deutsche Aufregung ist weltweit nicht gut begründet. Wir wären das einzige Land, das die rituelle Beschneidung als Straftat verbietet. Über die unterschiedlichsten Risiken und Nebenwirkungen sollten sich gerade Ärzte mehr Gedanken machen.


    Versuchen den anderer als „isolierten Querulanten“ darzustellen und auf die Möglichkeit der noch schlimmeren Folgen hinzuweisen... funktioniert nur wenn man den Protest in anderen Ländern ignoriert und die Augen davor verschlisst, dass jemand der illegal sein Kind beschneidet weniger an dessen Wohl denkt. Als an sein eigenes religiöses Wohl.

    Wundert mich nicht Mein Kommentar erschien bis her auch noch nicht.

    Ich weiß nun nicht ob es aus Mangel an Personal oder Zeit ist... oder es anderer Gründe gibt.

    "Der Artikel sollte diesen Namen nicht tragen. Werbung für ein Buch würde eher passen.

    Und wie Werbung quillt es über an Unwahrheiten und Oberflächlichkeit.

    Die Betroffenen schweigen nicht.

    Der Zentralrat der Juden hat sogar die Muslime, um die zu allererste betroffen waren, übertönt.

    Es gibt genug Beschnittene, welche sich gegen die Beschneidung ausbrechen. Es gibt Juden welche dagegen sind, Ärzte, Juristen, Kinderrechtler, Philosophen, Politiker und das nicht nur in Deutschland.

    Einige Betroffene gründeten extra Foren:

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Index

    Leider sind die Medien überfüllt von Befürwortung der Beschneidung, sachliche Darstellung der Fakten ist selten. Denn diese allein würden die meisten von solchen Riten
    abhalten, außer tief Gläubige.

    Niemand will „Beschneidung verbieten“

    wie es immer behauptet wird. Darf nur nicht mehr an unter 18 Jährigen vorgenommen werden."

    Absurder Streit um ein wenig Haut - Nachrichten Print - DIE WELT - Literatur - DIE WELT

    Zitat

    In Deutschland wird seit Monaten über die Beschneidung debattiert, ohne dass die Betroffenen – Muslime und Juden – sich auffallend daran beteiligen.

    Vielsagender Text über die Vorgehensweise der meisten Befürworter.

    Der Artikel sollte diesen Namen nicht tragen.

    Werbung für ein Buch würde eher passen.

    "Menschen werden vor Gericht angeklagt, die ihr Kind beschneiden ließen und die diese Beschneidung ausführten, die für Juden, nach dem Gebot sich zu mehren und fruchtbar zu sein, das zweite Gebot der Tora ist. Und auch für Muslime ist die Beschneidung grundlegend. Ohne Beschneidung kann ein Mensch weder Jude noch Muslim werden, genauso wenig wie jemand ohne die Taufe Christ werden kann. Sie ist für uns Christinnen und Christen grundlegend."

    Pfarrer sollten es eigentlich besser wissen.


    http://www.glaubeaktuell.net/portal/denkans…nk=&IDDParent=0

    Bist du dir sicher? Ich weiß, dass man sich als Erwachsene in Deutschland die Klitorisvorhaut entfernene lassen kann. Aber geht das auch bei Kindern. Ist jeder legale optische Eingriff bei Kindern in Deutschland mit Erlaubnis der Eltern legitim? Gibt es Altersgrenzen? Wie ist es mit Zustimmung der Operierten?

    Ja, leider.


    Deswegen fragte ich auch bei ihnen an, dachte sie würden darüber mehr wissen.

    Aber sie waren selbst beim Telefonat erstaunt.


    In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Grenzen. Nicht fürs Tattoo oder Piercings nicht einmal Schönheitsops. Die Altersgrenzen werden bis her nur von den Ärzten und Körpermodifizieren bestimmt.


    Du wirst kaum ein Arzt finden der einer unter 16 jährigen die Brüste macht. Aber wenn were es nicht vor dem Gesetz falsch. Nur vor der ärztlichen Moral.


    In Österreich gibt es Altersgrenzen, aber nicht hier.


    Und die religiöse Beschneidung bei einer erwachsenen Frau ist nie erlaubt. Egal wie winzig sie sein sollte. Nicht mal ein Sich mit einer Lanzette.


    Doch mit einer ästhetischen oder psychischen Begründung wäre das legal. Und da es keine Altersgrenzen gibt soweit möglich, wie der skrupelloseste Arzt gehen würde.


    Erschreckend. Ich würde da zu ja gerne ein Juristen befragen weil ich es im im Inneren immer noch nicht fasse.

    "Sehr geehrter Herr Masson,
    vielen Dank für Ihren Anruf und den Hinweis, dass Schönheitsoperationen an Minderjährigen in Deutschland nicht grundsätzlich verboten sind.

    Wir werden dies in unsere Auseinandersetzung mit dem Thema "plastische Operationen im weiblichen Genitalbereich miteinbeziehen. Unsere TERRE DES GEMMES-Expertinnen planen wr 2013 ein Postionspapier zu dem Thema. Gerne halten wir Sie dazu weiter auf dem Laufenden.

    Anbei ein Artikel aus dem Deutschen Ärztblatt, in dem vor nicht medizinisch begründeten Operationen im weiblichen Genitalbereich gewarnt wird.

    Beste Grüße

    Franzsiska Gruber


    Referat gegen Genitalverstümmelung"


    Ich habe mich also nicht verlesen, Mädchen dürfen immer noch beschnitten
    werden, nur nicht wegen der Religion.
    Da kann man sich schon denken wie
    verpfuscht das Gesetz zur männlichen Beschneidung wird.

    "In mehreren Artikeln wird von ihrer Seite gesagt das in der Debatte um Kindesbeschneidung richtig vom Bundestag abgewogen wurde.

    Dass Elternrecht und Religionsfreiheit der Eltern über dem Recht des Kindes auf körperliche und sexuelle Freiheit, so wie dessen Religionsfreiheit steht.


    Wie kommen sie zu diesem Ergebnis?


    Die Folgen sind nicht abstreitbar
    Genauso wie die Tatsache das Betroffene darunter Leiden können.

    Wir wir diesem Leid Rechnung getragen?


    Und nehmen sie sich in der Debatte als Vertreter ihrer Gläubigen wahr, oder übergehen sie in ihren Augen ein Großteil dieser? "


    Antwort wird natürlich veröffentlicht.

    Also ich kenne eine evangelische Pfarrersfamilie, da ist jeder dagegen. Aber nicht trotz sondern wegen ihren Glaubens. Den erstens hat Jesus es als nicht nötig betrachtet und sie selbst setzen sich dafür ein erst im späteren Alter sich mit einer Religion verbinden zu müssen/können/dürfen.

    Eine die einzige jüdische Familie hier die ich kenne, und die offen bar auch die einzige ist lehnt es ebenfalls ab. Zumindest die Töchter und die Großmutter. Vater und Mutter interessiert es eher wenig.

    Eine katholische Freundin ist auch dafür die Menschen dies später ab 18 entscheiden zu lassen.

    Wie ihre Familie es sieht weiß ich noch gar nicht.


    Aber von einer Freundin aus einer Buddhistischen Familie höre ich reine Zustimmung für das Verbot der Knaben Beschneidung.


    Zu Muslimen hab ich leider keinen direkten Kontakt.


    Nach einem Artikel in der Haaretz weiß ich, dass es selbst in Israel Juden gibt, welche die Beschneidung von Kindern kritisieren. Tendenz steigend wenn auch langsam.


    Auf einer deutschen christlichen Internetseite sind zu Zeit etwa die Hälfte dafür und die Hälfte dagegen. Zur zeit liegen aber die Kritiker der Beschneidung mit 2 Stimmen leicht vorn.


    Eine schweitzer Zeitung meldet, das 25% der Juden und 6,8% der Muslime in der Schweiz für ein Verbot sind.
    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/15838865


    Außerdem sucht sie nach den Leidensgeschichten von beschnittenen Männern: [email protected]


    Man muss also nicht atheistisch sein um zu sehen das die Beschneidung unter 18 fragwürdig ist.

    http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/bes…onen-ohne-ende/


    " Es ist jedoch eine medizinische Fehlinformation, die in fast allen Fraktionen vorhanden ist, dass die Vorhaut des Penis anders gebaut sei als beispielsweise die Labien (kleinen Schamlippen) einer Frau."


    Ich brauchte kein Medizinstudium um mir dieses Wissen in der Mittelschule aus medizinischen Fachbüchern zu erarbeiten.


    Aber wahrscheinlich muss man das studieren und um nicht mit Beleidigungen berieselt zu werden.


    Wenn aber Abgeordnete des Bundestages sich schlechter als ein Schüler, der nur ein Plakat anfertigte, auf einen Beschluss vorbereiten, dann gehören sie da absolut nicht hin.

    Solche Artikel versuchen eine Diskussion zu unterbinden und gleichzeitig fördern sie Trugbilder von „den Juden“ und „den Beschneidungsgegnern“. Dabei werden die Muslime hier sogar außen vor gelassen.

    Frau Knoblauch blendet einfach alles aus was ihr nicht gefällt. Die leidenden Betroffenen, die Fachleute die sich trauen Kritik zu üben und die religiösen welche schon für sich ein neuen Weg gefunden haben.

    Sie argumentiert eher aus ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit heraus. So was kann jedoch nicht objektiv sein. Es kann keine Sonderrechte für streng gläubige Juden geben.
    Es gibt anderer weniger prominente Minderheiten, denen aufgezeigt wurde wo die Grenzen unserer Gesetze sind.

    Wir können millionenfaches Unrecht nicht mit tausendfachen kleineren Unrecht wider gut machen.