Hallo Weguer,
Jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass diese Dehnversuche - die nach meiner Einschätzung unnötig waren, da der Junge ja lediglich eine lange Vorhaut hatte, jedoch keine Beschwerden.
Bereits im ersten Satz hatte ich geschrieben, dass der Arzt eine Vorhautverengung festgestellt hatte, die Öffnung der Vorhaut war stecknadelkopfgroß, wenn beim Pinkeln blähte sich die Vorhaut immer auf. Dass sich der Arzt am Rüssel störte, erwähnte er dann in einem Nebensatz, vorangig ging es um die Beseitigung der Verengung.
Ich vermute, durch das frühe Pathologisieren seiner völlig gesunden
Vorhaut zu einem zunächst eingebildelten ("zu lang") und dann
tatsächlichen Beschwerdebild ("öfters entzündet") wurde der Grundstein
gelegt zum gestörten Körperbild Deines Sohnes. Er lehnt nun das ab, was
ihm schon in früher Kindheit als krankmachend und problematisch
eingeredet wurde.
Auch dem muss ich widersprechen, mein Sohn hatte kein pathologisches Verhältnis zu seinem Penis, er hat keinerlei Erinnerung an die damalige Verengung, Weitung etc. Er wurde nie von irgendjemandem auf seine lange Vorhaut angesprochen, so dass er sich nie darüber Gedanken gemacht hat.
In der Pubertät wird sich das sicherlich verändert haben, durch Freunde, Pornografiekonsum etc. Ein gestörtes Körperbild haben heutzutage leider sehr viele Jugendliche, auch durch die ständige Schönheitsoperations-Propaganda im TV.
Sein Hauptargument ist, dass die beim Eindringen zurückgeschobene Vorhaut sich beim "Raus" wieder über die Eichel legt und er deshalb nichts spürt. Ich würde gern wissen, ob das möglich ist, oder ob er da was falsch macht. Denn dann wäre das Problem ja tatsächlich ein technisches oder organisches und keine psychisches.