Beiträge von Konrad

    Hallo, ich bin die Erstellerin dieses Beitrages. Ich lese immer noch mit, wenn auch still, um die Schwierigkeiten (ich möchte es ungern Probleme nennen) meines eigenen Kindes zu verstehen. Ich denke, Dein Beitrag betrifft nicht die Situation eines nun bald 7 jährigen, deren Mutter sich für die Beschneidung aus Unwissenheit entschieden hat und die bis heute darunter noch leidet.

    Ich hätte gern die 10 Urologen gehabt, die die Empfindsamkeit seiner Vorhaut gerettet hätten und leider ist mein Kind in seinem Alter ein perfekter Schwimmer, aber ein „Nichtduscher“, wie christopherus es nennt. Bei uns gab es keine Probleme, nur eine seltsame Diagnose bei einer U-Untersuchung.

    Dein Kommentar hier, war nicht der richtige für meinen Beitrag. Sorry. Im Gegenteil, Mütter sollen aufmerksamer sein....

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten und ich fühle mich hier aufgehoben, weil ich mit meinen Sorgen verstanden werde.
    Ich möchte hinzufügen, dass ich privat versichert bin, auf allen Rechnungen stand nur Phimose auch auf der Überweisung zum Chirurgen. Nirgendwo war unterteilt, ob physiologische oder pathologische Phimose. Nur das Wort an sich. Was bleibt einem Medizinlaien übrig, als nur das zu googeln. Heute weiss ich das besser, weil ich ganz andere Schlagworte im Netz eingegeben habe.

    Selbst Universitätskliniken wie die Charité Berlin oder grosse Kliniken in Düsseldorf, Bochum, Essen sprechen vom behandeln der Phimose noch im Vorschulalter und letztendlich von OPs, die da durch geführt werden. Mir wurde von 4 Ärzten gesagt, er sei „krank“. Natürlich habe ich das geglaubt und nicht hinterfragt, also habe ich auch nur auf Internetseiten recherchiert, wo Mütter von den phimose OPs ihrer Söhne berichtet haben und alles hörte sich harmlos an.

    Dinge, die hier in diesem Forum angesprochen wurden, habe ich sehr wohl wahrgenommen, aber mein Sohn hatte doch für mich eine „fehlbildung“ und mein Kopf hat entschieden, weil ich vertraut habe. Hätte ich einen 5. Arzt hinzugezogen und der hätte mir was ganz anderes gesagt, wäre ich trotzdem verunsichert geblieben.

    ...es war ja tatsächlich harmlos bis der Sommer und das Planschbecken sowie der Schwimmunterricht begannen.

    Das er sich damit nicht wohl fühlen könnte, das kam mir zunächst gar nicht in den Sinn.
    Und glaubt mir, ich habe im Umfeld viel gesprochen und nachgefragt. Mein unmittelbarer Arbeitskollege ist radikal und eng beschnitten, wie er sagt und er sagte zu mir, er sei seinen Eltern dafür dankbar, weil die Schmerzen vorher unerträglich waren. Papas bester Freund ist beschnitten
    „ und rammelt wie ein junger Gott“. Klar das der Papa von unserem Kind mich jetzt für bekloppt hält, weil doch alles kein Problem ist- wurde uns doch so gesagt.
    Selbst meine Mutter ist noch der Überzeugung, dass es notwendig war. „Es hat sich doch überhaupt nichts getan und besser mit 5 als mit 12 Jahren“.

    Aber mein Sohn hat mir nunmal seine Sorgen gestanden und die rede ich nicht mehr klein und tu sie ab.

    Die falsche Abrechnung werde ich definitiv hinterfragen. Das lasse ich nicht stehen, dass auf dem Rücken meines Kindes Geld verdient wurde. Im neuen Jahr setze ich mich mit meiner Krankenkasse in Verbindung. abrechnungsbetrug werde ich in keinem Fall tolerieren. Er ist komplett beschnitten, präputioplastik sowie frenulumplastik wurden aber definitiv abgerechnet.

    Einen Psychologen werde ich zunächst allein kontaktieren. Vielleicht den genannten aus Düsseldorf. Ich möchte nicht mein eigenes Problem auf das Kind projizieren und damit riskieren, dass sich hier alles nur noch darum dreht, was mit seinem Penis nicht in Ordnung ist. Das haben wir ja nun schon 2 Jahre hinter uns durch das ständige Salben und die Op.

    Der örtliche, sehr junge Urologe, den ich aufgesucht hatte, war Schweizer und hat auch da studiert. Irgendwo im Netz hatte ich vorab gelesen, die Schweiz sei in vorhauterhaltenden Massnahmen weit vorn in der Medizin. Pustekuchen.

    die eigentliche Kinderchirurgin hat auf mich einen sehr souveränen Eindruck gemacht, an einem grossen renommierten Klinikum. Sie nimmt auch rituelle Beschneidungen vor. Das erschien mir zunächst sehr sicher, weil ich davon ausgehen konnte, was sie tut, tut sie gut. Das Ergebnis ist ja an sich auch nicht zu bemängeln. Sie hat sogar meine Sorgen ernst genommen, in der ersten Sprechstunde habe ich geweint. Ergebnis war ein Jahr warten und cremen mit unterschiedlichsten Salben. Also zunächst nicht vorschnell.

    im Vorgespräch haben wir natürlich über verschiedene Möglichkeiten gesprochen. Sie sprach zunächst von zwei schnitten links und rechts der Vorhaut, die aber im Ergebnis im Alter unästhetisch seien und ich müsste in der Nachbehandlung bei ihm ständig die Vorhaut bewegen auch unter schreien und schmerzen sonst würde es zu Verwachsungen und nachoperationen kommen. Das ganze auch bei teilbeschneidungen, die sie ungern macht. Und das alles würde sie aufgrund nachfolgender kindlicher Traumatas nicht empfehlen. Na das wollte ich meinem Kind doch nicht antun. Ok, habe ich dann somit verworfen.
    Wie dumm vom mir. Aber ich war ja froh, jemand für mich kompetentes bei der „Krankheit“ meines Sohnes gefunden zu haben.

    Trotzdem höre ich Begriffe wie frenulum, innere und äussere Vorhaut und keratisierung der Eichel jetzt nach zwei Jahren arztbesuchen zum ersten Mal. ( im Aufklärungsbogen steht: nach der Op bildet sich schorf auf der Eichel, der abfällt. Ja, das war auch so)

    Im nachgang wurde das Wort „vorhautwiederherstellung“ auch so, wie ich oben geschrieben habe- nicht erwähnt. Sie meinte nur, dass sie genügend übrig gelassen hat und hat ihm gezeigt, was er machen kann, damit die Eichel wieder drin verschwinden kann. Mein Mann erinnert sich an die Worte, dass es indigene Völker gibt, die sich Gewichte daran hängen, um eine möglichst lange Vorhaut zu haben. Aha! Dunkel erinnere ich mich auch daran, fand es aber nicht wichtig, mir zu merken. Über das Wort Wiederherstellung bin ich erst hier gestolpert.

    Ich werde ihn zu den Spielen nicht weiter animieren, um nicht ein Riesending daraus zumachen. Es kann ja auch in diese Richtung nach hinten los gehen. Dann soll er es besser mit 17 oder 30 selber machen. Erfahren werde ich das dann sicher nicht mehr.
    Danke euch, dass ich in meinem weiteren Eifer ein wenig gebremst und zum nachdenken angeregt bin.

    Soweit ich das beurteilen kann, sind teile oben vom frenulum noch da. Ich bin aber sehr unsicher, ob ich das richtig deute.

    Und ich möchte Euch noch eine süsse Geschichte von drei kleinen Jungs im Kindergarten erzählen, die seit 4 Jahren unzertrennlich sind und sich just genau heute ihre geschlechtsteile auf der Toilette gezeigt haben. Ich bin glücklich, dass er mir sowas erzählt.
    Kind 1: meins
    Kind 2 : wegen Leistenbruch, hodenhochstand und Wasser im Hoden bereits 3 mal operiert und mit frischen Narben im leistenbereich.
    Kind 3: intakt

    Kind 3: „ cool, was ihr alles habt. Das will ich auch. Kind 1 dein Pippimann ist geil, ich frage meine Mama, ob die das auch abschneidet“. (Macht sie natürlich nicht- Vorhaut geht zurück).
    Aber mein Sohn hatte ein kleines glückliches Erlebnis heute mit sich.

    Ich sollte mich vielleicht zurück halten und ihn seine Erfahrungen machen lassen, aber offen bleiben und das Gefühl behalten und nicht vergessen, was da sicher anders hätte gehen können.

    An der Abrechnung aber , bleibe ich dran.

    Hallo, ich lese seit einiger Zeit mit u bin Mutter eines 5 jährigen Sohnes. Ich bin froh endlich- aber leider zu spät - dieses Forum gefunden zu haben, möchte gern „unsere“ Geschichte erzählen u hab einige Fragen. Mein Sohn begann als Baby ca mit 2 Mo, sobald er nackt war, an seinem Penis zu spielen. So, dass ich manchmal „au“ gesagt habe. Er hat die Vorhaut enorm in die Länge gezogen o hat den Penis in seinen Körper reingesteckt. Ich habe dem keine weitere Beachtung geschenkt u das als normales kindliches Entdecken gewertet. Überhaupt habe ich seinem Penis wenig Beachtung geschenkt. Er war für mich richtig so. Nie habe ich versucht, eine Vorhaut zu bewegen. Alles war gut. Im Alter von 3 Jahren bei einer U-Untersuchung beim Kinderarzt begann das Drama mit einer Phimose. Alles böhmische Dörfer und unvorstellbar für mich. Überweisung vom Kinderarzt:“kann schnell behoben werden, hatten meine beiden Jungs auch“ ans Uniklinikum der Landeshauptstadt. Dort bin ich auf einen selbst beschnittenen Chirurgen gestossen, der mir sämtliche Vorteile erzählte:“jeder zweite Mann der Welt ist erfolgreich beschnitten.“ ich habe enorm viele Fragen gestellt, aber bin abgebügelt worden. „Meine Bedenken sind Quatsch.“ Zettel mit einem mgl OP-Termin eine Woche später habe ich sofort weg geworfen. Allerdings war ich verunsichert. Monate später Termin bei einem sehr jungen Kinderurologen aus der Schweiz. Worte: „alles vernarbt, verklebt, nichts zu retten. Ihre Schwiegertochter wird sie lieben, wenn er beschnitten ist!!!!!!“ fluchtartig raus aus der Praxis.
    Ich habe Gespräche mit Müttern geführt, mit den Erzieherinnen vom Kindergarten, auch mit dem Jugendamt!!! Alle waren der Meinung, nun müsste ich aber die Vorhaut endlich zurück bekommen. Ich habe allerdings nie versucht, eine Vorhaut zurück zu ziehen- sondern habe ihn nur beim Spielen mit dem Penis beobachtet. Bis meine Mutter und mein Mann auch gedrängt haben. Mittlerweile und das war wohl ausschlagend blähte sich beim pippi machen der penis ballonartig auf, der Strahl ging tröpfchenweise nach links.
    Ich habe lange im Internet recherchiert, habe keine Seiten wie eure gefunden- sondern nur Krankenhäuser und Chirurgen, die das Problem beseitigen, Mütter die überzeugt davon sind, sich blind den Ärzten ergeben und Seiten über Nachsorge nach der OP.
    Letztendlich hat eine weitere über unzählige Kontakte gefundene Kinderchirurgin gute Arbeit geleistet, optisch habe ich nichts auszusetzen und sie hat mir und dem Papa versichert, nicht vorschnell zu operieren. Ein Jahr Salbentherapie haben wir hinter uns und Anfang diesen Jahres wurde mein Sohn kurz nach dem 5. Geburtstag seines wertvollen Stückes haut entledigt.
    Angeblich ging mit normalen vorhauterhaltenden Schnitten nichts und die Vorhaut musste während der OP aufgrund der verklebungen und Vernarbungen gewaltsam von der Eichel abgerissen werden. Wie er beschnitten wurde, was ein frenulum ist oder ob high & was auch immer- ich wurde nicht aufgeklärt. Nach der OP sagte die Ärztin, dass wir die Vorhaut dehnen sollten, sie würde nschwachsen. Das habe ich überhaupt nicht verstanden. Warum operieren und dann nachwachsen lassen???? Mehr Worte gab es nicht.
    Mitte des Sommers habe ich beobachtet, dass mein Sohn im Garten nicht mehr ins Planschbecken will, dass er seinen penis mit Händen bedeckt u selbst im Schwimmunterricht nicht mehr duschen möchte. Nachdem ich mehrere Wochen mit ihm mit nasser Badehose nach Hause gefahren bin, um ihm den psychischen Stress im Unterricht unter der dusche nicht mehr auszusetzen, hat er mir unter Tränen erzählt, dass sein Penis hässlich ist u warum wir den penis nicht ganz abgeschnitten haben. Eine neue Vorhaut will er nicht, wir würden sie ja nur wieder abschneiden. Er will sie aber trotzdem zurück.
    Das hat mir den Boden unter den Füssen weg gezogen und ich weiss, dass wir als Eltern einen Riesenfehler gemacht haben. Die Beziehung zum Papa ist mittlerweile zerbrochen, weil er das Problem nicht versteht und wir sollten uns nicht so anstellen.... der Junge gewöhnt sich schon dran und ich sollte meine Tränen endlich einstellen. Er hat sich nirgendwo informiert und auch keine Fragen gestellt, aber alles unterschrieben. Trotzdem gibt er mir die Schuld, weil ich auf den falschen Internetseiten gelesen habe.
    Letztendlich können wir es nicht rückgängig machen, aber ich möchte meinen kleinen Jungen mit seinen Gefühlen nicht alleine lassen.
    Ich wünschte, ich hätte solche Seiten wie diese vorher gefunden. Bitte verurteilt mich als Mutter nicht, die gedacht hat- sie handelt im Interesse ihres Kindes.

    Meine Fragen:
    1. ich habe mittlerweile alle Unterlagen zur OP angefordert. Abgerechnet wurde bei der KK eine Präputiumplastik und Frenulumplastik. Ist das richtig abgerechnet, wenn die Eichel immer komplett frei liegt?

    2. wie finde ich heraus, welcher Stil bei ihm angewandt wurde? Im entspannten Zustand liegt die Narbe hinter der Eichel. Ich habe bereits morgens einen errigierten Zustand gesehen. Dann befindet sich die Narbe ca. auf der Hälfte des kleinen Schaftes. Bedeutet das, dass Teile des inneren vorhautblattes (das weiss ich erst dank eurer Seite) erhalten geblieben sind?

    3. wie gehe ich weiter damit um? Soll ich weiter offen mit ihm sprechen, in wenigen Jahren wird er mit seiner Mutter nicht mehr über seinen penis reden wollen? Was habt ihr euch von euren Eltern diesbezüglich gewünscht?

    4. soll ich ihn weiter (so wie wir jeden Abend Zähne putzen) zum „reinstecken“ ( zur vorhautwiederherstellung ) so nennen wir es- animieren oder soll ich es lassen und ihm die Entscheidung selbst überlassen? Konsequenzen versteht er ja jetzt noch nicht.

    5. ich habe der Chirurgin mitgeteilt,dass es psychische Probleme bei ihm gibt. Sie hat mir einen kinderpsychologen empfohlen. ich will aber diesmal mein unangenehmes Bauchgefühl nicht wieder ausschalten. Nicht, dass ich ihm mit solch einem schritt das Gefühl gebe, er und sein penis sind völlig krank.

    Ich möchte nicht nochmal einen falschen Schritt gehen und hoffe auf Hilfe von Betroffenen. Ich bin eine körperlich und sexuell sehr offene Frau und kämpfe mit dem Gefühl, meinen Sohn um dieses Gefühl im wahrsten Sinne des Wortes „beschnitten“ zu haben.
    Danke für eure Antworten.