Ich hätte meine Vorhaut natürlich noch gerne, habe aber heute keine Probleme damit.
Heute bin ich meinen Eltern sogar fast dankbar, dass sie sich als ich klein war, nicht weiter gekümmert haben. Klar, war ich sauer, als ich operiert wurde, weil ich dachte, das hätte ich alles schon hinter mir haben können. In dem Alter ist das schon kein Zuckerschlecken gewesen.
Dennoch kann ich von mir sagen, dass ich jeden Schritt selber entscheiden konnte und ich weder von Ärzten noch Eltern gedrängt wurde, etwas zuzulassen, was ich nicht wollte.
Das wird mir umso mehr bewusst, wenn ich lese, wie manche wirklich darunter leiden, wenn sie sehr früh beschnitten wurden.
Beiträge von onka92
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Ich hatte auch eine sehr ausgeprägte Phimose. Kann mich auch daran erinnern, dass mit 5 oder 6 bei mir Dehnversuche mit Salbe gestartet wurden. Zum einen, weil der Kinderarzt damals nicht zimperlich war und zum anderen, weil diese immer unter den wachsamen Augen meiner Mutter machen musste.
Gebracht hat es wohl nicht viel. Irgendwann geriet mein Vorhautproblem auch in Vergessenheit, bis ich selbst mit 12/13 merkte, dass was nicht stimmt. Kurz darauf hatte ich eine Untersuchung beim Jugendarzt, den meine Mutter offensichtlich vorher gebeten hatte, sich bei mir ALLES anzuschauen. Er sprach mich auf jeden Fall direkt darauf an, ob ich Probleme mit der Vorhaut habe.
Er war ganz gut drauf und hat mich an einen Urologen verwiesen.
Der verschrieb mir eine Kortisonsalbe, die ich 8 Wochen lang zum Dehnen verwendete. Die ersten 4 Wochen waren sichtbar erfolgreich. Meine Vorhaut-Öffnung dehnte sich von stecknadelkopfgroß auf fast einen ganzen Zentimeter auf. In den zweiten 4 Wochen tat sich aber rein gar nichts mehr.
Nach 2 Monaten Pause wurde ein zweiter Versuch gestartet. Die Öffnung hatte sich bereits wieder etwas verengt in der Zeit, war jedoch noch weiter als ganz zu Beginn.
Am Ende der 2. Anwendung nach weiteren 8 Wochen, war das Ergebnis nur wenig besser als nach dem ersten Mal.
Salbentherapie kann also funktionieren, muss aber nicht.
Heute bin ich beschnitten, bereue aber nicht, das Dehnen versucht zu haben. -
Ich wurde erst mit 14 teilbeschnitten. Ich wusste aufgrund des Alters schon, was auf mich zukam. Bzw. habe ich mir meine eigenen Vorstellungen gemacht, wie es wohl wird.
Seitens meiner Eltern wurde der Eingriff eher bagatellisiert, weil es ihnen genauso wie mir peinlich war darüber zu sprechen.
"Es wird ja nicht alles weggemacht", "dann hast du wenigstens keine Probleme mehr" waren so die Standard-Tröstungen, wenn ich das Gespräch gesucht habe.