Beiträge von Hickhack

    Ob das Frenulum dran bleibt oder nicht ist eine eigene Entscheidung. Es gibt keine Notwendigkeit es bei einer (Teil-)Beschneidung zu kappen. Hängt davon ab, wie empfindlich man da noch ist und ob man sich das erhalten will.

    Bei der TI ändert sich nichts an der vorhandenen Hautmenge, die nunmal irgendwo hin muss. Kann höchstens sein, daß es sich nach der TI etwas besser verteilt.

    Hey Meinkleinereins,

    Grundsätzlich: eine Zirkumzision kann(!) zu einem (deutlichen) Gefühlsverlust führen, sie muss(!) es aber nicht. Was aber unweigerlich eintritt ist eine Gefühlsveränderung (wobei "anders" nicht "schlechter" heißen muss).

    Wie stark die Veränderung ist, hängt von der Anatomie und der Technik ab.

    Bei mir z.B. wurde relativ viel Haut entfernt, aber trotzdem liegt meine Eichel nicht dauerhaft frei. Eine permanent freie Eichel neigt aber dazu, zu verhornen und unempflindlicher zu werden.

    Ein weiterer Faktor ist wieviel innere Vorhaut erhalten bleibt und straff die Haut bei einer Erektion anliegt.

    Das sind alles Punkte, die mann dann mit seinem Arzt besprechen sollze.

    Darüber muss man sich klar sein.

    Ebenso muss einem bewusst sein, daß eine Zirkumzision eine OP ist, die die üblichen OP-Risiken mit sich bringt. Und, daß mann unter Umständen bei einer OP auf Kasse weniger Einflussmöglichkeiten auch Stil und Technik hat.

    Ob man das Risiko nun eingehen will, hängt von Deiner Motivation und deinem Leidensdruck ab. Wie sehr stört es Dich? Verursacht es Schmerzen? Etc.

    Es gibt in der Tat noch die Möglichkeit der Präputioplastik, bei der die Vorhaut operativ geweitet wird. Macht allerdings nicht jeder Arzt.

    Warst Du denn schon mal beim Urologen oder beim Hautarzt?

    Hickhack: Mit den Sätzen : Zitat:
    Ich bin - vielleicht etwas naiv - davon ausgegangen, daß sich viele meiner Hemmungen "von alleine" erledigen, wenn ich mich nicht mehr "verstecken" muss. Es hat sich leider herausgestellt, daß das nicht der Fall war. Im Gegenteil haben sich einige Probleme massiv verstärkt. Hintergrund sind bei mir tief im Unterbewusstsein verankerte Glaubenssätze über Nacktheit, Sexualität generell und meine Homosexualität im Besonderen, von denen ich nicht erwartet hätte, daß sie überhaupt in mir drin sind. Und an diese Glaubenssätze kommt man nicht so einfach ran.

    Wer sein "ich bin nicht gut genug" oder "ich bin nicht liebenswert" da unten bereits verankert hat, kommt da ohne therapeutische Hilfe nicht mehr oder nur extrem schwer raus.

    Sprichts du mir sowas von aus der Seele. Das hätte ich schreiben können und kann das genau so unterschreiben. Wie oft habe ich schon Angebote zu Sex ausgeschlagen, weil ich Angst hatte dann doch nicht zu genügen, obwohl mir gesagt wurde: Du siehst doch süss aus....
    Diese Glaubensätze können einen tatsächlich mächtig einengen und einen ohnmächtig sein lassen.
    Es ist immer wieder ein Kampf. Und das ist das Problem, weil es die Leichtigkeit und das Spielerische der Sexualität raubt.

    Bei mir kommt zu dem "ich nicht gut genug für Sex" (gerne auch als "ich verdiene es nicht befriedigenden Sex zu haben") noch dazu, das "Sex ist schlecht und nur akzeptabel um Kinder zu zeugen", "Homosexualität ist eine Abirrung und unnatürlich", "mein Körper ist so hässlich, daß ich das niemandem zumuten möchte" und "ich bin eine "Missgeburt", die gar nicht hier sein dürfte".

    Ich kann sie mittlerweile sehr weit beseite schieben, aber aus meinem Kopf raus, bekomme ich diese Sätze nicht.

    Und ja, natürlich ist mir auf einer rationalen Ebene klar, daß diese Sätze falsch sind und mir nicht gut tun. Das muss mir keiner mehr sagen (mein Freund kommt sich da manchmal schon wie eine kaputte Schallplatte vor). ;)

    fast 3 Jahre her... wie die Zeit vergeht.

    Na ja. Mein ComingOut ist jedenfalls durch, die Trennung von meiner Exfrau ist nicht in einen Rosenkrieg ausgeartet, soweit kann ich glaube ich ganz zufrieden sein.

    Okay, die klinische Depression hätte es rückblickend betrachtet nun wirklich nicht auch noch unbedingt gebraucht, aber passiert ist passiert.

    Ich bin - vielleicht etwas naiv - davon ausgegangen, daß sich viele meiner Hemmungen "von alleine" erledigen, wenn ich mich nicht mehr "verstecken" muss. Es hat sich leider herausgestellt, daß das nicht der Fall war. Im Gegenteil haben sich einige Probleme massiv verstärkt. Hintergrund sind bei mir tief im Unterbewusstsein verankerte Glaubenssätze über Nacktheit, Sexualität generell und meine Homosexualität im Besonderen, von denen ich nicht erwartet hätte, daß sie überhaupt in mir drin sind. Und an diese Glaubenssätze kommt man nicht so einfach ran.

    Wer sein "ich bin nicht gut genug" oder "ich bin nicht liebenswert" da unten bereits verankert hat, kommt da ohne therapeutische Hilfe nicht mehr oder nur extrem schwer raus.

    Egal ob mit oder ohne Vorhaut. Ich hatte gehofft mir den ganzen Mist den ich über Sex glaube (im religiösen Sinne) mit der Vorhaut loszuwerden, aber das hat auch nicht hingehauen. Immerhin hat der Schnitt bei mir keine Negativfolgen gehabt.

    Hallo Community,

    meine Beschneidung ist nunmehr drei Monate her. Seitdem habe ich immer noch bei der Naht eine Schwellung, oder was auch immer das ist. Dort ist immer noch eine Art „zweiter Ring“… Weiß jemand was das ist?

    Hallo Max,

    Das sieht mir sehr nach geschwollener unnerer Vorhaut aus. Hast Du nach der OP noch regelmäßig Verbände drum gemacht?

    Ich würde es mit Bepanthen-Narbengel und einer möglichst straff gewickelten Kompresse versuchen.

    Ich hatte Kamillosan aus der Apotheke zum Baden besorgt.

    Ob das Bändchen bleibt oder nicht, macht gefühlsmäßig oft einen Unterschied, weil es sehr empfindlich ist.
    Normalerweise spricht mann das doch mit dem Dok ab?

    Gute Besserung!


    Die ersten Tage konnte ich mir meinen Penis auch nicht ansehen. Zu gruselig.

    Ich hab die erste Wochen Betaisodona-Salbe benutzt, danach Bepanthen-Creme und dann Bepanthen-Narbengel. Bis die Naht völlig zu war hab ich außerdem jedesmal bevor ich ihn angefasst hab Handdesinfektionsmittel benutzt und den Penis mit Oktenisept eingesprüht.
    Der Dok meinte bei der Nachkontrolle Verband müsste nicht sein, Abdecken mit einer Kompresse und dann ein Slip drüber würde reichen (Kompresse, damit die Salbe nich den Slip einsaut). Ich hab trotzdem noch relativ lange eine Kompresse als Verband fest drumgewickelt und getaped um das Abschwellen zu unterstützen.

    Ab Tag 3 hab ich ihn 2x täglich abgeduscht und vorsichtig mit nem Waschlappen gewaschen. Das hilft um die Fäden zum rausgehen zu animieren. Die letzten drei (von sechszehn) hab ich an Tag 12 oder 13 selbst gezogen (Nagelschere, Pinzette, Oktenisept).

    Kamillenbad hat bei mir nicht geklappt. Meiner ist schlaff zu kurz zum tief reinhängen.

    Ein moderates loose kann auch gut aussehen, aber die Grenzen setzt Dein Penis. Einerseits sollte die Haut im schlaffen Zustand nicht über den Eichelrand hängen, andererseits sollte die Schafthaut bei Errektion noch ohne Gewalt über den Eichelrand gedrückt werden können.

    Wie Du schon sagst, die Grenzen setzt der Penis. Bei mir ist die Eichel noch immer permanent bedeckt obwohl bei meiner Zirkumzision sehr viel Haut entfernt wurde und ich bei einer Erektion die Haut nicht mehr über die Eichel bekomme. Kommt bei Blutpenissen vor.

    Was die Haut im schlaffen Zustand tun "sollte" ist wohl ziemlich Geschmackssache (und ich finde Funktion geht da definitiv über Ästhetik).

    ich habe ja in ca zwei Wochen ein Beratungsgespräch und ich habe die vorher schon mit fragen gelöchert.

    Zum Beispiel was High und Preputiomplasty angeht. Die würden beides anbieten jedoch meinte sie man kann (verständlicherweise) erst bei dem Termin genau sagen was möglich ist und sie hat mir gesagt dass sparsam geschnitten wird aber das natürlich so viel Vorhaut weg geschnitten wird wie medizinisch indiziert. (Oder so ähnlich formuliert)

    Meint ihr das wird wohl was wenn ich high beschnitten werden möchte oder komme ich da dann einfach low beschnitten raus?

    Wegen plastischen Operationen die die Vorhaut erhalten meinte sie direkt dass es wahrscheinlich keine gute Idee wäre. Aber sehe ich nicht so tragisch weil ich keine Lust habe nochmals damit ärger zu haben sollte das nichts bringen.

    Am liebsten würde ich high und loose oder tight

    Hey,

    die Sache hat mMn ein paar Haken:

    1. Was medizinisch notwendig ist, definiert der Dok. U.U. sogar erst während der OP. Was Du machen könntest, wäre im Aufklärungsbogen ganz klar festhalten (mit Zeichnung) wo geschnitten werden soll. Dafür müsstest Du allerdings wirklich genau wissen, wo der Schnürring sitzt und wieviel Schafthaut entfernt werden kann, so daß Du keine Probleme bei einer Erektion hast. Mit der Dokumentation in der Akte bist Du relativ safe, aber wie gesagt: auch unter der OP kann der Dok noch feststellen, daß mehr weg muss (was bei Lichen eher vorkommen dürfte als bei ner Phimose).

    2. Eine High-Zirkumzision ist technisch etwas anspruchsvoller und aufwendiger als der hierzulande übliche Standardschnitt. Der Dok bekommt aber für beides das gleiche Geld...

    3. Eine "sparsame" Beschneidung, bei der nur soviel entfernt wird, daß der Schnürring weg ist, erhält Dir vermutlich die meiste innere Vorhaut, wird aber mMn dazu führen, daß die Naht/Narbe vor der Eichel zu liegen kommt (ist bei mir auch so, aber aus anderen Gründen). Das kann(!) dazu führen, daß die Narbe am Anfang den gleichen Effekt hat, wie jetzt der Schnürring von der Phimose (ich habe allerdings mit einfetten gute Erfahrungen gemacht).

    Red mit dem Arzt, frag ihn was geht umd lass Dich nicht davon irre machen, daß ein Low-Schnitt besser wäre, weil es besser heilt. Ja, die innere Vorhaut schwillt nach der OP ggf. etwas stärker an, aber was sind 2-3 Wochen dicke Haut gegen den permanenten Gefühlsverlust?

    Ich habe meine Korrektur-OP auch bei Dr. Haghgu machen sollen. Bietet drei Style an(?), glaube ich, auch high und loose bei ausgewählten Patienten. Muss man mal fragen.

    Als ich mich am Telefon da nach nem High-Cut erkundigt hab, hat mich die Assistentin direkt an Dr Schomacher und Dr Lütke Kleimann verwiesen. Gemacht hat es dann Dr. Lütke Kleimann. Dr. Haghgu ist wohl eher einer für low.

    Spontante Erektionen hatte ich so gut wie nie Morgenlatten aber grundsätzlich immer gehabt jetzt wo ich aber darüber nachdenke auch dies seit längerer Zeit nicht mehr

    Okay. Ich kenne es von mir nämlich, daß zeitweise zwar die Morgenlatten so in Richtung "Stahlrohr" gingen, beim Sex aber allenfalls auf "Poolnudel" blieben. Mein Uro meinte damals, dann könne es eigentlich nicht organisches sein (sondern was psychisches).

    Wenn Du nicht nur beim Sex somdern gar keine (spontanen) Erektionen mehr hast, klingt das für mich daher tatsächlich nach dem organischen Problem.

    Ich hoffe der Dok findet ne Erklärung und das ist in den Griff zu bekommen.


    Wie kommst Du sonst mit Deinem vorhautlosen Freund zurecht?

    Hallo Marc,


    Einen direkten Zusammenhang zwischen Erektionsfähigkeit und der Beschneidung wüsste ich jetzt ad hoc nicht.

    Darf ich fragen warum Du zirkumzidiert wurdest?

    Erektionsprobleme können z.B. durch Medikamente, Stress, niedrigen Testosteronspiegel usw. ausgelöst werden.

    Vorallem würde ich allerdings dringend empfehlen zum Hausarzt zu gehen und ggf. ne Überweisung zum Kardiologen zu holen. Erektionsprobleme aus heiterem Himmel sind auch gerne Hinweise auf ein verstecktes Herzproblem.

    Stell Dich mal bei einem Urologen vor und lass den mal draufschauen. Mehr ist jetzt aus der Ferne schwierig zu raten. Wenn klar ist, was für ein Problem vorliegt, kann man immer noch schauen, was gemacht werden muss.

    Grundsätzlich sollte die Vorhaut über der Eichel liegen, aber es gibt auch viele Männer, die die Vorhaut bewusst hinter der Eichel tragen bei denen es kein Problem ist.

    Anhand Deiner Beschreibung ist es etwas schwierig zu sagen, ob bei Dir ein echtes Problem vorliegt.