Beiträge von Hickhack

    Also du sagst, dass du garnichtmehr kommst ? Hast du dich ganz beschneiden lassen?

    Ist denn da irgendwas schief gelaufen , ich meine es sind soooooo viele Menschen beschnitten. Bestimmt 2 Miliarden? Keine Ahnung jetzt aber doch bestimmt ne Menge.
    Ist das vill nur eine Ausnahmen bei dir und wenn du kannst wie du willst ist doch beste Leben für dich. Jede Frau wird dir dankbar sein, wenn du nicht nach 2 oder 5 Minuten kommst...

    Bei mir ist es eine Blamage! :(


    MfG Kaisaschnitt :(

    Hi Kaisaschnitt.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Samenerguss und Orgasmus. Normalerweise fällt beim Sex beim Mann beides zusammen. Samenergüsse kann mann allerdings auch ohne Orgasmus haben (z.B. bei den sogenannten feuchten Träumen). Urolüge hat nach seiner Zirkumzision festgestellt, daß er zwar mechanisch noch zum Samenerguß kommt, aber das eigentliche Orgasmusgefühl verschwunden ist. Das eigentlich beim Sex zu erreichende Gefühl der Befriedigung setzt dann einfach nicht ein (gibt es eigentlich Untersuchungen darüber, ob der Hormoncocktail sich signifikant unterscheidet?).

    Nebenbei "kann" ein vorhaut-amputierter Mann eben nicht mehr unbedingt so, "wie er will". Ein Intakter mit Erfahrung ist in der Lage seinen Orgasmus in gewissen Grenzen zu steuern - bei einem nicht-Intakten (so die Berichte hier) ist das Risiko größer, daß mann irgendwann alle Konzentration darauf verwenden muss überhaupt irgendwann mal zu ejakulieren.

    Nun kann mann gute Orgasmen ohne Ejakulation erreichen (ein geübter Griff im richtigen Moment an der Peniswurzel kann da Wunder wirken). Mann kann auch Ejakulationen ohne Orgasmus bringen. Aber warum sollte ein Mann das Risiko eingehen, nur noch letzteres erleben zu können?

    Dein Problem wird sich nicht durch die Entfernung der Vorhaut lösen lassen, sondern nur durch Training in einer guten Beziehung, die nicht nur auf Sex basiert.

    Und Frauen haben so viele unterschiedliche Bedürfnisse im Bett, daß eine nur 2-5 Minuten dauernde Penetration in den wenigsten Fällen ein unlösbarer Lustkiller sein dürfte (und wenn, dann muss Frau sich mal äußern...)

    kaisaschnitt: Ich habe die Mitte 30 mittlerweile überschritten, und habe seit nunmehr ca. 20 Jahren Sex. Und Gott steh' mir bei, es gab wirklich tolle Nächte, aber auch einige die das Prädikat "do not archive" mehr als verdienen. Darum 2 Grundsätze vorweg: 1. Ein Mann besteht nicht nur aus Penis und 2. geschenkte Lust ist nicht immer geteilte Lust.

    Das Kamasutra teilt Männer und Frauen nach dem Größenverhältnis Ihrer Genitalien in Hase, Stier und Hengst bzw. Reh, Stute und Elephantenkuh ein. Ein Hase muss bei einer Elephantenkuh andere Techniken anwenden um Lust zu geben als es der Hengst bei der Stute tun muss. Quintessenz dahinter: Der Penis ist nur ein Teil der Persönlichkeit des Mannes (wenn auch ein stets bewundernswerter ;) ), aber er ist nur ein Teil der erogenen Ausstattung. Finger, Zunge, Stimme, die Liste der Lusthelfer ist beliebig fortsetzbar.

    20-30 Minuten kontinuierliche Penetration ist für mich allerdings eine eher - nun ja - idiotische Vorstellung, die bei mir eher Assoziationen von schmerzenden Gelenken, wundgescheuerten Knien, verkrampften Muskeln und Gedanken wie "wir müssten dringend die Decke mal neu streichen" oder "wann wollte eigentlich das Schwiegermonster vorbeikommen?" weckt. Von ihren vaginalen Schmerzen, dem regelmäßigen Nachfeuchten und anderen Problemen mal ganz abgesehen.

    Die Idee des gemeinsamen Höhepunkts erscheint mir auch eher zweifelhaft. Es dürfte meist leichter sein sich erst um die Partnerin zu kümmern und sich dann verwöhnen lassen anstatt gleichzeitig an ihr herum zu werkeln und aus ihren Bemühungen Lust ziehen zu müssen. Genauso wie Du ihr sagen (und zeigen) sollst, was Dir gefällt muss sie das auch tun. Es ist ein Spiel oder noch eher ein Dialog in dem man abwechselnd am Zug ist. Wenn man in diesem Dialog eine Stufe erreicht auf der der Orgasmus des anderen den eigenen auslöst: nice to have. Wenn nicht: dann nicht. Das ist weder tragisch noch ein Indikator für schlechten Sex oder gar ein Zeichen für ein Problem in der Beziehung. Es ist dann eben einfach so.

    Es gibt gerade in langjährigen Beziehungen andere und weitaus schwerwiegendere Probleme.

    Eine Zirkumzision halte ich jedenfalls für die unsicherste aller Möglichkeiten Deinem Problem (das ich nicht als Problem einordne) zu begegnen. Du kannst einfach nicht vorhersehen mit wem Du in 20 schläfst, wie sich deine eigenen Empfindungen und die Empfindlichkeit Deines Penis im Laufe der Zeit und/oder das Empfinden und die Bedürfnisse Deiner Partnerin verändern. Es gibt keine Garantie, ob Dein "Problem" selbst wenn es für den Moment gelöst erscheint nicht in ein oder zwei Jahrzehnten wiederkommt. Ebenso ist überhaupt nicht gewährleistet, daß es durch den Schnitt überhaupt gelöst wird. Was allerdings garantiert ist, ist der Verlust des größten Teils des erogenen Gewebes deines Penis und über kurz oder lang die Keratinisierung der Eichel. Mir erscheint dieses Preis-/Leistungsverhältnis jedenfalls nicht überzeugend.

    Vielleicht bin ich ja nur prüde, aber ist hier auch schon mal die in letzter Zeit gehäufte Werbung von Durex für Gleitmittel aufgefallen?

    Normalerweise würde ich vermuten, daß eine Werbung ein bestimmtes Bedürfnis erst zu wecken versucht (so wie Gilette seit einiger Zeit die Ganzkörperrasur beim Mann versucht an den selbigen zu bringen), aber in diesem Fall? Ist da bereits ein lohnenswerter Markt?

    Gerade wenn man dieser Episode eine reine erzählerische Absicht zugrunde legt (es geht schließlich auch darum Jesus als "vollständigen" Juden zu legitimieren) macht sie nur Sinn, wenn es üblich war, daß ein gesetzestreuer Jude brit milah hinter sich hatte.

    Die Tradition an sich scheint es also schon lange gegeben zu haben (das Lukasevangelium, das sich sinnigerweise primär gar nicht an Judenchristen gerichtet war ist spätestens 80 nach Christus geschrieben worden) und scheint tatsächlich tief in der Identität verwurzelt gewesen zu sein.

    Und daß die Periah erst um 140 n. Chr. üblich wurde um Assimilierungen zu erschweren, ist soweit ich weiß auch Stand der Forschung.

    Was soll uns dieser Thread sagen? Daß Künstler der Frühneuzeit nich in der Lage waren Neugeborene zu malen?

    Daß sich die Bibel an die Ikonographie späterer Jahrtausende anzupassen hat?

    (Bis zur liturgischen Reform 1968/70 gab es ein offizielles Fest "Beschneidung des Herrn", wobei man wohl davon ausgehen kann, daß um 6 v. Chr. allenfalls die Brit milah vollzogen wurde und nicht die periah)

    Nur zum Vergleich: Bei meinem Sohn wurde auch eine Phimose festgestellt. Etwa 1 Jahr nach der Diagnose öffnete ich die sehr kleine Vorhautöffnung ein wenig - just drei Tage vor unserem Vorstellungstermin beim Chirurgen.

    Den Termin haben wir noch wahrgenommen (womit zumindest klar war, welchen Kinderchirurgen ich NIEMALS an meine Kinder heranlassen werde) sind dann aber direkt zum Kinderarzt (der von vorneherein konservativ an die Sache herangehen wollte) gefahren und haben uns die Salbe verschreiben lassen.

    Dann hat der vier oder sechs Wochen lang jeden Morgen und jeden Abend die Vorhaut so weit zurückgezogen wie es schmerzlos ging. Mit einem q-Tip wurde die Salbe dann genau auf die Engstelle appliziert und 60 Sekunden die Spannung gehalten.

    Danach stellte sich heraus, daß die Vorhaut jetzt erstmal weit genug ist, nur das Frenulum erscheint sehr kurz (ok - das war bei mir auch ein bisschen zu kurz). Aber das ist kein so großer Akt.