Beiträge von Hickhack

    Nein, von einem Ring war nicht die Rede. Lediglich ein - so wie ich es verstanden habe sehr schmaler - kleiner Abschnitt zeigt die veränderte, narbentypische weiße Färbung.

    Mal schauen, wie wir dieses Männergespräch zusammen bekommen.

    Sind die Salben eigentlich rezeptfrei?

    Nunmal langsam: kein Erwachsener - außer dem Kinderarzt bei den Untersuchungen - hat bisher da Hand angelegt. Die Salbenbehandlung hat mein Sohn selbst unter Anleitung durchgeführt. Ich habe mich hier angemeldet BEVOR wir überhaupt irgendetwas in dieser Sache in die Wege geleitet haben.

    Dazu kommt, daß unser Kinderarzt grundsätzlich zur konservativen Sorte gehört und eben nicht gleich das Messer zücken lässt. Im Gegenteil.

    Im Alltag spielt die Verengung - noch - keine Rolle. Er weiß halt, daß das sich da noch was tun muss und hin und wieder fragt er, ob er mit der Salbe nochmal anfangen soll - im Moment würde ich sagen, er soll abwarten. Ich mach mir halt Sorgen, daß wir den Punkt nicht mitbekommen an dem es sinnvoll wäre wieder damit anzufangen. Möglichst bevor das Ganze im spanischen Kragen endet.

    Hallo,


    daß mein 11jähriger Sohn eine Phimose hat ist leider unbestreitbar. Daß wir bisher von einer natürlichen - sich selbst erledigen - ausgegangen sind leider auch.

    Wir haben vor ein paar Jahren mal mit Salbe versucht etwas dran zu tun, damals auch eigentlich mit gutem Erfolg, aber was nicht regelmäßig belastet wird, ist anscheinend nicht von Dauer, jedenfalls hat sich der Schnürring wieder zusammengezogen.

    Nun will der Kinderarzt heute eine narbige Stelle an dem Schnürring festgestellt haben (nagender Zweifel: waren wir mit der Salbe zu unvorsichtig???) und er fürchtet, daß sich dieses Problem auch nicht mit den zu erwartenden pubertären Hormonschüben löst. :thumbdown:

    Wenn es nach mir ginge, sollte mein Sohn jetzt noch 5 Jahre warten, dann Phimocure oder Phimostop probieren und wenn das auch nicht hilft eine TI machen lassen. Wobei die Triple Incision schon allein daran scheitern könnte, daß es im Umkreis von 40km keinen Urologen zu geben scheint, der diese Technik beherrscht. In dem Alter könnte man wohl wenigstens sicher sein, daß die Haut auch nach der Therapie/OP in Bewegung bleibt.

    Im Moment bin ich jedenfalls frustriert und ratlos, was ich meinem Sohn jetzt sagen soll. Begeistert ist er von dem Zustand nicht. ?(

    Der "Onanie-Diskurs" fand erst um 1770 statt. Zu dieser Zeit war die Medizin zwar heiß darauf der bösen Selbstbefriedigung den Garaus zu machen - da wurden ein paar sehr interessante Geräte erfunden um Jungs am Spielen zu hindern. Aber ich wüsste nicht, daß die "Mediziner" damals schon auf die VA gekommen wären. Dafür wurde die SB als Ursache aller möglicher Krankheiten (Epilepsie, Blindheit, etc.) verkauft. Einige evangelische Kirchen (z.B. die anglikanische Kirche aber auch die haben damals ihre besondere Strenge und Prüderie entwickelt - daher kamen dann die Quäker und der Herr Kellog).
    Die Katholische Kirche hat bei dieser Gelegenheit auch gleich ihre Interpretation des 6. Gebots erweitert - und hat sich davon bis heute nicht erholt.
    War ja alles medizinisch unterfüttert...

    Ist jemand vor hier dort aktiv und weist "Filip" noch darauf hin, daß

    1. Orgasmus nicht gleich Ejakulation ist und

    2. eine Ejakulation nicht zwangsläufig notwendig ist, um dem mystischen Samenstau zu entgehen. Es gibt diesen "Samenstau" schlicht nicht. Der Körper hat mehrere Mittel und Wege die nicht per sexueller Aktivität verbrauchten Spermazoen quitt zu werden. Entweder es kommt zu unwillkürlichen Ejakulationen/Abflüssen (aka "feuchte Träume") oder der Körper absorbiert das nicht abgerufene Material (wie es grundsätzlich bei jedem Mann passiert, der eine Vasektomie hatte) oder die Hoden schränken die Produktion ein. Das kann sogar soweit gehen, daß überhaupt keine Spermazoen mehr hergestellt werden (das "lernen" die Hoden ebenfalls z.B. nach einer Vasektomie).

    Und an die Expertin: ein Mann kann sich ans regelmäßige Waxing gewöhnen. Er kann sich ans regelmäßige Waschen und Rasieren gewöhnen. Er kann sich sogar daran gewöhnen, seine Unterwäsche täglich zu wechseln. Unter Umständen gewöhnt er sich sogar daran zirkumzidiert zu sein. Aber ich glaube kaum, daß sich ein Mann ans häufigere Beschnitten-werden gewöhnt.

    Ich hatte mit ca. 19 eine Frenulotomie. Die Vorhaut ließ sich nicht "bis zum Anschlag" zurückziehen.

    Bei der OP wurde - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - ein "Dreieck" mit der Spitze bis an den Schaft herausgeschnitten und die Wundränder vernäht. Dieser Bereich wirkt auf mich heute als wäre eine -ektomie gemacht worden (vereinbart war eine -tomie). Ich habe meinen jetzigen Urologen noch nicht gefragt, ob es für ihr mehr nach einer -tomie oder -ektomie aussieht.

    Gefühlsmäßig war es schon ein Unterschied, als die Vorhaut schließlich ganz zurückgleiten konnte und das Frenulum nicht mehr überdehnt wurde. Und nicht mehr einriss. Ob nun das frenulare Dreieck weniger empfindlich ist als vorher kann ich nicht sagen. Es ist nicht meine empfindlichste Stelle, aber das kann auch vorher schon so gewesen sein.

    Edit: eine Zirkumzision wäre bei der Gesamtgestaltung meines "Equipments" eine Katastrophe (gewesen) und die schlechteste Alternative für das verkürzte Frenulum gewesen.

    Zum "Eincremen" bei der Löffeltrickmethode reicht es den Löffelstiel mit Bepanthen, Vaseline oder Spucke (oder einer Creme wie Selergo oder Lamisil) einzuschmieren. Es geht an dieser Stelle nur darum, daß der Stiel beim herausziehen nicht an der Haut haftet und die gefaltete Haut wieder aus der Tasche zieht.

    Was das feuchten Milieu angeht: was für Unterhosen trägst Du? Ist es mit Boxershorts eventuell schon um jenes Quentchen besser "belüftet", das sich keine "Stauhitze" im Schritt bildet?

    Spricht was dagegen zu Hause "unten ohne" zu gehen?

    Hallo.

    Hat schonmal ein Arzt feststellen lassen, was für Keime das Problem auslösen? Pilz, Bakterium, Virus, Überbeanspruchung?

    Ad hoc würde ich sagen: Unter die Vorhaut gehört kein Duschgel. Niemals nicht. Egal welcher pH-Wert.

    Bei Antibiotika gilt, daß man sie immer bis zum Ende der Packung nehmen soll auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind. Ähnlich haben meine Hautärzte bisher immer betont, daß z.B. Antimykotika eine bis zwei Wochen länger angewendet werden soll als Beschwerden da sind.

    Mit der Löffeltrickmethode kann man die Vorhaut hinter die Eichel falten (bei Fleischpenes besser als bei Blutpenes) und so die Eichel ohne Hilfsmittel frei tragen.

    http://www.imagebam.com/gallery/9cbdf8…a508594d4407c0/

    http://home.arcor.de/henninggroh/ga…rickmethdp0.jpg

    Für die Zirkumzision liefern die Religionen selbst die Begründungen:

    Im Judentum ist es die "göttliche" Aufforderung an Abraham. Dieses sichtbare Zeichen des Bundes mit Gott wurde weiterverwendet - vermutlich auch um in einer Umwelt intakter Männer die ohnehin im Judentum angelegte Separationsidee (siehe das Kashruth-Prinzip, das vorallem die Tischgemeinschaft mit Nichtjuden und so defacto das Zusammenleben verhindert) zu vertiefen.

    Im Islam gibt es zum einen den Mythos, daß Mohammed ohne Vorhaut geboren sein soll (was theoretisch denkbar ist). Zum anderen gibt es in den Hadithen (d.h. in den Legenden über das Leben Mohammeds) eine Liste von Anweisungen zur Körperpflege. Dazu gehört das Schneiden der Nägel und Haare, die Entfernung der Schamhaare und eben auch die Zirkumzision.

    Darüberhinaus gibt es aus Afrika Hinweise daß dort die Zirkumzision beider Geschlechter auf uralte archaische Vorstellungen zurückgeht. Demnach wird die Vorhaut der Jungen entfernt weil sie als Rest einer "weiblichen" Identität des Jungen gedeutet wird und die Klitoris als Rest der "männlichen" Identität des Mädchens.

    Quellen findest Du im Netz ;)

    Ich denke das Problem ist nicht das prinzipielle Wissen um die Konfession oder politische Haltung einer Lehrkraft.

    Wir hatten Lehrer bei denen die SPD- oder Grün- oder CDU-Orientierung mehr als deutlich erkennbar war.

    Bei einer Kopftuch-tragenden Muslima stelle ich mir die Frage, warum sich eine Frau, die derart Angst vor Männern hat (das Kopftuch dient schließlich dazu die Frauen vor den unkontrollierbaren Trieben der Männer zu schützen) in den Lehrberuf zu gehen, wo der Kontakt zu Jungen und Männern unvermeidlich ist.

    Ja, es geht um Israel und ja, man könnte die Kritik an dieser Doku auch antisemitisch formulieren, aber grundsätzlich stellt sich mir die Frage, ob Journalismus rein deskriptiv also beschreibend sein darf.

    Der Moderator der Reihe fährt durch die Welt und redet mit den Leuten über Liebe, Sex und was damit sonst noch zu tun hat.

    In Israel ist er unter anderem zu Gast bei einer Brit-milah und unterhält sich danach mit einem "Experten für öffentliche Gesundheit" dessen Name nicht genannt wird (ca. Min. 22).

    Daß das Kind völlig mit Alkohol abgefüllt wird und sowohl der Vater des Jungen wie auch der "Experte" ziemlich unreflektiert daherreden war zu erwarten - daß das aber auch unkommentiert stehen bleibt finde ich sehr, sehr bedenklich.

    http://www.einsfestival.de/mediathek/player.jsp?vid=666144

    Es gab eine Folge üver ein Afrikanisches Land in dem ein Paar interviewt wurde, bei dem die Partnerin eine FGM erlebte und daher stark eingeschränkt in ihrem Empfinden war - auch da wurde nicht kommentiert.

    Der Körper als "Tempel des Heiliges Geistes" ist ein uralter christlicher Topos.

    Eine Konsequenz dieses Topos war das Verbot der Selbstverstümmelung/Selbsttötung.

    Eine andere ist der Wunsch diesen "Tempel" von "kultischer Unreinheit" freizuhalten.

    Dazu möchte ich weiter ausholen: In vielen - bei weitem nicht in allen Religionen - gibt es das Opfer. Dieses Geschenk an Gott/die Götter konnte verschiedenen Charakter haben: Dank, Sühne, Bitte.

    Das Opfer der biblischen Patriarchen war in der Regel ein Dankopfer. Das Sühne- und Bittopfer tauchen erst nach dem Bundesschluss auf als sich eine feste Priesterkaste etablierte. Die vorher gegebene Unmittelbarkeit zwischen Geber und Gottheit wurde aufgebrochen und der Opferpriester mit seinem (geheinem) Wissen, seiner Fähigkeit die notwendigen Rituale durchzuführen und so die Wirksamkeit des Bitt- oder Sühneopfers garantieren zu können, schob sich dazwischen.

    Das Judentum hat lange mit dieser Kluft gehadert (die Propheten wiesen immer wieder daraufhin, daß Gott keine Brandopfer wolle) und hat erst nach der Zerstörung des Tempels die ursprüngliche Unmittelbarkeit wieder weitgehend herstellen können.

    Im Christentum gab es eine gegenläufige Bewegung, nachdem es bis ca. 300-400 n.Chr. keine christliche Priesterschaft gab. Erst um 400-500 drängten ältere Ideen des Sühn- und Bittopfers wieder in die christliche Lehre ein und mit ihnen kam auch die Ritualisierung des Opfers und die Entstehung der Priesterkaste. Das geringe Bildungsniveau der Missionsgebiete (das frisch christianisierte Frankenreich war einer der Ursprungsorte dieser "neuen" Ideen) dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben.

    Daneben gibt es in vielen Kulturen die Idee der "kultischen Reinheit". Ihren Ursprung dürfte diese Idee in vielen Fällen in der Unbegreiflichkeit der weiblichen Menstruation haben. Blut und Fruchtbarkeit sind archetypische Themen und vielfach mit Tabus belegt.

    Diese kultische Reinheit wurde im Laufe der Zeit auf jede sexuelle Aktivität übertragen, was zur Folge hatte, daß Priester sich dem ganz oder zeitweise zu enthalten hatten. Immer vor dem Hintergrund, daß er die Opfer so darbringen konnte, daß sie auch erhört wurden.

    Den opfergesinnten Laien konnte man nun kein Totalverbot aufdrücken, da man sich wohl im Klaren darüber war, daß bestimmte sexuelle Aktivitäten notwendig für den Arterhalt sind. Diese musste man wohl oder übel erlauben, belegte aber alles andere mit Tabu. Daraus resultiert z.B. die Ablehnung von Homesexualität.

    Das eigentliche Problem dürfte also die Bewahrung uralter Reinheitsvorstellungen sein. Und da das Judentum und auch der Islam kein abgesondertes Priestertum kennt sondern jeder für sich in gewisser Weise sein eigener Priester ist, wirken diese Vorstellungen sehr viel breiter als in anderen Kulten.

    An den Reinheitsvorstellungen könnte man allerdings auch arbeiten ohne die Religion als Ganzes direkt anzugreifen...

    Dieses Forum richtet sich gegen jede Zirkumzision, zu der der Operierte nicht seine wirksame Einwilligung gegeben hat. D.h. gegen jede medizinisch nicht unbedingt notwendige Zirkumzision an Minderjährigen und gegen die Überredungsversuche mancher Urologen bei Erwachsenen.

    Was Dein beschriebenes Problem angeht bin ich allerdings ratlos - oder vielmehr: ich denke, Du wirst um einen Besuch beim Urologen und ggf. auch eine Korrektur-OP (sofern die "Drehung" ein ernstes psychologisches/physisches Problem darstellt) nicht herumkommen.