Beiträge von Hickhack

    Da kräuseln sich ja die Nackenhaare.

    Ja, bei der Eucharistie werden Brot und Wein "gewandelt" und "werden" Leib und Blut Christi. ABER: Transsubstantiation bedeutet, das Brot und Wein haptisch, physikalisch natürlich Brot und Wein bleiben. Für den Gläubigen treten diese physikalischen Eigenschaften aber hinter der neuen Bedeutung zurück (hier zu erklären, was die Kommunion ist, führt schlicht zu weit - dafür gibt es andere Foren).

    Eine Zirkumzision "auf katholisch" wäre allenfalls das Halten eines Messers an die Brust (von wegen "Beschneidung des Herzens"). Die Entblößung des Säuglings vor der Gemeide (und jede liturgische Handlung des Priesters außer der Beichte ist öffentliches Geschehen), halte ich für unvereinbar mit den sonstigen Moralvorstellungen.

    Hab da immer Interesse neue Sachen zu erfahren, zu lernen..

    Dein Problem ist doch die Narbe? Bei einer Beschneidung hast du immer eine Narbe, egal ob teil oder radikal. Wenn du vor 20 Jahren gleich radikal beschnitten worden wärest, hättest du dieses Problem heute nicht? Garantiert dir der Arzt, dass du in 10 oder 20 Jahren nicht wieder dasselbe Problem bekommen kannst? Für mich hört sich das eher an , als ob der Arzt zur Kategorie "Kann nur Radikal" angehört.
    Und Unterbindung...du bist 34? Ganz ehrlich...ich würde es sein lassen. Was weißt du was in 10 Jahren ist? Ich kenn inzwischen auch da einige Geschichten, wo Männer auch nur dieser Eingriff zu einer psychischen Belastung führte...
    Aber deine Entscheidung...

    Ich war bei meiner Vasektomie 38 - aber ich habe auch schon 3 Kinder und bin seit 15 Jahren verheiratet. Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, gibt es wenige Verhütungsmethoden, die ähnlich unkompliziert in der Anwendung sind. Allerdings schützt die Vasektomie nicht vor diversem anderen sexuell übertragbaren Zeug. Je nach Lebenswandel bleiben Kondome trotzallem Mittel der Wahl.

    Phimostop und Phimocure wurden doch extra für Erwachsene entwickelt. Also soll er die Vorhautenge erstmal damit angehen und dann kann man über eine Frenulutomie immer noch gesondert nachdenken.

    Da steht nicht, daß sich Biodeutsche (der Begriff ist hier nicht ganz passend - auch Menschen deutscher Abstammung können Juden oder Moslems sein) sich nicht melden dürfen. Sie werden nur schlicht nicht gesucht.

    Außerdem gibt es keinen Grund, warum man Herrn Andreas von Hören als Geschäftsführer des Projektes nicht den ein oder anderen Brief zukommen lassen könnte, der grundsätzliche und besondere Bedenken an dieser Propagandaaktion ausdrückt.

    Ich habe leider auf Anhieb nicht herausgefunden, wie hoch der Zuschuss von der Stadt Wuppertal ist.


    Dieser Comic ist schon älter, aber jedes Mal, wenn Ruthe ihn veröffentlicht, ärgert er mich ein wenig. Normalerweise schätze ich Ruthe und seinen Humor sehr, da er eigentlich recht feinfühlig und vor allem hintersinnig ist. Hier ist mir das Ganze aber zu platt und vor allem zu wenig kritisch. Einzig der nicht wirklich begeisterte Gesichtsausdruck von Samuel weist darauf hin, dass hier nicht alles wunderbar ist.
    Dass wir hier aber von einer Körperverletzung an einem Kind und - gerade beim jüdischen Ritus - von Schmerzen sprechen, die ich mir nicht mal vorstellen mag, finde ich diese locker-flockige Herangehensweise deplaziert.

    Wie seht Ihr das?

    Die Sache mit den Schmerzen ist etwas, was konsequent verdrängt wird. Wer ein Exemplar von "Was ist koscher?" von Paul Spiegel in Griffweite hat, kann ja mal nachlesen, was der ehrenwerte Vorsitzende des ZdJ so zum Thema Betäubung und Schmerzen bei der Zirkumzision schrieb. Das Buch erschien 2003 und ich kann mich nicht erinnern, daß irgendjemand seine These in Frage gestellt hätte (da habe ich letztens eine AI-Aktivistin mal drauf gestoßen).

    Ruthe hat in seinem Comic meiner Meinung nach zwei grundsätzliche Fehler: 1. ein jüdischer Junge wird nicht gefragt und ist i.d.R. nicht im "Verstandesalter" wie es der jugendliche aknegeplagte Baum suggeriert. 2. die Zirkumzision betrifft nicht irgendwelche Auswüchse an der Nase.

    Man könnte meinen, er hätte sich nicht getraut Muslime zu zeichnen...

    Ich muss zugeben, ich kann's mir schlecht bildlich vorstellen. Aber wenn die Vorhaut komplett krank ist, wird Dir wohl nichts anderes übrig bleiben.

    Hast Du mit dem Dermatologen schon mal drüber gesprochen, wie hoch das Risiko wäre, daß nach einem Restoring die neue Haut wieder erkrankt?

    Wenn sich mein Sohn irgendwann für eine Zirkumzision entscheiden sollte, werden wir nochmal ins Detail gehen - für den Moment weiß er, daß ich ihm jetzt sofort keine Einwilligung geben würde (und meine Frau tut in dieser Sache nichts im Alleingang). Wenn er mit 15-16 unbedingt unters Messer will und Phimocure nicht geholfen hat, können wir immer noch nach einem TI-fähigen Chirurgen suchen.

    Also mein jetziger Urologe wirkte bei meinem letzten Besuch noch recht entspannt. Aber der hält 5 auch für das optimale Alter eine Phimose radikal zu therapieren (es ist hier leider völlig egal zu welchem U. Mann geht - in dieser Hinsicht scheinen die alle gleich zu sein). Worin äußert sich diese Aufregung denn?


    Mein Onkel (seit 40 Jahren Mediziner) war auch davon ausgegangen, daß die TI der noch immer übliche Stand der Technik sei. Er war sehr erstaunt, als ich ihm erzählte, daß für meinen Sohn nur noch radikal angeboten wird.

    Wir haben jede Art Problem eingeschlossen - auch Akne, Paraphimose und Haare am Hintern *malalbernrumkicher*.

    Und ich denke wir haben die naheliegensten Phänomene rund um die Vorhaut angesprochen.

    So Männergespräch geführt. Er will es nochmal mit Salbe versuchen. Und mit allem anderen warten wir erstmal ab. Und er hat hoffentlich begriffen, daß er sich bei Problemen zeitnah an uns oder seinen Kinderarzt wenden soll.

    Nebenbei: Der Sexualkundeunterricht heutzutage scheint ausbaufähig zu sein.