Beiträge von Hickhack

    Herzlich Willkommen!

    Solange er problemlos pinkeln kann und weder Entzündungen noch Schmerzen hat, brauchst Du GAR NICHTS zu tun.

    Dein Mann kann ihn gerne darauf hinweisen, daß er beim Pinkeln die Haut soweit wie es geht - ohne, daß es weh tut - zurückziehen oder zumindest bewegen soll.

    Alles andere macht die Natur entweder allein oder in 6-8 Jahren kommt Dein Sohn selbst auf die Idee, daß vielleicht was gemacht werden sollte. Und selbst dann gibt es noch Salben und Hilfsmittel wie Phimocure um vor der OP noch was konservatives zu probieren.

    Mein Sohn ist jetzt 13, hat ein ausgesprochen entspanntes Verhältnis zu seinem Körper (davon mal ab: er kann's sich auch leisten) und seine Phimose hat sich im letzten halben Jahr soweit von alleine gelöst, daß ich ihn jetzt nur noch vor der Paraphimose warnen musste, weil die Vorhaut mittlerweile bis hinter die Eichel retrahierbar ist.

    Also entspannen, eine körperpositive Atmosphäre schaffen und erst mal die Natur machen lassen. Jeder Hormonstoß wirkt.

    Hallo Anette,

    ich find es ja schon bemerkenswert, daß Dein Sohn dich bei dem Problem einbindet - ich hätte noch nicht mal mit meinem Vater drüber gesprochen geschweige denn mit meiner Mutter.

    Was ich nur nicht verstanden habe: Wo sitzt die Verengung? Bekommt Dein Sohn die Vorhaut gar nicht erst über die Eichel oder bildet sich erst hinter der Eichel ein Schnürring am Schaft (ein Mann weiß vermutlich besser, was ich meine)?

    War Dein Sohn schon mal beim Dermatologen um den Ursprung der Entzündung genau diagnostizieren zu lassen?

    Phil21:

    Vor 5 oder 6 Jahren haben wir es mal mit einer Salbe versucht, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Danach hatte mein Sohn die Anweisung beim Pinkeln die Haut soweit möglich zurückzuziehen. Das, was sich bisher gelöst hat (es klappt noch nicht ganz, aber deutlich mehr als noch vor 5 Jahren), hat sich auf natürliche Weise gelöst. Für alle Fälle habe ich noch ein Salbenpräparat zu Hause, aber noch hat mein Sohn nicht mehr danach gefragt.

    Daß eine Phimose vererbbar wäre, kann ich so nicht bestätigen. Zum einen, weil die Verengung/Verklebung im Kleinkindalter ja normal ist, aber weder ich noch mein jüngerer Sohn haben im Teenageralter noch damit zu tun gehabt.

    Der Klassenlehrer meines Sohnes ist türkischer Abstammung und wie es in einer Großstadt nicht ungewöhnlich ist, gibt es einen gewissen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund (die Freundin meines Sohnes zählt da auch zu - allerdings ist sie Halbitalienerin).

    Die Schule veranstaltet regelmäßig Arbeitsreihen zum Thema Kinderrechte, ich habe allerdings noch nicht ausgetestet, wie man auf den Hinweis der Diskrepanz zwischen 1631d BGB und 223a StGB reagieren würde. So wie ich die Schulleitung kennengelernt habe, habe ich so meine Befürchtungen.

    Der Text ist von 2012 und wurde anscheinend 2016 receycled. Jedenfalls hatte Herr Rothschild anscheinend den Anspruch besonders humorvoll rüberzukommmen. Allerdings sind Religion und Humor in Verbindung mit (vorgeblichem - sollte der Herr Rabbiner tatsächlich so wenig Ahnung vom Christentum haben, wie er vorgibt, wäre der Artikel völlig indiskutabel) Halbwissen als Gegenstand von Satire und Witz kaum sinnvoll kombinierbar.


    Davon mal abgesehen hätte er wohl wenigstens selbst wissen können, daß die Circumcisio Christi keine Brit milah nach heutigem Ritus war.

    Edit: Bezüglich seiner "Bedenken" gegen den "Religionsgründer" (der kein Religionsgründer war, was dem Herrn Rabbiner auch bekannt sein sollte), empfehle ich "Bruder Jesus" von Shalom Ben-Chorin.

    Das ist wie wenn du zum Urologen wegen Vorhautproblemen gehst...der eine berät dich gut und kompetent über alles...der nächste sagt weg mit dem Ding, und alles wird gut sein...wem Vertrauen? Und ist das Kind erst mal in den Brunnen, dann kannste alleine schauen wie du damit klarkommst...
    Ein Anwalt legt kommentarlos dein Mandat nieder...der nächste sagt ich bring das in den 3 Wochen noch komplett über die Bühne...nochmal nen Anwalt aufsuchen...der dir wieder was ganz anderes sagen wird, du wieder Kohle abdrücken kannst und du dann gar nicht mehr weißt wo dir der Kopf steht und was du machen sollst?

    Ich habe beruflich viel mit Anwälten zu tun (mein Job bringt jede Menge gerichtlicher Mahnverfahren mit sich) und brauchte auch privat schon anwaltliche Unterstützung. Klar gibt es in diesem Metier auch jede Menge "suboptimal arbeitende" Kanzleien, aber es gibt auch fähige Spezialisten und die sind gar nicht sooo selten. Einem Erbrechtler einen medizinischen Pfusch oder einem passionierten Arbeitsrechtler Schadenersatzforderungen aus Kfz-Unfällen anzuvertrauen ist z.B. wenig sinnvoll.

    Wenn Du den Mahnbescheid beantragst (das Formular gab es früher im Schreibwarenhandel, würde mich nicht wundern, wenn es mittlerweile auch online verfügbar wäre) und die Gegenseite Widerspruch erhebt, wirst Du eh einen Juristen brauchen, der die Klageschrift fertigmacht und einreicht. In der Regel ist der erste Eindruck am Telefon schon ein guter Indikator ob Du mit einer gut organisierten Kanzlei sprichst oder eher auflegen solltest.

    Auf eine gütliche Einigung mit einer Versicherung würde ich allerdings nicht allzu viele Hoffnungen setzen. In meinem Job habe ich zwar nur mit Kfz-Versicherungen zu tun, aber da werden andere Versicherer nicht kulanter sein.

    @Lars: Sichtbares Frenulum ist schwer zu sagen. Es ist definitiv noch Frenulum vorhanden, wobei ich Dir nicht sagen kann, ob man vorher mehr Substanz hätte erkennen können.

    Ich war in der ersten Zeit nachdem alles abgeheilt war, etwas irritiert, weil der Schmerz, der sonst zum Sex dazuzugehören schien nicht mehr da war. Die Schmerzfreiheit führte dazu, daß ich mein Verhältnis zum Sex dann doch etwas korrigieren konnte. Aber wie gesagt, ich war erst 19 - jetzt bin ich 20 Jahre und drei Kinder weiter.

    Urolüge: Bei mir ist der Zug mit dem Stolz bereits abgefahren...

    Hallo Lars,

    Deine Erfahrungen kann ich so leider(?) nicht bestätigen.

    Bei mir war das Bändchen lt. meinem Urologen auch zu kurz (ich war jung, ich war Privatpatient, vielleicht muss ich sogar von Glück sagen, daß er mir nicht gleich noch mehr abschneiden wollte) und wurde einmal durchtrennt und vernäht.

    Der Effekt für die Retrahierbarkeit der Vorhaut war allerdings signifikant. Das Gefühl hatte sich dadurch verändert, daß die Haut nicht mehr am Frenulum spannte ("hängen blieb") sondern vollständig vor- und zurückgleiten konnte.

    Ich kann mich allerdings auch nicht daran erinnern, daß das Dreieck vor der OP empfindlicher gewesen wäre.

    Den ersten Sex hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, erst nach 6 oder 8 Wochen (und glaube mir, wir hatten es schon etwas früher versucht...).

    Von daher würde ich an Deiner Stelle versuchen dich von dem "störenden" Gefühl für einen Moment nicht irritieren zu lassen, sondern mal nachzuspüren, wie Dein Penis jetzt reagiert und wie er "arbeitet". Das klingt jetzt ein bisschen wie "lern dich selbst (neu) kennen", aber darauf läuft es wohl hinaus. Wenn ich ganz direkt sein wollte, würde ich sogar sagen "Entwickele wieder einen gewissen Stolz auf Dein Teil". :P