Beiträge von John1984

    Hallo JohnDoe,

    ich habe dir ja im Med 1 Forum bereits geschrieben, wie du die Dehntherapie angehen sollst, und warum es wichtig ist, dass du es versuchst. Du hast mir geschrieben, dir hätten inzwischen einige geschrieben, dass sie keine Probleme nach einer Beschneidung hatten. Du siehst aber hier im Forum dass es durchaus auch anders sein kann, und viele Männer ziemlich verzweifelt sind, und alles dafür tun würden, das rückgängig zu machen.

    Mit Geduld und genug Motivation hast du das ganz schnell im Griff. Schon jetzt viel Erfolg. Und nicht den Mut verlieren, lieber immer fragen, bevor Zweifel aufkommen, und nicht ungeduldig werden. Wie ich dir geschrieben habe, hab ich es selber ohne Beschneidung hinbekommen, und bin glücklich, dass ich es versucht habe.

    Wir bleiben in Kontakt. Immer fragen, wenn du unsicher bist. Und nun lass dir nix einreden, und leg los.

    Warum du deine Vorhaut unbedingt erhalten solltest:
    Die Vorhaut ist ein spezialisiertes Organ, mit schützenden, sensorischen, mechanischen und sexuellen Funktionen, die durch ihre Amputation vernichtet werden. Sie macht bis zu 50% (manchmal auch mehr) des beweglichen Hautsystems des Penis aus.
    Dieses hoch spezialisierte Gewebe bedeckt normalerweise die Eichel (welche eigentlich ein inneres Organ ist) und schützt diese vor Reibung, Austrocknung, Verhornung (Keratinisierung) und Schmutzstoffen jeder Art.
    Die Vorhaut ist des Weiteren eine besonders erogene Zone, und der mit am stärksten mit Nerven durchsetzte Teil des Penis.
    Das gefurchte Band, das vom Frenulum entspringt und die Vorhautöffnung umkreist, enthält Nervenenden, die in netzartigen Furchen angeordnet sind und sich nahe des Überganges von der Schleimhaut zur normalen Haut befinden.
    Die Vorhaut enthält das Gewebe des Penis, das am empfindlichsten gegenüber leichten Berührungen ist. Die Beschneidung verringert den sensorischen Input zum zentralen und vegetativen Nervensystem und verlängert somit die Zeit bis zur Samenerguss.
    Sie ist nicht an den darunterliegenden Körperteil gebunden und kann während des Geschlechtsverkehrs frei vor und zurück über den Schaft gleiten. Während des Geschlechtsverkehrs gleitet der Penis so in seiner Vorhaut, wodurch Reibung, vaginale Trockenheit und Hautabrieb reduziert werden und den Geschlechtsverkehr für beide Partner angenehmer und vergnüglicher macht. Die Kraft die zur Penetration benötigt wird, nimmt um das 10- fache zu, wenn die Vorhaut nicht mehr vorhanden ist.
    Die Nervenenden in der Vorhaut werden durch Bewegung und Dehnung stimuliert. Das Dehnen der Vorhaut und des Frenulums sorgt für erogene Empfindungen und für die Ejakulation.
    Das Frenulum ist die wichtigste erogene Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens.
    Die Nerven der Eichel sind im Eichelkranz konzentriert. Die Vorhaut gleitet vor und zurück über die Eichel während des Geschlechtsverkehrs, sie schützt folglich den Eichelkranz vor direkter Stimulation. Beim beschnittenen Jungen und Mann, entfernt diese anatomische Veränderung den Schutz der Nerven des Eichelkranzes vor direkter Stimulation. Die Nerven des Eichelkranzes können während des Geschlechtsverkehrs hyper-stimuliert werden und eine Ejakulation vor dem gewünschten Zeitpunkt auslösen. Diese Hyper-Stimulation kann von der Einzelperson jedoch nicht kontrolliert werden. Einige beschnittene Männer leiden an vorzeitigen Samenergüssen wegen dem fehlenden Schutz der Vorhaut, und dass trotz einen allgemeinen Sensitivitätsverlust des Penis.
    Die Beschneidung entfernt die wichtigste sensorische Komponente der Vorhaut, tausende aufgewickelte Tastrezeptoren, welche auf feinste Berührungen reagieren -die sogenannten Meissner-Körperchen. Auch gehen Verästelungen der dorsalen Vene, und zwischen 10000 und 20000 spezialisierte erogene Nervenendungen verschiedener Art verloren. Zusammen können diese feinste Bewegungen, feinste Temperaturänderungen und feinste Texturabstufungen wahrnehmen.

    Zusammengefasst, warum die Vorhaut keine Laune der Natur ist:

    • Die Eichel wird das ganze Leben hindurch vor Reibung und Wundabschürfung geschützt
    • Die Eichel wird durch ihre natürliche feuchtigkeitsspendenden Hautöle feucht und weich gehalten.
    • Die Eichel wird gleitfähig gehalten.
    • Die Eichel wird nur durch die Vorhaut mit einer wachsartigen, schützenden Substanz ummantelt.
    • Bei der Erektion bietet sie ausreichend Haut, indem sie sich ausbreitet.
    • Die Vorhaut ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe für die Masturbation und das Vorspiel.
    • Sie erleichtert die Penetration und reduziert die Reibung und den Hautabrieb während des Geschlechtsverkehrs.
    • Sie ist ein erogenes, sexuell empfindliches Gewebe, aufgrund ihrer enormen Menge an erogenen Nervenrezeptoren.
    • Sie dient mit dazu, den G-Punkt des weiblichen Partnerin zu berühren und zu stimulieren.
    • Viele Menschen glauben, dass die Beschneidung nichts weiter sei, als das Entfernen unnötiger Haut. Tatsächlich werden aber mehrere wichtige Bestandteile der männlichen Genitalien entfernt. Die männliche Beschneidung entfernt dauerhaft normales, funktionales und spezialisiertes Gewebe.
    • Viele konservative Behandlungsmöglichkeiten wie die Dehntherapie werden als aufwendig und blödsinnig abgetan. Dabei ist diese in über 90% der Fälle erfolgreich, meine eingeschlossen.
    • Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ. Dieser normale Bestandteil des äußeren Geschlechts sollte nicht grundlos entfernt werden.


    Zusammengefasst ist die Beschneidung ein Eingriff, der wiederholt darin scheitert jene Vorteile hervorbringen, die seine Befürworter ihm zuschreiben.