Das ist mein zweiter Text. Vielleicht auch interessant für euch zu lesen.
Entwicklung, Anatomie und Funktion der männlichen Vorhaut
Kapitel 1: Entwicklung der Vorhaut
Das normale Wachstum bzw. die normale Entwicklung der männlichen Vorhaut wird sowohl von großen Teilen der Ärzteschaft, als auch Eltern vielfach falsch verstanden. Dieses Missverständnis hat zweifellos zu vielen unnötigen, fälschlich indizierten Beschneidungen kleiner Jungen geführt.
Der Normalbefund bei der Geburt des Jungen ist seine sehr lange Vorhaut mit einer verengten Spitze. Ein Zurückziehen der Vorhaut ist bei fast allen Säuglinge nicht möglich, weil die verengte Spitze nicht über die Eichel passt. Darüber hinaus ist die Schleimhautoberfläche der inneren Vorhaut mit der darunterliegenden Schleimhautoberfläche der Eichel verklebt. Auch diese natürliche Verklebung macht ein Zurückziehen der Vorhaut unmöglich. Diese normale entwicklungsbedingte Enge wird manchmal fälschlich als Phimose diagnostiziert. Tatsächlich ist die normale, entwicklungsbedingte Enge keine Krankheit. Sie ist einfach ein natürlicher Entwicklungszustand.
Die Verklebung der Vorhaut mit der darunterliegenden Eichel wird manchmal fälschlich als „Verwachsung“ bezeichnet. Die Verklebungen der Vorhaut mit der Eichel lösen sich in seltenen Fällen bereits mit 3-5 Jahren, fast immer aber dauert es länger. Eine große Zahl Studien aus unterschiedlichen Ländern belegten unabhängig voneinander, dass dieser normale Ablösungsprozess bei einigen Jungen bis zum Ende der Pubertät andauern kann.
Wenn der Säugling zum Jungen und der Junge zum Mann heranwächst, treten eine Anzahl Veränderungen auf: Die Vorhautspitze weitet sich, der Penisschaft wächst schneller als die Vorhaut, wobei sich der Vorhautüberstand verringert. Die Membran, welche die inneren Vorhaut mit der Eichel verbindet, löst sich von allein auf und ermöglicht so der Vorhaut sich von der Eichel zu lösen. Die Vorhaut wird somit von allein zunehmend zurückziehbar.
Viele Ärzte auch in den deutschsprachigen Ländern werden über die normale Entwicklung der Vorhaut unzureichend ausgebildet. Folglich diagnostizierten immer wieder Ärzte fälschlich einen normalen, entwicklungsbedingten Zustand als „Phimose“
Zahlreiche Ärzte erhielten nie diese Fülle an Informationen über die Entwicklung der Vorhaut, weil dieses Detailwissen nicht Teil des Standardlehrplans ihres Medizinstudiums war. Solche Ärzte sind natürlicherweise unfähig, eine normale, entwicklungsbedingte Vorhautenge (wie hier beschrieben) von einer krankhaften, therapiebedürftigen pathologischen Phimose zu unterscheiden. Auch können solche Ärzte nur falsche Angaben machen, ab wann die Vorhaut zurückziehbar sein sollte. Solche Ärzten können diverse, viel zu frühe ( „bis zum 3 Lebensjahr“, „bis zur Einschulung“, „vor der Pubertät“) Zeitpunkte angeben, bis zu diesen eine Vorhaut „unbedingt“ zurückschiebbar sein müsse. Auch können solche nur unzureichend ausgebildeten Ärzte bestrebt sein, die Vorhaut vorzeitig zurückzuziehen, was einerseits traumatisch für die kindliche Psyche ist, andererseits auch ein Gewebstrauma am Penisgewebe auslösen kann.
Die Vorhaut enthält Muskelfasern, die die Vorhautspitze verschlossen halten, solange das Kind nicht uriniert. Dies kann Eltern und Ärzte dazu verleiten die Öffnung für kleiner zu halten, als sie in Wirklichkeit ist.
Fast alle Jungen kommen mit einer engen, zudem mit der darunterliegenden Eichel verklebten und deshalb nicht-zurückziehbaren Vorhaut zur Welt. Das ist ein normaler entwicklungsphysiologischer Zustand und kein Grund zur Besorgnis.
Das Zurückziehen der Vorhaut darf niemals erzwungen werden. Sie wird sich zurückziehen lassen, wenn sie bereit dazu ist. Es gibt kein „richtiges“ Alter, ab dem die Vorhaut zurückziehbar sein muss.
Eine verengte, nicht zurückziehbare Vorhaut bei Jungen ist Teil der körperlichen Entwicklung und verursacht gewöhnlich keine Probleme. Die Vorhaut wird sich von ganz von selbst weiten, bis sie sich vollständig zurückziehen lässt. Ungefähr 50-60% der Jungen im Alter von 10 Jahren können ihre Vorhaut nicht oder nur teilweise zurückziehen. Das ist der Normalbefund. Nach der Pubertät nimmt der Prozentanteil von Jungen mit vollständig zurückziehbarer Vorhaut von selbst sukzessive zu.
Sollte eine enge oder nicht zurückziehbare Vorhaut für den jungen Mann zum Problem werden, stehen heute eine Vielzahl konservativer Behandlungsalternativen anstelle einer Zirkumzision zur Verfügung.
Kapitel 2: Funktion und Bedeutung der Vorhaut
Die Vorhaut ist ein spezialisiertes Organ, mit schützenden, sensorischen, mechanischen und sexuellen Funktionen, die durch ihre Amputation vernichtet werden. Sie macht 50% (manchmal auch mehr) des beweglichen Hautsystems des Penis aus. Auseinandergefaltet entspricht sie der Größe einer Postkarte.
Dieses hoch spezialisierte Gewebe bedeckt normalerweise die Eichel (welche eigentlich ein inneres Organ ist) und schützt diese vor Reibung, Austrocknung, Verhornung (Keratinisierung) und Schmutzstoffen jeder Art.
Die Vorhaut ist des Weiteren eine besonders erogene Zone, und der mit am stärksten mit Nerven durchsetzte Teil des Penis.
Das gefurchte Band, das vom Frenulum entspringt und die Vorhautöffnung umkreist, enthält Nervenenden, die in netzartigen Furchen angeordnet sind und sich nahe des Überganges von der Schleimhaut zur normalen Haut befinden.
Die Vorhaut enthält das Gewebe des Penis, das am empfindlichsten gegenüber leichten Berührungen ist. Die Beschneidung verringert den sensorischen Input zum zentralen und vegetativen Nervensystem und verlängert somit die Zeit bis zur Samenerguss.
Sie ist nicht an den darunterliegenden Körperteil gebunden und kann während des Geschlechtsverkehrs frei vor und zurück über den Schaft gleiten. Während des Geschlechtsverkehrs gleitet der Penis so in seiner Vorhaut, wodurch Reibung, vaginale Trockenheit und Hautabrieb reduziert werden und den Geschlechtsverkehr für beide Partner angenehmer und vergnüglicher macht. Die Kraft die zur Penetration benötigt wird, nimmt um das 10- fache zu, wenn die Vorhaut nicht mehr vorhanden ist.
Die Nervenenden in der Vorhaut werden durch Bewegung und Dehnung stimuliert. Das Dehnen der Vorhaut und des Frenulums sorgt für erogene Empfindungen und für die Ejakulation.
Das Frenulum ist die wichtigste erogene Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens.
Die Nerven der Eichel sind im Eichelkranz konzentriert. Die Vorhaut gleitet vor und zurück über die Eichel während des Geschlechtsverkehrs, sie schützt folglich den Eichelkranz vor direkter Stimulation. Beim beschnittenen Jungen und Mann, entfernt diese anatomische Veränderung den Schutz der Nerven des Eichelkranzes vor direkter Stimulation. Die Nerven des Eichelkranzes können während des Geschlechtsverkehrs hyper-stimuliert werden und eine Ejakulation vor dem gewünschten Zeitpunkt auslösen. Diese Hyper-Stimulation kann von der Einzelperson jedoch nicht kontrolliert werden. Einige beschnittene Männer leiden an vorzeitigen Samenergüssen wegen dem fehlenden Schutz der Vorhaut, und dass trotz einen allgemeinen Sensitivitätsverlust des Penis.
Die Beschneidung entfernt die wichtigste sensorische Komponente der Vorhaut, tausende aufgewickelte Tastrezeptoren, welche auf feinste Berührungen reagieren -die sogenannten Meissner-Körperchen. Auch gehen 40000 spezialisierte erogene Nervenendungen verschiedener Art verloren. Zusammen können diese feinste Bewegungen, feinste Temperaturänderungen und feinste Texturabstufungen wahrnehmen.
Die Nerven der Eichel sind im Eichelkranz konzentriert. Die Vorhaut gleitet vor und zurück über die Eichel während des Geschlechtsverkehrs, sie schützt folglich den Eichelkranz vor direkter Stimulation. Beim beschnittenen Jungen und Mann, entfernt diese anatomische Veränderung den Schutz der Nerven des Eichelkranzes vor direkter Stimulation. Die Nerven des Eichelkranzes können während des Geschlechtsverkehrs hyper-stimuliert werden und eine Ejakulation vor dem gewünschten Zeitpunkt auslösen. Diese Hyper-Stimulation kann von der Einzelperson jedoch nicht kontrolliert werden. Einige beschnittene Männer leiden an vorzeitigen Samenergüssen wegen dem fehlenden Schutz der Vorhaut, und dass trotz einen allgemeinen Sensitivitätsverlust des Penis.
Die Beschneidung entfernt die wichtigste sensorische Komponente der Vorhaut, tausende aufgewickelte Tastrezeptoren, welche auf feinste Berührungen reagieren -die sogenannten Meissner-Körperchen. Auch gehen 40000 spezialisierte erogene Nervenendungen verschiedener Art verloren. Zusammen können diese feinste Bewegungen, feinste Temperaturänderungen und feinste Texturabstufungen wahrnehmen.
Sorry wegen der Formatierung und der vielen Absätze. Das liegt hier irgendwie am Copy und Paste. Ausserdem ist der Text noch nicht ganz fertig, dass heisst er soll noch lesbarer werden, und die Sätze besser ineinander über fließen.