Beiträge von Aphrodite

    ähm, das war keineswegs ironisch, ich finde das wirklich scharfsinnig.

    Das weiss ich, dass du das nicht ironisch gemeint hast. Ich wollte nur darlegen, wie absurd die Argumente der Befürwörter sind. Es ist überhaupt absurd die Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen zu vergleichen! Es ist als wollte man Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Sie sehen anders aus und sie sind logischerweise anatomisch anders aufgebaut - aber es sind Organe, die so zum menschlichen Körper gehören und es sind Organe, die niemand von aussen chirurgisch aus moralischen oder religiösen Motivationen manipulieren darf! Ausser ist medizinisch wirklich notwendig, wenn im erwachsenen Alter eine zu enge Vorhaut den Liebesakt sehr schmerzhaft werden lässt! Oder bestimmte nicht anders zu behandelnde Erkrankungen.

    "ZIMBABWE will begin large scale circumcision of new-born babies in the new year as part of its crusade against new HIV infections."


    Zim approves infant circumcision

    Auf der Website fand ich einen Lesekommentar von "mi66uk"

    Zitat

    Zimbabwean men are *more* likely to have HIV if they've been circumcised:
    12.5% of intact Zimbabwean men have HIV
    14.6% of circumcised Malawian men have HIV
    (figures from measuredhs dot com)
    Other countries where circumcised men are *more* likely to be HIV+ include Cameroon, Ghana, Lesotho, Malawi, Rwanda, and Swaziland. That's at least seven African countries where men are more likely to be HIV+ if they've been circumcised, and yet they're promoting circumcision to prevent HIV. What will it take to stop this madness?

    Weiter schreibt er

    Zitat

    Europeans don't circumcise, South Americans don't circumcise, Australians and New Zealanders used to circumcise but stopped, most North Americans don't circumcise. Why should Africans circumcise?


    Und dort den Link MEASURE DHS - Quality information to plan, monitor and improve population, health, and nutrition programs (measure demographic and health survey). Auf "Publications" --> "Publications Search "--> "Publications Search Results" --> die Drop down Liste "Country" anklicken und Zimbabwe (oder das gewünschte Land auswählen). Hier Zimbabwe als Besipiel.

    MEASURE DHS - Publication Search

    Abgeschlossene Studien nach Ländern
    MEASURE DHS - Page Not Found

    - taz.de Einige Ausschnitte

    Zitat

    Die sich im Internet und in Betroffenengruppen seit langem formierende Front der Beschneidungsgegner - von Nocirc bis Mothers against Circumcision - vertritt denn auch die Ansicht, dass mit dem Eingriff im Kindesalter nicht nur das Membrum virile, sondern auch das individuelle Menschenrecht beschnitten werde. Ein Baby oder Kleinkind kann schließlich nicht entscheiden, ob es eine Zirkumzision möchte oder nicht; hinzu kommt, dass auch die männliche Beschneidung oft unter brachialen Bedingungen vorgenommen wird, und dies nicht nur in der arabischen Provinz, wo Jungen schon mal zum Barbier geschickt werden, ohne dass sie ahnen, dass dieser es nicht nur auf ihr Haupthaar abgesehen hat. Auch in den USA wird rund die Hälfte aller Beschneidungen noch immer ohne Betäubung vorgenommen

    Zitat

    Jungen - als Anwärter auf die unter starkem Generalverdacht stehende Rolle als Mann - werden ungern als Opfer gedacht, weder von Frauen noch von Männern. Wird jedoch bei der Beschneidung das Frenulum entfernt, jenes schmale Bändchen, das die Vorhaut mit der Eichel verbindet, kann man auch hier durchaus von "Genitalverstümmelung" sprechen: Das Frenulum bildet das männliche Lustzentrum und ist somit der Klitoris vergleichbar. Auch bei weniger radikalen Beschneidungsformen wird meist ein großer Teil der sogenannten Meissner'schen Tastkörper entfernt, die sich im vorderen Drittel der Vorhaut befinden und von zentraler Bedeutung für die Sensibilität des Organs sind. Kombiniert mit der "Verhornung" bzw. "Keratinisierung" der Eichel ergibt sich so eine komplett veränderte Sensorik: eine Desensibilisierung

    Zitat

    Hinzu kommt allerdings, dass es sich bei der männlichen Beschneidung im Kern um ein religiös aufgeladenes Initiationsritual handelt - so argumentieren zumindest die Beschneidungsgegner: Kleine Jungen würden auf dem religiösen Altar ihrer Eltern geopfert, die Beschneidung sei nichts weiter als ein kulturell motiviertes, archaisches und wissenschaftlich kostümiertes Anliegen. Psychologen stellen sogar einen Zusammenhang zwischen der hohen Kriminalitätsrate in den USA und männlicher Beschneidung her, etwa Ronald Goldman in seinem Buch "Circumcision - The Hidden Trauma". Von lebensbedrohlichen Schmerzschocks wird berichtet, gar vom frühkindlichen Verlust der persönlichen Autonomie.

    Mit Geduld und Stahl | Wissen | ZEIT ONLINE

    Zitat

    Warum aber, fragen sich beschnittene Männer, die ihr Schicksal ein Leben lang ohne Muckser ertragen haben, wird bei Jungen "dort unten" überhaupt etwas abgeschnitten? Juden gilt die Männerbeschneidung seit Abraham als Zeichen ihres Bundes mit ihrem patriarchalen Gott. Neben dem religiösen Aspekt handelt es sich auch um ein Reinigungsritual. Denn in den Regionen, in denen seit Jahrtausenden am kleinen Freund herumgeschnitten wird, herrscht oft Wassermangel. Entsprechend schwierig gestaltete sich die regelmäßige Reinigung, und Stammesführer Abraham, so wird vermutet, wählte die effektivste Methode, Erkrankungen vorzubeugen, die sich im immerfeuchten Mikrobenbiotop unter der Vorhaut anbahnen können.

    Zitat

    In einer im Juli veröffentlichten Studie der Healthpartners Medical Group in Minneapolis gaben 55 Prozent von 1769 befragten Ärzten an, bei diesem Eingriff keine Schmerzmittel zu benutzen. Dabei ist längst erwiesen, daß Neugeborene genauso schmerzempfindlich sind wie Erwachsene. Wird die Prozedur ohne Betäubung durchgeführt, so demonstrierten Forscher in Toronto letztes Jahr bei 87 halbjährigen Jungen, beeinflußt dies das Schmerzempfinden:

    Zitat

    "Eine Beschneidung verursacht einen derart traumatischen Schmerz, daß es zu einer Schädigung der Hirnentwicklung kommen kann", glaubt der kalifornische Psychologe James Prescott. Für Fletcher ist Beschneidung daher ein Beispiel dafür, wie hartnäckig sich medizinische Maßnahmen mit uraltem sadistischem Ursprung halten. In der Antike seien Besiegte, Gefangene oder Sklaven zum Zeichen der Unterwerfung beschnitten worden.

    http://wikimannia.org/images/Vafk-Ge…nd-Maennern.pdf

    Seite 34

    Zitat

    "Das größte Problem, das intakte Jungen und Männer haben, ist, dass irgendjemand meint, sie hätten ein Problem." - John A. Erickson (USA)

    Seite 35

    Zitat

    Weshalb bläht sich die Vorhaut meines Sohnes ballonartig auf, wenn er uriniert?

    Das ist ein weiteres Anzeichen, dass die Ablösung zwischen Vorhaut und Eichel stattfindet. Ein älterer Ire erzählte einmal, wie er und seine Freunde als Jungen "glücklich, Vorhäute, die sich aufblähten, zu haben" in einer Reihe standen, pinkel- ten, und dann den "Ballon" zusammendrückten, um zu sehen, wer am weitesten "schießen" konnte. Wenn sich die Vorhautöffnung weitet, geht den meisten Jungen die Chance, das Spiel zu gewinnen, verloren, dafür verbessern sie ihre Fähigkeit, die Vorhaut zurückzuziehen.

    :thumbup:

    Zitat

    "Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe, wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosen- knospe, um sie zum Blühen zu bringen." - Dr. med H. L. Tan

    Es wäre nicht schlecht, wenn diese Infobroschüre in jeder Kinderarztpraxis zu finden wäre.

    Sehr scharfsinnig, wirklich.

    Ist doch so! Bei der männlichen Beschneidung wird ja noch gerne argumentiert, dass sie die Funktions- und Zeugungsfähigkeit des Mannes gar nicht beeinträchtigt - abgesehen von den angeblichen Gesundheitsvorteilen und der Hygiene. Die Männer sind orgasmusfähig und somit können sie auch Väter werden.
    So betrachtet kann man ja in Deutschland auch die Amputation der Klitorisvorhaut als Äquivalent zur Vorhautamputation gesetzlich erlauben für die Ägypter, die in Deutschland leben, denn sie ist jetzt in Ägypten wieder gesetzlich erlaubt - und vielleicht auch in anderen afrikanischen Staaten.

    Die Frauen können ja auch ohne Klitorisvorhaut schwanger und somit Mütter werden. Sie brauchen keinen Orgasmus dazu und somit ist ja auch die Klitoris überflüssig und auch die kleinen Schamlippen. Denn das zu befruchtende Ei befinden sich im Inneren des Körpers bzw. in den Eierstöcken! Und hygienischer ist es ja auch noch!

    Amnesty hat sich nicht ausführlich mit der Thematik männlicher Beschneidung befasst und hat daher keine Position dazu, wie diese rechtlich geregelt werden sollte (...)
    Im Fall von weiblicher Genitalverstümmelung (verharmlosend auch Beschneidung) haben wir eine eindeutige Position. Sie verletzt das Recht auf physische Unversehrtheit, das Recht auf Leben und (reproduktive) Gesundheit, aber auch das Recht auf Selbstbestimmung der Frauen und ist daher eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung und muss daher gesellschaftlich zurückgedrängt und ggf. auch strafrechtlich verfolgt werden. Amnesty ist sich dabei bewusst, dass weibliche Genitalverstümmelung in einigen Gesellschaften/Gruppen tief verwurzelte Tradition ist. Dies erfordert einen sensiblen Umgang mit dem Thema - bedeutet jedoch nicht, dass Tradition als Rechtfertigung dienen kann.

    Eine sehr merkwürdige Argumentation der Amnesty International! Die weibliche Genitlverstümmelung verletzt das Recht auf physische Gesundheit, aber die Jungen haben offensichtlich kein Recht auf physische Gesundheit, die Frauen haben Recht auf Leben (die Jungen haben keins), die Frauen haben recht auf (reproduktive) Gesundheit (die Jungen nicht), wobei zu sagen ist, dass auch beschnittene Frauen sich weiterhin reproduzieren können. Ein berühmtes Beispiel in DE ist die Somalierin Faduma Korn, die mit 8 Jahren die "pharaonische Beschneidung" über sich ergehen lassen musste, heute mit einem Deutschen verheiratet ist und einen Sohn hat! Die Mädchen haben ein Selbstbestimmungsrecht (die Jungen nicht).

    Argumentiert man weiter im gleichen Sinne, dann könnte man sagen: Da es möglich ist, dass Frauen trotz einer pharaonischen Genitalverstümmelung Kinder kriegen können (sonst wären ja die Somalier und Äthiopier aber auch die Ägypter ausgestorben), dann brauchen die UNO und anderen Menschenrechtsorganisationen nichts gegen die weibliche Beschneidung zu unternehmen! Nicht wahr?

    Aphrodite und anderen, die spontan die Verbindung zum Schlagen von Kindern herstellen: Das Schlagen von Kindern ist gesetzlich untersagt. Dieses Pferd bitte nicht mehr besteigen, es ist bereits tot.

    Das ist korrekt aber Eltern könnten ja auch von der Regierung fordern, das Misshandeln von Kindern wieder gesetzlich zu erlauben, denn sie haben ja das natürliche Gesetzt ihre Kinder so zu erziehen, wie sie glauben, es würde zu ihrem Wohle sein. Und es werden auch heute Kinder misshandelt, obwohl verboten, weil es immer noch Eltern gibt, die glauben sie würden ihre Kinder mit Schlägen zu Gehorsam und Disziplin erziehen. Und das kann ihnen im Leben nicht schaden - oder? Wenn also Eltern, glauben zum Wohle ihrer Kinder sie misshandeln zu dürfen, dann haben sie das Recht, das Misshandeln wieder straffrei wird. Ironie Off!

    Mit der Beschneidung glauben auch viele muslimische und jüdische Eltern ihren Kindern etwas "Gutes" zu tun!

    Man kann dann den Mädchen mit 15 die Brüste amputieren, denn schliesslich können sie ja an Brustkrebs erkranken. Sie müssen ja keine Kinder stillen - es gibt schliesslich Mütter, die keine Milch produzieren können und es gibt Milchpulver!!!

    Wie war es doch vor kurzem in einem Artikel? weibliche Beschneidung war 1956 (?) in Ägypten verboten und seit 1986 wieder erlaubt und ein ägyptischer Arzt plädiert die "milde" Beschneidung Typ 1 bei Mädchen weltweit zu legalisieren.

    Ich selber schrieb ja oben über den Autor des Scienseblog:

    Zitat

    Er vertraut blind allen wissenschaftlichen Publikationen, die zum Wohle des Kindes und den prophylaktischen Nutzen der Beschneidung evident machen wollen!

    Richtig lesen Descant! ;)

    Beschneidung: Was dürfen Ärzte? – Frischer Wind

    Zitat

    Nachdem ich in Diskussionen zu diesem Thema immer wieder gefragt wurde hier meine persönliche Ansicht: Ich selbst würde Kinder aus den gleichen Gründen wie Jürgen Schönstein nicht beschneiden lassen – auch wenn die wissenschaftliche Evidenz absolut überzeugend ist. Aber das wäre meine private (und meinetwegen irrationale) Entscheidungen, und diese sollte man nicht dazu missbrauchen um sich den Stand der medizinischen Forschung so zurechtzubiegen, dass er das persönliche Weltbild befriedigt. Kurz: Ich bin absolut gegen die Beschneidung von Kindern – setze mich aber trotzdem dafür ein, dass Eltern die Wahlfreiheit haben, solange die Fachliteratur auf ihrer Seite ist.

    Ist der Autor noch bei Trost oder selber beschnitten, was ich nicht glaube. Er vertraut blind allen wissenschaftlichen Publikationen, die zum Wohle des Kindes und den prophylaktischen Nutzen der Beschneidung evident machen wollen! Doch warum müssen die Männer in den afrikanischen Ländern ein Kondom benutzen, um sich vor HIV und anderen sex. übertragbaren Krankheiten zu schützen? Dafür ist doch die Beschneidung bestens geeignet - propagiert gar die WHO!

    Wenn die Eltern dem Arzt die Einwilligung zur Körperverletzung erteilen - die Beschneidung ist eine Körperverletzung, wenn med. nicht indiziert - dann dürfen sie ihre Kinder auch zu ihrem Wohle schlagen, ohne dafür bestraft zu werden!

    Sollte man dem Autor nicht schreiben?

    "Ein Damm ist gebrochen" im Land der Beschneidung - Diskussion über Religion - derStandard.at › Panorama

    Zitat

    Bis vor wenigen Jahren war die Brit der kleinste gemeinsame Nenner der jüdischen Israelis. Doch 1997 wurde der "Verein gegen die Beschneidung" gegründet. Dieser erklagte 20 einstweilige Verfügungen gegen Beschneidungen, die als Verstoß gegen die Menschenrechte dargestellt wurden.

    Zitat

    Das Gericht lehnte die Klage gegen den Gesundheitsminister ab, der medizinische Behandlungen durch nicht zugelassene Ärzte unterbinden sollte. Die Beschneidung sei ein religiöser Akt, so die Begründung, und müsse daher nicht nur von Ärzten durchgeführt werden. Die Beschneidung schade dem Baby nicht, sondern helfe ihm, weil sie die Norm sei. Alle weiteren Klagen wurden abgeschmettert.

    Zitat

    Libsker sagt, dass die Beschneidung die Sexualität des Mannes beeinträchtigt. "Das Recht der Kinder ist wichtiger als das Recht auf Religionsfreiheit." Mehrere Ärzte teilten seine Ansicht, aber keiner wagte es, vor der Kamera zu sagen - aus Angst vor den Krankenhausdirektoren. "Die Religiösen haben bis heute sehr viel Einfluss dort, denn ein Ultraorthodoxer leitet das Gesundheitsministerium, und die Ärztevereinigung befürwortet die Beschneidung."

    Nicht unbedingt! Dass aber die Säuglingsterblichkeit in USA aufgrund der Beschneidung bei mehr als 100 Fälle pro Jahr liegt, ist bekannt. Im Artikel steht klar, dass es sich nur um Frühgeborene handelt, bzw. dass frühgeborene männliche Säuglinge ein schwächeres Immunsystem haben - vermutlich wegen des xy Chromosomensatzes. Bei den Mädchen wird eine Immunschwäche aufgrund des xx Chomosomensatzes ausgeglichen. Generell sterben männliche Säuglinge häufiger als weibliche auch in Ländern, die keine Beschneidung praktizieren.

    Zitat

    "Während der historischen Fortschritte bei der Säuglingssterblichkeit legt der wachsende Nachteil der Jungen ein unerwartetes Maß an männlicher Verwundbareit bloß", heißt es in der Studie. Die Geschlechterlücke sei deshalb gewachsen, weil sich Kindstod bei dem sehr niedrigen Stand der Säuglingssterblichkeit "zunehmend auf jene konzentriert, die mit gewissen Schwächen geboren werden".

    Zitat

    Diese Schwächen beträfen vor allem Jungen: Deren Gefahr auf vorzeitige Geburt liege 60 Prozent über jenem der Mädchen. Dadurch seien sie wegen des schwächeren Immunsystems vermehrt Infektionskrankheiten ausgesetzt. Weil Jungen größer sind - und vor allem größere Köpfe haben -, sei bei ihrer Geburt ohnehin das Risiko auf Komplikationen größer.

    Soviel ich weiss, gibt es bei Jungen auch häufiger Spontanaborte

    Zitat

    Hinzu kommt, dass es Mütter mehr Energie kostet, einen Jungen auszutragen. In schwierigen Zeiten haben mehr Mütter keine ausreichenden Energiereserven; Jungen werden daher häufiger Opfer von Fehlgeburten - und bringen damit die Mädchen in die Überzahl.

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/mae…sen-1.1310115-2

    Im Urlaub habe ich ich ihm nee besondere Freude gemacht, ich hab ihn mit einer Strandschönheit zusammen Fotografiert, er hat sich danach eine Weile mit ihr unterhalten und sie dabei gefilmt, in diesem Ausschnitt war nur ihr Körper zusehen, 15 Minuten lang und sie hatte so ein hübsches Gesicht, ganz tolle lange Haare und wunderschöne Augen, dass hat ihn alles nicht interessiert, darüber war ich schon sehr erstaunt. Es kommt mir so vor, immer auf der Suche nach dem ultimativen Kick, so das keine Zeit für Schönheit, Sinnlichkeit und Zärtlichkeit bleibt. Mich würde mal interessieren ob es bei anderen Beschnittenen auch so ist und was man dagegen machen kann???

    LG Theresa

    Liebe Theresa, ja "Weguer" hat genau das gleiche mit der Suche nach dem ultimativen Kick hier Sauber und schmerzlos beschrieben:

    Zitat

    Als „Ersatz“ für das fehlende Vergnügen begann ich zu experimentieren, sah Pornos und wurde süchtig danach, sammelte und las erotische Geschichten, versuchte es mit erotischem Spielzeug. Doch glücklich wurde ich damit nicht.

    Vor allem bei der Selbstbefriedigung benötigte ich im Lauf der Zeit immer intensivere Stimulation durch Bilder oder Videos, da der Moment, in dem ich in meinem Penis angenehme Gefühle spürte, immer später einsetzte.

    Als der Drang einen sexuellen „Kick“ zu erleben in mehrere Seitensprünge gipfelte, war auch meine Ehe beinahe kaputt. Inzwischen haben wir es geschafft, unsere Ehe zu retten und darüber bin ich meiner Frau unheimlich dankbar.

    PTF-Archiv: sex mit beschnittenem mann (Sexualitt) .:. PT-Forum (Archiv)

    In diesem Forum fragt "Toppy" am 22. Juli 2003 wie sie ihren als Kind beschnittenen Ehemann befriedigen kann. Noch ein Beispiel, wie die Beschneidung die Menschen in einsame masturbierende Wesen verwandelt und die Sexualität in einen traurigen erotischen Monolog, statt zu einem liebevollen, sinnlichen Erlebnis macht:

    Zitat

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, das er noch nie eine Freundin hatte und mittlerweile über 30 ist. Er hat also immer nur selber Hand angelegt. Er meint er kommt nicht, wenn ich es mit der Hand oder dem Mund machen. Ich weiss bloss nicht warum? Liegt es vielleicht an der jahrelangen Handarbeit? Dabei kommt er immer, nur eben bei mir nicht!

    Ein untrügliches Zeichen, dass die Eichel verhornt und die Empfindlichkeit massiv herabgesetzt ist! Dass es an der Beschneidung liegt, wissen wohl beide nicht!

    Patrick schreibt dazu:

    Zitat

    naja ich oute mich mal als beschnittener aber schon seitdem ich baby bin..
    und ich kann grade mit der hand sehr gut kommen eigentlich.. naja manchmal nicht je nachdem ist nicht immer gleich..
    auch beim oralsex komme ich nicht immer egal wie die frau es macht...
    ist komisch.. je nach stimmungslage...

    Auch er scheint ahnungslos zu sein...

    Guy, sage ich doch die ganze Zeit: die sexuelle Lust und Kraft kann so ungestüm und wild sein, dass wohl die Menschen vor ihrer eigenen Leidenschaft Angst bekommen können! Da muss man sie zu Recht stutzen, sie beschneiden in geordenete Bahnen lenken und ihr die Kraft nehmen. Sieht man ja im japanischen Film "Im Reich der Sinne" wie die Sexualität 2 Menschen vor Lust im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn treiben kann. Es geht nur darum, den Umgang mit der eigenen Sexualität zu lernen, ohne dafür die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane zu beschneiden!

    Kaum jemand ist fähig narürlich und selbstverständlich mit der eigenen Sexualität umzugehen - auch im 21. Jahrhundert nicht. Und dabei kann man - religiös gesprochen - sagen, sie ist ein wunderbares Geschenk Gottes zw. zwei Menschen, die sich lieben, ob hetero- oder homosexuell! :)

    Es wäre vielleicht mal interessant, der Frage nachzugehen, warum seitens der Befürworter in der Debatte häufig solche " Argumente" auftauchen wie:"ich kenne keine Beschnittenen, die sexuelle Probleme haben" - "das sind Einzelfälle" - "sexuelle Probleme von Beschnittenen können viele Ursachen haben" - "es sind doch nicht 30% der Weltbevölkerung traumatisiert". Von ihren Frauen ist da niemals (!) die Rede. Sie scheinen gar nicht zu existieren.

    Das ist wahr! Von ihren Partnerinnen hört man gar nichts. Die werden nie befragt als wären alle beschnittenen Männer Single und würden sich problemlos selbst zum Höhepunkt bringen. Aber dass vielleicht die Frauen noch mehr Probleme haben als ihre Partner selbst, weil er in sie eindringen muss, was auch schon das bei einigen Frauen schmerzhaft sein kann oder der Akt so schmerzhaft, dass er abgebrochen werden muss! Damit hat der Mann auch seinen Frust, weil auch er unbefriedigt bleibt. Schmerzen hätte er selber kaum und könnte weitermachen...

    Es ist unbedingt nötig, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu wecken! Wir stehen erst am Anfang. Es ist ja den betroffenen Männern selbst nicht bewusst, woher die sexuellen Schwierigkeiten herrühren. Den Partnerinnen noch weniger. Ich kann mir vorstellen, dass in sehr vielen Ehebetten Frust statt Lust herrscht aber die Sexualität ist per se so schambehaftet, dass kaum jemand darüber spricht!

    Die religiösen Fanatiker am wenigsten! Auch ist gemäss der katholischen Moraltheologie die Sexualität nur in der Ehe und nur zur Kinderzeugung erlaubt!

    Hallo Aphrodite,
    Lisa Menke hat im Laufe der Diskussion ihre Meinung geändert:

    Zitat

    Ich hatte bis vor kurzem keine wirkliche Meinung zu diesem Thema, da ich finde, daß man auch Minderheiten schützen muss und sollte. Deshalb sprach ich mich zu Beginn der Debatte für die Beschneidung aus. Doch was die Parteien, die Medien und die Politik im Allgemeinen hier im Verlauf der Debatte durchgezogen haben, setzt dem Berg die Krone auf.
    Du siehst: Menschen können sich ändern!

    Oh ja stimmt. So entschuldige ich mich hier offiziell bei ihr!

    @Lisa:

    Würdest Du selbst Dich auch beschneiden lassen, einen operativen Eingriff über Dich ergehen lassen, um etwas "Unnützes" aus Deinem Intimbereich entfernen zu lassen?

    Es wundert mich auch, dass die Frauen nicht erkennen, dass die männliche Beschneidung negative Auswirkungen auch auf ihr eigenes Sexualleben haben kann -- aber nicht zwingend muss. Genauso hat die weibliche Genitalverstümmelung negative Auswirkungen auf den intakten Partner. Die MGM und FMG haben immer Auswirkungen auf die partnerschaftliche Sexualität - harmlosere, wenn der beschnittene Mann an Ejaculatio Präcox leidet und schwerwiegendere, wenn er beim Liebesakt ewig lange braucht, um den Höhepunkt zu erreichen, wodurch die Partnerinnen sich wund fühlen oder sogar unangenehme Schmerzen haben, um den Akt gar zu unterbrechen. Bei beschnittenen Frauen ist die Penetration ebenfalls unter sehr starken Schmerzen möglich, was auch den Partner behindert und bei ihm nur Schuldgefühle auslöst, da er ihr dabei Schmerzen bereiten muss!

    Aber vielleicht ist "unsere gute" Lisa ja lesbisch und benutzt ein Dildo oder sie mag überhaupt keine Penisse und verabscheut sie. Dann müsste sie sich entweder psychotherapeutisch behandeln lassen oder ins Kloster gehen, aber nicht öffentlich die Vorhautamputation propagieren! Dort ist sie garantiert von der Welt und vom dem ach so "ekelhaftem" Stückchen Vorhaut abgeschirmt und braucht sich nicht in diese Diskussionen einzumischen. Frauen, die sich für die männliche Beschneidung aussprechen, bekommen irgendwann den Bumerangeffekt zu spüren.