Beiträge von Aphrodite

    In der Schweiz verboten – Schweiz – Blick

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    ZÜRICH – Wie sieht die rechtliche Situation aus? Eindeutig! Beschneidung – oder genitale Verstümmelung – von Mädchen ist in der Schweiz verboten.

    Zwar wird die Beschneidung im schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) nicht extra erwähnt. Doch diese Prozedur erfüllt klar den Straftatbestand der schweren Körperverletzung nach Artikel 122 des StGB. Darauf steht Zuchthaus bis zu 10 Jahren! Erschwerend kommt hinzu, dass im Fall von minderjährigen Mädchen die Eltern, die die Einwilligung zur Beschneidung geben, sich der Verletzung ihrer Obhutspflicht schuldig machen.

    Eine Unverschämtheit, was der Journalist noch schreibt:

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    Darin fordert sie unter anderem: "Jedem Mann sollte es selbst überlassen bleiben, ob er – aus welchen Gründen auch immer - auf seine Schutzkappe verzichten möchte oder nicht. Diese Entscheidung sollte ihm nicht abgenommen werden, wenn er sich nicht wehren kann, weil er noch ein Kind ist."


    Das ist der real existierende Humanismus nach Hausfrauenart. Noch fairer wäre es nur noch, wenn man den Kindern die Auswahl ihrer Eltern und auch die Entscheidung darüber überlassen würde, ob sie als Jungen oder als Mädchen auf die Welt kommen möchten.

    http://m.welt.de/article.do?id=…h-Hausfrauenart

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    (...) Dermaßen aufgeregt, geradezu hysterisch, ist lange keine Debatte mehr in Deutschland geführt worden. Sie geht offenbar jedem buchstäblich unter die Haut. Und wieder einmal sind die professionellen Kommentatoren und die Vox populi einer Meinung, nur dass diesmal - im Gegensatz zu den Minaretten in der Schweiz und den Burkas in Belgien und Frankreich - die Religionsfreiheit auf die hinteren Ränge verwiesen wird.

    Tochter (2) beschnitten - Knast für Eltern? – Zürich – Blick
    11.06.2008

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    ZÜRICH – Erstmals wurde in der Schweiz ein somalisches Mädchen beschnitten. Ihre Eltern müssen sich nun vor Gericht verantworten. Und auch in Freiburg musste heute ein Gericht über eine Beschneidung urteilen.

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    Gemäss Uno-Kinderhilfswerk Unicef ist es das erste Gerichtsverfahren, bei dem es um eine in der Schweiz vorgenommene Genitalverstümmelung geht. Für schwere Körperverletzung drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Anklage sei am 9. Januar eingereicht worden, sagte der zuständige Zürcher Staatsanwalt Michael Scherrer heute. Am 26. Juni ist der Gerichtstermin unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

    Andererseits dient diese Praxis ja offensichtlich dem Wunsch nach stärkerer Reibung seitens der Männer, was ja möglicherweise auch Beschnittenen entgegenkommen könnte. Bleibt die vaginale Trockenheit - ob nun künstlich hergestellt oder sich wegen des beschnittenen Penis - unterhalb der Schmerzschwelle der Frau, könnte das die Luststeigerung, die ja viele beschnittenen Männer angeben, erklären. Ist vielleicht nur Spekulation. Den Preis zahlt in jedem Fall die Frau.

    Es heisst ja auch nicht umsonst, dass manche beschnittene Männer, wenn sie älter werden mit ihren Partnerinnen Analsex praktizieren, weil sie nur so aber nicht mehr beim Vaginalverkehr zum Orgasmus kommen. Sie weichen auf andere Praktiken aus!

    In einem Internetchat mit einem Türken tauschte ich mich über die Beschneidung aus und er meinte, man kann ja mit Gleitmitteln die Feuchtigkeit der Frau ausbessern. Gewiss gibt es Frauen, die weniger Lubrikation produzieren und manche viel mehr, aber ich frage mich, ob nicht die keratinisierte und trockene Eichel im Laufe des Aktes die Feuchtigkeit aufsaugt oder sie nach aussen befördert?

    In der Tat Werner, es sind immer die Frauen die Leidtragenden sogar dann, wenn der Mann beschnitten wurde. Sie haben die Schmerzen und das Brennen und somit auch wird die aufgeraute Vaginalschleimhaut ein guter Nährboden für Infektionen. Abgesehen von den Schmerzen haben sie wohl auch seltener Orgasmen, weil sie den Akt abbrechen müssen. Die beschnittenen Männer haben nur keine Orgasmen! Somit führt die Beschneidung des Mannes (oder auch nur der Frau) für beide nur zu häufigen Frusterlebnissen!

    Hier noch der Link über Dry-Sex auf deutsch, aber es ist nicht der gesamte Text http://de.m.wikipedia.org/wiki/Trockener_Sex

    Wenn genügend Feuchtigkeit vorhanden ist,
    sollten Größe, Empfindlichkeit usw. keine Rolle spielen.

    Genau hier liegt das Hauptproblem für manchen beschnittenen Mann. Wie auch dieser Sven L. schreibt und sich wundert, dass er nacheinander auf vielen Frauen geraten sein sollte, die zu weit gebaut sind oder zu feucht.

    Gerade viele Beschnittene brauchen eine Trockenreibung, um genügend Stimulation für einen Orgasmus zu erreichen. Diese Trockenreibung ist für die Frauen nicht nur unangenehm sondern auch brennend bis schmerzhaft. Es kommt noch dazu, wenn die Frau mässig Lubrikation hat, dass die Feuchtigkeit von der trockenen Eichel wie Schwamm aufgesaugt wird! Du kannst es wenden und drehen, wie du willst: ist für die Frau die Feuchtigkeit gut, kann sie für den Mann zum Problem werden.

    Benutzt man feuchte Kondome so spürt der Mann praktisch nichts mehr und muss härter stossen, was für die Frauen schmerzhaft ist.

    Und ja meine liebe Kirsche, die dänische Studie von 2011 über die Beschneidung hat gezeigt, dass Frauen von beschnittenen Männern 8x häufiger über Schmerzen klagen, wenn ihre Partner beschnitten sind. Ich glaube die Natur hat sich etwas dabei gedacht als sie den Mann mit Vorhaut ausstattete: sie erleichtert das Eindringen, hält die Feuchtigkeit in der Scheide und macht den Akt zu einem Vergnügen und so binden sich die Paare zusammen. Warum hat sich die "nutzlose" Vorhaut nicht im Laufe der Jahrmillionen zurückgebildet?

    Ich habe auch schon andere OPs hinter mir.
    Über diese Veränderungen am Körper spricht man ja auch nicht,
    obwohl sie ja auch gravierende Einschnitte mitbrachren.

    Es nützt dir ja auch nichts darüber zu reden, über die anderen OPs. Aber eine männliche Beschneidung kann nicht nur für den Mann zum Problem werden, sondern auch für die Frau, wie ich und viele andere Frauen an ihrem Leibe erfahren haben - und gerade deshalb muss man darüber reden! Genau wie durch das Rauchen auch die Passivraucher gesundheitlich geschädigt werden können, so können auch Frauen von beschnittenen Männern durch die viel stärkere und gröbere Reibung der Scheideninnenwände anfälliger für Infektionen werden!

    Eine Freundin von mir erinnerte sich, dass sie als junge Studentin einen beschnittenen Freund hatte. Das war vor mehr als 20 Jahren. Dass sie beim Geschlechtsverkehr fast immer Schmerzen hatte und begann dem Sexualkontakt aus dem Weg zu gehen, wurde ihr erst bewusst, als ich ihr über meine Erfahrung und über meine Recherche über die Beschneidung erzählt hatte.

    Solche Aussagen machen mich deswegen rasend wütend, weil auch Frauen darunter leiden (Schmerzen haben) und somit der Liebesakt immer wieder unterbrochen wird, bevor der Mann oder auch die Frau ihre Befriedigung im Orgasmus gefunden hat oder er wird mit Not und Mühe zu Ende geführt. Männer, die sich freiwillig beschneiden lassen wollen, sollen es tun aber dafür sollen sie Singles bleiben und die Konsequenzen tragen! Aber was sollen die Zwangsbeschnittenen dazu sagen?

    Und wenn die Beschneidung keine negativen Auswirkungen auf die Sexualität hat, warum lassen sich dann hunderttausende Männer ihre Vorhaut wieder restaurieren?

    DER SPIEGEL 33/1999 -
    Saubere Verhältnisse

    Zitat

    Mit fast religiösem Eifer beharken dabei einander:
    * die Ärzte, von denen ein Teil darauf beharrt, allen Knaben müsse aus medizinischen Gründen sofort nach der Geburt die Vorhaut per Beschneidung ("Zirkumzision") entfernt werden - was der andere Teil nicht ohne Grund für wissenschaftlich kostümierten Unfug hält;
    * die Schwulen, die sich vornehmlich im Internet über die ästhetischen und sexuellen Valeurs der chirurgisch freigelegten Eichel im Vergleich zum naturbelassenen Penis fetzen: "Eure unbeschnittenen Schwänze zu wichsen", wies ein besonders engagierter Diskutant die Gegenfraktion zurecht, "ist einfach widerlich";
    * die sich gegenseitig radikalisierenden Selbsthilfegruppen männerbewegter Beschnittener, die über die "sexuelle Verstümmelung" an ihren Gliedern wehklagen und jetzt ihr "Menschenrecht auf eine Vorhaut" einfordern - kein Problem für die moderne Technik, die auch für diese Facette des menschlichen Leids einige, wenn auch recht bizarre Lösungen bereit hält.

    Zitat

    Nun hat die einflussreiche Organisation der Kinderärzte ihre bislang fest zementierte Meinung radikal geändert und erklärt, dass eine chirurgisch freigelegte Eichel für das Wohlergehen des Menschen nicht wesentlich sei - für die Beschneidungsaktivisten brach eine Welt zusammen.
    Prompt sahen sie hygienische Übelstände ohnegleichen unter den Vorhäuten zukünftiger Generationen heraufziehen und warnten vor "verkrusteten Eicheln", "verpilzten Präputialsäcken" und "schwersten Phimosen" - wohl nicht ohne Hintergedanken, denn schließlich nimmt der amerikanische Doktor dem Knaben nicht nur die Vorhaut ab, sondern seinen Eltern auch bis zu 400 Dollar.

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    Nicht minder dick tragen bei dieser akademischen Version des Kreuzzuges freilich auch die Beschneidungsgegner auf. Besonders Phantasiegesteuerte wie Dr. Paul Fleiss, der Wortführer des Widerstands, verklären das Smegma schier zur Wunderpaste und die Vorhaut zum Mysterikon: Beide spielten, so behaupten er und seine Mitstreiter, eine immens wichtige Rolle bei der Immunabwehr, weshalb der Mann sein präputiales Biotop keinesfalls durch Waschen zerstören dürfe.

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    Zur gleichen Aussage kommen die wenigen Beschneidungsstudien, die sich auf den gesunden Menschenverstand stützen statt auf fixe Ideen und kurios interpolierte Krankheitsdaten aus den Tiefen Indiens und Afrikas. Diese Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass es dem Penis ziemlich gleichgültig ist, ob er beschnitten wurde oder nicht: Er bleibt, ob nun bedeckt oder blank, bei 99 Prozent der heterosexuellen Männer zeitlebens frei von ernsthaften Beschwerden.

    Lange zurückliegende Beschneidung - Männergesundheit - Gesundheit und Medizin auf QualiMedic

    Am 08.02.2006 fragt Sven L.

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    Heute wende ich mich auch mal an Sie, vielleicht kriege ich ja von Ihnen eine brauchbare Antwort auf eine sicher ganz leichte Frage:

    Ich bin 40 Jahre alt und seit über 30 Jahren beschnitten (radikal, ein Teil des Frenulum ist noch vorhanden). Die Urologin sagt, es sei eine ?hervorragende Arbeit? (technisch betrachtet). Seit längerer Zeit bemerke ich nun (oder es wird mir immer bewusster), dass sich die Empfindlichkeit der Eichel deutlich verringert hat, was ?normalen? Sex inzwischen gelinde gesagt etwas ?anstrengend? macht. Es ist eine wirklich derbe Stimulation nötig. Zunächst dachte ich, die Scheide meiner Partnerin sei zu groß oder zu feucht, was aber nicht sein kann ? dann müsste ich mehrfach an Frauen mit jeweils dem gleichen Problem geraten sein.
    Auf der Oberfläche der Eichel hat sich eine deutlich sichtbare Hautschicht gebildet, die nur am hinteren Rand und an der Unterseite etwas dünner ist.

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    Der Frage, ob es an der Beschneidung liegen kann wich sie allerdings aus ? sie sagt, es würden sich vielmehr Männer beschneiden lassen, um die Sensibilität der Eichel zu reduzieren. Ich denke aber, dass ich soweit bei Verstand bin, dass ich mir das nicht nur einbilde, obwohl auf ähnliche Beiträge in anderen Foren oft so reagiert wird, als ob alle, die so was fragen, verrückt wären.

    Die Antwort von Dr. Claus A. Wille

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    sven!
    Ihre Diagnose ist richtig.
    Durch die Beschneidung ist die Sensibilität reduziert.
    So ist es!

    Sven L. fragt weiter

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    Hallo Herr Dr. Wille!
    (...)
    Und das kann sich wirklich so deutlich auswirken?
    Kann man etwas dagegen tun, z. B. dass es wenigstens nicht noch schlimmer wird?

    Ich hoffe, ich nerve nicht. Danke schon mal im Voraus!

    und wird vom Artz abgespeist

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    sven!
    Ich weiß keine Antwort.

    Er will auch keine Antwort wissen!

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    More than half of parents in DC, Maryland, and Virginia choose to circumcise their boys. But are these parents ever really informed of the possible complications? Generally, no, and this failure in the informed consent process has significant consequences for many boys, for example the penile injuries discussed by a local pediatric urologist in this article.

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    The study concluded: "These boys died because physicians have been either complicit or duplicitous, and because parents ignorantly said 'Yes,' or lacked the courage to say 'No.'" And called the deaths "an
    unrecognized sacrifice of innocents."

    Die Eltern werden gar nicht über die Risiken informiert. Würden sie wissen, welche Komplikationen dabei entstehen können, würden sie kaum zustimmen. Im Gegenteil, weil alle in USA gesunde beschnittene Männer kennen, die (angeblich) überhaupt keine Probleme mit der Beschneidung haben, können sie sich überhaupt nicht vorstellen, was alles schief laufen kann, dass ihr Sohn sogar an der Komplikationen der Beschneidung sterben könnte.

    Wie im Text steht, so wird sie offensichtlich schon im ersten Monat gemacht (vom 28. Tag ist im Text die Rede), dann muss man sich doch fragen: "Wie kann ansonsten ein gesunder Säugling, plötzlich Blutungen oder Hirnschlag bekommen?!" Ausser man kann einen angeborenen Hirndefekt beim Säugling nachweisen.

    Oder anders gefragt: "Wäre es zu Komplikationen mit Todesfolge überhaupt gekommen, wenn man das Kind nicht beschnitten hätte? Wie könnten Krankheitserreger in den Körper gelangen und Infektionen verursachen, wenn doch die intakte Haut eine hervorragende Schutzbarriere ist und das Innere des Körpers von schädigenden Einflüssen schützt?" Das Immunsystem eines so kleinen Säuglings ist nicht voll entwickelt und gut funktionsfähig! Ein 30 Jähriger beschnitten nach den gleichen med. Standarts wie der Säugling hat sicherlich ein viel kleineres Risiko indirekt daran zu sterben!

    werner und Weguer, wie könnt ihr diese Zahlen bezweifeln, da es doch so evident ist? Oder untersucht man in USA die Säuglinge nach der Geburt auf ihren Gesundheitszustand nicht, um einen angeborenen Defekt auszuschliessen?

    Beschnitten - Austausch - Männermagazin MensHealth.de

    Hier will sich "kolbetom" ausschliesslich mit Männern austauschen die mit ihrer Beschneidung nicht glücklich sind! Das Thema ist recht frisch vom 23.01.2013

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    Hallo, wer ist noch unfreiwillig beschnitten worden und leidet drunter? Schwer eine Gruppe Männer zu finden, die einen nicht gleich im Bett haben wollen... Ich leider heute nochdrunter und würde mich über Austausch freuen. Gibt es irgendwo ein spezielles Forum, Treffen, Stammtisch....?
    Gruß,
    Tom

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    Ich pflicht Manfred bei, dass zu Beginn die Masturbation schon als unrein und als krankhafte Neigung verstanden wurde und daher als Auslöser weiterer Krankheiten "identifiziert" wurde. Auch stört sie Gottes Absichten, in dem Sie ein einsames Vergnügen ermöglicht, anstatt oder neben der ehelichen Sexualität.

    Vielleicht weil schon bei den Säugetieren beobachtet wurde, dass sie sich selber sexuelle Lust und Vergnügen verschafften, indem sie selber ihre Geschlechtsorgane an etwas rieben oder dass die Primaten selber mit ihren Sexualorganen spielten sowohl Männchen als auch Weibchen. :D

    Das ist nicht richtig: Die Beschneidung wurde in den USA zur Masturbationsbehinderung eingeführt, da man Masturbation für den Auslöser aller tödlichen Krankheiten hielt.

    Darüber hatte ich mich auch schon selber informiert auf BvJ. Aber die Doris Wolf scheint nicht so genauestens darüber informiert zu sein. So oder so wurde ja die Beschneidung zur Kontrolle der menschlichen Sexualität (männlichen und weiblichen) als gute Massnahme erdacht - besonders eben von der Priesterschaft, wie es scheint. Auch die christliche Religion hat bis heute ein gespaltenes Verhältnis zur Sexualität - besonders die katholische Kirche.
    Der Mensch als die "Krönung der Schöpfung" sollte mit allen biologischen Trieben über den Tieren stehen.

    Wie Wolfgang Schmeidbauer in der Novemberausgabe der "Psychologie Heute" schreibst, sollte sie vermenschlicht werden, um sich von der animalischen, wilden Sexualität zu unterscheidet. Ein Teil des Artikels ist hier online zu lesen Vieldeutige Rituale | Wolfgang Schmidbauer

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    Routine infant circumcision (RIC) – routinemäßige Neugeborenenbeschneidung – nennt sich die Praxis, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde, um die in der prüden viktorianischen Gesellschaft verpönte Selbstbefriedigung zu erschweren. Die Anfänge der “hygienischen”, sexualfeindlichen Beschneidungen liegen in Großbritannien, wo Vorhaut, aber auch Klitoris im 19. Jahrhundert dem Kampf gegen die Masturbation zum Opfer fielen, lange ehe die Ärzte sich an die erste Blinddarmoperation wagten.

    Beachtet dazu noch den Kommentar von Vera Niedermann - Wolf am 16. Dez. 2012, der auch inhaltlich dem Buch Doris Wolf entspricht:

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    Sehr geehrter Herr Schmidbauer, ich habe Ihren lesenswerten Artikel in der Psychologie Heute gelesen. Aber etwas haben Sie übersehen:
    Der von Ihnen beschriebene Infantizid des Erstgeborenen in primitiven Kulturen ist doch vor allem die ultimative Demütigung der Frau, die ein Kind ausgetragen und geboren hat, mit der ihr ihre absolute Ohnmacht demonstriert wird gegenüber der Macht der Männer, mit denen sich der Partner obendrein gegen sie verbündet. Sie kann ihr Kind nicht mehr schützen und wird mit ihm unterworfen unter den Willen des Mannes.
    Weshalb kann nicht mal ein (männlicher) Analytiker dies erkennen?
    Und:
    Erfüllt die Beschneidung eines Neugeborenen bzw. eines kleinen Jungen vielleicht noch immer diesen Zweck?

    Doris Wolf: Das andere Ägypten-Buch » Knabenbeschneidung (Circumcision)

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    ›Wohin ich schaue, sehe ich das Gebot, die Eltern zu respektieren, nirgends aber ein Gebot, das Respekt für das Kind verlangt‹. (Alice Miller, jüdische Psychoanalytikerin)

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    Die Beschneidung ging ursprünglich von der männlichen Priesterkaste der Indo-Europäer-/Arier aus, die Ägypten erobert hatten. Sowohl das männliche Priestertum, das männliche Königtum und vor allem die monotheistischen patriarchalen Religionen sind indoeuropäischen Ursprungs. Seit den ersten Überfällen der Indo-Europäer vor ca. 5000 Jahren und wo immer sie auftauchten, »entsteht das Bild einer Gruppe von ag­gressiven Kriegern, die von einer hochgestell­ten Priesterka­ste begleitet wurde, die in die jeweiligen Länder zuerst einbra­chen und sie erober­ten, um dann die dortige Bevölkerung zu be­herr­schen« (Stone 1988, S. 104).

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    Der Indoger­manist Polomé stellte fest: »Das Vorhandensein einer Priesterklas­se ist ent­scheidend für die typologische Charak­teri­sierung der indoeuropäischen Gesellschaft.« (JIES 1985, S. 26) Diese Tatsache betont auch der Althistoriker, Ägyptologe und Altorientalist Eduard Meyer: »Von ganz wesent­licher Bedeutung ist«, schreibt er, »dass sich bei den Ariern ein voll entwickelter berufs­mäßiger Priesterstand gebildet hat.« (›Geschichte des Altertums‹, 1. Bd. 2. Hälfte, 1909, S. 824) »Auch die Weihe des männlichen Geschlechtsgliedes durch Beschneidung vor Eintritt der Pubertät scheint nicht ursemitisch, sondern entsprechend der Tradition Josua, 9 und Herodot II 104, von Ägypten aus zu den Hebräern und Phoenikern (vgl. Aristoph. av. 507) gedrungen zu sein; von hier aus hat sie sich zu den Arabern verbreitet (bei denen in der Regel auch die Töchter beschnitten werden, wie auch in Afrika vielfach), kommt dagegen, soweit wir wissen, weder bei den Babyloniern noch bei den Aramäern vor.

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    Es steht außer Frage, dass alle widernatürlichen, gegen die natürliche Sexualität gerichteten Gebote, Verbote und sadistischen Eingriffe Relikte aus der Bronzezeit sind, als die Priesterkaste der patriarchalen, indoeuropäisch/indoarisch/arischen Hirten und Viehzüchter die damalige matriarchale Welt sukzessive überfielen und eroberten. Die patriarchale Priesterkaste begleitete die Invasoren auf ihren Raubzügen als Propagandisten (›Missionare‹).

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    »Man weiß, in welcher Weise sich die Menschen, Völker wie Einzelne, zu diesem uralten, kaum mehr verstandenen Gebrauch verhalten. Denjenigen, die ihn nicht üben, erscheint er sehr befremdlich, und sie grausen sich ein wenig davor – die anderen aber, die die Beschneidung angenommen haben, sind stolz darauf. Sie fühlen sich durch sie erhöht, wie geadelt, und schauen verächtlich auf die anderen herab, die ihnen als unrein gelten. Noch heute beschimpft der Türke den Christen als ›unbeschnittenen Hund‹.« (Freud ibd. S. 480)

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    Der Priesterschaft der weißen Eroberer Ägyptens war die freie und unbeschwerte Sexualität der matriarchalen (schwarzen) ÄgypterInnen ein Dorn im Auge; weshalb sie sie unter ihre Kontrolle zu bringen suchten. Sie bekämpften die Verehrung der Vulva, zerstörten die nackten Göttinnen-Statuetten und beschnitten die Sexualorgane der Jugendlichen vor der Pubertät. Auch die Verstümmelung der weiblichen Sexualorgane ist das Produkt der aggressiven Priesterkaste. Sie nahm ihren Anfang unter der indoeuropäischen Herrschaft in Ägypten, weshalb die brutalste Form der Beschneidung von Mädchen als ›pharaonische Beschneidung‹ bezeichnet wird.

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    Die Moslems übernahmen die grausame Beschneidung der Ägypter und Juden und Jahrhunderte später eignete sich das christliche Amerika den sadistischen Brauch ohne religiöse Erklärung, unter dem Vorwand der ›Hygiene‹ an. Die Praxis der männlichen Verstümmelung wird heute in Städten mit den besten sanitären Einrichtungen vorgenommen und zwar sind 60 bis 70% der US-Amerikaner, 20% der Kanadier und 15% der Australier.

    (welcome) in diesem Forum Wolf und danke für den Bericht über deinen Sohn. Du schreibst es seien 5 Monate seit der Vorhautamputation und sie medizinisch notwendig war, weil er damit immer wieder Probleme hatte. Hatte er auch andere Behandlungen ausprobiert, damit es besser würde?

    Was ich mich als Frau frage, ist die Zeit seit der Beschneidung nicht zu kurz und könnte es nicht bis zu 1 Jahr dauern, bis sich die Empfindungen einigermassen normalisiert haben? Möglicherweise sind es nur vorübergehende Störungen, wobei die Beschneidung - wie ich selber viele Berichte von Betroffenen gelesen habe - langfristig zu einem Sensibilitätsverlust führt, bei einem mehr, bei einem weniger. Als Frau kann ich das natürlich nicht wissen!

    Es wäre doch gut, wenn du deinen Sohn ermutigen könntest, seinen Fall hier selber zu veröffentlichen.

    Joachim Bauer: Schmerzgrenze: Diesseits der Schmerzgrenze - Sachbuch - FAZ

    Auch wenn dieses Thema nicht mittelbar etwas mit der Beschneidung zu tun hat, so erklärt der Neurobiologe Joachim Bauer, die Ursachen der Aggression, als reaktives Verhaltenssystem zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit. Jetzt wissen wir auch, warum schon Säuglinge und Kleinkinder beschnitten werden sollten. Sie können sich nicht aggressiv zur Wehr setzten, um ihre körperliche Unversehrtheit zu schützen!

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    Doch der Mensch ist dem Menschen kein Wolf. Der Aggressionstrieb hat sich als der große Flop der Psychoanalyse erwiesen, schreibt der Mediziner und Psychotherapeut Joachim Bauer und holt aus zu einer neurobiologisch begründeten Theorie der Aggression in Individuum und Weltgeschichte.

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    Der Mensch, so Bauer, ist seinem innersten Wesen nach sozial. Er besitzt eine natürliche Veranlagung zur Empathie und sein Motivationssystem wird durch nichts so sehr auf Touren gebracht, wie durch soziale Integration und Anerkennung.

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    Das bedeutet natürlich nicht, dass Menschen nicht aggressiv sein könnten. Doch Aggression hat ihre Wurzel nicht in einem geheimnisvollen dunklen Kämmerchen in der menschlichen Seele. Es gibt keine tief in unserer Biologie auffindbare „Macht des Bösen“. Aggression, so Bauer, ist nicht selbst Teil des Motivationssystems, kein Trieb, sondern ein reaktives Verhaltenssystem, das zunächst dazu da ist, die körperliche Unversehrtheit zu bewahren: Wer einem Lebewesen Schmerz zufügt, wird Aggression ernten. Doch ebenso wie auf körperlichen Schmerz reagieren die Schmerzzentren des Gehirns auf Ausgrenzung und Demütigung. Auch wer einen Menschen unfair behandelt, demütigt, ausgrenzt oder missachtet, überschreitet seine Schmerzgrenze.

    "Durch Beschneidung wird Sexualität beschnitten"

    Petra Schweiger, Gesundheitspsychologin und Klinische Psychologin in Salzburg,

    "Warum wird so wenig darüber gesprochen?"

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    Wenn ein Ritual "seit Jahrhunderten praktiziert wird", ist das noch lange kein Qualitätskriterium – genau das Gegenteil kann zutreffen, nämlich dass es um besonders unreflektierte Handlungen geht, die meist repressiv sind. Entwicklungen von Gesellschaften zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass "Altes" überwunden wird und Platz für "Neues" entsteht. Und: die Freiheit religiöser Bräuche hört definitiv dort auf, wo es um Verletzungen individueller Rechte – insbesondere auch der sexuellen Rechte – von Menschen geht.



    "Recht auf Unversehrtheit wird verletzt"

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    In den USA, den Niederlanden oder in Israel beispielsweise gibt es schon seit längerem kritische Stimmen, die aufzeigen, dass es sich dabei um Körperverletzung und eine Verletzung des Rechtes auf Unversehrtheit handelt, bei der es medizinische, sexuelle und psychische Folgeprobleme geben kann.

    "Warum wird so wenig darüber gesprochen?"

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    Es gibt leider eine sehr weit verbreitete Unkenntnis gegenüber grundlegenden Fakten zur Beschneidung: Viele Menschen wissen nicht, dass hochsensibles Gewebe entfernt und die Sexualität im wahrsten Sinne des Wortes "beschnitten" wird. Die Frage ist: Warum wird so wenig darüber gesprochen? Anatomisch betrachtet verliert "man" mit der Vorhaut ein "Organ" mit extrem hoher Nervendichte, welches die sexuelle Erregbarkeit fördert und für Feuchtigkeit sorgt. Das macht die Selbstbefriedigung lustvoll und spielt beim Geschlechtsverkehr eine wichtige Rolle. Die Vorhaut erleichtert die Penetration.