Beiträge von Aphrodite

    Nun diese Frage ist hier wahrscheinlich im falschen Forum, wenn wir davon ausgehen, dass manche oder viele beschnittene Männer während des Liebesaktes viel härtere und längere Stösse brauchen, um selber etwas zu spüren und den Höhepunkt zu erreichen und es kann mitunter sehr lange dauern bis sie den Höhepunkt erreicht haben oder auch gar nicht. Im Prinzip wäre das ideal für jede Frau, weil Frauen viel später zum Orgasmus kommen, wenn überhaupt.

    Da aber der Akt mit dem beschnittenen Mann zu lange dauert/dauern kann, kann es bei der Frau zu Schmerzen kommen und zum Gefühl wund zu sein, womit der Sex nicht mehr als lustvoll und befriedigend empfunden wird und die Frau letztlich ohne Höhepunkt bleibt.

    Doch evolutionsbiologisch betrachtet soll die Frau nicht unbedingt immer einen Orgasmus erleben, weil es nicht im Sinne der Biologie sein kann, dass sie von jedem Mann schwanger wird, sondern nur von dem Mann, welcher das passendste Genmaterial hat. Mit einem Orgasmus bzw. Kontraktion des Gebärmutterhalses werden die Spermien zur Gebärmutter befördert, um eine Befruchtung zu erleichtern.


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    Mit dem Orgasmus geht beim Mann zudem meist der Samenerguss einher (das das zwei verschiedene Sachen sind ist wieder eine andere Sache, die vielleicht auch die Statistik etwas verfälscht). Der Vorteil ist offensichtlich: Mögliche Befruchtung der Frau.Bei der Frau ist dies etwas komplizierter: Während es dem Mann aufgrund der damit verbundenen geringen Kosten recht egal sein kann, in welche Frau er seinen Samen spritzt, solange er keine Versorgungsleistungen erbringt, hat die Frau immer Zusatzkosten, wenn sie schwanger ist

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    Sie muss daher besser abwägen, mit wem sie das Risiko eingeht schwanger zu werden. Es bestehen zwei wesentliche Strategien

    • Ein möglichst gutes Genmaterial erwischen, so dass die Kinder möglichst hochwertig sind, evt. mit der Möglichkeit verbungen, die Betreuung durch einen anderen Mann vornehmen zu lassen, der nicht Vater der Kinder ist (Kurzzeitstrategie)
    • Einen Mann zu finden, der bereit ist in seine Kinder und deren Aufzucht zu investieren (Langzeitstrategie)

    Das sind Ausschnitte aus Warum Frauen seltener zum Orgasmus kommen als Männer « Alles Evolution


    Genau das Gleiche über den weiblichen und männlichen Orgasmus schreibt Dr. G. Pfau in http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_mae…mus-des-mannes/

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    Anders als bei der Frau ist der Orgasmus beim Mann für die Fortpflanzung unerlässlich, da er mit der Ausstoßung des Samens einhergeht. Der Orgasmus hat für Männer daher eine wesentlich andere Bedeutung als bei der Frau.

    Das bedeutet, die Frau braucht überhaupt keinen Orgasmus, um schwanger zu werden, aber wohl der Mann, wenn er das Ei befruchten sprich Kinder haben will! Der weibliche Orgasmus erleichtert lediglich die Befruchtung. Die allermeisten Frauen (über 66%) erleben ihren Höhepunkt ohnehin mit zusätzlicher Klitorisstimulation.

    Dann frage ich mich, warum mühen sich sowohl beschnittene als auch intakte Männer ab, wenn es die Natur so eingerichtet hat, dass Männer und Frauen unterschiedlich schnell den Höhepunkt erreichen und meistens es Frauen sind, die ihn gar nicht erreichen? Weder die Männer noch die Frauen können etwas für ihr biologisches Geschlecht und dass sie so sind, wie sie sind!

    Hoffentlich helfen die evolutionsbiologischen Erkenntnisse den Druck - besonders von den Männern - zu nehmen, da es für die Frauen, wie wir jetzt gesehen haben, keine Tragödie ist, wenn sie das Höchstgefühl nicht immer erlebt - ausser sie täuscht es dem Mann vor, um ihn nicht zu enttäuschen.

    Wissen bildet!

    Ich stimme Guy absolut zu
    Liebe Teresa, ich kann dir leider nicht viel Hoffnung machen. Es ist dir Crux mit der Beschneidung, dass man Beschnittenen, die kein subjektives Mangelempfinden haben, nicht erzählen kann, sie seien versehrt oder verstümmelt. Die Diskussion kann abgleiten in folgende Reaktion: "und wer sagt, dass nicht du frigide bist? Bei mir hat sich noch keine beschwert."
    Wenn Du ihm was vorlegen willst, dann die Studien über die Messung der Empfindlichkeit.
    Die Sorrells Studie - Beschneidung

    Doch das könnte man einem Mann den Unterschied zu erklären versuchen, indem man dem beschnittenen Mann erklärt bzw. fragt: "Was denkst du wie intensiv kann ein Mann, der mit 7 Jahren nur ca. 40% seines Sehvermögens hat die Farben wahrnehmen?" Das könnte man auf den Verlust der Vorhaut und der daraus folgenden Desensibilisierung der Eichel übertragen. Oder eben auch den Test mit der Zahnürste am Gaumen und mit einer Zahbürste die Eichel "bearbeiten".

    So könnte ein als Kind beschnittener event. ahnen, was er an Sensibilität verloren hat bzw. so hätte er den direkten Vergleich!

    Ich glaube, man muss immer klar unterscheiden zwischen Männern, die als Erwachsenen beschnitten wurden (vorher/nachher Erfahrung) und denen, die als Kinder/Säuglinge beschnitten wurden. (Wahrscheinlich auch nochmal zwischen diesen).

    Absolut, man muss unterscheiden! Und es gibt den 56-jährigen Journalisten Niels Juel mit jüdischen Vorfahren väterlicherseits, der für seine jüdische Freundin sich mit 18 beschneiden liess. So schreibt er:

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    Dann fuhr ich in den Herbstferien zu Miriam. Es wurde die Woche, in der ich herausfand, dass all die, die über die absolute Harmlosigkeit der Beschneidung sprechen, oft mehr Meinung als Ahnung haben.

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    Die gute Nachricht zuerst: Mit der reduzierten Empfindlichkeit dauerten die Spiele oft länger. Aber das war es dann auch schon. Mit meiner Vorhaut war auch das überschäumende, sprudelnde Gefühl beim Orgasmus verschwunden.

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    Die physischen Wahrnehmungen beim Sex wandelten sich, sie wurden lokaler. Es ist schwer zu erklären – als ob nicht mehr mein ganzer Körper im Spiel, eine große Freude verschwunden war. Leitungswasser statt Springbrunnen. Aber das ist noch nicht alles. Weil die Eichel nun ungeschützt war und ich weniger reizbar, war der sanfte, langsame Sex von da an Geschichte. Vor der Operation konnten meine Partnerin und ich ganz still liegen. Ich konnte sie, in ihr, fühlen – wir konnten uns küssen und gegenseitig streicheln und ganz langsam einen Orgasmus erreichen, der dann wirklich überall war. Das war vorbei.

    Und dann entdeckte er eine andere "Stosstechnik", um den Höhepunkt zu erreichen:

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    Kürzlich entdeckte ich, dass es auf Deutsch das Wort „Stoßtechnik“ gibt – und es war genau das, was ich jetzt lernen musste. Härteres und schnelleres Stoßen war erforderlich, wenn ich etwas davon haben wollte.

    Die Hervorhebungen sind von mir.

    Hier der Link zum gesamten Artikel:
    Beschneidung mit 18: Im Bett mit und ohne - taz.de

    Wenn ich versuchte mit ihm zu reden hörte ich den Satz "bei mir hat sich noch nie eine beschwert, im Gegenteil, die fanden mich alle ganz toll!" Ende der Diskussion.

    Es könnte aber daran liegen, dass dein Mann, der als Teenager beschnitten wurde, den Unterschied sehr wohl bei der Selbstbefriedigung gemerkt hat; aber ich vermute er verdrängt das Geschehene, denn ansonsten könnte er sich vor Wut nicht einkriegen. So ist es einfacher die Schuld der Partnerin in die Schuhe zu schieben.

    Das finde ich besonders fies und unfair, weil er eben den Unterschied kennt. Anders ist es wirklich, wie bei meiner Erfahrung, dass der Mann schon in der Kindheit beschnitten wurde und keine Vergleichsmöglichkeiten hat.
    Also ich würde an deiner Stelle deinen Mann mit den knallharten Fakten konfrontieren - auch wenn es ihm dann sehr weh tun wird! Es gibt auch Studien, die das alles beweisen.

    Zerre ihn vor den PC setzt dich neben ihn und zeige ihm die Seite! Dann steh auf, geh raus und lass ihn alleine lesen!

    Viel Glück und zeige ihm danach dein Verständnis bzw. sage ihm, dass das was ihm geschehen sei nur eine Grausamkeit war (war die Beschneidung überhaupt medizinisch notwendig?).

    Eine Frau jedoch, die ihren eigenen Körper liebt und ebenso den ihres Partners, wird sehr genau spüren, dass nicht nur ein Stück Haut fehlt, sondern der Quell der Sensibilität.
    Diese Frauen brauchen wir, deren Zeugnisse sind die besten Argumente. Diesen Frauen wird man am wenigsten absprechen können, wirklich Bescheid zu wissen.
    Wenn sie von Schmerzen berichten, die sie aufgrund starker Reibung aushalten müssen, von Härte beim Verkehr und mühevoller "Sexarbeit".
    Sie sind wirklich zu nicht zu widerlegenden Urteilen fähig.

    In der Tat so ist es! Auch wenn viele beschnittene Männer meinen, es hätte auch hygienische Vorteile beschnitten zu sein, so reden viele sich das nur schön, vor allem die, welche als Kinder beschnitten wurden, weil sie es wohl so gehört haben bzw. es ihnen so eingetrichtert wurde. Sie kennen es nicht anders und können den Unterschied nicht wissen, wie es ist mit Vorhaut und ohne Vorhaut Sex und Selbstbefriedigung zu machen.

    Das ist wie bei einem Mann, der in der frühesten Kindheit erblindet ist und nur eine wage Vorstellung hat, wie intensiv die Farben sind, aber die er nie erleben wird!

    Die Vorhaut kann jeder Mann zurückziehen und sich waschen - das ist kein Argument für eine Beschneidung, denn die Beschneidung beschneidet die sexuelle Lust und die Empfindungen. Ich persönlich spielte gerne bei den unbeschnittenen Partner mit deren Vorhaut besonders manuell und es war leichte "Arbeit" sie zum Höhepunkt zu bringen.

    Viel zu viele Frauen neigen dazu, sich selbst die Schuld zu geben.

    Mir ging es bei einem beschnittenen Mann genauso, da er nicht den Höhepunkt mit mir erreichte wie die anderen Unbeschnittenen. Ich fing an an meinen Qualitäten als Liebhaberin zu zweifeln, fühlte mich mitschuldig. Und da auch ich nicht damals zum Höhepunkt kam, fühlte er sich selber als Versager (Abgesehen davon, dass ich als Frau beim ersten Versuch mit einem Mann nicht zum Höhepunkt komme)

    Dass sich auch die Frauen verantwortlich oder vielleicht hauptsächlich die Frauen dafür verantwortlich fühlen, erkannte ich als ich selber anfing im Internet darüber zu recherchieren, warum es diesmal so anders war? Warum erreichte er den Höhepunkt nicht aber die anderen Männer schon?

    So fand ich zunächst die Seite Beschneidung beim Mann / Jungen / Knaben Pro und Contra - Beschneidung von Jungen und ca. eine Woche später dieses Forum hier.

    Das Gefühl mitverantwortlich bzw. sich als schlechte und unfähige Liebhaberin zu fühlen und dem Mann nicht das zu geben, was er braucht und sich wünscht - nämlich eine vollkommene sexuelle Befriedigung - beschrieb auch der Artz Georg Pfau:

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    Das Fehlen des Orgasmus wird von Männern und deren Partnerinnen als „Störung“ oder als „persönliches Versagen“ empfunden. Frauen fühlen sich am fehlenden Orgasmus des Mannes häufig mitschuldig, weil sie denken als Liebhaberin zu versagen, nicht in der Lage zu sein, den Partner zu befriedigen. Dies führt zu Zweifel und Selbstvorwürfen. Männliche Orgasmusstörungen haben daher auch Bedeutung für die Beziehung.

    Das ist das Zitat aus seiner Website:
    Der verzögerte oder fehlende Orgasmus - MR DR. GEORG PFAU

    Die ganze Tragödie liegt wohl darin, dass es weder den beschnittenen Männern und noch weniger den Partnerinnen bewusst ist, woher die sexuelle Störungen kommen. Beide plagen sich wohl ab und fühlen sich als schlechte Liebhaber - der Mann, wenn es ihm nicht gelingen sollte die Partnerin zum Höhepunkt zu bringen und umgekehrt fühlt die Frau sich schlecht und zweifelt an ihren Qualitäten als Liebhaberin.

    Nur die Männer, welche als Erwachsene beschnitten wurden, kennen den Unterschied, wie die Sensibilität mit und ohne Vorhaut ist. Aber die Jungen wachsen damit auf und für ist es wohl normal ohne Vorhaut zu sein, obwohl sie wohl wissen oder später entdecken, dass sie "anders" sind als die meisten unbeschnittenen Jungen (mit Ausnahme der Muslimen, Juden und wohl der meisten US-Amerikaner, Australier und Neuseeländer).


    Erst nachdem ich viel über die männliche Beschneidung gelesen habe, ist mir bewusst geworden, welche Schäden und Folgen diese Genitalverstümmelung hat! Nicht nur für den Mann selber, sondern auch für seine Partnerin. Wie stark die allgemeine Lebensqualität darunter leidet. :(