Beiträge von Aphrodite

    Ach und ohne Klitoris kann eine Frau nicht kommen?
    Bist Du Alice Schwarzer, welche den vaginalen Orgasmus bestreitet, und behauptet man könne eine Frau in der Vagina ohne Betäubung operieren, das dort keine Nerven seien? (Pino)
    Mach Dich nicht lächerlicher, bitte. :D

    Wenn jede Frau nur vaginal kommen sollte, wozu ist dann die Klitoris nützlich? Dann kann man sie den Frauen abschneiden? Die Vorhaut ist doch auch nutzlos, darum schneiden man sie den Jungen ab - oder? Jetzt kommen die Frauen dran! Oh die Natur hat sich so geirrt und hat Männer mit Vorhaut und Frauen mit Klitoris hervorgebracht. Korrigieren wir diesen Irrtum! :cursing: Weniger als 30% der Frauen kommen vaginal zum Orgasmus - bitte genauer lesen und nicht behaupten, keine würde vaginal kommen!!

    Zitat

    Mir kam es so vor, als sollten hier Frauen wiedermal zum Hauptopfer werden! Und das hat mich gestört!

    Nein Opfer nicht, aber den Frauen wird bewusst oder unbewusst die Schuld für den fehlenden Orgasmus in die Schuhe geschoben, mir indirekt auch und auch die Theresa bringt es nicht, so dass sie sich jahrelang (laut ihres persönlichen Berichts) für eine Niete im Bett hielt. Und wozu? Für das Unheil, welches andere angerichtet haben! Sie werden für frigide gehalten oder für "kalt wie ein Fisch".

    Zitat

    Leider muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich einer dieser Männer bin. ICH habe sehr wohl die Schuld für meine oft fehlenden Orgasmen meiner Frau gegeben. Das war noch zu der Zeit, als ich noch keine Ahnung davon hatte, dass es nicht normal ist, so wenig zu fühlen.
    Was ich erlebt habe, war, dass ich mich abmühte, meine Frau ihren Höhepunkt, auch mal zwei hatte, und ich nicht selten nicht mehr kommen konnte, weil ich aufhören sollte. Sie hatte schon Schmerzen.

    Danke Weguer für deinen wertvollen Beitrag und dein Zeugnis!

    Ich finde das Thema ist hier wirklich etwas fehl am Platz, hier sind Männer die Probleme haben, und so werden die Probleme mal wieder kurz auf die Frau übertragen, weil 30 % eh nix fühlen, die Männer die mit ihrer Beschneidung keine Probleme haben, fühlen sich bestätigt, dass sie doch toll sind und es nicht an ihnen liegt und die Frauen, wie zB meine Türkische Schwägerin, denkt dann auch, sie gehört zu den 30%, dann kann man alles so lassen wie es ist.

    Nein, ich finde nicht, dass das Thema hier fehl am Platz ist! Ganz im Gegenteil: er soll gerade den Männern den Druck nehmen, die Frauen mit aller "Stossgewalt" zum Orgasmus zu bringen - und das hängt bedingt davon ab, ob der Mann Vorhaut hat oder nicht. Wenn man Pornofilme schaut, dann kommt fast keine Pornodarstelerin zum Höhepunkt und warum? Weil ihre Klitoris dabei nicht oder nicht ausreichend stimuliert wird. Die Klitoris heisst nicht umsonst "das Orgasmusorgan der Frau". Nicht umsonst wird in einigen afrikanischen und asiatischen Kulturen, den Frauen die Klitoris und sogar die kleinen Schamlippen abbeschnitten - damit sie keine sexuelle Lust und Orgasmen erleben! Auch transexuelle Frauen, die sich zu Männern operieren lassen, verlieren mit ihrer Klitoris gänzlich die Orgasmusfähigkeit!

    Ja, die Arbeit von O`Hara habe ich auch gelesen, aber ich glaube sie macht es sich zu einfach, weil sie einerseits zu Recht gegen die Beschneidung kämpft aber andererseits suggeriert, dass nur ein intakter Mann fähig sei, seine Partnerin zum Höhepunkt zu bringen, so als hätten alle Frauen mit intakten Partnern jedes mal einen Orgasmus! Auch wenn gemäss dänischer Studie Frauen mit beschnittenen Partnern seltener zum Orgasmus kommen, bleibt die Frage unbeantwortet: hatten diese untersuchten Frauen auch Beziehungen mit unbeschnittenen Männern oder wie deine Schwägerin nur mit Beschnittenen, um selber den Unterschied zu merken?

    Ob die Frau rein beim Liebesakt (vaginal) zum Orgasmus kommt, scheint auch vom Abstand der Klitoris zur Scheide abhängig zu sein. Idealerweise ist der Abstand "Daumenbreit" ca. 2,5 cm. Bei einigen Frauen beträgt der Abstand bis zu 12 cm.

    Zitat

    Kim Wallen, Professor für Vehaltensneuroendokrinologie an der Emory University, Atlanta, war nicht der Erste, der einen Zusammenhang zwischen der körperlichen Distanz von Vagina und Klitoris und der weiblichen Orgasmusfähigkeit bei der Penetration vermutete. Das hatte 1924 in einer medizinischen Fachzeitschrift bereits Prinzessin Marie Bonaparte, Urenkelin von Napoleons Bruder, behauptet, die auf der Suche nach Erklärungen für den ihr versagten Orgasmus begonnen hatte, den Unterleib von Frauen zu vermessen.

    Zitat aus: Landkarte der Lust | Die Weltwoche, Ausgabe 14/2009 | Weltwoche Online – [url=http://www.weltwoche.ch]Die Weltwoche | Weltwoche Online – www.weltwoche.ch[/url]

    Im Dukufilm von BBC "Klitoris - die schöne Unbekannte" wird ihre Wichtigkeit und Bedeutung für die Lust und die Orgasmen der Frauen verdeutlicht.

    DOKU BBC Exclusiv Klitoris, die schöne unbekannte - YouTube

    So kann die Frau, wenn sie keinen vaginalen Orgasmus erlebt, sich vor dem Vorwurf sie sei "frigide" mit diesen Fakten schützen und den Mann vom Leistungsdruck entlasten :thumbup:

    Noch eine TV-Diskussion zum Thema "Religiöse Beschneidung - Hintergründe und Konsequenzen". Dauer des Films 58:37

    Gäste in der Sendung:

    Dr, Jérôme Segal: Wissenschaftshistoriker und jüdischer Beschneidungsgegner, der bekennende Atheist und Humanist ist Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde und engagiert sich unter anderem gegen Antisemitismus und Rassismus.

    DDr. Christian Kratzik: Urologe in eigener Praxis sowie Oberarzt am AKH Wien und in etlichen Privatspitälern tätig, er ist außerdem promovierter Jurist und führt Zirkumzisionen mit medizinischer Indikation durch.

    Mag. Mario. R. Lackner: Der Dipl. Sexualpädagoge und Sexualberater ist in seiner Beratungspraxis mit Betroffenen und Eltern konfrontiert und kennt die Probleme, die manche mit der Beschneidung bzw ihren Folgen haben.

    Religiöse Beschneidung — Hintergründe und Konsequenzen - YouTube

    Hier noch ein Link, der verdeutlicht, dass der weibliche Orgasmus die Empfängnis unterstützt und nur knapp 30% der Frauen einen Orgasmus rein durch den Liebesakt erreichen, aber 80% klitoral!

    Phänomen Orgasmus: Lustfaktor und Empfängnishilfe - Orgasmus - FOCUS Online Mobile - Nachrichten

    Und wie Untersuchungen an eineiigen und zweieiigen Zwillingen zeigen, ist die Orgasmusfähigkeit der Frau bis zu 45% von der Genetik abhängig!!!

    Das sollte euch zu denken geben Männer - ob mit oder ohne Vorhaut oder könnt ihr die Anatomie und Genetik der Frau so verändern, dass sie die ekstatischsten Orgasmen bekommt? :whistling:

    Es gibt Umfragen, da sind es deutlich mehr. Und es gibt die Regel, dass nirgendwo mehr gelogen wird als bei Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit - und zwar immer in Richtung " toll". Und wenn die Frauen sich ihren Männern gegenüber nicht äussern, haben sie ja auch keinen Grund, sich nicht " toll" zu finden. Dass Frauen sich gegenseitig untereinander versichern (müssen?), was für einen tollen Mann sie haben, verhindert ja eigentlich auch ein Offenlegung der Probleme. Schade.

    Stimmt ja, zu keiner Umfrage, wird mehr gelogen als bei Umfragen zur sexuellen Zufriedenheit. Wer gibt schon offen zu, dass er und sie häufiger Sex will, dass die Männer alle potente Hengste sind und überall und jederzeit können, dass sie nie unter einer Ejakulation praecox leiden, dass sie überhaupt keine Erektionsstörungen haben und dass sie leicht und mühelos zum Orgasmus kommen? Wer gibt das schon zu? Das wissen, wenn überhaupt, nur Urologen und Sexualtherapeuten!

    Nur Frauen trauen sich darüber untereinander zu reden, aber sagt ein Mann seinem besten Freund: "Hör mal der kleine in der Hose will nicht hochkommen oder es ist harte Arbeit zum Orgasmus zu kommen und es dauert eine Ewigkeit!" Welcher Mann gibt das zu, er will sich nicht mal selber das eingestehen! Und die Frauen sagen ihren "Prinzen" gar nichts, um sie ja nicht zu kränken. Aber mit Schweigen, wird es nicht besser und schöner!

    Eben alle tun so als hätten sie das schönste und perfekteste Sexualleben. Das ich nicht lache :rolleyes:

    Aber es ist einfach nicht so intensiv, wie mit einem intakten Mann, er hat nicht die gleiche Leidenschaft, dass kommt vielleicht hin, wenn er davor heimlich Pornos schaut, aber wenn man das als Frau dann mitbekommt, tut es auch weh.
    Ich hatte gerade mit meiner Türkischen Schwägerin ein sehr offenes intensives Gespräche, sie hätte 2 beschnittene Männer, mit einem davon war es eine Katastrophe, mit dem andren war es sehr schön, wir haben uns dann über dieses sehr schön unterhalten, was bei mir sehr schön war und was sie für sehr schön hält. Und es ist wirklich traurig, es ist einfach kein Vergleich, und auch sie dachte es liegt an ihr, dass sie keinen Höhepunkt erreichen kann. Sie hat auch noch nie mit jemand darüber geredet, weil die Frauen ja stolz auf ihre tollen Männer sind, weil sie eben den besseren Ruf haben als Intakte.
    Neulich erzählte ihr ein junger Türke dass er ein toller Liebhaber sei, weil er lang und kräftig zustoßen kann, wir sahen uns nur an und sagten nur, "auwa".
    Ich hab hier im Forum gelesen, dass nur 15% der Männer mit ihrer Beschneidung Probleme haben aber ich halte es für ein Gerücht, es ist als würde man sagen, es waren nur 15% der Blinden die kaum was sehen, den andern 85% Blinden geht es blendend.

    Ja irgendwie ist der Liebesakt mechanischer habe ich das Gefühl, ohne richtige Hingabe! Aber, ich kann noch sagen nur, ca. 30% der Frauen oder sogar bisschen weniger erreichen den Höhepunkt rein vaginal - egal ob die Männer beschnitten oder intakt sind. Bei den meisten Frauen, muss noch die Klitoris stimuliert werden.
    Dennoch wird in der dänischen Studie von 2011 erwähnt, dass Frauen schlechter den Höhepunkt erreichen und 8x häufiger über Schmerzen klagen und dass es Penetrationsschwirigkeiten gibt. Die Männer haben offensichtlich keine Schmerzen aber erreichen den Höhepunkt 3x schlechter als intakte.

    Studie beweist: Beschneidung verschlechtert Sex bei Männern und Frauen - Beschneidung von Jungen

    Ich denke auch, dass die Dunkelziffer höher ist als die 15%. Nur können die Männer das nicht wissen, weil viele noch vor der Pubertät beschnitten wurden und den Liebesakt nur als Beschnittener kennen! Wenn die Männer sagen sie hätten keine Probleme so stimmt das aus ihrer Sicht natürlich, weil die Eichel so unempfindlich geworden ist und sie deshalb, wie dieser junge Türke sagt, lang und kräftig zustossen kann. Er muss lang und kräftig zustossen, er hat keine andere Wahl, weil er sonst kaum etwas fühlt. Dafür aber haben die Frauen das Gefühl wund zu sein und sogar Schmerzen, dass sie den Akt unterbrechen müssen. Diese zwangsbeschnittenen Männer beginnen erst dann etwas zu fühlen, wenn bei der Frau die Schmerzen beginnen.

    Dieser Mann kennt und beschreibt den Unterschied
    Beschneidung mit 18: Im Bett mit und ohne - taz.de

    Der Syrer Riad Sattouf beschreibt die Taubheit in der Eichel
    „Meine Beschneidung war der Horror“ - Bremen Kultur - WESER-KURIER

    Zitat

    Der Sensibilitätsverlust, den eine Beschneidung für den Mann mit sich bringt, sollte endlich zur Sprache kommen. Nur so kann sich etwas in den Köpfen bewegen. Ich sage oft zu meinen unbeschnittenen Freunden, dass ich meine Eichel an Beton reiben könnte, ohne dabei Schmerzen zu verspüren. Sie fallen dann meistens in Ohnmacht.

    Wenn die Eltern aus religiösen Gründen die Unversehrtheit ihrer Kinder beenden dürfen, dann muss der Gesetzgeber auch den unter BIID-Leidenden (Patienten mit Body Integrity Identity Disorder ), die ein eigenes voll funktionsfähiges Körperteil amputiert haben wollen, das Recht auf diese Amputation einräumen. Da bin ich mal gespannt. Ich habe über diese Krankheit eine Fernsehreportage gesehen und war schockiert darüber, wie sehr diese Menschen leiden.
    [Admin: Body Integrity Identity Disorder – Wikipedia]

    Ja so ist es! Dieses Krankheitsbild BIID ist mir auch aus den Medien bekannt geworden und es gibt sogar ein Buch darüber: Body Integrity Identity Disorder (BIID): Störungsbild, Diagnostik, Therapieansätze: Amazon.de: Aglaja Stirn, Aylin Thiel, Silvia Oddo: BÃŒcher

    Es das ist analog zur Amputation der funktionsfähigen und gesunden Vorhaut.
    Was das Amputieren gesunder Körperteile, um Krankheiten vorzubeugen, betrifft, so frage ich mich, warum legalisiert man nicht das Amputieren der Zehen, um sie vor Pilzinfektion zu bewahren, der weiblichen Brüste ab 14 Jahren, um die Frauen vor Brustkrebs zu schützen und die Hoden auch - nachdem man reife Spermien eingefroren hat, um die Männer vor Hodenkrebs zu schützen?

    Jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und medizinisch-chirurgische Behandlungen sind nur dann zulässig, wenn ein gesundheitliches Leiden vorliegt.

    Ich muss Dir recht geben. Schon die Geburt beweist, dass der Säugling vor nichts zurückschreckt und sich mutig ins Leben stürzt. Die anschliessende Beschneidung bestärkt ihn in dieser Selbstgewissheit und er führt fortan ein Leben als Held. Bleibt jedoch der Säugling unbeschnitten, beginnt er an sich zweifeln, bis er schliesslich zu einen völlig verängstigten russischen Einwanderer wird. Trotzdem darf er " gnadenhalber" am Ritus seiner Gemeinde teilhaben. Das nenne ich wahre religiöse Toleranz.

    Ja sie stürzen tatsächlich mutig ins Leben, aber nicht, um in die Hände von Erwachsenen zu geraten und ihrer meistens gesunder Vorhaut beraubt zu werden. Wir kann sich die Mutter Natur über Jahrmillionen geirrt haben, um nicht nur das männliche Geschlecht der Gattung Homo Sapiens mit einer schützenden Hülle des Begattungsorgans hervorzubringen, sondern auch unsere nahe Verwandten die Primaten - und zwar ausnahmslos alle! Und sogar bei allen Säugetieren, soll die Mutter Natur, einen Fehler gemacht haben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Penis_der_Säugetiere

    tztztzt...wie kann das möglich sein?

    ICH meinte natürlich Schuld, die sich Partner gegenseitig für ein unbefriedigendes Sexualleben geben. Ja, die wirkliche Schuld liegt natürlich woanders. Gegen DIESE Schuldigen sich zu wenden, kann auch sehr viel Mut verlangen ( die die ja auch so geliebten Eltern und Grosseltern, wie Du schreibst).

    Absolut, die Paare machen sich bestimmt gegenseitig Vorwürfe für das schlechte Sexualleben! Die Männer fühlen sich wohl als Versager, ihre Partnerin nicht zum Höchstgefühl gebracht zu haben und die Frauen fühlen sich als schlechte Liebhaberin, weil auch er wohl nicht immer oder im Laufe der Jahre immer seltener beim Liebesakt den Höhepunkt erreicht.

    Und niemand hat eine Ahnung, woran es liegt....bis der Mann oder die Frau beginnt sich Gedanken zu machen und sich auf die Suche nach Antworten begibt und die tatsächlichen "Schuldigen" bzw. Verantwortlichen erkennt. Das Unheil nahm seinen Lauf in der Kindheit des Mannes! Ich kann mir auch vorstellen, dass es genauso zu sexuellen Störungen kommen würde, wenn die Frau beschnitten ist, aber der Mann nicht. Sie würde sicherlich Schmerzen haben oder die Penetration so gut wie unmöglich werden lassen.

    Aphrodite

    Ja, mit dem Hin- und Herschieben von "Schuld" sollte man/frau aufhören. Es sollte nicht "DEIN Problem" sein, sondern "UNSER Problem". Hast Du klasse auf den Punkt gebracht. :)
    Wenn man/frau es aber NOCH nicht schafft, sollte man sich das nicht vorwerfen. Kommt Zeit, kommt Tat. :)

    Mit Schuld meinte ich nicht mich als erwachsene Frau und ihn als erwachsenen Mann, sondern die Verantwortlichen in seiner Kindheit - i.d.R. sind das die Eltern oder Grosseltern.

    Wenn ich einem Jungen die Vorhaut abschneide, dann habe ich "Schuld" auf mich geladen, auch wenn mir das in dem Moment nicht bewusst ist, auch wenn mir die Folgen für sein gesamtes Leben nicht klar sind - weder die physischen noch die psychosexuellen. Ich frage mich, ob die Eltern nicht die Pflicht hätten, sich besser und gründlicher zu informieren, statt sofort dem Kinderarzt, der eine Beschneidung bei Phimose sofort empfiehlt, zu vertrauen.

    Vor allem aber sollen sie sich nicht nur einseitig informieren und die lauthals propagierten "Pro-Argumente" berücksichtigen, sondern auch die "Contra-Argumente". Würden die Eltern zustimmen, wenn sie wüssten, dass einige oder viele, wenn sie erwachsen sind, eine viel schlechtere Sensitivität in der Eichel haben und sie deswegen, entweder Schwierigkeiten in ihren Partnerschaft haben oder aber langsam beginnen - aus Angst die Partnerinnen wund zu vög****ln und ihnen Schmerzen zuzufügen und aus sexueller Frustration - die körperliche Nähe zu vermeiden? Unwahrscheinlich, ich denke sie würden andere Lösungen suchen und nicht sofort einer Beschneidung zustimmen!

    Dass es zu PTBS kommen könnte, darüber müssten die Eltern auch informiert werden. Schliesslich haben wir das Beispiel von "Weguer", dass es zu Depressionen, Suchtverhalten bis hin zu Suizidversuchen kommen kann, wenn man ansonsten ein anderes Trauma ausschliessen kann. Ganz neutral müssen sie über alle Aspekte der Beschneidung informiert werden, weil gerade die Eltern die Verantwortung für ihren Jungen haben. Aber wer informiert sie genauestens? Machen sich nicht auch schlecht informierte Kinderärzte und Urologen mitschuldig?

    Vor allem ist das auch deswegen so enorm wichtig, weil man die Vorhaut nicht wieder dran kleben kann! :cursing:

    Wenn jemand mit einem verdrängten Trauma gut lebt, dann ist es Unsinn, ihn mit der Nase darauf zu stoßen. Wenn aber seine Umgebung unter den Wirkungen dieses Traumas leidet, dann kann sich schon die Frage stellen, ob die Umgebung, die/der PartnerIn nicht ein Recht hat, auf eine Änderung hinzuwirken. Der Weg ist dabei das Entscheidende. Es gibt welche, die zu einem Erfolg führen und andere nicht.

    Das ist richtig und bei mir und Theresa ist es wohl so, dass wir beide die Ursache der sex. Störungen erkannt haben, nicht der Betroffene selbst. Hätten wir nichts entdeckt und erkannt, so wäre alles beim Alten geblieben. Aus diesem Grund haben wir das Recht zumindest mit dem Partner über die Erkenntnisse zu reden und ihm klar zu machen, dass es dafür Verantwortliche gibt - und das ist weder er noch ich!

    Lohnt es sich jahrelang mit einer nicht gut und schön funktionierenden Sexualität zu leben, lohnt es sich Schuldgefühle und schlechtes Gewissen zu haben, welches andere haben müssten aber ganz sicher nicht der Betroffene selber und seine Partnerin? Lohnt es sich, dass wir beide seelisch darunter leiden und uns schlecht fühlen und uns für schlechte Liebhaber zu halten, weil andere auf sich Schuld geladen haben und ungeschoren davon kommen wollen?

    In den Artikel werden aber zwei der wichtigsten Aspekte nicht bzw. nicht ausreichend gewürdigt.

    1. Der Traumatisierte muss die Therapie,d.h. die ihn mit der Erinnerung an das Trauma konfrontiert, selbst WOLLEN.

    2. Der Traumatisierte muss ein Höchstmass an Vertrauen zum Therapeuten, der ihn begleitet, haben.

    1) Das setzte ich aber voraus, dass eine Therapie erst dann hilfreich und nützlich ist, wenn der Betroffene sie selber will und das ist erst dann der Fall, wenn er selber darunter leidet. Vorher macht es keinen Sinn! 2) Und auch ist es wichtig einen einfühlsamen und verständnisvollen Therapeuten zu finden. Es ist enorm wichtig, sich aufgehoben, verstanden und wertgeschätzt zu fühlen aber auch gewürdigt für das zugefügte Leid und Unrecht!

    Vielleicht genügt das schon und ein emotionaler Heilungsprozess wird in Gang gesetzt! Ich kann mir nur vorstellen, wie erleichtert diese Männer sein können, wenn sie sich vertrauensvoll an jemanden wenden, statt Jahrelang die schweren "Steine" in sich zu tragen, sondern sie abzuwerfen und zu erkennen, was ihnen angetan wurde!

    für mich ist es jetzt nicht so einen Riesen Problem, dass ich ihn mit aller Gewalt vor den Kopf stoßen muss, auch wenn ich jetzt mit ihm rede, es ändert nichts, er bleibt beschnitten und wird es auch immer sein. Nur falls er mir mal wieder Vorwürfe macht, oder er sich wunder, dass mit ihm etwas nicht stimmt, dann kann ich ihn darauf aufmerksam machen.

    Das stimmt, am Zustand beschnitten sein, ändert sich gar nichts. Aber allein dieses Wissen, welches wir jetzt haben, befreit uns von dem Gefühl schlechte und unfähige Liebhaberin zu sein. Manche leben, wie du 20 Jahre damit und das ist schlimm genug Schuldgefühle zu haben, für etwas, was ihm seine Eltern angetan haben. Deshalb wäre es gut, sollte er mit Vorwürfen kommen, ihn mit den Tatsachen zu konfrontieren.
    Deshalb wäre es gut, ihm die Augen zu öffnen, damit auch er sich nicht schlecht und event. als Versager fühlt, wie meiner! X(

    Dann stellt ihr Mann aber die Vertrauensfrage...
    Soll dieses Thema in die Quarantäne, Theresa?

    Die Antwort darauf könnte sein: "Ist dir denn lieber, wenn ich öffentlich über meine Erkentnisse spreche, welche sexuellen Probleme wir wegen der Beschneidung haben ODER ist dir lieber, wenn wir das in der Quarantäne (anonym und unter uns) besprechen? Oder ist dir gar lieber, wenn ich dich verlasse und mir einen intakten Mann suche?"

    Sorry Guy, aber wir Frauen sind nicht verpflichtet unser einziges Leben mit einem beschnittenen Mann zu verbringen, der sich weigert hinzuschauen und das Aussmas des ihm zugefügten Leids zu erkennen! Nein, Guy ich halte nichts davon, den Kopf in den Sand zu stecken und so tun als wäre unser Sexualleben das perfekteste auf der Welt! Den Mann mit den knalharten Fakten (deine empfohlene Links sind wohl die Richtigen!) zu konfrontieren ist zwar ein zweites Trauma und Schlag ins Gesicht aber nur so kann der seelische Heilingsprozess einsetzen. "Weguer" hat mal geschrieben die Wunden sind nur zugedeckt aber sie sind nicht wirklich verheilt. Recht hat er! Die muss man abdecken, damit sie heilen können. Das machen auch Therapeuten in einer Traumatherapie!

    Informationen zum Entstehen und der Behandlung psychischer Traumata

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Psychotraumatologie#section_3

    Mit Warten und das Problem unter den Tepich kehren, wird das Sexualleben nicht schöner, sondern im Laufe der Jahre noch schlechter. Einmal ist genug und einer Frau platzt der Kragen! Und ich dachte dieses Forum redet Tacheles über die Beschneidung und sagt was Sache ist: sie ist eine Genitalversümelung mit lebenslangen psychosexuellen Folgen und keine Lappalie! Wir Frauen sind auch mitbetroffen und haben das Recht das Problem gemeinsam zu lösen!!!

    Zitat

    Damit wäre ich sehr vorsichtig. Einerseits gibt es für ihn kein Problem, das Problem ist also - in seinen Augen - von dir "erfunden", Teresa

    Nun ich würde ihm als Frau sagen, ich habe nichts erfunden, was nicht schon da ist! Oder habe ich all die wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien selber gemacht, welche die Spätfolgen der Beschneidung schwarz auf weiss dokumentieren? Ich habe mich nur vor den PC gesetzt und recherchiert. Abgesehen davon würde ich ihm die Frage stellen: "Glaubst du ein Mann mit Vorhaut und ohne Vorhaut fühlt das Gleiche?" oder "Wer glaubst du bekommt schneller Hornhaut an den Füssen, ein Mann der immer barfuss läuft oder einer der immer Schuhe trägt und welcher von diesen zwei ist kitzliger an den Fusssohlen?". Wenn sie ihm noch diese Bilder zeigt...Vergleich: Beschnitten vs Intakt - Beschneidung von Jungen
    ...dann kann er glaube ich nichts mehr sagen oder zumindest wird er beginnen sich im stillen Kämmerlein Gedanken zu machen.

    "Wegen dir hab ich ein schlechtes Gewissen" "Ich schlaf doch nicht aus Mitleid mit dir"
    Und da hat meine Partnerin völlig Recht. Die einzige Lösung ist die Trennung bei mir, denn ich werde bis zum Tod den Anspruch auf ein intaktes Genital nicht aufgeben.
    Und diese Einstellung hat nunmal konsequenzen für die Psyche und die Sexuelle Wahrnehmung.

    Wenn ihr eure Männer zwingt sich damit auseinanderzusetzen, werden sie auch Konsequenzen bekommen. Ich zähle mich zu den schmerzhaft "Erleuchteten", denn ich kenne die Wahrheit, verdränge sie nicht und sie schmerzt und wirkt.
    Wir sollten diesen Schmerz verbreiten und somit dafür sorgen, daß wir die letzte Generation sind, die MGM Male Genital Mutilation legal betreiben. Unsere Nachfolger können weiblich wie männlich aber vorerst in Deutschland: Genital unberührt intakt und wirklich Selbstbestimmt aufwachsen.

    Ja so muss es sein, man(n) muss den Schmerz verarbeiten, stimme dir voll und ganz zu! Es braucht ein "Wachrütteln" von anderen, immer von anderen indirekt Betroffenen und das sind die Partnerinnen. Danke für dein schönes Statement und für deinen Mut, dich öffentlich bei Facebook, dazu zu äussern! Respekt von meiner Seite! :thumbup:

    Das wäre auch die Holzhammermethode. Und in Anbetracht der erlittenen Verletzung auch völlig unangemessen. Da könnte nur Widerstand kommen, aber keine Einsicht. Ich denke schon, dass die Situation viel Einfühlungsvermögen benötigt. Aber das ist m.E. mit anderen innerpersönlichen Konflikten, die auf ein andersartiges Trauma zurückgehen und zu Beziehungsstörungen führen, nicht anders.

    O ja, es braucht viel Fingerspitzengefühl mit dem Mann, den man liebt, über die Sexualität zu reden, bzw. über sexuelle Störungen zu reden und sehr wahrscheinlich wird die Frau auf taube Ohren stossen.
    Aber so kann die Partnerschaft nicht weitergeführt werden, vor allem wir Frauen hier, die begonnen haben zu überlegen, warum etwas anders ist!

    Jüdische und muslimische Frauen, welche meistens einen Mann aus ihrem eigenen Kulturkreis und Religion heiraten, haben keine Vergleichsmöglichkeiten und wissen nicht, wie die Sexualität mit einem intakten Mann ist! Aber Europäerinnen haben gute Vergleichsmöglichkeiten und merken manchmal einen deutlichen Unterschied zu ihrem Nachteil.

    Wenn manche beschnittene Männer an vorzeitigem Samenerguss leiden, so können die Frauen kaum Schmerzen spüren, denn es ist schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat!
    Es wäre aber auch eine Erpressung, wenn die Frau dem Mann sagt, wenn du nicht mit mir darüber reden möchtest und mit mir gemeinsam eine Lösung suchen möchtest, dann nehme ich mir einen Intakten. Hier in Europa ist es für uns Frauen einfacher!

    Reicht aber den beschnittenen Männern die Tatsache nicht aus, dass sie intakt geboren wurden, um sich selber die Frage zu stellen: "was wäre anders oder wie würde ich sexuell empfinden, wenn ich die Vorhaut noch hätte?"

    Jeder als Kind oder schon als Säugling Beschnittene, erkennt früher oder später, dass ihm "etwas" abgeschnitten wurde, dass ihm die Vorhaut nicht von alleine abgefallen ist!
    Wann habt ihr das erkannt Männer und verdrängen die meisten -ausser ihr hier - das Trauma?