Beiträge von Oblomow

    Natürlich haben jedwede Nerven mit dem Gefühlsleben zu tun. Dass das Gefühlsleben ausschließlich im Gehirn ähnlich einem Computer nur simuliert würde, ist auch nur eine Phantasie.

    Selbstbewusstsein und Selbstgefühl sind zweierlei, und das letztere hat körperlich mit der nervlichen Verfassung zu tun.

    Zu "vor 200 Jahren in Europa" sei es genauso gewesen: Dagegen wird ja ebendort spätestens seit "Romeo und Julia" rebelliert.

    "Monokausale Erklärungen sind in der Regel falsch" ist keinerlei Aussage, niemand macht "monokausale Erklärungen". Man kann auch vor "komplexen Sachverhalten" sofort kapitulieren, dann erspart man es sich, Zusammenhänge zu entdecken. Ein Ressentiment zu unterstellen, ist ebenfalls kein Argument, genausowenig wie Lächerlichkeit.

    Wer weiß denn, wie viele sich "irren", und was das heißt? Sie haben jedenfalls selbst entschieden, schätze ich mal, sie trauten sich diese Entscheidung zu und haben sie getroffen.

    Nunja, vielleicht sitzt die Intuition auch in der Vorhaut. Immerhin sitzen dort tausende von Nervenendungen, wie immer wieder betont wird. Oder warum, wenn nicht aus magischen Gründen, die Entfernung derselben ein religiöses Ritual ist. Oder dass die Frauen, die die Antibabypille nehmen, wie kürzlich herausgefunden wurde, dank ihres ducheinandergekommenen Hormonhaushalts die "falschen", jedenfalls andere Männer wählen. Die Partnerwahl ist also eine ziemlich "magische" Sache. Außerdem spricht ja die Empirie für meine These, und die Männer sind ja dankbar, dass ihnen die Entscheidungen abgenommen werden, so wie ein Blinder einen Führer braucht. Ich rede nicht davon, dass die Mehrzahl ihren Partner "selbst aussucht", sondern wie diese Wahl tatsächlich stattfindet, und dass in mehrheitlich beschnittenen Gesellschaften eben die Wahl nach Regeln oder durch andere einen gewissen Vorrang hat. Die US-amerikanischen Datingregeln sind doch ziemlich einzigartig. Natürlich lässt sich der mehrheitlich beschnittene US-Amerikaner nichts von anderen vorschreiben, warum aber braucht er dann diese strengen Vorgaben? Man könnte sich auch einmal Südkorea anschauen, wo die Beschneidung ebenfalls im großen Umfang praktiziert wird und den Amerikanern so gut wie alles nachgemacht wird.

    Dann könnte man noch den Adel anführen, wo die Ehepartner großenteils ebenfalls von der Familie bestimmt sind. Im englischen Adel jedenfalls wird auch beschnitten.


    Man könnte diese Unfähigkeit auch auf ein allgemein vermindertes Selbstwertgefühl zurückführen, das scheint mir aber zu einfach.

    These:

    Der beschnittene Mann hat kein Sensorium für die Frau, er kann sich nicht auf seine Intuition verlassen. Bei der Partnerwahl und der Annäherung gibt es zwei Möglichkeiten: Die Frau muss die Initiative ergreifen, oder es gibt Regeln. Man denke an die viel belächelten Datingregeln in den USA. Nach wievielen Tagen findet das Dinner statt und nach wievielen Dinners kommt der Geschlechtsverkehr? Alles bis ins Detail geregelt. Die Frau wird vom Mann nicht intuitiv ausgewählt, sondern nach äußeren Merkmalen wie Brustgröße etc.

    Im muslimischen Gesellschaften werden die Leute von den Altvorderen verheiratet, nach der Hochzeitsnacht muss ein blutiges Leintuch vorgezeigt werden. Der Mann weiß, was er zu tun hat.

    Im Judentum haben glaube ich die Frauen das Sagen oder wie läuft es da? Die Mütter suchen die Partnerinnen für ihre Söhne aus?

    Die dritte Möglichkeit ist, nach Beobachtung und abstrakt gelernten Verhaltensweisen oder Erfahrung vorzugehen. Der Beschnittene ist wie ein Gehörloser, der Trompete spielt, er spürt die Vibration, aber den Ton hört er nicht.