Nunja, vielleicht sitzt die Intuition auch in der Vorhaut. Immerhin sitzen dort tausende von Nervenendungen, wie immer wieder betont wird. Oder warum, wenn nicht aus magischen Gründen, die Entfernung derselben ein religiöses Ritual ist. Oder dass die Frauen, die die Antibabypille nehmen, wie kürzlich herausgefunden wurde, dank ihres ducheinandergekommenen Hormonhaushalts die "falschen", jedenfalls andere Männer wählen. Die Partnerwahl ist also eine ziemlich "magische" Sache. Außerdem spricht ja die Empirie für meine These, und die Männer sind ja dankbar, dass ihnen die Entscheidungen abgenommen werden, so wie ein Blinder einen Führer braucht. Ich rede nicht davon, dass die Mehrzahl ihren Partner "selbst aussucht", sondern wie diese Wahl tatsächlich stattfindet, und dass in mehrheitlich beschnittenen Gesellschaften eben die Wahl nach Regeln oder durch andere einen gewissen Vorrang hat. Die US-amerikanischen Datingregeln sind doch ziemlich einzigartig. Natürlich lässt sich der mehrheitlich beschnittene US-Amerikaner nichts von anderen vorschreiben, warum aber braucht er dann diese strengen Vorgaben? Man könnte sich auch einmal Südkorea anschauen, wo die Beschneidung ebenfalls im großen Umfang praktiziert wird und den Amerikanern so gut wie alles nachgemacht wird.
Dann könnte man noch den Adel anführen, wo die Ehepartner großenteils ebenfalls von der Familie bestimmt sind. Im englischen Adel jedenfalls wird auch beschnitten.
Man könnte diese Unfähigkeit auch auf ein allgemein vermindertes Selbstwertgefühl zurückführen, das scheint mir aber zu einfach.