Beiträge von Stefan Schritt

    Ich hatte es an anderer Stelle bereits angekündigt, und nun ist es soweit.
    In Zusammenarbeit mit dem Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., und mit Unterstützung aus diesem Forum und Beschneidung-von-Jungen.de hab ich ein Kompendium zum Thema Beschneidung verfasst, das alle Bereiche dieser Operation abdecken soll - von der medizinischen und kulturellen Motivation über Stile und Techniken, geschichtlichen Hintergrund, Methoden zur Vorhautrestauration und einer rechtlich-ethischen Betrachtung bis hin zu Erfahrungsberichten Betroffener. Ihr seid hiermit eingeladen, es euch anzuschauen !

    Zirkumpendium | Abgeblogged

    Gruß,
    Stefan


    Aber ich hoffe, wir können die Konsequenzen irgendwie einigermaßen eindämmen. Gibt es eigentlich Bereiche der Vorhaut, die besonders empfindsam sind, oder ist da alles gleichermaßen mit Nerven durchzogen?

    Die meisten Nerven sitzen am Übergang von innerem und äußerem Blatt, also an der "schrumpeligen" Spitze der Vorhaut, wo die Außenhaut und Schleimhaut aufeinandertreffen. Die bildet bei zurückgezogener Haut das sogenannte gefurchte Band. Ebenfalls sehr dicht ist es im Frenulum. Wie es bei letzterem ausschaut mit dem Erhalt kann nur euer Arzt sagen, aber die Übergangsstelle wird vermutlich nicht zu retten sein. Aber auch wenn sich das jetzt schlimm anhört, auch der Rest der inneren Haut hat eine ganze Menge an Nerven, und je mehr davon bewahrt bleiben kann, desto besser. Ich weis nicht, in wie weit sich mit Restauration durch strecken auch das Nervengewebe zur vermehrung anregen lässt, aber da habt ihr in jedem Falle die bestmöglichen Chancen - eben weil er gleich nach der Wundheilung schon was tun kann. Zwar weiß ich nicht, wies bei deinem Freund jetzt im Detail auschaut, aber du sagtest ja schon, daß der Arzt da so wenig wie irgend möglich abnehmen wollte. Deshalb denke ich, daß er gute Chancen hat, noch einiges an Empfindsamkeit zu behalten.

    Und der Rückhalt, den er von dir bekommt, ist toll. Ich denke, mehr Glück im Unglück kann man er kaum haben.

    Ich habe auch noch das hier TLC Tugger Tapeless Foreskin Restoration Cone for Penis Sensitivity - The world's best restoration devices for better sex entdeckt....kennt das vielleicht jemand/hat Erfahrungen damit?


    Ich habe gutes vom TLC-X und auch vom DTR-Set gehört. Bei letzterem gibts auch nen Retainer, der ähnlich wirkt wie sie Sleeves, die Weguer nutzt. Zum Restoring sollten die beiden Apparate super sein, und wenn bei deinem Freund noch relativ viel Resthaut bleibt, sollte das auch relativ einfach gehen.

    Wenn dein Freund also plant, sich wieder eine Vorhaut "zuzulegen", nachdem die Wunde verheilt ist, am besten gleich drum kümmern. Wird zwar trotzdem viel Gefühl verloren gehen, aber nach dem was mir Benutzer von diesen Geräten erzählt haben hält auch die wiederhergestellte Haut die Eichel geschmeidig.

    what is a DTR

    The TLC-X Bi-Directional Foreskin Restoration Tugger by TLCTugger.com - The World's Best Restoration Device

    Ich finde den letzten Halbsatz von Waldfaun etwas unschön gewählt, aber ich denke, daß die Aussage hinter seinem Post schon nicht ganz am Thema vorbei ist. Natürlich stellt für uns weder die Religion, ihre Organisationen, noch der einzelne Gläubige ein Feindbild dar, aber die religiös motivierte Einflussnahme einzelner Personen und Organisationen auf die Gesetzgebung ist trotzdem bedenklich. Es geht nicht darum, Spiritualität in wie auch immer gearteter Form schlecht zu reden, wohl aber darum, sie nicht (wieder) zu einem entscheidenen Faktor der Rechtsprechung werden zu lassen. Echte Religionsfreiheit erfordert - nach meiner Ansicht - einen säkularen Staat, und vor diesem Hintergrund kann man die sachliche Debatte über MGM derzeit nicht völlig von Religionskritik trennen. Dafür sind religiöse Motivationen noch zu tief mit politischen Entscheidungen verwoben. Die Gratwanderung zwischen den Themen ist eine der Herausforderungen, der wir uns im neuen Jahr stellen müssen.

    Ich verlinke für die Interessierten unter uns mal einen Artikel: Beschneidungsdebatte: warum Religion keine Gesetze machen kann