Beiträge von CarniRbhv

    Immer wieder die gleiche Geschichte; man flieht vor dem Gottesstaat ins demokratische Europa und lebt dann aber selbst mit aller Gewalt die Religion aus. Enttäuschend.

    Eigentlich ist der Bericht von der "Penis- Seite" her betrachtet gar nicht mal so schlecht weil vielschichtig, wenn auch z. T. überholte und widerlegte Argumente neu aufgewärmt werden. Nur, an der aktuellen Situation geht er komplett vorbei, es geht nicht um Vo- und Nachteile der Beschneidung, es geht um das Recht der Junxx auf Gleichberechtigung, freie Religionswahl, Körperliche Unversehrtheit etc. Und das diese elementarsten Menschenrechte, im Grundgesetzes verankert, aberkannt werden, das bleibt außen vor.

    Ein Trauerspiel !

    Penisamputationen: Der verschwiegene Skandal | Pro-Kinderrechte.de

    Der Bericht ergänzt Deinen Artikel. Ein weiterer Tatsachenbericht, der die Lüge der Harmlosigkeit als Unsinn entlarvt.
    Man stelle sich einmal vor, muslimische oder jüdische Geistliche würden in dieser Anzahl in Deutschland Opfer religiöser Gewalt werden. Alle wären zurecht entsetzt. Aber den kleinen Junxx kann man es ja antun.

    Ich bin irritert über das, wie ich es heute im Radio gehört und in dem SZ- Bericht gelesen habe: "......Beschneidungen bleiben erlaubt". Wieso muß ein Gesetz her, wenn nie Unrecht getan wurde?! Warum berichtet man nicht, das das "Kölner Urteil" nicht das erste Urteil ist, welches die Zwagsamputation von Geschlechtsteilen als Unrecht verurteilt? Wieso berichtet niemand, das das Gesetz notwendig wurde um eine erwiesene Straftat zu legalisieren?
    Wieso wird von "medizinischen Standards" gesprochen? Ist es jetzt medizinischer Standard, den wehrlosesten der Gesellschaft ohne Betäubung, ohne (medizinische) Notwendigkeit Körperteile zu entfernen? Je kleiner, je jünger, je wehrloser desto weniger "Standards" gibt es doch; ich befürchte, das nun auch vermehrt Muslime ihre Junxx gleich als Baby beschneiden lassen um ihren Söhnen eine "angemessene, rituelle" Beschneidung zu verpassen.

    Das gerade ein bekennender Homosexueller wie V. Beck, der nach eigenen Angaben deswegen bereits mehrfach angegangen wurde und auch körperliche Gewalt erlebt hat, keinen Sinn mehr für elementarste Menschenrechte aufbringt verwundert mich in Zusammenhang mit dem Thema nicht mehr wirklich. Dennoch ist sein Verhalten, seine Einstellung ein mehr als abstoßendes Beispiel. Allerdings deswegen eine ganze Partei zu diskreditieren ist m. E. unangemessen und der Sache nicht dienlich. Denn: Leidtragende sind die Kinder, nicht wir.

    Und ja, eine Bitte noch; mir ist es egal, ob jemand, der mich nicht kennt behauptet, alle freiwillig Beschnittenen tun nur so, als seinen sie zufrieden weil sie ja keinen Fehler zugeben würden. In meinem Fall ist es echt nicht so. Und da bin ich erfreulicherweise keine Ausnahme, kenne einige Junxx, die (z. Teil aus eigenem Wunsch, teils aus medizinischen Gründen) mit ihrer Beschneidung zufrieden sind. Allerdings gibt es eine ebenso, vielleicht sogar höhere Anzahl, die eine intakte Vorhaut lieber besitzen würden. Also, mein Wunsch im Sinn der Sache: Bitte fair und sachlich bleiben und das eigentliche Ziel, also die Erhaltung der Menschenrechte nicht aus den Augen verlieren. Nur so haben wir die Chance, die schlimmen Schicksale Betroffener zu vermeiden.

    Erstaunlich, diese Preise. Mein Arzt sagte, bei lokaler Beräubung schreibt er eine Honorarrechnung i. H. v. € 180,00. Der Eingriff dauerte 1 Stunde, ein Vorgespräch, eine Voruntersuchung, eine Kontrolle danach und Verbandsmaterial zum Mitnehmen inklusive.

    Das war es !

    Wollen wir jetzt tatsächlich davon ausgehen das "das Beste" für unsere Kinder von Nachbarn und sozialem Umfeld bestimmt wird ?! Ich höre immer von Religionsanhänger das ihre Religion gut ist, tolerant ist und voller Liebe sei (Katholiken, Muslime, Juden). Gerade gegenüber anders Denkenden, Minderheiten und Randgruppen. Erlebt habe ich das allerdings nie. Das Gegenteil wird gelebt. Und da wollen sich Eltern als Opfer dieser Gemeinschaften darstellen und ihnen Genügigkeit zollen in dem sie die eine Geschlechtsteilampatation durchführen? Um Schaden von der Familie abzuwenden?
    Sind den Befürwortern der Beschneidung die Argumente ausgegangen??

    Ich wüsste aber in der Tat auch noch zwei Argumente für die Beschneidung; "Ötzi" war beschnitten, nur daher wurde er durch Gottes Gnade eingefroren und blieb erhalten. Welchen Gott man zu dieser Zeit anbetete ist aber leider nicht bekannt. Ötzi hat ihn also "überlebt".
    Der zweite Grund ist, dass demnächst das Ende der Menschheit erreicht sein soll. Einziges Mittel: Alle Männer müssen beschnitten werden!
    Geht es mit der Menschheit weiter, haben wir es den Beschnittenen zu verdanken. Ist trotzdem Ende, hat sich offensichtlich irgendjemand nicht beschneiden lassen. Glaubt tatsächlich jemand in der westlichen Welt so einen Scheiß!?

    Der alternative Gesetzesentwurf sieht also vor:

    "......er erlaubt den Eltern die Beschneidung seiner Söhne wenn sie denn 14 Jahre alt sind....."

    Die Eltern haben nicht das Recht eine Geschlechtsteilamputation an ihren Kindern durchführen zu lassen !!!
    Wollen wir das tatsächlich legalisieren?!

    Des weiteren heißt es:
    "Junxx sind den Mädels nun gleichgestellt"
    Seit wann darf man an seiner Tochter rumschnipseln wenn sie 14 Jahre alt ist ?!

    So ein Schwachsinn!!!!!!

    Kompromisse zu finden, eine gute Sache !

    Aber:
    Haben sich die religiösen Fundamentalisten bewegt ?

    Nein, nicht einen Zentimeter !!!!!

    Selbst der Gesetzesentwurf, der ihnen alle Rechte ihres Beschneidungswahns legalisieren soll, wurde nur als "akzeptabler Kompromiss" bezeichnet.

    Ein Kind hat z. Zt. die gleichen Menschenrechte wie ein Erwachsener auch. Wird die von den Eltern geforderte Vorhautamputation legalisiert so verliert das Kind sein Recht auf Körperliche Unversehrtheit. Der Schwächste der Gesellschaft wird also weiter geschwächt.

    Für mich nicht akzeptabel.

    Toller Kompromiss!!


    Ist es vor Körperlicher Gewalt geschützt,
    ist es den Mädels gleichgestellt,
    wählt es seine Religion tatsächlich selbst
    wenn es mit 14 Jahren beschnitten wird? Ein Großteil seiner empfindlichsten Geschlechtsteile passend zur Pubertät amputiert wird ?


    Was hat das Kind gewonnen?

    Papa und Mama kann es verklagen, wenn diese ihm auch nur ausversehen, als "Ausrutscher", eine Ohrfeige geben. Die Geschlechtsteilverstümmelung jedoch ist Straffrei. Bleibt für den Nachwuchs nur die Hoffnung als Mädel auf die Welt zu kommen, da ist ja auch schon ein kleiner Schnitt richtigerweise verboten.

    Es darf keine Kompromisse zu Lasten von Kindern für eine Religion geben !

    Interessante Diskussion !

    Von der rechtlichen Seite her habe ich meine (sehr starken) Bedenken, religiösen Ansprüchen auch nur die kleinsten Sonderrechte einzuräumen. Einmal angefangen, wird aus dem gegebenen Finger schnell die ganze Hand........und so lange kein unbeschnittener Jude oder Moslem, der seine Religion ausübt und dies unbeschnitten tut von seinem Gott mit einem Blitz oder ähnlichem bestraft wird, wird sich mir die Sinnhaftigkeit der Verstümmelung von Schutzbefohlenen nicht erschließen.

    Ja, es gibt sie trotzdem, die "glücklich- freiwillig Beschnittenen". Habe nie einen Hehl daraus gemacht, ich gehöre dazu. Ein Vorteil dieser Tatsache ist, das ich das "Vorher- Nachher" kenne. Darum halte ich ein Alter von eher 21 Jahren für diesen Eingriff für angemessener. Muß nicht für alle zutreffen, aber mein Empfinden hat sich um 180° gedreht. Hier besteht Aufklärungsbedarf, welche Folgen eine Zirkumsion hat.

    Die hier genannte Seite von Eurocirc ist eines der besten Beispiele, wie es nicht sein soll. Die Betreiber sind ausschließlich "pro Cut", je radikaler desto besser. Neutrale Aufklärung sucht man hier nicht nur vergeblich, den Junxx ist es auch scheißegal, das es Menschen gibt, die mit ihrer (unfreiwilligen) Beschneidung einen nicht unerheblichen Teil ihrer sexuellen Lust verloren haben.

    Liebe Maria Werner,
    lieber Descant,

    es bereitet mir viel Freude, der Austausch der Gedanken mit Euch !

    Aber keine Sorge, ich reduziere hier nicht alles auf einen möglichen religiösen Hintergrund; in diesem Fall hat aber die Autorin der Anfrage selbst ihren religiösen Hintergrund bzw. ihre religiöse Motivation genannt. Außerdem ist doch unzweifelhaft der Kampf für die eigentlich selbstverständliche Unversehrtheit von Kindern ein Kräftemessen zwischen Religion und Rechtsstaat. Sollte ich hier falsch liegen, so lasse ich mich gern informieren !

    In der Tat habe ich das Profil für eine Mutter auf ein Minimum reduziert, diese Vereinfachung sollte aber nur dem Thema dienen.
    Ansonsten akzeptiere ich Deine interessante Darstellung als Erweiterung meines Wissens. Logisch, ein jeder kann sich vermutlich nicht davon freisprechen, in der Vergangenheit zum Wohle seines Kindes Entscheidungen getroffen zu haben, die später nochmals er so nicht treffen würde. Dies meinte ich aber nicht. Ich meinte elementare Dinge wie z. B. körperliche Veränderungen, hier sollte man doch davon ausgehen können, das diese, auch wenn sie von der Religion legitimiert werden, in der Abwägung das Kindeswohl an erster Stelle sehen und die Handlung dem entsprechend ist.

    Entschuldigung, könntest Du mir jetzt mal bitte ganz genau erklären, WO die religiösen Motivationen der oben genannten perversen "Mütter" (würde hier lieber ein anderes Wort benutzen) zu finden sind?? Bitte langsam, deutlich und blondinentauglich.


    Liebe Maria Werner,

    mit dem Gebrauch des Wortes "pervers" bin ich sehr vorsichtig geworden. Im Gegensatz zu Deinem Zitat habe ich es in meinem Statement nicht benutzt.
    Um Dir eine Antwort zu geben und meine Aussage zu erläutern:
    Ich halte jede körperliche Züchtigung an Kindern für unnötig. (Hier lasse ich mal die juristischen und menschlichen Aspekte außen vor).
    Grob betrachtet haben wir immer wieder die ähnliche Frage: Was wiegt mehr, die Vorgabe der Religion oder die Einsicht, das Kind nicht zu züchtigen? Im Namen der Religion wurden aber über viele Jahrhunderte Verbrechen an Schutzbefohlenen ( und nicht nur diesen !) begangen.
    Daher unterscheidet sich für mich eine Frau von einer Mutter dadurch, das die Mutter die Belange und das Wohl des Kindes immer zuerst sieht und nicht die Belange ihrer Religion. Gerade weil die Kirchen immer wieder versuchen ihre Gesetze über unsere demokratischen Menschenrechte zu setzen darf es keine Legitimation hierzu per Gesetz geben ! (z. B. Thema Zwangsamputation der Vorhaut bei Kindern).

    Ob die Ausgangsgeschichte ein Fake ist oder nicht, das kann ich hier nicht beurteilen. Grundsätzlich vermute ich das aber. Schaue ich dennoch über den Tellerrand des Beitrags hinnaus, so entdecke ich einige Faktoren, die i. d. R. singulär aufteten, aber oft zu bemerken sind:
    - Nachfrage im Internet, anonym, weil man sich in seinem sozialen Umfeld nicht traut
    - blinder Gehorsam religiöser Schriften
    - Problemfeld Sexualität der Kinder
    Wir leben im Jahr 2012, bald erreichen wir 2013. Eigentlich sollten diese Themen daher mit der nötigen Weitsicht angegangen werden können. Ist aber nicht der Fall. Was für Folgen treten ein, wenn also die Religion mit ihren z. T. Jahrtausenden alten Ansichten diese p. Gesetz legitimiert durchsetzen darf ?! Dann wird jede Messerschwingende Frau zur Mutter, die ja nur das Beste für ihre Söhne getan hat.
    Eine einigermaßen intelligente, gebildete Frau denkt also über ihre Religion nach und erkennt, das ihre Kinder nicht gepeinigt werden dürfen. Das macht sie dann (u. a.) zur Mutter.
    Vom Prinzip her gilt dies natürlich auch für Männer.

    Hoffe nun, liebe Maria Werner, Deine Anfrage verständlich beantwortet zu haben. Eigentlich war ich über Deine Nachricht erstaunt.

    Diese Ansichten und Anfragen zeigen, wie wichtig es ist, die Religionen in ihre Schranken zu weisen und sie eben nicht über die Menschenrechte zu stellen. "Mütter", die der Meinung sind, ihre religiösen Ansichten müßten sie durch körperliche Verstümmelung an ihren Söhnen durchsetzen, sind keine Mütter. Gilt für Väter ebenso. Die Lösung sehe ich nur in einer Aufklärung ohne erhobenen Zeigefinger, denn es ist offensichtlich, das diese Mütter mit dem Thema Sexualität überfordert sind.