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Es ist mir ganz ganz wichtig, dass ihr bitte nicht denkt, na die Alte steht unter der Fuchtel des Moslems und das arme Kind bekommt alles mit
Auf den Gedanken wäre ich nun gar nicht bekommen.
Und, nur mal so: Dass Mama und Papa auch ganz unterschiedliche Auffassungen haben, schadet Kindern eigentlich nicht, solange es in einigen anderen grundsätzlichen Lebens- und Erziehungsfragen einen Konsens gibt.
Dass ihr den Jungen aus dem konkreten Thema jetzt raushaltet, macht ihr genau richtig: Er wäre in seinem Alter völlig überfordert und könnte noch überhaupt nicht überblicken, um was es eigentlich geht.
Die Frage der Beschneidung wird wohl auch nicht die letzte in eurer (interkulturellen) Elternschaft sein, in der ihr konträre Ansichten habt und euch länger miteinander bemühen müsst.
Je älter sie werden, desto besser können sie damit umgehen oder sogar davon profitieren (und damit meine ich jetzt nicht in der Form, dass sie die Eltern gegeneinander ausspielen), weil sie unmittelbar erleben, dass man das Leben ganz verschieden erfolgreich bewältigen kann. Unsere Jungs sind jetzt fast 16, unsere Tochter 14 und haben sich trotz ihrer sehr verschieden geprägten und meist uneinigen Eltern bis jetzt prima entwickelt.
Auch wenns für das (Eltern-) Paar oft anstrengend ist: Es ist eine Riesenchance, aus zwei Kulturen das Beste rauszuholen.
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Derzeitig ist das Thema Beschneidung seit einigen Monaten auf Eis, ich
möchte mich aber vorbereiten seine Einstellung zu ändern bzw. zu
überdenken, daher auch meine Anmeldung hier.
Das klingt gar nicht so schlecht.
Dass die Frage "auf Eis" liegt, kann bedeuten, dass dein Mann bereits begonnen hat, einen gewissen Abstand zu dem Thema zu entwickeln.
Und mit dieser Distanz wird es dann leichter sein, seine Ansichten zur Sachlage und auch seine Gefühle neu zu sortieren.
Euer Sohn ist ja jetzt in einem Alter, in dem im muslimischen Umfeld wohl recht viele Beschneidungen stattfinden und dein Mann ständig mit dieser Frage konfrontiert wird. Aber das ebbt ja auch mal wieder ab.