@ Pizarro
Doch, so was gibts.
Mein Mann ist auch Arzt muslimischen Herkunft und würde nie ein gesundes Kind an den Genitalien operieren, allein von der ärztlichen Ethik her.
Aber zugegebenermaßen ist diese Kombination sehr selten.
Beiträge von susanna
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Über 200 km, ist leider zu weit für mich.
Super, dass du hingehst.
Du wirst wohl einer der wenigen sein, die gegen "...und keiner weiß Bescheid" dort etwas unternehmen kann, der Vortragende eher nicht! -
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Die Veranstaltungsbeschreibung weist deutlich in Richtung Propaganda pro Zwangsbeschneidung.
Außerdem geht es schon im Titel um die "Argumentationslinien" des Gesetzes (auf die hier dann wohl eingeschworen werden soll).
Zu den Kindern in der Schule kommt der Geistliche, die Erwachsenen werden durch eine etwas illustrere personelle Besetzung beschallt... -
Warum nicht?
Wenn schon chirurgische Genitalveredelung auf Elternwunsch, dann für alle, da sollten Mädchen nicht benachteiligt werden.
"Make her look like Mommy!" -
Tatsache ist doch: Niemand muss oder kann die tatsächliche Motivation der Eltern zur VA ihrer Söhne ergründen. Sie brauchen als Begründung nur Gesundheit angeben, das wars. Ich unterstelle dabei keinen Eltern Willkür oder Gedankenlosigkeit. Elternliebe kann eben die eigenartigsten Formen annehmen...
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Hier wird noch einmal deutlich, dass es bei der konkreten Motivation der Beteiligten oft nicht um religiöse Gefühle, sondern um die Erfüllung einer sozialen Norm, eines bestimmten Schönheitsideals geht, genau wie bei der weiblichen Beschneidung. Nur unter psychosozialen Aspekten betrachtet ist es für Kinder in homogenen Gesellschaften, wo die anderen Mitglieder des eigenen Geschlechts nicht intakt sind, tatsächlich besser, ebenfalls nicht mehr intakt zu sein, bis hin zur Infibulation.
Wenn die Gesellschaften, in denen weibliche Beschneidung praktiziert wird, erst einmal über ein passendes Forschungsbudget verfügen, werden sich garantiert auch irgendwelche gesundheitlichen Vorteile finden lassen, als Frau keine Schamlippen mehr zu haben. Und wenn es dann nur noch nach den Regeln der "ärztlichen Kunst" durchgeführt wird und an möglichst jungen Mädchen wegen der besseren Wundheilung ... -
Die öffentliche Forderung nach Legalisierung vergleichbarer Eingriffe an Mädchen ist in einer Gesellschaft, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter entschieden hat, nur konsequent. Ich hoffe, dass sie hier in Deutschland auch bald gestellt wird. Gegen reduktive Genitalchirurgie bei Mädchen gibt es ja eine intensive intuitive Abwehrhaltung, die dann hoffentlich auf die VA der Jungen abfärbt und den Menschen klar macht, dass es sich in erster Linie einfach um schutzbedürftige Kinder handelt.
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Ich habe keinen Zweifel daran, dass auf der konkreten und spirituellen Ebene fundamentale Unterschiede zwischen Taufe und Brit Mila bestehen.
Aber höchstwahrscheinlich hätte sich der politische Druck auf die muslimischen und jüdischen Glaubensgemeinschaften enorm erhöht, hätte sich die christliche Kirche zu einem Aufschub der Taufe entschlossen oder zumindest intensiv darüber nachgedacht - egal wie absurd dieser Vergleich auch ist!
Mich hat der reflexhafte, ängstliche Blick auf den Erhalt der eigenen Tradition, auch bei vielen Vertretern der Protestanten, zutiefst befremdet und abgestoßen. Die EKD hat sich damit ironischerweise genau dorthin katapultiert, wo sie eigentlich mit ihrer harmlosen Taufe und ihrer insgesamt reflektierten Glaubenspraxis nicht hingehört: An die Seite der orthodoxen, ja fundamentalistischen Vertreter der Muslime und Juden (ich weiß, es gibt auch unter ihnen sehr sehr viele, die religiös anders denken und empfinden...).
Mein Mann wurde übrigens zusätzlich auch getauft, eine in seinem Geburtsland unter Muslimen durchaus verbreitete Praxis, nach dem Motto: Viel hilft viel. Es gilt dort als Schutzritual. Aber das nur am Rande.
@ guy
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Menschen ihr Leben lang immer mit einem Bein in der Sandkiste stecken bleiben. Mich erinnert das an den Weltfrauentag, wo neben diversen anderen Themen natürlich auch FGC (FGM) und Frauengesundheit generell auf dem Programm steht. Einige Vertreter der afrikanischen Frauen konterten dann mit dem Statement: "Wir beschneiden unsere Frauen nur, während ihr sie regelrecht ausweidet!" Weil dort auch das Problem der vielen medizinisch unnötigen Hysterektomien (Entfernung der Gebärmutter) in den Industrienationen zur Sprache kam. -
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Zitat
Hier war die Angst größer, dass ein Verbot der Beschneidung auch das
Risiko bergen würde, dass dies indirekt zu einer teilweisen Entmachtung
der christlichen Kirchen führen könnte.Das war ja leider auch der Grundtenor der meisten öffentlichen Stellungnahmen. Dabei wäre das doch eine super Gelegenheit gewesen, in echter protestantischer Tradition auch die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und z. B. über das Verschieben der Taufe auf das Jugendalter nachzudenken. Aber nichts war.
Wo die Solidarität mit den Schwächsten nicht Vorrang hat, hat sich eine christliche Grundhaltung ohnehin erledigt. -
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Du hast dich als erwachsener Mann selbstverantwortlich zu einer Beschneidung entschlossen.
Wir möchten einfach, dass möglichst alle Jungs diese Möglichkeit bekommen, als mündiger Mann frei über ihre intimste Körperregion entscheiden zu können. -
Ich bin mal gespannt, wann es in Kindergärten dann die ersten Kinderarztkoffer mit Beschneidungsbesteck gibt - damit schon unsere Jüngsten sich spielerisch daran gewöhnen, dass es völlig normal ist, Babys und Kindern was von den Genitalien abzuschneiden und sie so fürsorglich vom evolutionären Ballast zwischen den Beinen zu befreien...
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Ich fand am besten:
"Ein kleiner Schnitt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit: Sianchez Nzila bei der Operation."
Dümmer gehts nimmer.
Das Abo war ein Weihnachtsgeschenk, ich habe es gestern abbestellt. -
Die abstruse Manipulation der Kinder klang ja schon in vielen anderen Veröffentlichung an.
Außerdem wird hier wieder die Kritik am Zwangsbeschneidungsritual mit den antisemitischen Übergriffen arabischstämmiger Jugendlicher legiert.
Auch,dass es der Mehrheit der Zwangsbeschneidungsgegner nicht um eine sofortige Strafverfolgung ging, sondern um eine ausführliche, mehrjährige Debatte mit allen Betroffenen, und dass unterschiedliche rechtliche Möglichkeiten existieren, eine strafbare Körperverletzung vorübergehend straffrei zu stellen, kommt hier nicht vor.Und leider schließt der Beitrag mit einer Auslobigung des neuen Gesetzes mit der altbekannten Figur, dass Veränderungen nur von "innen" heraus kommen könnten, etwas böse formuliert: Andersgläubigen geht das Schicksal von Kindern jüdischer und muslimischer Eltern nichts an.
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Zitat
Gerade viele Beschnittene brauchen eine Trockenreibung, um genügend Stimulation für einen Orgasmus zu erreichen.

Und nicht umsonst gibt es in manchen Gegenden Afrikas auf den Märkten ein breites Angebot an Trockensalzen und Schwämmchen für Frauen zum Einführen in die Scheide.
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Hatte ich gelesen - das war dann auch die letzte Kolumne, die ich mir von ihm zu Gemüte geführt hatte. Dabei hat er manchmal echt witzige Sachen rausgebracht.
In einem anderen Beitrag hat er sich auch einmal über eine eventuelle Helmpflicht für Radfahrer (in der Reihe mit dem Rauchverbot in der Öffentlichkeit) mokiert. Als Mutter und Freundin einer Mutter, deren Kind nur dank Helm einen schweren, selbst unverschuldeten Radunfall mit wochenlangem Koma überlebt hat, finde ich so etwas nicht so lustig. -
@ Benni
Dein Statement wär auf der Amazon Rezensionsliste auch gut aufgehoben.