Es gibt schon einiges, was mir bekannt vorkommt, von dem was ich oben aufgelistet habe.
Mein persönliches Ergebnis? Ich kenne ja den Vergleich nicht, da ich schon als Baby beschnitten wurde, aber wenn ich mich beim Verkehr wenig bewege, dann spüre ich auch wenig und wenn meine Frau es einfach geniessen will, mich zu spüren, langsam wie auf einer Woge getragen zu werden, dann fällt mir das manchmal nicht leicht (um es nett zu formulieren) dabei zu bleiben, einfach zu Sein und nicht was zu machen. Ich bin, um was zu spüren, darauf angewiesen mich zu bewegen. Manchmal hat das zur Folge, dass ich recht früh ejakuliere. An anderen Tagen beanspruche ich die Schleimhaut meiner Partnerin so, dass sie mir hinterher sagt, sie sei wund und wolle deshalb nicht noch einmal.
Mein Bauchgefühl ist: es ist ein schmaler Grad auf dem ich mich bewege, und ohne Beschneidung wäre es viel einfacher einfach zu Sein, nichts zu tun und das dann zu geniessen, so dieses gemeinsame getragen sein. Das fehlt mir sehr.
Und dass ein intakter Penis die Scheidenflüssigkeit auch mehr in der Scheide zurückbehält, kann sich mein Bauchgefühl auch gut vorstellen, so aus meiner Erfahrung heraus.
Aber es gibt darüberhinaus auch noch das psychische Trauma (oder Schock, wie die Prä- und Perinatal-Psychologen sagen), da ich schon wenige Tage nach meiner Geburt beschnitten wurde, ohne Narkose, und es passieren kann, dass mein Schockmuster zu schwingen anfängt, wenn ich durch eine Berührung daran erinnert werde. So mag ich es überhaupt nicht, wenn meine Frau meinen Penis in die Hand nimmt um ihn sich einzuführen (das mache ich viel lieber selber). Als mir das noch nicht bewusst war (dass ich traumatisiert bin) und z.B. meine erste Erfahrungen mit Petting gemacht habe, da kamen in mir manchmal Gefühle hoch, der Partnerin einfach mal eine mit der Faust mitten ins Gesicht zu schlagen. Ich habe diese Gefühle dann einfach zur Seite geschoben, aber ich bin mir sicher, dass meine Partnerinnen davon schon was gespürt haben, ohne es zu verstehen. Meist war ich anschließend auch mürrisch und unererreichbar für Zärtlichkeiten.
Ich habe mit dem älter werden gelernt, damit umzugehen, und dann mit meiner Frau zusammen habe ich das Thema bearbeitet. Und jetzt kann ich wirklich mit dem ganzen Herzen dabei sein, mich auf Zärtlichkeiten einlassen. Aber trotzdem fehlt mir meine Vorhaut. Und das bestimmt mein Verhalten beim Verkehr, mal mehr, mal weniger. Aber einfach zu sein und gemeinsam ein gemeinsames Tempo mit meiner Frau zu erforschen, das ist sehr schwer.