Aus dem Grundsatzpapier des GWI (Stand:2007)
"Herausforderung wird dabei u.a. sein, die Grenzen religiöser-kultureller Freiheit auszuloten und in eine Beziehung zu den Persönlichkeitsrechten des Individuums zu setzen. Verhütungsverbot, Verhüllungszwang, männliche Verteidigung
von Familienehre, Zwangsheirat, genitale Verstümmelungen und Beschneidungen markieren eindeutig religiöse und kulturelle Grenzen, die die Persönlichkeitsrechte von Frauen und Männern verletzen."
http://www.gwi-boell.de/downloads/Grun…ber2007.pdf.pdf
Tagung des GWI im November 2011:
"Gendersensible Deutung der Penisbeschneidung
Workshop mit Volker Handke - Geschlechterforscher, Berlin
Die genitale Beschneidung von männlichen Säuglingen und Kindern ist eine im islamischen, jüdischen und angloamerikanischen Raum weit verbreitete und überwiegend anerkannte Körperpraxis. Während die Manipulation der weiblichen Genitalien als genitale Verstümmelung skandalisiert ist, wird die Entfernung der männlichen Vorhaut als Hygienemaßnahme bagatellisiert oder als Aids-Prophylaxe sogar gefordert. Auf dem Workshop sollen unterschiedliche gesellschaftliche Kontexte der männlichen Beschneidungspraxis aufgezeigt sowie ihr Beitrag zur Herstellung und Vereindeutlichung des sozialen Geschlechts erörtert werden. Diskutiert werden soll die These, dass es sich auch bei der männlichen Beschneidung um eine genitale Verstümmelung handelt, die dazu dient, die soziale Konstruktion der Geschlechterordnung physisch irreversibel zu manifestieren und die Ausdruck anthropogenen Gestaltungswillens von Natur ist."
Männerleiber - Körperlichkeit zwischen Sein und Tun - Männerpolitiken - Gunda-Werner-Institut
Sieht doch nicht so schlecht aus...