Beiträge von werner

    Teichtal sagt, er habe von nichts gewußt. Er habe Fleischmann angewiesen nach den Regeln der ärztlichen Kunst und unter Beachtung der deutschen Gesetze zu agieren.

    "...einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll."

    Und der Fleischmann sitzt in Israel. ?(

    Zitat

    "Although the struggle is described by others in the European Jewish community as one between themselves and Chabad, Margolin and his associates in Brussels say that the organizations they head are not Chabad institutions, though they are proud Lubavitchers themselves.

    Business Profiles and Company Information | ZoomInfo.com

    «Jüdische Zeitung» :: Brüssel ist fest in orthodoxer Hand

    Zitat

    "Among other timely and important topics, the Council discussed the issue of bris milah in Germany, which was stirred up once again after a blogger decided to open a case in court against Berlin’s Rav Yehuda Teichtal, shlita, who recently made a bris for his newborn son in Berlin. The rabbis of the Council made a formal declaration stating that under no circumstances may the governments of any country become involved in the mitzvah of bris milah, and they instructed the leaders of the Rabbinical Centre of Europe to discuss this matter with the governments of each country."

    RCE Rabbinical Centre of Europe - The Rabbis of Europe: “Stop Whitewashing Incidents of Child Molestation”

    Den Preis, den Angela Merkel erhält, wird übrigens nicht vom RCE, sondern vom "Konkurrenzverband" CER verliehen.

    "Da es sich bei der Beschneidung, ..., um die Beschneidung eines
    männlichen Säuglings durch einen dafür ausgebildeten Rabbiner handelt,
    ist die von den personensorgeberechtigten Eltern erteilte Einwilligung
    rechtmäßig, so dass ein strafbares Verhalten der beteiligten Personen
    nicht vorliegt." (Staatsanwaltschaft Oldenburg)
    Die StA Oldenburg geht also davon aus, dass ein Rabbiner dadurch dass er Rabbiner ist, von Haus aus für Beschneidungen gem. § 1631d BGB ausgebildet ist. Interessant!

    Bei dem Beschneider handelt es sich um einen zur Berliner jüdischen Gemeinde gehörenden Mohel, der in der Tat eine entsprechende israelische Ausbildung hat und seit 17 Jahren beschneidet. Die Eltern des Säuglings sind beide (liberale) Rabbiner in Oldenburg. Der Vater ist Konvertit. Die Beschneidung findet in einem Saal statt, der als Synagoge dient. Vielleicht 20 Gäste sind anwesend. Die Mutter sagt: "Der Schmerz wird ihm nicht in Erinnerung bleiben." Darauf die Kommentatorin salopp: "Na hoffentlich!". Später sagt die Mutter: "Wir müssen es einfach durchstehen. Ich vertraue dem Rabbiner Jaacobov." Vor der Beschneidung sagt der Rabbiner in ernstem Tonfall zu dem Säugling: "Wenn Du weinst, wirst Du beschnitten. Wenn Du lieber nicht weinst, wirst Du auch beschnitten. Also besser nicht weinen." Der Mohel trägt einen Arztkittel, er zieht den " Magen" aus einer Hülle und desinfiziert sich die Hände. Ob der Säugling betäubt wurde, ist nicht ersichtlich. Nach der Beschneidung sagt die Mutter: "Man hat gesehen, dass er geschrieen hat. Das tat dem Herzen der Mutter ein bisschen weh." Von der Beschneidung selbst wird nur eine Sekunde gezeigt.

    Der oben gepostete Link zeigt nur eine Zusammenfassung der gesamten Sendung von Bärbel Schäfer, in der die Beschneidung nur ein Teil ist.

    Bisher war ich davon ausgegangen, dass es gerade in Österreich auch noch andere Ansatzpunkte zur Bekämpfung von Anti- Islamismus gibt. Seitdem ich sehe, dass dies offensichtlich nicht der Fall ist, ist meine Achtung vor der Integrationsfähigkeir dieses Landes ins Unermessliche gewachsen.

    Ich denke, der Nachsatz des Jugendlichen, dass „Deutschland nach dem Holocaust nie wieder kleine beschnittene jüdische Jungs in die Flammen der Krematorien werfen“ werde, dürfte möglicherweise für Herrn Putzke ausschlaggebend gewesen sein, ohne mir anmaßen zu wollen, seine Sichtweise und Beweggründe zu interpretieren.

    Jedenfalls wird für mich eher ein Putzke-Schuh draus, wenn man die Äusserungen des Jugendlichen als eine Variante des Antisemitusmusvorwurfs betrachtet.

    Die ethische Kritik, dass man dafür doch nicht einen "dummen Jungen" quasi "funktionalisieren" dürfe, prallt meiner Ansicht nicht nur an dem Umstand ab, dass dieser Jugendliche nur eine geringe Strafe zu erwarten hat, dass er alt genug ist, um seine Äusserung als Beleidigungstatbestand zu erkennen und dies von ihm auch so gewollt war, und dass er offensichtlich über die historischen Hintergründe bestens informiert war (kein Wunder in einer jüdischen Familie).

    Aus meiner Sicht wichtiger ist die Frage, ob man den Rechtsstaat gegen das "Tabu", jüdisches Leben zu kritisieren, "zu Hilfe rufen" darf. Diese Frage möchte m.E. Putzke juristisch geklärt haben. Mit diesem "hartherzigen" (Graumann), "rechtspositivistischen" (Prantl) und "vulgärrationalistischen" (Gauck) Vorgehen will sich Putzke der Frage annähern, ob der Holocaust die Beschneidung rechtfertigen kann. Der Verzicht auf die Anklage hätte genau dies implizit ausgesagt.

    Übrigens ist der Münchner "Promi-Anwalt" Steffen Ufer ein Spezialist in der Funktionalisierung der Öffentlichkeit für die Verteidigung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Putzke sich davon beeindrucken lässt, und keine Mittel weiss, dies auch vor Gericht zu verhindern. Die Wahl Ufers lässt eher darauf schliessen, dass man sich der eigenen "rechtspositivistischen" Schwäche bewusst ist.
    Im Ergebnis könnte ich mir gut vorstellen, dass Putzke letztlich dann "nachgibt" und eine Entschuldigung des Jungen akzeptiert. Vorher müssen jedoch noch einige Dinge geklärt werden.

    Eine unter Umständen ausdauernde Hospitalisierung des Neugeborenen in einer Zeit, in der es eigentlich die zuverlässige und ungestörte Nähe seiner Eltern braucht.

    Die Bedeutung, die die Säuglingsbeschneidung für den Bruch des "Bondings" zwischen Säugling und Eltern (insbesondere der Mutter) hat, wurde ja vor allem von Psychotherapeuten immer wieder betont. Dieser Bruch ist besonders hier fatal, weil er religiös/kulturell legitimiert wird, und nicht als eine mögliche tragische Folge einer Erkrankung in einzelnen Fällen betrachtet wird, in deren Folge man alles tut, um dieses Trauma zu kompensieren. Im Gegenteil: man gibt es weiter mit der Begründung, die "Kompensation" bestünde im Bund mit Gott und in der Eingliederung in die Gemeinschaft. Auf die Idee, dass dies auch ohne lebenslange Verstümmelung erfolgen könnte, sind noch nicht alle gekommen.
    Die einschlägigen Wissenschaftler können gar nicht umhin, Kinderbeschneidung als ein zutiefst patriarchalisches Ritual zu erkennen, und über die damit verbundenen Unterdrückungsmechanismen, die weit über die Beschneidung hinausgehen, sind wir ja heutzutage ziemlich gut informiert.

    Danke Werner, ich verstehe schon, was du meinst. Die Argumentationskette der Pro-Beschneider ist mir klar. Nur halte ich sie aus unserer Sicht eben für ein argumentatives Minenfeld in Diskussionen.

    Ich denke, Josc, wir sind uns in der Komdomkampagnenfrage völlig einig.

    Ich hätte aber auch keine Bedenken, das "Minenfeld" zu betreten, weil wir belegen können, dass es z.B. (!) keine Kausalkette zwischen Beschneidung und HIV- Ansteckung gibt, sondern nur eine statistische Signifikanz auf der Ebene: "Im Sommer bringen in Schweden die Störche die Kinder".

    Ausserdem müsste man dann ja doch auch die gegenwärtig in Amerika laufende Pressekampagne zu dieser Vorhautflorastudie ignorieren. Das würde ich entschieden ablehnen.

    "My son is in NICU due to a couple of issues during delivery. Two days ago he was circumcised with a Plastibell. (not by my choice) It became swollen, black and blue, and was bleeding badly. (the doctor claims it was a busted blood vessel under the Plastibell) The doctor had to cut out the Plastibell, put a few stitches in and cauterize to stop the bleeding. It is extremely painful and looks absolutely horrible."

    My newborn son's circumcision went horribly wrong! What steps do i take next? can anything even be done? - Avvo.com

    "As a psychotherapist: circumcision (male or female) is a trauma that registers in the infant’s mind (wordless if the infant has not acquired language yet) as well as its body and will have some effect that is unique to the individual, varying from undiscernible to very severe. Unfortunately, parents and communities tend to under-report or hide the effects of circumcision. They are much more than most people believe."

    "Ruth Barnett was a refugee from Nazi Germany on the Kindertransport in 1939. Marriage and raising three children plus 19 years as a secondary teacher restored her self-confidence and trust in humanity enabling her to train as a psychotherapist at the LCP and Lincoln Institute and supervision at the WPF."

    Symbolic Dedication instead of Circumcision | Was ist der Streit-Wert?

    […]

    Genau das frage ich mich auch.

    Der Ausdruck "Vorhautschwanz" ist übrigens ein pornographischer "Fachbegriff" aus der Schwulenszene. Was will ich also sagen, wenn ich "dreckiges Vorhautschwänzchen" sage? Richtig: dreckig, mickrig, schwul. Nun ist "schwul" im Prinzip keine Beleidigung, wird von pubertierenden Jugendlichen aber in der Regel als Beleidigung gemeint.

    Ich kenne Holm Putzke als einen Mann, der sehr genau weiss, was er tut und warum er es tut. Er hat mit Sicherheit unzählige Schreiben mit unflätigen Inhalten bekommen, und es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass er ausgerechnet hier aktiv geworden ist. Ihm Rachegefühle, Humorlosigkeit oder gar Unverständnis gegenüber blöd herumlabernden Jugendlichen zu unterstellen, geht m.E. völlig an der Sache vorbei. Mit solchen Schubladen tun wir uns keinen Gefallen.

    Ich wohne zwar auch nicht in Putzkes Oberstübchen, denke aber mal, dass wir noch erfahren werden, was hier abläuft. Auf alle Fälle sind wir hier und im Fall der Metzitzah B' Peh in Berlin Zeitzeugen des auf die Alltagsebene heruntergebrochenen "Kulturkampfes". Das Tabu "Praeter constitutionem", das durch das Kölner Urteil gebrochen wurde, lässt sich nicht wieder herstellen. Jedenfalls nicht, solange Holm Putzke unter uns wandelt. ;)

    "ABSOLUT UNGLAUBLICH - Per Email erhalten, zusammen mit einem Ersuchen um Beistand sowie fachlich kompetente Juristische Unterstützung:

    ..Heute Morgen, standen 3 Staatsschutz Kriminal Polizisten, vor unserer Haustüre mit einem Durchsuchungsbefehl mit Beweismittelsicherung. Antragssteller war der Bekannte Antisemit Holm Putzke welcher sich durch ein Mail meines 14 jährigen Sohnes beleidigt fühlte.

    Ermittlungen gegen einen Jüdischen Jungen und Gemeindemitglied der Israelitischen Kultusgemeinde in München wegen Beleidigung genehmigt durch einen Münchner Amtsrichter......"

    Wenn jemand meint hier helfen zu können, bitte email an [email protected] schicken!"

    "Der Junge Mann wurde am 11.1.98 geboren. Und tatsächlich gab es ohne vorherige Anhörung die Anordnung die Whg. zu dursuchen. Begründet mit §§102, 105 Abs 1, 162 Abs 1 StPO - gemäß §§ 33 Abs 4 StPO. Auf dem Protokoll der Durchsuchung steht unter Vorwurf nur: "Beleidigung gem. §185 Stgb".

    ]Mit anderen Worten: Da hat sich ein jüdischer Jugendlicher fürchterlich über den netten Herrn Putzke aufgeregt, schreibt ihm einen - wie zu vermuten ist - recht beleidigenden Brief (liegt mir leider noch nicht vor) und wird daraufhin angezeigt, wie wahrscheinlich einige Dutzend anderer Leute, die - wie zu vermuten ist - die ebenfalls ähnliche Briefe an Herrn Putzke geschrieben haben. Dann nimmt dies ein vielleicht befreundeter - oder auch nicht - Jugendrichter zum Anlaß einen solchen Durchsungsbefehl zu erlassen und schickt das Kriminalfachdezernat 4 München, vertreten durch mindestens einen Kriminalhauptkommissar und 2 weitere Herren los, um Haus und Hof zu durchsuchen und dann den Laptop des Jungen samt Ladekabel zu beschlagnahmen. Und dann sag mir noch mal einer, daß die Welt hier in Deutschland noch richtig tickt...."

    "Sacha Stawski

    Info für alle: Ich stehe in eingem Kontakt mit der Familie. Mir liegen mittlerweile alle fehlenden Informationen vor, aber wie ich verstehen werdet, kann ich diese NOCH nicht veröffentlichen. Der Skandal ist noch wesentlich größer, als das was ich bisher veröffentlicht habe. Ich werde Euch auf dem laufenden halten. Zum jetzigen Zeitpunkt suchen wir nur noch nach weiteren Kontakten zu guten Strafrechtlern. Falls Ihr dazu konkrete Empfehlungen habt, bzw. einen Kontakt herstellen könnte, bitte email an [email protected] schicken. (Bitte per Email und nicht per FB! Danke.)"


    [color=#333333][align=left]http://www.facebook.com/sstawski/posts/10151240824038932

    Sacha Stawski – Jewiki

    Honestly_Concerned

    Ich kann da die Waffenschärfe der Studien nicht erkennen.

    Dann ist mein Versuch, dies deutlich zu machen, anscheinend gescheitert. :S

    Mit dem "Argument", dass Kondomkampagnen ihre Grenzen haben, kann man viele Leute erreichen, weil das ihrer Lebenserfahrung entspricht. Dann taucht automatisch die Frage auf, was man mit den Kondomverweigerern anstellen soll, und - schwupss - ist man bei der Beschneidung.

    Für die Bakterienfachleute.

    http://www.retroconference.org/2013b/PDFs/344.pdf

    Nun, ich habe manchmal das Gefühl und erst kürzlich in einer Diskussion wieder erlebt, dass sich Beschneidungsgegner zu oft in Grabenkämpfe auf dem Gefechstfeld der medizinischer Studien verstricken.

    Leider ist dies unumgänglich, weil, wie ich gerade versucht habe, deutlich machen, medizinische Studien als politische Waffe eingesetzt werden. Wäre das nicht der Fall, könnte man sich den ganzen Kram in der Tat sparen.

    Ich bin aber der Meinung, dass die Ergebnisse, egal in welche Richtung sie ausschlagen, keine wirkliche Relevanz in Bezug auf die Bewertung der Genitalbeschneidung haben.

    Sie haben eine politische Relevanz und das ist hier entscheidend! Obwohl es im Körper nur so von Bakterien wimmelt, geltend diese im Volksglauben generell als widerlich. Was die Pressemeldungen suggerieren, ist: unbeschnittene Männer haben ekelhafte Bakterien unter der Vorhaut und dringen damit in die Frau ein. Igittigitt! Ein unbeschnittener Mann ist sozusagen ein wandelnder Infektionsherd. Darüber hinaus überträgt er womöglich noch HIV (was die Studie nicht behauptet).

    Es braucht jetzt einen ausgewiesenen Biologen, der die untersuchten Bakterien unter die Lupe nimmt. Ich bin überzeugt, dass daran schon gearbeitet wird.

    Ausserdem ist ja nicht auszuschliessen, dass dieser Schuss noch mal nach hinten losgeht: sollte sich tatsächlich herausstellen, dass es eine viel bessere und viel weniger invasive Methode gibt, um die Bakterien zu reduzieren bzw. diese gar nicht verantwortlich sind für die HIV-Übertragung, bricht die Argumentation der Beschneidungsbefürworter in sich zusammen.