Beiträge von werner

    Interessante Diskussion. Danke für den Hinweis.

    Als Quintessenz wird zum Schluss die Diskussion auf ein altbekanntes Problem eingedampft.

    "Da bleibt -und hier final- wohl nur einmal mehr die Frage, wie es denn mit der Deutungshoheit über den Antisemitismusbegriff bestellt ist. Oder anders herum: wenn es "das Jüdische" als Identität nicht(mehr) gibt, kann es dann überhaupt noch Antisemitismus geben? Bleibt im Grunde dann nur der durchaus legitime Antizionismus? Kann letzterer sich nun nicht mehr hinter Antisemitismus verstecken?"

    Das Olfaktorische ist vielleicht ein kultureller ( Weguer et.al.), aber offensichtlich kein Evolutionsvorteil, sonst hätte sich die Natur/Gott frühzeitig an Procter&Gamble gewandt. Das Gerede von der vorausschauenden Weisheit der Naturschöpfer, die rechtzeitig den bei der Schöpfung entstandenen olfaktorischen "Fehler" entdeckt haben und deshalb den Befehl zu Beschneidung "nachgeschoben" haben, ist nur Quatsch.

    Um zum Ausgangspunkts des Threads zurückzukehren, sei noch der Hinweis erlaubt, dass die teilnehmenden Forscher sich im Gegensatz zur Öffentlichkeit durchaus der Doppelbödigkeit des antibakteriellen Kampfes bewusst sind. Während die Öffentlichkeit (vor allem die weibliche in den USA) bedenkenlos jede antibakterielle Kampfmassnahme unterschreibt, weisen die Forscher auf den Unterschied zwischen "guten" und "schlechten" Bakterien hin und warnen - wie bei der Diskussion über "flächendeckende" Antibiotikabomben - auf die Gefahr hin, dass bei einem Generalangriff auf die Penisbakterien auch die "guten" Bakterien mitvernichtet werden könnten.

    "Dr. Cindy Liu, a co-lead author on the current study, suggests that it's not enough to just cut and run. "Eliminating harmful bacteria may be only half of the needed action," she said. "Ensuring that the niche left by pre-circumcision anaerobic bacteria are filled with 'good' bacteria will also be critical."

    New Study Suggests How Circumcision Might Reduce HIV Infections

    Die Forscher haben offensichtlich keinen blassen Dunst, welche Funktionen die entdeckten Bakterien haben. Nur so als Beispiel und ohne Garantie, weil ich kein Molekularbiologe bin: Staphylokokken sind bei Beschnittenen um 40% erhöht. Diese Bakterien können völlig harmlos sein, aber auch tödlich wirken. Dasselbe Forscherteam hat übrigens vor drei Jahren schon mal eine ähnliche Untersuchung durchgeführt und dabei merkwürdigerweise ganz andere Bakterien entdeckt.

    Zur Bakterienfrage eine Buchempfehlung: "Pesthauch und Blütenduft". Allerdings angesichts der dort überaus anschaulichen geschilderten Zerfallsprozesse, die durch Bakterien hervorgerufen werden, nur für gefestigte Persönlichkeiten geeignet.

    Politik und Expertentum sind zwei paar Stiefel, und - wie ich meine - zu Recht. Expertentum ist Politikberatung, kann aber Politik nicht ersetzen. Diesen Unterschied verwischen Politiker gern, um sich mit dem Hinweis, ihre Entscheidungen beruhten auf Expertenwissen, einen seriösen "wissenschaftlichen" Anstrich zu geben. Dieser Verwischungsversuch ist bei der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes gründlich gescheitert. Selbst wenn in den Gremien die Beschneidungskritiker in der Mehrheit gewesen wären oder der von Sokrates angemahnte "Superexperte" verfügbar gewesen wäre, hätte die Politik nicht anders entschieden.

    ...daß das Böse im Menschen hinter Schönheit trügerisch sich verbergen darf, ja soll, erst dies ebnet den Weg zur schönen Gestalt Lucifers…

    Vorsicht! Antisemitismus! ;)

    "Lucifer-Name des Geistes, der nach Meinung der Magier dem Osten vorsitzt, Lucifer wurde Montags beschworen, in einem Kreis, in dessen Mitte sein Name stand. Er gab sich mit einer Maus für seine Gefälligkeiten zufrieden. Man hält ihn oft für den König der Unterwelt, und einige Dämonomanen nach steht er höher als Satan. Man sagt, er treibe manchmal gern seine Späße. Einer seiner Streiche sei zum Beispiel, die Besen wegzuziehen, auf denen die Hexen zum Sabbath fahren, und ihnen damit "eins auf die Schulter zu geben"; das haben die Hexen von Moira in Schweden 1692 bestätigt.Dieselben Hexen haben bekräftigt, dass sie auf eben diesem Sabbath denselben Lucifer in grauer Kleidung gesehen haben, mit blauen Strümpfen und kurzen, mit Bändern geschmückten roten Hosen. Lucifer befiehlt den Europäern und den Asiaten. Er erscheint in Gestalt eines besonders schönen Kindes. Wenn er zürnt, rötet sich sein Gesicht, ohne dass es scheußlich wirkt. Er ist, einigen Dämonographen nach, der hohe Gerichtsherr der Unterwelt. In den Litaneien des Sabbath wird er als erster angerufen."

    Dann doch lieber Sexismus. :S

    Da wird er wieder toben, der ZdJ, dass ihm wieder (!) ungefragt israelische Autoritäten in die Suppe spucken.

    Aber auch woanders sind Konflikte vorprogrammiert.

    "However, Marciano's letter also requires parental consent before MBP can be done, and that argues against the positions of the Central Rabbinical Congress (controlled by Satmar), Agudath Israel of America, a Chabad-led mohels' group and the other haredim who are suing New York City to stop the city's informed consent requirement."


    Chief Rabbis' Reversal On Circumcision Sucking Ritual Ban Done To Protect Chabad - FailedMessiah.com

    Jennifers "Analyse" ist unvollständig. Bekanntlich war es Necla Kelek, die den Prof. Herzberg indoktriniert hat. Dieser wiederum hat dann seinen Musterschüler Doktorschüler Putzke indoktriniert. Dahinter stehen vermutlich Abhängigkeitsverhältnisse, die zur Gehirnwäsche geführt haben. Wie die Professoren Merkel und Isensee sowie die deutschen Ärzte in diesen Strudel hineingezogen wurden, wird Jennifer bestimmt noch herausfinden.

    (Aber hübsch ist sie schon, die Jennifer, oder? :whistling: )

    Was macht sie eigentlich, wenn das anders ist....? Was, wenn die Welt sich dreht?

    In der Tat eine interessante Frage. Sie könnte sich schon dadurch stellen, dass sich der Sohn in eine Christin verliebt, für die Beschneidung nicht in die Tüte kommt. Die Hälfte aller in Europa unter jüdischer Beteiligung geschlossenen Ehen sind ja interreligiöse Ehen.

    Im Prinzip ist mir persönlich dieser Artikel jedoch erheblich lieber als diejenigen, die mit pseudomedizinischen, dekonstruktivistischem und diskursanalytischem Geschwurbel einhergehen. Die Grundaussage ist ja klar: auf den Vorhäuten der Beschneidung liegt das gesamte Joch der jüdischen Geschichte. Das Unterlassen der Beschneidung wäre quasi ein Verrat an dieser Geschichte und ihren Opfern. Durch die "Markierung im Fleisch" will man von Anfang an klar machen, dass ein solcher Verrat nicht infrage kommt. Im Vergleich mit dem Grauen der jüdischen Geschichte verschwindet der Schmerz des Säuglings in der Tat fast im Nirgendwo.

    Allerdings bürdet man durch die Beschneidung der Vorhaut dem Säugling eine derart ungeheure Last auf, mit der sich auseinanderzusetzen, geschweige denn sie loszuwerden, nahezu unmöglich gemacht wird. Auch hier hat er (fast) keine Wahl.

    "There is a tremendous unrealized demand for foreskin regeneration around the world, particularly in countries such as the United States where the circumcision rate is high. Since our founding in 2010, Foregen has received the support and appreciation of men from around the world who come from varied ethnic, social, religious and economic backgrounds. These men have one thing in common: a deep, personal interest, and an enormous passion in seeing foreskin regeneration become a reality. The countless emails we have received demonstrate this passion and support for our project and leaves us with no doubt that we will bring foreskin regeneration to fruition." (Hervorhebungen vom mir)


    Foregen and the Future: A New Direction |

    Bemerkenswert im Tierschutzgesetz finde ich grundsätzlich, mit welcher akribischen Detailgenauigkeit der Gesetzgeber die Ausnahmen vom Tierschutzgedanken ("legitimer Gemeinwohlbelang") regelt, nachdem er mehrfach diesen Tierschutzgedanken ausdrücklich in den Vordergrund gestellt und benannt hat. Übertragen auf das Beschneidungsgesetz hätte dieses mit dem Satz beginnen müssen:"Die Entfernung gesunden Gewebes bei Kindern ist verboten. Dies gilt nicht, wenn..." Dann wäre die gesellschaftliche Ächtung im Grundsatz deutlich geworden.

    "Das Ziel, Kinder vor unnötiger Verstümmelung zu schützen, ist ein legitimer Gemeinwohlbelang, den der Gesetzgeber mit verhältnismäßigen Mitteln zu erreichen sucht. Hierbei kommt dem Gesetzgeber eine weit gefaßte Einschätzungsprärogative zu. Diese überschreitet er nicht, wenn er trotz unterschiedlicher Beurteilung dieser Frage durch die Sachverständigen grundsätzlich davon ausgeht, daß alle dem Kind von Natur aus gegebenen Körperteile erhaltenswert sind. Auch soweit in der gesetzlichen Regelung nicht zwischen einzelnen Beschneidungsmethoden unterschieden wird, stellen die in der Verfassungsbeschwerde vorgetragenen Argumente seine Einschätzung nicht in Frage."

    "Der Wortlaut der Regelung läßt hiernach eindeutig und unmißverständlich nur die Beseitigung von Vorhäuten zu. Alle Versuche des Klägers, sich im Wege der Auslegung über diesen Wortlaut hinwegzusetzen, gehen offenkundig fehl. Schon der Ausnahmecharakter der Regelung steht einem solchen Versuch im Wege. Der Hinweis des Klägers, bei anderen Amputationen hätten die betroffenen Kinder erheblich größere Schmerzen zu erdulden als bei der Beschneidung, verkennt die Systematik der genannten Regelung. Der Gesetzgeber hat nicht etwa generell Amputationen bis zu einer bestimmten Schmerzgrenze zugelassen. Er hat vielmehr einen bestimmten Eingriff aufgezählt, bei dem er in sorgfältiger Abwägung der Schmerzbelastung der Kinder und der Bedürfnisse der Eltern eine Durchbrechung des Amputationsverbotes für hinnehmbar hielt. Die Regelung würde in ihr Gegenteil verkehrt, wenn der Katalog über seinen eindeutigen Wortlaut hinaus mit der Begründung erweitert werden könnte, andere Eingriffe - wie etwa die Mädchenbeschneidung - seien nicht schmerzhafter als die dort zugelassenen."


    wernersgericht

    Diese Feiglinge haben die Diskussion entfernt. Waren wohl zu viele Contra-Beiträge...

    Schuld war (wahrscheinlich) der "Troll", der sich für Mädchenbeschneidung ausgesprochen hat - mit den gleichen Argumenten, die für Jungenbeschneidung angeführt wurden. Da ging manchen der Hut hoch. Später hat er sich dann als "Agent Provokateur" geoutet. Auch eine Methode...