Laumann behauptet keineswegs, dass Masturbation "elaborierter" ist als der Liebesakt zwischen Mann und Frau. Laumann hat festgestellt, dass beschnittene Männer häufiger als unbeschnittene zu oralen und analen Sexpraktiken greifen. Das bezeichnet er als "elaboriertes" Sexualverhalten - eine Wertung verbindet er damit nicht.
Da Laumann des weiteren festgestellt hat, dass einige dieser Unterschiede zwischen beschnittenen und unbeschnittenen Schwarzen und Hispanics nicht signifikant sind und bei Hispanics eher eine umgekehrte Tendenz zeigen, vermutet er kulturelle Anteile. ( Die absoluten Zahlen lassen sich übrigens leicht aus der genannten Zahl der Studienteilnehmer und den Prozentangaben errechnen). Warum er seinen eigenen Studienergebnissen in der NYT widerspricht, ist völlig unerfindlich und wird nicht begründet.
Wenn Laumann et.al. einen "conflict of interests" haben, fragt man sich natürlich, warum sie zu dem Ergebnis kommen (und das ist ja eigentlich das Interessanteste an der Studie), dass Beschneidung zu einer erhöhten STD-Rate führt.
Ich möchte hier in keinster Weise den Standpunkt der Befürworter vertreten oder ihnen Munition liefern, würde ihnen aber auch ungern Argumente liefern, mit denen sie uns leicht aushebeln können.